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Veröffentlicht am 16.04.2018

Ein ganz besonderes Leseerlebnis

Dunkelgrün fast schwarz
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Kurzmeinung:
Ein großartiges Buch. Einmal begonnen, entwickelt die Geschichte einen so starken Sog, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Charaktere und die Handlung sind irgendwie erfrischend ...

Kurzmeinung:
Ein großartiges Buch. Einmal begonnen, entwickelt die Geschichte einen so starken Sog, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Charaktere und die Handlung sind irgendwie erfrischend anders und das Buch hat mich an ganz unerwarteten Stellen gepackt und berührt. Die Sprache ist poetisch, aber auch klar und authentisch. Die Charaktere haben Tiefe, Ecken und Kanten und sind echt. Die Sätze sind voll Weisheit. Ich kann nur sagen: lest dieses Buch!

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch. Die Geschichte hat mich echt von der ersten Seite an gefesselt und mich nicht wieder losgelassen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Eigentlich nicht mal dann.
Die einzelnen Charaktere sind wahnsinnig gut beschrieben. Sie sind speziell, haben Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr echt und authentisch.
Da gibt es die zunächst die Mutter, Marie. Sie war der Charakter, der mir beim Lesen am nächsten war, was wahrscheinlich auch daran lag, dass nur ihre Abschnitte in der Ich-Perspektive geschrieben waren.
Dann gibt es noch den Sohn, den lieben, treuen Moritz. Manchmal wollte ich ihn aber auch einfach nur schütteln und seine Passivität hat mich öfters die Haare raufen lassen. Seine Entwicklung hat mir aber gut gefallen. Eine Besonderheit bei ihm ist außerdem, dass er Auren sehen kann. Das hat ihm und dem ganzen Buch eine ganz besondere, etwas mystische Note gegeben.
Und dann haben wir natürlich noch den charmanten, geheimnisvollen Raffael. Ein wirklich einzigartiger Charakter, der sehr viel in mir ausgelöst hat. Er ist nicht nur Draufgänger und Weiberheld, sondern auch ein natürlicher Anführertyp, der seine Macht genießt und sie gern dafür ausnutzt, andere Menschen zu manipulieren, sie bloßzustellen oder gegeneinander auszuspielen.
Und schließlich gibt es noch Johanna. Mit ihr hatte ich die größten Schwierigkeiten, weil sie große psychische Probleme hat und ihre Verletzungen und Verwundbarkeit sehr offen dargestellt werden. Das war teilweise schwer zu ertragen, wirkte aber im Gesamtbild des Romans stimmig.

Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt.
Der eine Teil der Handlung spielt im Jahr 2017. Moritz, Raffael und Johanna sind Erwachsen. Moritz wird bald Vater werden und ist mit sich und seinem Leben ganz glücklich. Bis plötzlich Raffael, den Moritz seit 16 Jahren nicht gesehen hat, an seine Tür klopft und sein Leben durcheinanderbringt und Erinnerungen ans Tageslicht bringt, die Moritz eigentlich gut vergraben hatte.
Der andere Handlungsstrang führt uns zurück in die Vergangenheit, in die Kindheit von Motz, Raf und Jo. Motz und Raf sind beste Freunde. Unzertrennlich. Allerdings sind sie ein sehr ungleiches Paar. Raf ist der unangefochtene Anführer, der Motz herausfordert, ihn dazu bringt Sachen zu tun, die er eigentlich nicht tun möchte. Und Motz gehorcht. Diese asymmetrische Freundschaft zu verfolgen ist sehr spannend. Beim Lesen hatte ich aber auch die ganze Zeit ein ungutes Gefühl, weil man ahnt, dass diese toxischen Beziehungen irgendwann zu einer Katastrophe führen wird.
Die Geschichte entwickelt eine ungeheure Sogkraft, die aber nicht künstlich durch Cliffhanger erzeugt wird, sondern die der Handlung selbst innewohnt. Ich wollte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen und war völlig in den Bann gezogen von Marie, Motz, Raf und Jo.

