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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2018

Facettenreich und authentisch

Himbeerjoghurt mit Sahne
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„Himbeerjoghurt mit Sahne“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von Jan Ranft die das schwule Leben thematisiert. Diese Sammlung beinhaltet stolze 53 Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Was ...

„Himbeerjoghurt mit Sahne“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von Jan Ranft die das schwule Leben thematisiert. Diese Sammlung beinhaltet stolze 53 Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Was mir gefallen hat:

Die Abwechslung die einen erwartet ist schier unglaublich. Hier wird so ziemlich jeder Bereich abgedeckt. Mal ist es romantisch, dann wieder tragisch, auch komischen und sogar fantastisch. Das ist die größte Stärke des Buches, dass man sich nicht immer mit den gleichen Themen konfrontiert sieht. Es macht einfach viel mehr Spaß, wenn man vorher noch nicht weiß, was denn in der nächsten Geschichte passiert. Des Weiteren ist es sehr unterhaltsam geschrieben und äußerst authentisch. Die Geschichten aus der Schwulenwelt sind aus dem wahren Leben gegriffen. Ich konnte mich mit vielen Protagonisten super identifizieren, somit haben einige Geschichten einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ich denke auch jetzt noch gern daran zurück. Gut fand ich auch, dass einiges mit einem Augenzwinkern zu sehen ist, auf nur bockernste Geschichten muss man sich also nicht einstellen.

Was mir nicht so gefallen hat:

Trotz des breiten Spektrums an Geschichten und Themen ist mir der Hang zu tragischen Enden aufgefallen. Das war mir dann manchmal zu viel. So ende viele Geschichten, die ganz romantisch oder witzig begonnen haben mit einem Twist und es wird dramatisch. Das mag das ein oder andere mal ganz angebracht sein, aber dieses Stilmittel wurde für mein Empfinden bei zu vielen Geschichten angewendet, so dass ich bei fast jeder Story bangen musste, da die Chance darauf, dass jetzt noch jemand auf den letzten Zeilen stirbt oder ein schlimmes Schicksal ereilt, doch sehr hoch war. Man kann das mögen, mir war es jedenfalls too much. Aber dies ist mal wieder Geschmacksache, deshalb fließt es auch nicht so gravierend in die Wertung mit ein.

Wer gern schwule Geschichten liest oder sich gern an dieser Thematik versuchen möchte, außerdem gern in vielen Genre unterwegs ist, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Ich kann es jedem empfehlen, da auch die Geschichtenauswahl teils sehr exquisit ist.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Sprachgewaltig und fernab vom Mainstream

Der Sturm
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Tom Jacuba hat sich mit der Shakespeare-Adaption „Der Sturm“ erneut in die Fantasy-Gefilde vorgetastet und überzeugt mit einer gewaltigen Geschichte über Macht, Magie und inneren Seelenfrieden.

Was mir ...

Tom Jacuba hat sich mit der Shakespeare-Adaption „Der Sturm“ erneut in die Fantasy-Gefilde vorgetastet und überzeugt mit einer gewaltigen Geschichte über Macht, Magie und inneren Seelenfrieden.

Was mir gefallen hat:
Die Geschichte ist sprachgewaltig und fernab vom Mainstream. Einmal mehr beweist Tom Jacuba, dass er sein Handwerk versteht. Die Texte kommen teils poetisch daher und passen absolut zum Geschehen. Gern habe ich mir die Zeit genommen die malerisch beschriebenen Orte und gewaltigen magischen Akte auf mich wirken zu lassen und habe dabei jeden Augenblick genossen. Auch die Figuren sind Ihm überaus gelungen, allen voran Miranda. Da man alles von ihrer Geburt bis zur Gegenwart der Geschichte miterlebt, ist die Entwicklung die Miranda durchmacht nachvollziehbar und glaubhaft.

Was mir nicht so gefallen hat:
Einige Passagen ziehen sich doch etwas in die Länge, so dass ich mich ab und an motivieren musste dran zu bleiben um die Durststrecken zu überstehen. Man wurde zwar anschließend wieder mit interessanten Kapiteln belohnt, aber das dauerte dann doch das ein oder andere Mal länger. Auch gibt es Abzüge im Plot, gerade was die letzten 50 Seiten betrifft bin ich mit dem Ausgang nicht 100%ig zufrieden. Ich hätte mir gern etwas Spektakuläreres gewünscht. Mir wurde das Geschehen dann wiederum zu schnell abgearbeitet. Der Weg bis zum Ende der Geschichte war für die Protagonisten beschwerlich und dann ist dieses Ende für mich leider nicht wie gehofft ausgefallen. Das mag aber Geschmacksache sein.

Die Geschichte hat das gewisse Etwas, was man oft vergebens in anderen Büchern sucht. Wer gern in eine bildgewaltige Geschichte eintauchen möchte, sich besonders für Charakterentwicklungen und für Magie interessiert, ist hier bestens aufgehoben. Ein paar längere Passagen sollte man in Kauf nehmen, dann wird man mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Sprachgewaltig und fernab vom Mainstream

Der Sturm
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Tom Jacuba hat sich mit der Shakespeare-Adaption „Der Sturm“ erneut in die Fantasy-Gefilde vorgetastet und überzeugt mit einer gewaltigen Geschichte über Macht, Magie und inneren Seelenfrieden.

Was mir ...

Tom Jacuba hat sich mit der Shakespeare-Adaption „Der Sturm“ erneut in die Fantasy-Gefilde vorgetastet und überzeugt mit einer gewaltigen Geschichte über Macht, Magie und inneren Seelenfrieden.

