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Veröffentlicht am 27.08.2020

Verwirrspiel auf Spiekeroog

Mordsreise
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Es ist nicht der erste Fall, in dem Mia Magaloff als Privatperson involviert ist und ermittelt. Für mich ist es die erste Begegnung mit ihr. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man die Bücher ...

Es ist nicht der erste Fall, in dem Mia Magaloff als Privatperson involviert ist und ermittelt. Für mich ist es die erste Begegnung mit ihr. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen.

Es ist erstaunlich, was sich alles aus einer gewonnen Reise mit unbekanntem Ziel ergeben kann. Ich muss ja sagen, wenn ich eine Freundin wie Gitti hätte, würde ich niemals (!!!!) mit ihr zusammen verreisen. Wahrscheinlich wäre sie schon nicht mehr meine Freundin. Diese Frau hat mich schon beim Lesen kirre gemacht.

Leider konnte ich auch mit den übrigen Charakteren nicht wirklich warm werden.

Gefallen haben mir die Beschreibungen der Insel Spiekeroog. Ich mag Krimis mit Lokalkolorit gerne lesen.

Der Schreibstil ist einfach, flott zu lesen und teilweise witzig.

Insgesamt erschien mir das Verwirrspiel mit den zahlreichen Beteiligten zu konstruiert. Mir fehlte da auch richtige Ermittlungsarbeit, so dass es von mir nur drei Sterne für diesen Insel-Krimi gibt.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Sehr starkes Ende nach seichtem Beginn

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Ich habe in diesem Roman so meine Probleme mit der jungen Hauptfigur Dora Twardy gehabt. Sie wächst in Ostpreußen auf dem Gutshof der Familie auf. Sie ist es gewohnt, fast immer ihren Willen zu bekommen ...

Ich habe in diesem Roman so meine Probleme mit der jungen Hauptfigur Dora Twardy gehabt. Sie wächst in Ostpreußen auf dem Gutshof der Familie auf. Sie ist es gewohnt, fast immer ihren Willen zu bekommen und hofiert zu werden, denn sie ist auch von der Natur mit gutem Aussehen gesegnet. Sie ist auf ihren Vorteil bedacht, oberflächlich, gedankenlos und es fehlt ihr meistens an Empathie für ihre Mitmenschen.

Sympathischer wird sie mir gegen Ende der Geschichte. Denn spätestens als der Krieg auch Ostpreußen mit aller Gewalt erreicht, verändert sich ihr Verhalten. Sie lernt was Not, Elend und Angst bedeuten und beweist in diesen Situationen Mut und Stärke, wird zur Stütze ihrer Familie. Gerade diese Ausgestaltung und Wandlung des Charakters lässt Dora aber sehr realistisch erscheinen.

Die Geschichte plätschert zu Beginn mehr oder minder so dahin, ohne mich wirklich zu packen. Aber ab dem Zeitpunkt als Königsberg bombardiert wurde, hat sie mich gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Theresia Graw hat hier ein sehr persönliches Buch geschrieben, denn sie hat die Flucht ihrer Familie aus Ostpreußen in eine fiktive Geschichte einfließen lassen. Aufgrund des starken Endes gibt’s von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Spannend, witzig und mit Botschaft - Top

Konratt - Held der Unterwelt - Eine gefährliche Nacht
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Wer hätte gedacht, dass mir eine Ratte mal ans Herz wachsen könnte. Aber Konratt hat es geschafft! Er hat viele Eigenschaften; er ist bequem und wasserscheu, aber auch belesen und hilfsbereit.

Eigentlich ...

Wer hätte gedacht, dass mir eine Ratte mal ans Herz wachsen könnte. Aber Konratt hat es geschafft! Er hat viele Eigenschaften; er ist bequem und wasserscheu, aber auch belesen und hilfsbereit.

Eigentlich möchte Konratt nur etwas zu essen haben, aber ständig gibt es Notfälle und er kann gar nicht anders, als zu helfen. Und das schöne an dieser Geschichte, ihm ist es ganz egal wer seine Hilfe benötigt. Da könnte sich manch einer ein Beispiel dran nehmen. Auch die Geretteten unterstützen im weiteren Verlauf je nach Können, den Held bei weiteren Aktionen.

Für Leseanfänger ist es vielleicht trotz der großen Schrift und dem größeren Zeilenabstand nicht immer ganz leicht, weil Wörter wie Sandwich oder Gyrosreste nicht so einfach zu lesen sind. Ansonsten ist es spannend und total witzig geschrieben.

