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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

Zwischen Ich und Wir – ein Buch zum Nachdenken

Was wäre, wenn ...
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„Was wäre, wenn…“ ist ein wundervolles Bilderbuch, das nicht nur zum Schauen, sondern vor allem zum Nachdenken einlädt. Seite für Seite öffnet sich ein Raum für Fragen, die man auch auf das eigene Leben ...

„Was wäre, wenn…“ ist ein wundervolles Bilderbuch, das nicht nur zum Schauen, sondern vor allem zum Nachdenken einlädt. Seite für Seite öffnet sich ein Raum für Fragen, die man auch auf das eigene Leben beziehen kann: Wie reagiere ich auf die Welt – und wie reagiert sie auf mich? Gibt es in meinem Leben eher ein Wir-Gefühl oder ein starkes Ich-Gefühl?

Besonders beeindruckend ist, dass dieses Buch auch die kleinen, alltäglichen Dinge in den Mittelpunkt rückt und daraus das große Ganze sichtbar macht. Mit jedem Umblättern vertieft sich die Wirkung – und es wird klar, dass dieses Bilderbuch stärker für Erwachsene geschrieben ist.

Die Illustrationen tragen entscheidend zu diesem besonderen Leseerlebnis bei: Sie wirken magisch und sanft zugleich, umschmeicheln die Gedanken des Lesenden und regen an, länger bei ihnen zu verweilen. Der Zeichenstil ist ästhetisch und feinfühlig, sodass man die Bilder gerne betrachtet und sie mit den eigenen Gedanken in Resonanz treten lässt.

Das Bilderbuch ist wunderschön für den Moment, bleibt aber auf Dauer nicht stark im Gedächtnis. Deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 07.09.2025

Ein Ort voller Magie

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Secret Forest Academy ist der gelungene Auftakt einer zauberhaften, magischen Reihe, die mich sofort an die Bücher erinnert hat, die ich als Jugendliche verschlungen habe. Die Geschichte versprüht einen ...

Secret Forest Academy ist der gelungene Auftakt einer zauberhaften, magischen Reihe, die mich sofort an die Bücher erinnert hat, die ich als Jugendliche verschlungen habe. Die Geschichte versprüht einen ganz eigenen Charme und entführt die Leserinnen an einen geheimnisvollen Ort voller Magie und Wunder.
Die geheime Akademie ist ein faszinierender Schauplatz – ein Ort, an dem man selbst gerne Magie erlernen würde. Besonders spannend fand ich die Idee des Zauberkerns, der die Entwicklung einer ganz persönlichen magischen Fähigkeit in sich trägt. Die Protagonistin Ava begegnet dieser neuen Welt mit Neugier und Entschlossenheit, sich darin zurechtzufinden.
Neben Ava lernen wir auch die anderen Schüler
innen kennen, die in der Akademie leben und sie wie ein Internat ihr Zuhause nennen. Ein besonderes Highlight des Buches sind für mich die Seelentiere. Diese magischen Gefährten begleiten ihre Menschen ein Leben lang, wachsen ihnen ans Herz und verkörpern eine einzigartige Form von Freundschaft und Verbundenheit.
Band 1 hat mich von Anfang bis Ende begeistert und eine große Lust auf mehr geweckt. Das Ende lässt einen voller Vorfreude und Spannung zurück – ich kann den zweiten Teil kaum erwarten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2025

Zwischen Gassen und Geheimnissen

Frag Philomena Freud
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Es war mir eine große Freude, diese Geschichte zu lesen! Schon nach den ersten Seiten war ich von dem historischen Charme verzaubert, der einen sofort in ein anderes Zeitalter versetzt. Auch die besonderen ...

Es war mir eine große Freude, diese Geschichte zu lesen! Schon nach den ersten Seiten war ich von dem historischen Charme verzaubert, der einen sofort in ein anderes Zeitalter versetzt. Auch die besonderen Namen wirkten zunächst ungewohnt, doch man findet schnell Zugang zu ihnen und zum gesamten Setting, das einen förmlich aufsaugt.
Die Hauptprotagonistin Philomena lernt man sehr rasch kennen – ebenso wie die Gründe, weshalb sie auf der Straße lebt. Doch gerade diese Umstände scheinen für sie akzeptabel zu sein, was sie zu einer spannenden und eigenwilligen Figur macht.
Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil, der etwas ganz Besonderes ist. Anfangs hatte ich Bedenken, ob ich mich gut zurechtfinden würde, doch trotz mancher mir unbekannter Wörter hat es mir große Freude bereitet, weiterzulesen. Das Glossar am Ende des Buches war hierbei eine wertvolle Hilfe.
Mit fortschreitender Handlung fügte sich der Fall Stück für Stück zusammen, wurde immer spannender und entwickelte sich zu einer Geschichte, von der man kaum loskommt. Für mich ist dieser erste Band ein rundum gelungener Auftakt. Ich bin schon gespannt auf die kommenden Fälle und frage mich, ob diese ebenfalls in derselben Stadt spielen werden und ob man die liebgewonnenen Charaktere noch besser kennenlernen darf.

Veröffentlicht am 31.08.2025

Weike und die Sache mit dem Dazugehören

Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
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„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines mutigen, zwölfjährigen Mädchens, das mit seiner Familie von der Stadt aufs Land zieht und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss. Zwischen alten Freundschaften ...

„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines mutigen, zwölfjährigen Mädchens, das mit seiner Familie von der Stadt aufs Land zieht und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss. Zwischen alten Freundschaften und neuen Bekanntschaften erlebt Weike, wie schwer es sein kann, seinen Platz zu finden, sich selbst treu zu bleiben und trotzdem offen für Veränderungen zu sein. Das Buch greift dabei viele wichtige Themen auf: Freundschaft, Zugehörigkeit, Toleranz, Rassismus, familiäre Herausforderungen und sogar den Verlust geliebter Menschen.

Besonders gelungen sind die liebevoll gezeichneten Figuren, die oft über klassische Rollenbilder hinausgehen, sowie die Mischung aus realistischen Alltagserlebnissen und einer Prise Humor. Die Illustrationen laden zum Entdecken ein und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Für Kinder, die selbst vor einem Umzug oder Schulwechsel stehen, oder einfach gern Geschichten über Freundschaft und Selbstfindung lesen, ist dieses Buch eine wunderbare Begleitung – zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen und Reflektieren.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwischen Potenzial und Distanz

Onigiri
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Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte ...

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte zu erzählen und Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzusetzen, hat viel Potenzial.
Inhaltlich fand ich die Einblicke in das Leben der Mutter und der Tochter durchaus interessant – vor allem, wie sich nach und nach ein Bild der Mutter vor ihrer Erkrankung formt und zugleich die Beziehung der Tochter beleuchtet wird.
Leider konnte mich der Stil des Buches nicht überzeugen. Die Erzählweise, die sich aus vielen kurzen und teils auch längeren Erinnerungsschnipseln zusammensetzt, wirkte auf mich fragmentiert und ließ mich nie vollständig in die Geschichte eintauchen. Zudem fehlten mir tiefere Gespräche zwischen Mutter und Tochter, die mehr Einblick in den Umgang mit Demenz und die emotionale Dimension hätten geben können. So blieb das Werk für mich trotz guter Ansätze etwas distanziert und hat das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.
Dennoch, gingen mir einige Absätze, durch die geteilten Augenblicke, sehr nahe, da sie genau diese Potenziale auffingen und sie zu etwas besonderen machte.