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Alesia

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Zirkusliebe

Wir waren Artisten
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Stockholm 1877: Die junge Bertha Lindberg kommt aus einem gutbürgerlichen Zuhause. Als Schauspielerin erhält sie Gelegenheit auf eine Tournee zu gehen. Bereits auf ihrer ersten Station lernt sie den überragenden ...

Stockholm 1877: Die junge Bertha Lindberg kommt aus einem gutbürgerlichen Zuhause. Als Schauspielerin erhält sie Gelegenheit auf eine Tournee zu gehen. Bereits auf ihrer ersten Station lernt sie den überragenden Kunstreiter Baptiste Schreiber kennen. Beide verlieben sich schnell, sodass sich Bertha gegen die geltenden Konventionen für ein Leben im Zirkus entscheidet. Eine eigene Welt, in der sie aber lange nicht wirklich ankommen kann.

Evelyn Scala Schreiber taucht mit dem historischen Roman "Wir waren Artisten" in die eigene Familiengeschichte ein. Nicht ganz klar ist dabei, was Fiktion und was Wirklichkeit war. Bertha Lindberg ist jedenfalls eine starke Persönlichkeit, die als Private ( eine Frau von außerhalb der Zirkuswelt) lange Zeit dafür kämpfen muss, von den Schaustellern akzeptiert zu werden und letztendlich für das artistische Erbe ihrer Kinder kämpft. Sehr schön dargestellt werden die Faszination und die Begeisterung, die der Zirkus damals auslösen konnte. Man spürt den Glamour und Zauber, auf der anderen Seite aber auch die harte Arbeit und den Geldmangel, unter dem viele Artisten zu leiden haben. Insgesamt beleuchtet das Buch dabei knapp 23 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen, mit Trauer und Freude, die man mit den Figuren miterlebt. Die Autorin hat einen angenehmen, bildlichen Schreibstil, sodass man die Zirkuswelt, aber auch das gutbürgerliche Leben von Berthas Schwester Julia, über das auch immer wieder Kapitel eingestreut sind, direkt vor Augen hat. Auch die gesellschaftliche Situation der Frauen ist Thema, beispielsweise als Julia sich einer Frauenbewegung anschließt. Die Liebesgeschichte zwischen Bertha und Baptiste spielt natürlich eine große Rolle, trotzdem ist das Buch keine reiner Liebesroman. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die historische Romane und außergewöhnliche Familiengeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Mars explosiv

Red Star Rebels
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Der Mars im Jahre 2067: Als die UN- Marsstation Pax evakuiert wird, bleiben Cleo, eine illegale Einwanderin, und Hunter Graves, Sprössling des Milliarden-Mega-Konzerns, der für die Besiedelung des Mars ...

Der Mars im Jahre 2067: Als die UN- Marsstation Pax evakuiert wird, bleiben Cleo, eine illegale Einwanderin, und Hunter Graves, Sprössling des Milliarden-Mega-Konzerns, der für die Besiedelung des Mars verantwortlich ist, alleine zurück. Schnell zeigt sich, dass die Evakuierung nur eine Ablenkung war. Eine kleine Gruppe von Terroristen stürmt die Station, mit dabei eine Bombe, die innerhalb von weniger Stunden detonieren wird. Cleo und Hunter müssen zusammenarbeiten, um zu überleben und zwischen beiden sprühen dabei nur so die Funken.

Red Star Rebels von Amie Kaufman ist ein leichtes Science-Fiction-Abenteuer, das mir in der Kombination aus Spannung, Action, Humor und Lovestory sehr gut gefallen hat. Die Geschichte spielt in einem relativ kurzen Zeitraum von knapp 8 Stunden, was den Spannungsbogen sehr hoch hält und wenig Zeit für Verschnaufpausen lässt. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sichtweise von Cleo und Hunter erzählt, die ich beide sehr mochte und die letztendlich mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick vermutet. Ich fand die Fast Burn Romance zwischen beiden sehr schön. Klar nach den wenigen Stunden keine vollständige Liebesgeschichte, aber immerhin ein süßer Anfang davon. Gerade die Situationen, in denen die zwei versuchen, ihre Gegner auszuschalten (ohne sie umzubringen) sind humorvoll. Dazu gibt es noch Weltraum-Feeling.Technische Details bleiben glücklicherweise eher im Hintergrund, außerdem gibt es etwas Gesellschaftskritik. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig lesbar. Hier könnte ich mir sogar eine Verfilmung vorstellen. Insgesamt hat mich dieses Buch begeistert, fünf Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Verlorene Magie und apokalyptischer Groll

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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Der sechzehnjährige Chen Xing ist als letzter verbliebener Exorzist der Einzige, der die Apokalypse verhindern kann. Dazu braucht er die Hilfe von Xiang Shu, einem in Gefangenschaft geratenen geheimnisvollen ...

Der sechzehnjährige Chen Xing ist als letzter verbliebener Exorzist der Einzige, der die Apokalypse verhindern kann. Dazu braucht er die Hilfe von Xiang Shu, einem in Gefangenschaft geratenen geheimnisvollen Kämpfer, der durch das letzte verbliebene magische Artefakt, die Herzenslampe, zu Chen Xings Schutzpatron auserwählt wurde. Dumm nur, dass sich Xiang Shu weigert, Chen Xings Schutzpatron zu werden. Das Auftauchen von wandelnden Toten und eine Verschwörung erfordern schließlich doch eine Zusammenarbeit.

