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Veröffentlicht am 25.05.2017

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Liebten wir
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Zitat

„Das ist das Beschissene am Altwerden. Wenn du jung bist, lebst du in einem vollen Haus und machst dir keine Gedanken darüber, ob du Zeit verschwendest. Das ganze Haus ist ja noch hell erleuchtet. ...

Zitat

„Das ist das Beschissene am Altwerden. Wenn du jung bist, lebst du in einem vollen Haus und machst dir keine Gedanken darüber, ob du Zeit verschwendest. Das ganze Haus ist ja noch hell erleuchtet. In jedem Raum tanzen und feiern Menschen, die du kennst, und dein Lieblingswort ist >morgen<. Aber mit den Jahren gehen in den Räumen die Lichter aus, eines nach dem anderen. Man rückt zusammen, immer mehr Zimmer bleiben leer. Dann sind noch drei Räume bewohnt, schließlich zwei. Die Musik verklingt, die Gespräche werden leiser. Und plötzlich sitzt du ganz allein in dem leeren Haus, im letzten Zimmer, in dem nur noch eine Kerze brennt.“ (S.382)

Das Buch handelt von Moira, genannt Mo, sie ist Fotografin und fängt die Welt einzig mit ihrer Kamera ein. Sie findet Geheimnisse und Details in ihren Bildern, das offensichtliche was keiner außer ihr wahrnimmt und betrachtet die Welt durch ihre Linse. Sie schleicht sich in Familien ein, die nicht ihre eigenen sind und ist unsicher was die Welt ihr bieten kann.Verträumt, melancholisch, ehrlich und ein wenig bittersüß findet der Leser sich hier in Mos Welt wieder. Sollte die Familienfeier von ihrem Freund Leon, doch dazu führen, dass sie endlich dazu gehört, gerät dieser Traum ganz schnell ins wanken. Dies führt dazu das Mo mit dem Auto ihres Freundes flüchtet, wieder einmal davon läuft, doch mit dabei ist die unter kühlte und sture Großmutter Aino von Leon. Sie hat nur auf dem Moment gewartet ihrer Familie zu entkommen und ihr einziges Ziel ist es nun eine offene Rechnung zu begleichen. Die ungleichen Frauen machen sich nun auf eine ereignisreiche Suche nach Finnland.

Eine zunehmend interessante Geschichte, voller Details, starker Charaktere und einem verschlafenem Finnland. Die Seiten atmen, leben und graben sich förmlich ins Herz. Der Schreibstil ist malerisch, verspielt und beinahe poetisch. Eine grandiose Geschichte, die noch lange im Gedächtnis bleibt, gespickt mit weisen Ratschlägen. Die Charaktere haben der Geschichte, das gewisse etwas gegeben, sie waren so lebensnah, so echt als gäbe es sie wirklich irgendwo auf dieser Welt. Ein wunderbares Buch, welches mich nicht los lässt.

*****

Veröffentlicht am 25.05.2017

Exotische Rezeptvielfalt in Detailverliebter Optik

Vom Glück, gemeinsam zu essen
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Das Konzept des Kochbuchs gefällt mir sehr gut, Freunde und Familie gemeinsam an einen Tisch zu haben ist in der heutigen Zeit ein großes Glück. Dann auch noch für jeden eine passende Speise zu finden, ...

Das Konzept des Kochbuchs gefällt mir sehr gut, Freunde und Familie gemeinsam an einen Tisch zu haben ist in der heutigen Zeit ein großes Glück. Dann auch noch für jeden eine passende Speise zu finden, nicht immer einfach. Sind doch darunter immer mehr Vegetarier, Veganer und Allergiker aber auch Fleischesser, umso schöner wenn dann für jeden was passendes dabei ist. Dann auch noch einfallsreich, kreativ und in der Zusammenstellung sehr passend. Eine wirklich tolle Idee der Wrenkh Brüder ein solches Kochbuch zu konzipieren, trifft es genau den heutigen Zeitgeist.

Die Aufmachung des Kochbuch ist auch sehr gelungen, fester Einband mit zwei Lesebändchen und einer schön gestalteten Vorsatzseite, die der Zeichnung einer Tischanordnung im Restaurant entsprechen. Ausgewiesen sind die Tischnummern und mit den diversen Mottos versehen, dass man schon mal einen guten Überblick erhält.

Das Kochbuch wirkt in der Gestaltung sehr persönlich, denn es gibt hin und wieder Einblicke in das Leben der Brüder Wrenkh mit kurzen Anekdoten und Fotos.