Was mich neben den tollen und besonderen Charakteren und den unguten Gefühlen, die das Buch beim Lesen bei mir ausgelöst hat, noch sehr begeistern konnte, was die schöne Sprache. Manchmal war sie sehr poetisch, wunderschön und mit Sätzen, die man sich als Zitat an die Wand hängen wollte. Andererseits war sie aber auch sehr präzise und echt und klar.

Außerdem hat das Buch mich auch zur Selbstreflexion angeregt. Wie hätte ich wohl reagiert, wenn ich jemanden wie Raffael getroffen hätte?
Oder mit Moritz zusammen habe ich überlegt, ob ich eigentlich wirklich das Leben lebe, das ich will, oder ob ich nicht einfach oft die bequemste Option wähle.

"Was hat er alles nicht getan in den letzten Jahren? Wann hat er aufgehört, einen eigenen Weg zu gehen, und angefangen, durch vorgefertigte Bahnen zu schlurfen, sich auszuruhen in seiner Bequemlichkeit?"
Aus Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl, S. 130


Fazit:
Ich möchte "Dunkelgrün fast schwarz" von Mareike Fallwickl am liebsten allen empfehlen. Denn mich hat es absolut begeistert. Allerdings muss man wissen, dass es ein unbequemes Buch ist. Eins, das mich beim Lesen erschauern ließ mich mitgenommen hat und eine ganze Bandbreite an Gefühlen ausgelöst hat. Es ist wirklich eine besondere Geschichte, besondere Charaktere und eine besondere Sprache. Es ist kein Buch zum nebenher Lesen und rundum wohlfühlen. Aber wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird man mit einem außergewöhnlichen Leseerlebnis belohnt, dass einen so schnell nicht wieder loslässt

Veröffentlicht am 16.04.2018

Verwirrender Fall, der nicht an den Vorgänger heranreichen kann

Hangman. Das Spiel des Mörders (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 2)
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Kurzmeinung:
Eine etwas enttäuschende Fortsetzung von Ragdoll. Über die bekannten Ermittler habe ich mich gefreut und auch die tolle Mischung aus Spannung und Humor ist in Anklängen wieder zu finden. Die ...

Kurzmeinung:
Eine etwas enttäuschende Fortsetzung von Ragdoll. Über die bekannten Ermittler habe ich mich gefreut und auch die tolle Mischung aus Spannung und Humor ist in Anklängen wieder zu finden. Die große Begeisterung blieb dieses Mal allerdings aus. Der Fall ist mir zu verworren und will ein bisschen zu viel. Auch der Witz kommt mit hier etwas zu kurz. Insgesamt trotzdem ein guter Thriller, der aber nicht an seinen Vorgänger heranreichen kann.


Meine Meinung:
Daniel Cole hat mit "Hangman – das Spiel des Mörders" einen soliden Thriller geschrieben. Der Fall knüpft an den vorherigen Band an schafft so eine gute Fortsetzung der Geschichte. Wir treffen bekannte Charaktere wieder, aber ein paar neue Gesichter sorgen auch für frischen Wind.
Heimlicher Star von "Ragdoll" war für mich ja Edmunds. Für den Charakter hätte ich mir in dem neuen Band mehr Platz gewünscht.
Gut fand ich hingehen die Entwicklung von Baxter. Sie hat weiterhin ihre toughe, fast schon ruppige Art, hat aber eben auch einen weichen Kern. Ihre Entwicklung sieht man vor allem in ihrer Beziehung zu Thomas. Das ließ Baxter für mich sehr menschlich wirken und schafft einen guten Ausgleich zu den Handlungssträngen, die sich um die brutalen Morde drehen.