Was mir gefallen hat:
Die Geschichte ist sprachgewaltig und fernab vom Mainstream. Einmal mehr beweist Tom Jacuba, dass er sein Handwerk versteht. Die Texte kommen teils poetisch daher und passen absolut zum Geschehen. Gern habe ich mir die Zeit genommen die malerisch beschriebenen Orte und gewaltigen magischen Akte auf mich wirken zu lassen und habe dabei jeden Augenblick genossen. Auch die Figuren sind Ihm überaus gelungen, allen voran Miranda. Da man alles von ihrer Geburt bis zur Gegenwart der Geschichte miterlebt, ist die Entwicklung die Miranda durchmacht nachvollziehbar und glaubhaft.

Was mir nicht so gefallen hat:
Einige Passagen ziehen sich doch etwas in die Länge, so dass ich mich ab und an motivieren musste dran zu bleiben um die Durststrecken zu überstehen. Man wurde zwar anschließend wieder mit interessanten Kapiteln belohnt, aber das dauerte dann doch das ein oder andere Mal länger. Auch gibt es Abzüge im Plot, gerade was die letzten 50 Seiten betrifft bin ich mit dem Ausgang nicht 100%ig zufrieden. Ich hätte mir gern etwas Spektakuläreres gewünscht. Mir wurde das Geschehen dann wiederum zu schnell abgearbeitet. Der Weg bis zum Ende der Geschichte war für die Protagonisten beschwerlich und dann ist dieses Ende für mich leider nicht wie gehofft ausgefallen. Das mag aber Geschmacksache sein.

Die Geschichte hat das gewisse Etwas, was man oft vergebens in anderen Büchern sucht. Wer gern in eine bildgewaltige Geschichte eintauchen möchte, sich besonders für Charakterentwicklungen und für Magie interessiert, ist hier bestens aufgehoben. Ein paar längere Passagen sollte man in Kauf nehmen, dann wird man mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt.

Veröffentlicht am 13.10.2018

Einfach großartig!

Wahre Helden
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„Wahre Helden“ von Nadine Erdmann hat mich in meine Jugend zurück katapultiert. Ich erinnere mich wie es war, langsam erwachsen zu werden und auch daran mit was für Dingen ich mich konfrontiert gesehen ...

„Wahre Helden“ von Nadine Erdmann hat mich in meine Jugend zurück katapultiert. Ich erinnere mich wie es war, langsam erwachsen zu werden und auch daran mit was für Dingen ich mich konfrontiert gesehen habe.

Es ist die Geschichte dreier Freunde und ihrem steinigen Weg, der sie nur noch mehr zusammenschweißt. Der Weg ist gepflastert mit allerhand Emotionen, sei es der Schulstress, Schmerz, Frust, Freude, Liebe oder Hoffnung. Ohne dabei aufgesetzt oder belehrend zu wirken, werden teils sehr ernste Themen angesprochen. Auf eine sehr witzige und sarkastische Weise wird die Rahmenhandlung aber aufgelockert und lässt alles nicht zu tragisch erscheinen. Herzschmerz ist okay, ich kann es nur nicht leiden, wenn eine Geschichte mich komplett runterzieht und ohne Hoffnung daherkommt, aber hier wurde die Balance zwischen Ernst und Freude genau gefunden. Die Dialoge sind so wunderbar aus dem Leben gegriffen und wirken daher äußerst authentisch. Die Protas wachsen einem ganz schnell ans Herz und es ist eine wahre Freude zu sehen wie sich jeder weiterentwickelt.

Mit diesem Buch kann man nichts falsch machen, es vereint alles was eine tolle Geschichte ausmacht. Es hat einen spannenden Plot, interessante Figuren, Themen zum nachdenken und ganz viel Herz. I love it.

Veröffentlicht am 13.10.2018

Einfach großartig!

Wahre Helden
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„Wahre Helden“ von Nadine Erdmann hat mich in meine Jugend zurück katapultiert. Ich erinnere mich wie es war, langsam erwachsen zu werden und auch daran mit was für Dingen ich mich konfrontiert gesehen ...

„Wahre Helden“ von Nadine Erdmann hat mich in meine Jugend zurück katapultiert. Ich erinnere mich wie es war, langsam erwachsen zu werden und auch daran mit was für Dingen ich mich konfrontiert gesehen habe.

Es ist die Geschichte dreier Freunde und ihrem steinigen Weg, der sie nur noch mehr zusammenschweißt. Der Weg ist gepflastert mit allerhand Emotionen, sei es der Schulstress, Schmerz, Frust, Freude, Liebe oder Hoffnung. Ohne dabei aufgesetzt oder belehrend zu wirken, werden teils sehr ernste Themen angesprochen. Auf eine sehr witzige und sarkastische Weise wird die Rahmenhandlung aber aufgelockert und lässt alles nicht zu tragisch erscheinen. Herzschmerz ist okay, ich kann es nur nicht leiden, wenn eine Geschichte mich komplett runterzieht und ohne Hoffnung daherkommt, aber hier wurde die Balance zwischen Ernst und Freude genau gefunden. Die Dialoge sind so wunderbar aus dem Leben gegriffen und wirken daher äußerst authentisch. Die Protas wachsen einem ganz schnell ans Herz und es ist eine wahre Freude zu sehen wie sich jeder weiterentwickelt.

Mit diesem Buch kann man nichts falsch machen, es vereint alles was eine tolle Geschichte ausmacht. Es hat einen spannenden Plot, interessante Figuren, Themen zum nachdenken und ganz viel Herz. I love it.