Dinghai Fusheng Records. Buch 1 von Fei Tian Ye Xiang ist der Auftaktband einer historischen High Fantasy mit einer Slowburn Romance zwischen den Protagonisten Chen Xing und Xiang Shu. Als jemand, der sich mit chinesischer Geschichte nicht auskennt, war der historische Hintergrund mit Herrschaftsverhältnissen, Politik und kriegerischen Auseinandersetzungen schon herausfordernd. Ich bin mir teilweise nicht sicher, ob ich alles richtig nachvollzogen habe, geschweige denn mir für den nächsten Teil merken kann. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Die Hauptfigur Chen Xing hat eine klare Mission, der er sich widmet. Im Umgang mit anderen merkt man, dass er seine Vergangenheit mit einem abgeschiedenen Studium verbracht hat. Das lässt ihn manchmal etwas naiv und unbeholfen wirken, gleichzeitig macht diese Unbedarftheit auch ganz viel von seinem Charme aus. Mit der Herzenslampe besitzt er zudem ein mächtiges inneres magisches Artefakt. Xiang Shu wiederum ist ein mächtiger Krieger. Er wirkt manchmal wie das komplette Gegenteil von Chen Xing. Es ist davon auszugehen, dass sich zwischen den beiden im Verlauf der Reihe eine starke Liebesgeschichte entwickelt. Diese Anziehungskraft war im ersten Band bisher jedoch nur angedeutet. Insgesamt überwiegen Welt- und Charakteraufbau, Abenteuer und Action gegenüber der Romantik. Den Schreibstil empfand ich als angenehm. Der Autor schafft es, auch düstere Szenen mit Humor aufzulockern. Er wechselt dabei zwischen einer etwas langsameren Erzählweise und ereignisreichen, spannenden Kämpfen ab. Insgesamt kann ich dieses Buch durchaus weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Toxisch, absurd, fesselnd

Ein unheimlich guter Mensch
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Das ganze Buch dreht sich um Lillian. Seit vier Monaten trifft sie sich mit Henry. Länger war sie noch nie mit jemandem zusammen. Während Lillian gerne eine feste Beziehung hätte, hält Henry die Sache ...

Das ganze Buch dreht sich um Lillian. Seit vier Monaten trifft sie sich mit Henry. Länger war sie noch nie mit jemandem zusammen. Während Lillian gerne eine feste Beziehung hätte, hält Henry die Sache unverbindlich. Nachdem er sie sitzen lässt, rächt Lillian sich mit einem YouTube-Schadenszauber. Tatsächlich ist Henry am nächsten Tag tot und Lillian ist Tatverdächtige.

Ein unheimlich guter Mensch von Kirsten King ist eine Mischung aus Gesellschaftskritik und bitterböser Satire. Hauptprotagonistin Lillian, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, kann man einfach nicht mögen. Sie ist eine toxische, manipulative Narzistin mit einem Alkoholproblem, der es gelingt, sich die unmöglichsten Situationen schönzureden. Schließlich hält sie sich für einen unheimlich guten Menschen, nur die anderen sind zu blöd, es zu sehen. An vielen Stellen denkt man, das kann sie jetzt nicht wirklich machen oder denken. Die Geschichte ist dabei modern, eher schräg als lustig und hat mich trotz kleiner Längen fasziniert.

Wer schwarzen Humor und absurde Situationen mag und mit einer Protagonistin umgehen kann, die gleichermaßen anstrengend wie unterhaltsam, aber keineswegs sympathisch ist, sollte hier unbedingt zugreifen.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Todesmagie, Kompaß und Krone

Crown of War and Shadow
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Sorrel hat besondere magische Gaben. Sie sieht den Tod des Gegenübers bei Blickkontakt und kann Sterbende ins Leben zurückholen. In ihrem Dorf ist sie praktisch eine Ausgestoßene und muss eines Tages fliehen. ...

Sorrel hat besondere magische Gaben. Sie sieht den Tod des Gegenübers bei Blickkontakt und kann Sterbende ins Leben zurückholen. In ihrem Dorf ist sie praktisch eine Ausgestoßene und muss eines Tages fliehen. Hilfe bietet ihr der undurchschaubare Söldner Merc an, Unter der Bedingungen mit ihr eine Nacht zu verbringen. Bald liegt es an Sorrel, Dämonen zu bekämpfen und die Welt zu retten.

Romantasy ist eines meiner Lieblingsgenres. Deshalb wollte ich "Crown of War and Shadow" von J.R.Ward auch unbedingt lesen. Ein verschlossener Söldner, eine magiebegabte Ausgestoßene, Strangers-to-Lovers, Slow Burn Romance, das klingt eigentlich ganz gut. In diesem Fall konnte mich die Liebesgeschichte nicht überzeugen. Der Funke wollte hier einfach nicht überspringen. Ein noch größeres Problem hatte ich mit dem Schreibstil der Autorin bzw. der Übersetzung des Buches. Von Kleinigkeiten, das man auf Pferden Beispiele nicht "fährt" bis hin zu Dialogen die keinen Sinn ergeben, ist hier alles dabei. Viele Sätze wirken dabei sehr sperrig. Dies fand ich auf Dauer sehr anstrengend und aufgrund der Nennung von drei Übersetzern/Übersetzerinnen auch unverständlich. Positiv kann ich die Protagonistin Sorrel mit ihrer geheimnisvollen Magie, sowie das düstere Fantasy-Worldbilding hervorheben. Die Geschichte ist interessant, stellenweise blutig und actionreich. Insgesamt war es aufgrund der oben genannten Kritikpunkt ein eher durchwachsenes Leseerlebnis.

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