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Veröffentlicht am 27.08.2024

Ohne Kuscheltier geht es nicht!

Die kleine Fledermaus Wegda: Schlaf gut, kleine Fledermaus Wegda!
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Der kleinen Fledermaus Wegda geht es genau wie vielen Kindern: zum Einschlafen braucht man das geliebte, und nur dieses eine, ganz bestimmte, Lieblings-Kuscheltier. Und alle Eltern die schon einmal ein ...

Der kleinen Fledermaus Wegda geht es genau wie vielen Kindern: zum Einschlafen braucht man das geliebte, und nur dieses eine, ganz bestimmte, Lieblings-Kuscheltier. Und alle Eltern die schon einmal ein kleines oder großes Drama miterlebt haben, wenn das nicht auffindbar ist, werden es nachvollziehen können. So lange Wegda ihr Kuscheltier nicht hat, wird das mit dem Schlafen nichts! Also macht sie sich auf, zu Freundin Eule und Freund Biber, überall sucht sie ihr Tierchen und ein wenig Ablenkung und wird dabei immer müder und müder und plötzlich zum Glück erblickt sie da doch ein verräterisches Fitzelchen Stoff, da, ganz oben….
Zauberhafte Illustrationen, eine Geschichte mit der sich viele kleinen Leser und Leserinnen und deren Eltern identifizieren können und kleine Aufgaben im Text, die das Kind aktiv miteinbeziehen in Wegdas Einschlafrituale und ihre Suche sind hier äußerst gut gelungen umgesetzt. Insbesondere die Illustrationen haben mir hier wirklich gut gefallen, da sie so zart und weich wirken. Für mich war es das erste Bilderbuch mit der kleinen Fledermaus, aber ich habe entdeckt, dass es noch einige weitere mit der sympathischen Protagonistin zu entdecken gibt (ich habe mich vor allem gefragt, warum das Fledermäuschen so einen speziellen Namen trägt, aber das wird sicher im ersten Band erklärt).
Fazit: ein sehr ansprechendes Bilderbuch zu einem in vielen Kinderzimmern sehr präsenten Thema, wunderschön umgesetzt.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Fast perfekte Tarnung

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Ein purer Zufall beschert Hunter und Garcia ihren nächsten Fall. Eigentlich landen Suizidopfer, bei absolut klarer Todesursache, nicht auf dem Tisch der Rechtsmedizin, sondern maximal als Forschungsobjekte ...

Ein purer Zufall beschert Hunter und Garcia ihren nächsten Fall. Eigentlich landen Suizidopfer, bei absolut klarer Todesursache, nicht auf dem Tisch der Rechtsmedizin, sondern maximal als Forschungsobjekte an der Med School - und schon gar nicht sind sie dem prüfenden Auge der leitenden Forensikerin ausgesetzt. Geschieht dies doch, und ist das vermeintliche Opfer nicht an Knochenbrüchen sondern an Unterkühlung gestorben, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht. Fällt dann einer sehr eifrigen Medizin-Studentin, nebenbei ein schönes Pendant zu Robert „ich lese viel“ Hunter, bei einem Seminar eine Ungereimtheit bei einem weiteren Leichnam auf, der ebenfalls nicht so zu Tode gekommen ist, wie augenscheinlich vermutet, auch dieses Mal ein Suizid, dann ist die Sache klar. Serienmörder, wirklich einfallsreiche Tarnung, UV-Einheit des LAPD, Hunter und Garcia in vollem Einsatz, Ermittlungen bis zur persönlichen Schmerzgrenze und darüber hinaus bis zum finale grande.
Dem bewährten Schema bleibt Autor Chris Carter auch im neuesten Band seiner Reihe treu, und das finde ich gut. Ich weiß, was ich hier bekomme: einen blutigen Thriller mit einem Serienmörder, dessen Motiv Hunter auf oft wundersame Weise schnell erahnt, einen gelungenen Spannungsbogen und mehr braucht es oft nicht. Ich denke schon, dass der Zenit der Reihe überschritten ist, aber damit ist das, was Carter abliefert, immer noch besser als das Gros der Thriller und damit stellt er immer wieder aufs Neue viele Leser zufrieden, mich eingeschlossen. Es ist der 13. Band einer Reihe, und doch alleine lesbar finde ich. Im Gegensatz zu anderen Bänden sind hier keine großen wiederkehrenden Täter, Opfer, Motive vorhanden, die man besser kennen sollte.
Fazit: wer Carter liest, weiß was er bekommt. Nicht der stärkste. Aber immer noch ein guter Band der bewährten Reihe. Auch auf den hoffentlich nächsten Band werde ich mich freuen!

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Schimmerhorn braucht Hilfe!

Sternenschweif, Wimmelbuch, Abenteuer im Einhornland
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Und natürlich sind Sternenschweif und Laura zur Stelle! Einhornfohlen Schimmerhorn ist sehr traurig. An einem wunderschönen Morgen im Einhornland Arkadia hat es zufällig mitbekommen, dass der 2. Geburtstag ...

