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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Auf der Suche nach T-Rex und Co

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier
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Dinosaurier sind bei Kindern oft beliebt und ein großes Thema. Das Buch 'Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier" von Peter Nieländer richtet sich dabei schon an die jüngere Zielgruppe ab ca. 2 Jahren. ...

Dinosaurier sind bei Kindern oft beliebt und ein großes Thema. Das Buch 'Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier" von Peter Nieländer richtet sich dabei schon an die jüngere Zielgruppe ab ca. 2 Jahren. Auf jeweils einer Doppelseite werden die unterschiedlichen Erdzeitalter Trias, Jura und Kreide kindgerecht erklärt. Es gibt eine Seite mit Meeressauriern, das Aussterben der Saurier wird erklärt, und auf der letzten Seite sieht man ein Bild von einem heutigen Museum, in dem ein riesiges Skelett ausgestellt ist. Die Seiten bieten viele Anregungen zum Suchen und Entdecken. Besonders toll finde ich die Entdeckerklappen, die für Spielspaß und Aktivität sorgen. Neben dem T-Rex, Triceratops, Diplodocus und Stegosaurus, gibt es noch ganz viele andere Dinos zu entdecken. Sogar einer meiner Lieblingsdinos, der Maiasaura, ist auf einer Seite großzügig vertreten. Kleines Manko sind die schwierigen Namen. Trotzdem finde ich das Buch aufgrund der bunten Zeichnungen sehr gelungen. Daher eine Empfehlung für kleine Dinofans.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Umzug und Eulenmagie

Hilfe, zu viele Zaubereulen!
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Zoa ist ziemlich sauer. Ihre Oma wandert nach Griechenland aus und ihre Familie zieht in eine andere Stadt um. Neben dem Schulwechsel in die Henriette-Haumichnich-Schule, hat Zoa auf einmal noch ein anderes ...

Zoa ist ziemlich sauer. Ihre Oma wandert nach Griechenland aus und ihre Familie zieht in eine andere Stadt um. Neben dem Schulwechsel in die Henriette-Haumichnich-Schule, hat Zoa auf einmal noch ein anderes Problem. Sie wird von Zaubereulen verfolgt. Von eindeutig zu vielen Zaubereulen. Hat etwas das Abschiedsgeschenk der Oma etwas damit zu tun?

"Hilfe, zu viele Zaubereulen!' von Mars-Leo Frei ist der Auftaktband zu einer Kinderbuchreihe ab 8 Jahren, rund um die Schüler und Schülerinnen der 4B der Henriette-Haumichnich-Schule, die alle sehr unterschiedlich sind, aber doch alle etwas gemeinsam haben: Zu viel von einer bestimmten Sache zu haben. Bei Zoa wird der Umzug in eine neue Umgebung und das Ankommen in einer neuen Klasse, sowohl einfühlsam, als auch lustig thematisiert. Zoas Probleme sind sehr verständlich. Das Erzähltempo ist hoch, es passiert viel, und der Autor hat eine sehr humorvolle Art zu schreiben. Die Auflösung rund um die Zaubereulen und das positive Ende, das auch eine kleine Lebensweisheit beinhaltet, hat mir gut gefallen. Meine Lieblingseule in der Geschichte ist übrigens die Süßigkeiteneule. Die Zeichnungen von Daniela Kohl unterstützen die Geschichte sehr schön. Ich kann das Buch für lesefreudige Kinder ab 8 Jahre auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Kulinarischer Poloniummord

Noch fünf Tage
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Gourmet-Köchin Lis wird in fünf Tagen sterben. Sie wurde gemeinsam mit der Milliardärsfamilie Harman ermordet. Während die Mitglieder der Familie nach dem Silvesterdinner direkt gestorben sind, hat Lis ...

Gourmet-Köchin Lis wird in fünf Tagen sterben. Sie wurde gemeinsam mit der Milliardärsfamilie Harman ermordet. Während die Mitglieder der Familie nach dem Silvesterdinner direkt gestorben sind, hat Lis nur eine kleine Menge des radioaktiven Giftes zu sich genommen, das sie nun langsam tötet. Sind fünf Tage genug Zeit, um den eigenen Mörder zu finden?

Das Konzept des Thrillers "Noch fünf Tage" von Helena Falke ist vergleichsweise originell. Lediglich bei einem anderen Jugendthriller habe ich erlebt, dass das Opfer selbst versucht seinen Mörder zu finden. Dort war das Ganze zugegebenermaßen etwas spannender umgesetzt. Hier ermittelt Lis hauptsächlich von ihrem Sterbebett aus. Motivation dafür ist lediglich die Zukunft ihrer Tochter Cosima. Ihre ständigen Begleiter sind Krankenpflegerin Esme und die Digitaluhr, eine stetige Erinnerung an die Zeit, die ihr verbleibt. Beim Lesen merkt man, dass Lis Köchin und keine Ermittlerin ist. Gedanklich arbeitet sie ihre Zeit als Angestellte der Harmans auf, taucht ein in eine Welt des Reichtums und der Mehrgänge-Menüs. Figuren werden von ihr verdächtigt und dann als Täter wieder verworfen. Hin und wieder zieht sich die Geschichte durch detaillierte Beschreibungen dabei in die Länge. Für mich war es kein Page-Turner. Insgesamt interessant erzählt, auch wenn ich mir mehr Spannung gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Sören und die Saurier

Hilfe, zu viele Saurier!
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In der Klasse 4B der Henriette-Haumichnich-Schule haben alle Kinder etwas gemeinsam: Sie wissen, was es heißt, zu viel zu haben. Wie Sören, der plötzlich zu viele Dinosaurier hat. Eigentlich wollte er ...