Insgesamt war mir dieser zweite Teil leider zu verwirrend. Das lag nicht nur, aber auch an dem komplexen Fall, bei dem sehr viele verschiedene Personen beteiligt sind und die Verdächtigen gefühlt ständig wechseln. Hinzu kamen die nicht gerade wenigen Toten, die dann auch jeweils mit Beruf, Familie etc vorgestellt wurden. Da bin ich dann schon mal durcheinander gekommen.
Für Verwirrung sorgten bei mir auch die zwei Ermittlungsorte – London und New York – mit jeweils mehreren verschiedenen Ermittlern und Ermittlerinnen. Außerdem gab es dann auch noch mehrere Zeitebenen mit Rückblicken und Zeitsprüngen. Das war dann doch etwas zu viel des Guten und irgendwann habe ich einfach den Überblick verloren.

Der ganze Band wirkt irgendwie so, als hätte er von allem zu viel gewollt. Zu viele Ermittler, zu viele Verdächtige, zu viele Leichen, zu viel Blut und zu viel Action. Das wirkte dann im Gesamtbild zu überladen, zu konstruiert und zu verworren.

Dennoch hatte der Thriller auch seine positiven Seiten. Ich mag die "alten" Charaktere einfach sehr und Baxter und Edmunds Entwicklung habe ich gern verfolgt. Auch den ein oder anderen Neuen fand ich ganz interessant. Die Idee des Falls hat mir auch gefallen und zwischendurch gab es auch viel Spannung. Gerade beim großen Showdown konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen.
Neben dem vielen Blut und der ganzen Action konnte mich Cole auch in Hangman wieder ab und zu zum Schmunzeln bringen. Die Kombination von Spannung und Humor ist aber nicht ganz so gut gelungen, wie im ersten Band.

Fazit:
Begeistern konnte mich Hangman nicht. Der Fall ist verwirrend, überladen und dadurch an vielen Stellen unglaubwürdig. Was es für mich wieder rausreist, sind die Charaktere. Vor allem Baxter und Edmunds habe ich Teil 1 so ins Herz geschlossen, dass ich mich gefreut habe, wieder mehr von ihnen zu lesen. Außerdem hat Cole auch wieder eine gute Portion britischen Humor eingebaut. Ich hoffe, dass er sich im nächsten Fall wieder mehr darauf konzentriert, und die überladenen Actionszenen und das große Gemetzel weglässt.

Um Hangman nicht noch verwirrender zu machen, als es ohnehin schon ist, würde ich auf jeden Fall empfehlen vorher den ersten Band "Ragdoll" zu lesen.

Veröffentlicht am 09.03.2018

Empfehlung für alle Literaturliebhaber

Bestseller
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Kurzmeinung:
Ein großartiges Buch. Es vereint intelligenten Witz, Rätselspaß und Literaturliebe. Definitiv eine absolute Empfehlung für alle Literaturbegeisterten. Da verzeiht man auch die kleinen Längen ...

Kurzmeinung:
Ein großartiges Buch. Es vereint intelligenten Witz, Rätselspaß und Literaturliebe. Definitiv eine absolute Empfehlung für alle Literaturbegeisterten. Da verzeiht man auch die kleinen Längen im Mittelteil sehr gern.


Meine Meinung:
Das Buch beginnt schon mit einem absolut genialen Einstieg. Ich habe mich sofort in den intelligenten Witz verliebt. Schon die Widmung ist genial und zur Wahl der einleitenden Zitate kann man dem Autor nur gratulieren. Schon auf den ersten Seiten entdeckt man die Ironie, mit dem der Autor die Literatur und den Literaturbetrieb auf die Schippe nimmt. Zum Beispiel mit dem eben erwähnten eingehenden Zitat ">>.<< Ulysses".
In zahlreichen Fußnoten macht sich Adamaschwili über den Literaturbetrieb lustig. Zum Beispiel eben über die Praxis der gewollt tiefgründigen Zitate am Buchanfang. Das wirkt aber überhaupt nicht frech oder arrogant, sondern ist einfach wirklich witzig.

