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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Zwischen Gassen und Geheimnissen

Frag Philomena Freud
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Es war mir eine große Freude, diese Geschichte zu lesen! Schon nach den ersten Seiten war ich von dem historischen Charme verzaubert, der einen sofort in ein anderes Zeitalter versetzt. Auch die besonderen ...

Es war mir eine große Freude, diese Geschichte zu lesen! Schon nach den ersten Seiten war ich von dem historischen Charme verzaubert, der einen sofort in ein anderes Zeitalter versetzt. Auch die besonderen Namen wirkten zunächst ungewohnt, doch man findet schnell Zugang zu ihnen und zum gesamten Setting, das einen förmlich aufsaugt.
Die Hauptprotagonistin Philomena lernt man sehr rasch kennen – ebenso wie die Gründe, weshalb sie auf der Straße lebt. Doch gerade diese Umstände scheinen für sie akzeptabel zu sein, was sie zu einer spannenden und eigenwilligen Figur macht.
Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil, der etwas ganz Besonderes ist. Anfangs hatte ich Bedenken, ob ich mich gut zurechtfinden würde, doch trotz mancher mir unbekannter Wörter hat es mir große Freude bereitet, weiterzulesen. Das Glossar am Ende des Buches war hierbei eine wertvolle Hilfe.
Mit fortschreitender Handlung fügte sich der Fall Stück für Stück zusammen, wurde immer spannender und entwickelte sich zu einer Geschichte, von der man kaum loskommt. Für mich ist dieser erste Band ein rundum gelungener Auftakt. Ich bin schon gespannt auf die kommenden Fälle und frage mich, ob diese ebenfalls in derselben Stadt spielen werden und ob man die liebgewonnenen Charaktere noch besser kennenlernen darf.

Veröffentlicht am 31.08.2025

Weike und die Sache mit dem Dazugehören

Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
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„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines mutigen, zwölfjährigen Mädchens, das mit seiner Familie von der Stadt aufs Land zieht und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss. Zwischen alten Freundschaften ...

„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines mutigen, zwölfjährigen Mädchens, das mit seiner Familie von der Stadt aufs Land zieht und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss. Zwischen alten Freundschaften und neuen Bekanntschaften erlebt Weike, wie schwer es sein kann, seinen Platz zu finden, sich selbst treu zu bleiben und trotzdem offen für Veränderungen zu sein. Das Buch greift dabei viele wichtige Themen auf: Freundschaft, Zugehörigkeit, Toleranz, Rassismus, familiäre Herausforderungen und sogar den Verlust geliebter Menschen.

Besonders gelungen sind die liebevoll gezeichneten Figuren, die oft über klassische Rollenbilder hinausgehen, sowie die Mischung aus realistischen Alltagserlebnissen und einer Prise Humor. Die Illustrationen laden zum Entdecken ein und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Für Kinder, die selbst vor einem Umzug oder Schulwechsel stehen, oder einfach gern Geschichten über Freundschaft und Selbstfindung lesen, ist dieses Buch eine wunderbare Begleitung – zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen und Reflektieren.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwischen Potenzial und Distanz

Onigiri
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Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte ...

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte zu erzählen und Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzusetzen, hat viel Potenzial.
Inhaltlich fand ich die Einblicke in das Leben der Mutter und der Tochter durchaus interessant – vor allem, wie sich nach und nach ein Bild der Mutter vor ihrer Erkrankung formt und zugleich die Beziehung der Tochter beleuchtet wird.
Leider konnte mich der Stil des Buches nicht überzeugen. Die Erzählweise, die sich aus vielen kurzen und teils auch längeren Erinnerungsschnipseln zusammensetzt, wirkte auf mich fragmentiert und ließ mich nie vollständig in die Geschichte eintauchen. Zudem fehlten mir tiefere Gespräche zwischen Mutter und Tochter, die mehr Einblick in den Umgang mit Demenz und die emotionale Dimension hätten geben können. So blieb das Werk für mich trotz guter Ansätze etwas distanziert und hat das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.
Dennoch, gingen mir einige Absätze, durch die geteilten Augenblicke, sehr nahe, da sie genau diese Potenziale auffingen und sie zu etwas besonderen machte.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Jagd, System und der Kampf um Freiheit

Fable for the End of the World
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Das Setting von Fable for the End of the World dürfte vor allem Liebhaber*innen der Tribute von Panem-Reihe begeistern: Eine düstere, beklemmende Welt, in der ein verschuldetes Mädchen als „Lamm“ in einem ...

Das Setting von Fable for the End of the World dürfte vor allem Liebhaber*innen der Tribute von Panem-Reihe begeistern: Eine düstere, beklemmende Welt, in der ein verschuldetes Mädchen als „Lamm“ in einem tödlichen Lauf antreten muss – gejagt von den sogenannten „Engeln“. Schon zu Beginn baut sich eine nervenaufreibende Spannung auf, die den gesamten Roman trägt.

Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto klarer wird, wie gnadenlos die Engel sind. Sie existieren einzig für die Jagd, und ihre Präsenz macht die Aussicht auf Entkommen fast unmöglich. Diese bedrohliche Atmosphäre zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und hält die Lesenden gefangen.

Besonders eindrucksvoll ist, wie anschaulich die Autorin das bedrückende Gefühl vermittelt, sich einem übermächtigen System entgegenzustellen – und wie sehr die Figuren zuvor in ihrer Freiheit beschnitten wurden. Die Momente, in denen Gefühle an die Oberfläche dringen, wirken wie kleine Explosionen innerer Befreiung und geben der Geschichte eine tiefere emotionale Ebene.

Ohne zu viel zu verraten: Die Geschichte bleibt durchweg spannend, und die bildhafte Sprache lässt jede Szene wie einen Film im Kopf ablaufen. Man spürt die Gefahr, das Adrenalin – und kann kaum aufhören zu lesen. Für mich ein wirklich gelungener Bestseller, der Lust auf mehr macht!

Veröffentlicht am 18.07.2025

Eddie erobert die Herzen

Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los!
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Schon beim Lesen der ersten Seiten war die Neugier geweckt: Wie wird die Begegnung mit Eddie aussehen? Und wie reagieren die Kinder auf diese ungewöhnliche Bekanntschaft? Die Geschichte entwickelt sich ...

Schon beim Lesen der ersten Seiten war die Neugier geweckt: Wie wird die Begegnung mit Eddie aussehen? Und wie reagieren die Kinder auf diese ungewöhnliche Bekanntschaft? Die Geschichte entwickelt sich rasant und hält, was sie verspricht – eine Mischung aus Humor, Abenteuer und jeder Menge Spannung.

Besonders gelungen sind die Dialoge mit Eddie. Sie bringen nicht nur Witz in die Handlung, sondern machen die Mumie zu einem echten Sympathieträger. Das Setting in Ägypten ist liebevoll gestaltet und sorgt für eine stimmungsvolle Kulisse, die sofort Lust auf mehr macht.

Auch die Illustrationen haben mir sehr gefallen. Sie lockern den Text auf und helfen dabei, sich die Szenen lebendig vorzustellen. Alles in allem ist dieses Buch ein unterhaltsames Abenteuer für junge Leserinnen und Leser, das Fantasie weckt und gleichzeitig Wissen vermittelt. Absolute Empfehlung für alle, die spannende Geschichten mit einer Prise Humor lieben!