Und natürlich sind Sternenschweif und Laura zur Stelle! Einhornfohlen Schimmerhorn ist sehr traurig. An einem wunderschönen Morgen im Einhornland Arkadia hat es zufällig mitbekommen, dass der 2. Geburtstag einen ganz entscheidenden Tag im Leben der jungen Einhörner darstellt. Was aber nun, wenn man gar nicht weiß, wann man Geburtstag hat? So geht es Schimmerhorn, und er ist sehr dankbar, als Laura und Sternenschweif ihre Hilfe anbieten. Wäre doch gelacht, wenn niemand weiß, wann das Fohlen seinen 2. Geburtstag feiern darf.
Und so machen sich die beiden auf eine Reise zu den magischen Kreaturen Arkadias, und nehmen die kleinen Begleiter vor den Buchseiten gleich mit: zu den Feen, den Trollen, den Drachen: auf liebevoll gestalteten Doppelseiten, gibt es unglaublich viel zu entdecken. Das Buch ist dabei nicht wie so oft interaktiv mit „kleinen Aufgaben“ zum Suchen gestaltet, sondern geht mit dem Thema Wimmelbuch ganz frei um. Die Illustrationen strotzen nur so von Details, die farbenfroh, aber dem Thema gemäß auch zart und fantastisch ausgeführt sind. Hier gibt es unendlich viel, neben dem kurzen Begleittext (oder stattdessen) zu erzählen, zu suchen, und zu finden. Ich finde die Gestaltung sehr gelungen, und glaube, dass kleine Einhornfans ab 3 Jahren mit diesem Buch viel Spaß haben können. Das Format ist etwas größer als DIN A4, liegt gut in der Hand und der (nicht zu dicke) Karton wird einiges vertragen, denn dieses Buch ist eines, das sicher immer und immer wieder angeschaut werden wird.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Wichtiges Thema humorvoll vermittelt

Angriff der Killerunterhosen
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Medienkompetenz ist heute ein wichtigerer Bestandteil der Erziehung und Bildung. Zwar wächst hier nicht die erste Generation digital natives heran, aber sicher eine, deren Leben von Anfang an von Social ...

Medienkompetenz ist heute ein wichtigerer Bestandteil der Erziehung und Bildung. Zwar wächst hier nicht die erste Generation digital natives heran, aber sicher eine, deren Leben von Anfang an von Social Media geprägt sein wird. Um so wichtiger ist die Vermittlung, wie diese Medien funktionieren, wie man seriöse Quellen von eher zweifelhaften unterscheidet, und warum eigentlich irgendjemand Interessen daran haben könnte, etwas zu verbreiten, das faktisch einfach nicht stimmt.
In diesem Band können nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene richtig was lernen! In einem lockeren Comicstil und legeren Erzählton wird ganz deutlich gemacht, was es mit Fake News auf sich hat. Ausführlich wird über Beweggründe, Techniken und Auswirkungen berichtet. Die skurrilen Beispiele dienen hervorragend der Veranschaulichung und sind aufgrund Ihrer Absurdität auch ganz besonders einprägsam.
Fazit: wichtiges Thema das heute jedem Kind und jedem Erwachsenen gleichfalls näher gebracht werden sollte – und in diesem Buch kann jeder etwas dazu lernen, ohne einen drögen pädagogischen Text lesen und verstehen zu müssen.

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Veröffentlicht am 27.06.2024

Irgendwie murmelig

Mutmurmeln für den ersten Schultag
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…kann es einem ja schon im Bauch werden, wenn plötzlich die Kindergartenzeit vorbei ist und die große neue Unbekannte Schule auftaucht. So geht es auch Linus, doch zum Glück hat er Freundin Lolle an seiner ...

…kann es einem ja schon im Bauch werden, wenn plötzlich die Kindergartenzeit vorbei ist und die große neue Unbekannte Schule auftaucht. So geht es auch Linus, doch zum Glück hat er Freundin Lolle an seiner Seite, die hat nämlich immer irgendeine Idee. Und so auch diesmal, schnell findet sie die Lösung: gegen murmelige Gefühle im Bauch helfen Mut-Murmeln, die kann man nämlich aufladen mit lauter mutigen Sachen, die man sich traut und wenn man dann in der Schule ein wenig Mut benötigt, dann gibt die das einfach wieder ab und schon ist das alles nicht mehr so schwer und man kann voller Vorfreude starten. Als dann der 1. Schultag kommt, gibt es eine große Überraschung für Linus und alle anderen in der Klasse – und eine Menge Mut!
Sehr schöne Idee, mit farbenfrohen Illustrationen umgesetzt und sicherlich ein hilfreiches Buch für viele Schulanfänger. Die Idee der Mut-Murmel, der Visualisierung eines beruhigenden Talismanes an sich finde ich grandios, Lolles Ideen zum Aufladen der Murmeln nicht alle, z.B. ist mir das Klingeln und Veralbern des Nachbarn überhaupt nicht sympathisch, dies ist allerdings auch schon mein einziger Kritikpunkt.
Fazit: sehr schön gestaltetes Bilderbuch mit einer guten Idee, die kleinen Schulanfängern zeigen kann, was sie sich alles schon trauen und das die Schule zwar etwas Neues, aber nichts Angsteinflößendes sein muss, wenn man sich an etwas, gedanklich oder für Kinder in dem Alter natürlich im wahrsten Sinne viel greifbarer, tatsächlich, festhalten kann.

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