Die Mottos gehen von den Jahreszeiten über Themen wie Bretagne, Irish Breakfast, Sonntag, Sri Lanka, Picknick usw. Die verschieden Mottos enthalten Rezepte, wo für jeden was dabei ist und sind je nach Ernährungsstil vegetarisch, vegan, Glutenfrei, laktosefrei gekennzeichnet, so das man einen guten Überblick darüber hat.

Die Zutatenliste ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält eine ungefähre Zeitangabe. Außerdem enthalten einige Rezepte praktische Tipps oder sind mit Austauschzutaten versehen, so das es auch Glutenfrei oder laktosefrei wird.

Es gibt eine interessante und umfassende Auswahl an Gerichten, wie zum Beispiel Kokos- Mango- Bällchen, Dattel- Joghurt- Eis, Falafel, Hummus, Linsenreis mit Bratbananen usw. Die Rezeptvielfalt lädt zum nach kochen ein und die ansprechenden Fotos der Gerichte inspirieren und machen Appetit.

Ein wundervoll gestaltetes exotisches Kochbuch, welches sehr ansprechend in seiner Detailverliebten Optik und inspirierenden Rezeptvielfalt daher kommt. Ein tolles Kochbuch für Menschen, die gerne auch mal etwas neues ausprobieren und sich nicht von ungewohnten Zutaten abschrecken lassen.

*****

Veröffentlicht am 25.05.2017

Zukunftsmusik

Mind Games
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Luna ist eine sogenannte Verweigerin, sie meidet die virtuelle Welt und will strikt kein Implantat haben, mit dem man Daueronline sein kann. Lunas Entscheidung ist anderer Motivation, als die anderen Menschen ...

Luna ist eine sogenannte Verweigerin, sie meidet die virtuelle Welt und will strikt kein Implantat haben, mit dem man Daueronline sein kann. Lunas Entscheidung ist anderer Motivation, als die anderen Menschen in ihrem Umfeld ahnen. Nur ihre „verrückte“ Großmutter weiß, wieso Luna eine Verweigerin ist. Alles ändert sich als Luna überraschender Weise, einen Termin bei PareCo erhält, ein mächtiges Unternehmen für virtuelle Welten. Sie soll dort zu einem Intelligenztest erscheinen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Während die anderen Teilnehmer online teilnehmen, legt Luna ihren Test in der Realität ab. Dort lernt Luna den etwas versonnen Hacker Gecko kennen und plötzlich stellt sie ihre Ansichten in Frage. Sie hinterfragt das Handeln von PareCo und macht eine grausige Entdeckung.

Den Roman könnte man wohl in die Sci- Fi aber auch Dystopie Abteilung einräumen. Das Buch umfasst eine spannende Geschichte voller neuer Ideen, die einem vor Augen führen, wie nah dran wir an solch einer Welt sind.

Luna ist ein interessanter Charakter voller Geheimnisse, dennoch werden die meisten Charaktere nur oberflächlich angerissen, weshalb man sich nicht immer in sie hinein versetzen kann. Kleines Manko war meiner Meinung nach, dass vieles zu einfach für Luna war. Sie sollte natürlich eine Hochbegabte darstellen, aber das immer alles so einfach für sie war und ihr praktisch in den Schoss fiel, war mir an mancher Stelle einfach zu gewollt. Es fehlte manchmal das besondere Etwas, ein bisschen mehr Biss und Widerstand. Das hätte der Geschichte gut getan. Einen besonderen Charakter fand ich Gecko, persönlich hätte ich gerne mehr über ihn erfahren. Die virtuellen Welten waren sehr plastisch und detailreich dargestellt, wodurch man sie sich sehr bildhaft vorstellen konnte. An mancher Stelle habe ich es mir ein wenig ausgeschmückter und genauer gewünscht. Im Rahmen der Geschichte, stieg die Spannungskurve langsam aber dafür kontinuierlich, langsamer etwas träger Anfang. Wahrscheinlich den vielen Erklärungen und der Einführung in „Lunas Universum“ geschuldet. Dennoch eine spannende Entfaltung der Geschichte und ein schockierender Schluss.

Insgesamt fand ich das Buch gut, es war aufrüttelnd, schockierend und überraschend. Eine in sich schlüssige Geschichte und gut durchdacht.

Mir ist das Buch noch im Nachhinein lange im Gedächtnis geblieben.