Der Autor beschreibt sehr selbstironisch den Literaturbetrieb und schickt seinen Protagonisten, den Schriftsteller Pierre, nach seinem Selbstmord in die Literatenhölle, wo er viele bekannte (tote) Schriftsteller trifft und einige Abenteuer erlebt. Von "Ruhe in Frieden" keine Spur.

Neben sehr viel Witz bietet das Buch auch eine ordentliche Portion Spannung, wenn nämlich der Protagonist in der Literatenhölle zusammen Sir Arthur Conan Doyle diverse literarische Rätsel lösen muss und auf einer Art Schnitzeljagd durch die Unterwelt jagt.
In einem zweiten Handlungsstrang ist ein treuer Fan von Pierre über dessen Tod am Boden zerstört und auch sie versucht ein Rätsel zu lösen, welches ihr Pierre in seinen Büchern hinterlassen hat.

Doch was mich an dem Buch so begeistert hat ist eigentlich nicht die Handlung, sondern der Humor.
Der manchmal unterschwellige, oft sarkastische Witz trifft einfach genau meinen Geschmack und schon ab den ersten Seiten musste ich oft schmunzeln.
Manch ein Witz entgeht einem, wenn man die Literaten und ihre Werke nicht kennt, aber viel wird auch in den äußerst amüsanten Fußnoten erklärt.
Definitiv eine absolute Empfehlung für alle Literaturbegeisterten. Da verzeiht man auch die kleinen Längen im Mittelteil sehr gern.


Fazit:
Ein großartiges Buch voller intelligentem Witz, Charme und vor allem viel Bezug zu Literatur. Für alle Bibliophilen ein absolutes Muss. Auch eine ordentliche Portion Spannung steckt in diesem Roman und für alle, die Spaß am Miträsteln und lösen kniffliger Aufgaben haben, ist dieses Buch genau das richtige.

Veröffentlicht am 07.03.2018

Gemischte Gefühle

Unter der Drachenwand
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Ich weiß nicht, woran es lag, aber dieses Buch konnte mich so gar nicht erreichen. Überall lese ich so viele begeisterte Rezensionen zu diesem Buch, aber denen kann ich mich leider nicht anschließen. Eher ...

Ich weiß nicht, woran es lag, aber dieses Buch konnte mich so gar nicht erreichen. Überall lese ich so viele begeisterte Rezensionen zu diesem Buch, aber denen kann ich mich leider nicht anschließen. Eher im Gegenteil. Teilweise musste ich mich wirklich durch die Seiten kämpfen und habe schon überlegt, dass Buch anzubrechen.


Die Charaktere blieben mir fremd und distanziert, ihre Schicksale konnten mich nicht berühren und viele Stellen fand ich sehr langatmig.
Das Thema finde ich jedoch sehr wichtig und finde es auch gut und wichtig, sich weiter damit zu beschäftigen und sich immer daran zu erinnern, wohin Populismus und Nationalismus im schlimmsten Fall führen können. Daher verdient dieses Buch und das Thema NS- Zeit trotzdem alle Aufmerksamkeit, die es bekommen kann.


Gut gefallen hat mir die Betrachtungen der Zeit aus den verschiedenen Blickwinkeln. Da haben wir einmal den Soldaten, den die Zeit im Feld psychisch und körperlich beeinträchtig hat. Wir haben die Frau eines Soldaten, einen Juden, der mit seiner Familie auf der Flucht ist. Es gibt die vom Regime überzeugten, die Skeptiker, die Täter, die Opfer. Sie alle kommen in diesem Roman zu Wort. Das hat mir sehr gefallen.


Die Umsetzung allerdings hat mich dann nicht begeistert. Trotz der persönlichen Form der Briefe und Tagebucheinträge blieben mir die Charaktere fremd und irgendwie wurde ich einfach nicht warm mit der Geschichte.


Dieses Buch hinterlässt also gemischte Gefühle bei mir.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Geschichtliche und technische Fakten verpackt in eine spannende Story.

