The city that never sleeps
Happy HourWelcome to New York!
In ihrem literarischen Debüt "Happy Hour" erzählt Marlowe Granados von einem glamourös angehauchten, flirrenden Sommer in der amerikanischen Metropole, die auch als "city that never ...
Welcome to New York!
In ihrem literarischen Debüt "Happy Hour" erzählt Marlowe Granados von einem glamourös angehauchten, flirrenden Sommer in der amerikanischen Metropole, die auch als "city that never sleeps" bekannt ist. Hier verbringen die zwei jungen Freundinnen Isa und Gala eine außergewöhnliche Zeit, die geprägt ist von coolen Drinks und wilden Party-Nächten. Als Identifkationsfiguren bieten sie sich nicht an, dazu sind sie viel zu egoistisch und oberflächlich. Ihr Leben ist ein einziges Fest.Tagsüber verschlafen sie die Zeit, nachts ziehen sie durch die Clubs, auf der Suche nach großzügigen Menschen, die ihnen Getränke und Mahlzeiten spendieren und/oder sie in ihren vier Wänden übernachten lassen - und zwischendurch versuchen sie, mit Gelegenheitsjobs ihr schmale Budget aufzubessern, um über die Runden zu kommen.
Das stylische Cover ist witzig-spritzig gestaltet und spiegelt den Zeitgeist. Wenn man die einzelnen Motive (Handtasche, Cocktailglas, Blume) betrachtet, spürt man eine gewisse Leichtigkeit. Summer vibes und Party feeling sind angesagt. Der aussagekräftige Titel rekurriert auf die Happy Hour in angesagten Clubs. Zwei Cocktails zum Preis von einem - wenn man keinen Gönner findet, sondern sie selbst zahlen muss...
Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Isa vermittelt, die ihre Gedanken in einem Tagebuch festhält. Sie hat ein scharfes Auge und ist eine gute Beobachterin; sie durchschaut die New Yorker Club Szene, aber sie distanziert und löst sich nicht von ihr. Man kann diesen modernen Roman als Ausdruck der Generation Z begreifen, die einen völlig konträren Lebensstil als ihre Eltern und Großeltern pflegt. "Happy hour" hat durchaus Potenzial, aber man muss sich auf diese Lektüre einlassen können.