Bezaubernd sind auch die inhaltsunterstützenden farbigen und zahlreichen Illustrationen. Für mich gehören Illustrationen ja zu einem guten Kinderbuch immer dazu. Es ist für jüngere Leser damit oft einfacher das Geschehen zu erfassen.

Dieses Buch ist ein Lesegenuss nicht nur für Kinder. Und die vermittelte Botschaft, dass Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Freundschaft was Tolles ist und zum Erfolg führen kann, macht es für mich noch wertvoller. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und fette fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Nur auf den ersten Blick ein aufregendes Abenteuer

Adresse unbekannt - Nominiert zum Deutschen Jugendliteraturpreis
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Nachdem Astrids Mutter gestorben ist, beginnt nach und nach der soziale Abstieg und zum guten Schluss lebt sie mit ihrem Sohn Felix in einem alten Minibus. Zu Beginn hört es sich für Felix wie ein tolles ...

Nachdem Astrids Mutter gestorben ist, beginnt nach und nach der soziale Abstieg und zum guten Schluss lebt sie mit ihrem Sohn Felix in einem alten Minibus. Zu Beginn hört es sich für Felix wie ein tolles Abenteuer an, aber nach einigen Monaten hat er die Nase gestrichen voll.

Astrid ist ein schwacher und labiler Charakter. Sie bringt sich und ihren Sohn mit ihrer Art immer wieder in Schwierigkeiten. Sie lügt, betrügt und stößt mit Worten und Taten nicht nur ihre jeweiligen Chefs sondern auch ihre Freunde vor den Kopf.

Ganz anders ihr Sohn Felix, der ein gesundes Unrechtsbewusstsein hat und nicht immer mit seiner Mutter einer Meinung ist.

Die Schreibweise ist dem Alter der Zielgruppe entsprechend, liest sich flüssig und ist durchaus auch humorvoll, obwohl es eigentlich eine traurige Geschichte ist.

Bei diesem Buch habe ich mich viele Seiten lang gefragt ob es sich für Kinder ab 10 Jahre wirklich eignet. Für ein Kinderbuch gefällt mir gar nicht, dass Astrid mit ihren Lügen, Betrügereien und Diebstählen durchs Leben kommt, ohne großartig bestraft zu werden. Mit zehn Jahren lesen die Kinder Bücher bereits selbständig, so dass man als Elternteil hier keine Aufklärung leisten kann.

Die positive Botschaft zum Ende wie wichtig Werte wie Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind, hat mich etwas mit dem Buch ausgesöhnt. Aufgrund meiner oben genannten Kritik kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 23.08.2020

Hochspannung bis zum Schluss

Endstation Seeschleuse
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Endstation Seeschleuse ist bereits Band vier der Reihe mit den Kommissaren Flottmann und Hilgersen. Für mich war es die erste Begegnung mit den Ermittlern aus Husum, aber das war kein Problem.

Beide Kommissare ...

Endstation Seeschleuse ist bereits Band vier der Reihe mit den Kommissaren Flottmann und Hilgersen. Für mich war es die erste Begegnung mit den Ermittlern aus Husum, aber das war kein Problem.

Beide Kommissare waren mir auf Anhieb sympathisch. Es sind starke Charaktere, die genau wie die Nebenrollen sehr gut gezeichnet sind. Mir gefällt bei Krimis gut, wenn auch das Privatleben der Ermittler zur Sprache kommt, denn sie sind ja hauptsächlich Menschen. Obwohl die Ermittler stark beansprucht sind, trägt Flottmanns Kater in der Geschichte einen guten Teil zur Unterhaltung bei.

Gerd Kramer befleißigt sich eines tollen Schreibstils, der flüssig zu lesen ist. Er versteht es, den Leser in Atem zu halten und besonders zum Ende hin hatte ich einen erhöhten Puls. Er schreibt aber nicht nur spannend, sondern auch humorvoll. Bei einigen Szenen musste ich laut lachen.

Bemerkenswert finde ich seine gute und intensive Recherche zu einigen Vorkommnissen. Ich möchte da nicht zu viel verraten, aber als Beispiel seien die Informationen zu Nahtoderfahrungen genannt.

Mich hat der Krimi begeistert und ich habe wohl einen neuen Autor für mich entdeckt. Das Buch bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung für Krimifans und fette fünf Sterne.

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