Die letzten Tage der Nacht
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Kurzmeinung:
Geschichtliche und technische Fakten verpackt in eine bestens unterhaltende Story. Moore entführt uns ins Amerika des 19. Jahrhunderts, mitten in den elektrischen Krieg. Ein Buch voller Technik, ...

Kurzmeinung:
Geschichtliche und technische Fakten verpackt in eine bestens unterhaltende Story. Moore entführt uns ins Amerika des 19. Jahrhunderts, mitten in den elektrischen Krieg. Ein Buch voller Technik, Wissenschaft und Recht, voller Ego und Ehrgeiz, aber auch über Liebe und Loyalität.


Meine Meinung:
Bei "Die letzten Tage der Nacht" handelt es sich um ein gutes Buch -keine Frage. Moore verbindet geschichtliche und technische Fakten mit einer spannenden Geschichte. Eine Vielzahl verschiedener und jeweils ganz eigener Charaktere teilen sich den interessanten Schauplatz. New York im 19. Jahrhundert. Und auch die Themenvielfalt ist beachtlich. Moore erzählt von Ehrgeiz und dem großen Ego großer Männer. Er erzählt von technischem Fortschritt und Erfindergeist, von großen Visionen ebenso, wie von juristischen Feinheiten. Es werden bahnbrechende Ideen reduziert auf eine Klausel im Vertrag.

Der Ton der Erzählung war dabei aber immer auch ein bisschen komisch und hat der Geschichte etwas Leichtes gegeben.

Interessant fand ich auch die Betrachtung der Motive, die die Männer im Zentrum der Geschichte zu ihren Taten getrieben haben. Für den einen war es Macht und Geld, für den anderen Ego und Arroganz, oder der Versuch, eine Frau zu beeindrucken. Und für wieder einen anderen stand einfach der Durst nach Wissen und der Drang, Neues zu entdecken im Vordergrund. Das wurde sehr schön und differenziert dargestellt, allerdings auf eher subtile Weise. Das hat mir gut gefallen.
Ich habe einiges aus diesem Roman lernen können, über die Anfänge der Elektrizität und Generatoren, genauso wie über Patentrecht und juristische Fallen in Verträgen.

Und auch der emotionale Bereich wurde bedient, wie ich fand aber eher halbherzig. Da gab es zwar die Liebesgeschichte zwischen Paul Cravath und XXX, aber die hätte man eigentlich auch weglassen können. Ich hatte eher das Gefühl, die wurde da mit eingebaut, um eben auch das Thema Liebe abzudecken, aber so richtig gut in den Erzählfluss hat es nicht reingepasst. Für mich hatten diese Abschnitte immer eher etwas von einem unnötigen Nebenschauplatz.

Und das bringt mich auch zu meinem größten Kritikpunkt an diesem Buch. Es ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Es behandelt interessante Themen, ist lehrreich, bietet einen tollen Handlungsschauplatz. Aber dennoch hat mir etwas gefehlt, weshalb mich die Geschichte nicht vollkommen überzeugt hat. Und das ist die Tiefe. Ich habe das Buch gerne gelesen, aber dann habe ich es zugeklappt und es ist nichts geblieben. Es hat nichts in mir nachgehallt, es hat mich nach dem Lesen nicht weiter beschäftigt.
Vielleicht kann das gar nicht jedes Buch und vielleicht wollte das dieses Buch auch gar nicht. Aber mir ist es einfach negativ aufgefallen, das irgendwie nicht so richtig etwas "bei mir angekommen" ist.

Fazit:
Ein nettes Buch mit einem interessanten Thema. Es hat mich gut unterhalten und ich habe sogar einiges über den Stromkrieg und die technische Entwicklung dahinter lernen können. Dennoch hat mir irgendwie etwas gefehlt und das Buch konnte mich nicht so richtig erreichen und berühren.
Für eine leichte Lektüre zwischendurch ist es aber sehr geeignet.