In der Klasse 4B der Henriette-Haumichnich-Schule haben alle Kinder etwas gemeinsam: Sie wissen, was es heißt, zu viel zu haben. Wie Sören, der plötzlich zu viele Dinosaurier hat. Eigentlich wollte er nur seinen coolen Mitschüler Tommy beeindrucken und sich dabei mit ihm anfreunden. Das vermeintliche Päckchen Urzeit-Krebse, das er Tommy zeigt, ruft allerdings wenig Interesse hervor. Zumindest bis am nächsten Morgen ein Brontosaurus aus Tommys Pool trinkt. Der Beginn eines Abenteuers und vielleicht auch einer neuen Freundschaft?

Hilfe, zu viele Saurier! von Mars-Leo Frei ist ein abenteuerliches Buch. Spannend, lustig und macht durch seinen Wortwitz auch Erwachsenen beim Vorlesen Spaß. Von der Textlänge her ideal zum Selbstlesen in der dritten und vierten Klasse. Die Bücher der Reihe sind unabhängig voneinander lesbar. Hier stehen Dinos und Sörens Versuch, eine Freundschaft aufzubauen, im Vordergrund. Bei den jagenden Velociraptoren habe ich mich an Jurassic Park erinnert gefühlt. Glücklicherweise ist das hier ja ein Kinderbuch und niemand wird gefressen. Die Schwarz-Weiß Illustrationen von Daniela Kohl unterstützen die Erzählung perfekt. Beispielsweise wenn Tommy, Sören und Sörens kleine, intelligente Schwester Fine (ohne die die Jungs tatsächlich etwas aufgeschmissen wären) versuchen, auf einem Diplodocus zu reiten. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall für Kinder ab 8 Jahren empfehlen und freue mich auf weitere Abenteuer dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Der Weg des schönen Garns

Heimkehr nach Morioka
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Die 17-jährige Mio geht nicht mehr zur Schule, nachdem sie dort gemobbt wurde. Eingewickelt in ein Tuch, das ihre Großeltern für sie gewebt hatten, wird deren Heimatstadt Morioka für Mio zum Sehnsuchtsort. ...

Die 17-jährige Mio geht nicht mehr zur Schule, nachdem sie dort gemobbt wurde. Eingewickelt in ein Tuch, das ihre Großeltern für sie gewebt hatten, wird deren Heimatstadt Morioka für Mio zum Sehnsuchtsort. Nach einem Streit mit ihrer Mutter flieht Mio dorthin zu ihrem Großvater, den sie bisher nie kennengelernt hat. Mit dem Ziel, sich ein eigenes Tuch zu weben, beginnt Mios Leidenschaft für das Wollhandwerk.

Heimkehr nach Morioka von Yuki Ibuki ist ein eher zarter, aber tiefgründiger japanischer Coming of Age Roman. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Mio und ihrem Vater Hiroshi erzählt. Mio ist eine sehr schüchterne Protagonistin, der es auf jeden Fall an Selbstvertrauen fehlt. Während der gesamten Geschichte merkt man dies, und sie muss an sich arbeiten, um ihre Ziele zu erkennen und für diese einzustehen. Bei Mios Vater steht die Thematik des Scheiterns von zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Zu seinem Vater baut er nach langen Jahren wieder Kontakt auf, während seine Ehe ein bloßes Nebeneinanderherleben ist. Schulverweigerung, familiäre Sprachlosigkeit und Demenz sind insgesamt keine leichten Themen, derer sich das Buch annimmt. Trotzdem bleibt es dabei größtenteils hoffnungsvoll. Wie beim Weben des Tuches, dessen Herstellungsschritte ausführlich beschrieben werden, nimmt sich die Autorin für ihre zarte Geschichte viel Zeit. Stellenweise empfand ich das Erzähltempo dadurch als zu niedrig. Aspekte, auf die das Buch eingeht, wie der gesellschaftliche Leistungsdruck und familiäre Verpflichtungen, dürfen in der japanischen Gesellschaft stärker ausgeprägt sein. Gerade im Hinblick darauf fand ich die Geschichte sehr interessant. Insgesamt ein feinfühliger Blick auf eine japanische Familie und eine junge Frau, die zu ihren Wurzeln und zu sich selbst findet.

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