Randnotiz: Ich denke das erschreckende Ende, hat dem Buch nachträglich gut getan. Ich nehme an es sollte schon eher aufrütteln... und zeigen was mit dem Fortschritt passieren kann, wenn man nicht richtig damit umgeht. Ich bin immer noch ganz mitgenommen. Eine wirklich aufschlussreiche Geschichte, mit einer interessant gestalteten Story... so noch nicht gelesen. Gelungen.


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Veröffentlicht am 25.05.2017

Zeugenkussprogramm

Kiss & Crime 1 - Zeugenkussprogramm
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Zitat

„Aber ich persönlich glaube daran, dass das Schmieden von Plänen nichts anderes ist als der Versuch, Träume wahr werden zu lassen. Und was wäre unser Leben ohne Träume?“

(S. 361)


Emmys Leben ...

Zitat

„Aber ich persönlich glaube daran, dass das Schmieden von Plänen nichts anderes ist als der Versuch, Träume wahr werden zu lassen. Und was wäre unser Leben ohne Träume?“

(S. 361)


Emmys Leben gerät aus den Fugen, als ihre Mutter und ihr derzeitiger Freund Jonas bei einem Überfall angeschossen werden. Die Situation wird immer konfuser als Emmy erfährt, dass ein paar gefährliche Typen hinter dem Freund ihrer Mutter her sind und einem einflussreichen Computerprogramm „Superglade X“. Die Typen versuchen alles um an dieses Programm heranzukommen, dies bedeutet für die siebzehnjährige Emmy und ihre Familie, bestehend aus ihrer Mutter, ihrer Liebesroman schreibenden Oma und dem süßen Hund Lucky das sie in ein Zeugenschutzprogramm müssen. Für Emmy bedeutet es aber auch den Verlust ihrer besten Freundin und den Abiturprüfungen. Ihr Leben verändert sich schlagartig und dann ist da ja noch Pascal vom Zeugenschutzprogramm, der süße Typ, den Emmy in ihren Gefühlen nicht ganz einordnen kann.


Dies sind also die brisanten Zutaten, die Eva Völler zu einem Jugendbuchkrimi mixt. Sehr gelungen ist die Spannungskurve, hin und wieder wird man in die Irre geführt, aber im letzten Drittel merkt man dann, wo lang die Geschichte geht. Mir gefiel der Schreibstil sehr gut, jugendlich, locker, leicht und fluffig, dies machte ein besonders leichtes Lesevergnügen aus dem Buch. Die Geschichte wird aus der Sicht von Emmy erzählt und gestattet so dem Leser einen Blick auf Emmys Sicht der Dinge. Manchmal trotzig, sarkastisch und ein bisschen mädchenhaft.



Kleines Manko ist, dass die Geschichte manchmal ein wenig kitschig wirkte und dadurch sehr unrealistisch. Die Gefahrensituationen wirkten teilweise überzeichnet und die Atmosphäre dadurch nicht ganz greifbar. Die Figuren waren gut ausgearbeitet, trotzdem gab es eher schwarz und weiß. Jedoch ist das Buch für unterhaltende Lesestunden geeignet, bei denen einen sicherlich nicht langweilig wird. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und fühlte mich während des Lesens gut unterhalten.


Fazit:

Interessanter Genremix mit einigen schwächen im Aufbau, dennoch sehr unterhaltend.


Randnotiz:

Besonders gelungen fand ich ja die Oma, trieb sie einem doch so manches Mal die Röte ins Gesicht, wenn sie so ungeniert die Liebesgeschichten in ihr Diktiergerät sprach, egal wer gerade Anwesend war. Für mich hat sich die Omi zu heimlichen Heldin der Geschichte gemausert.


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Veröffentlicht am 25.05.2017

Ich muss nach Hause, ein Brot wartet im Ofen. (Scara)

Skargat 1
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„Ich frage mich, wie weit eine Wolke wohl fliegen kann. Wie weit kommt sie, ehe sie sich in den Winden auflöst, die an ihr zerren?“ S556


Eines vor weg, ein Buch voller Möglichkeiten und Rand gefüllt ...

Zitat

„Ich frage mich, wie weit eine Wolke wohl fliegen kann. Wie weit kommt sie, ehe sie sich in den Winden auflöst, die an ihr zerren?“ S556


Eines vor weg, ein Buch voller Möglichkeiten und Rand gefüllt mit unvorhergesehenen Wendungen. Ein wenig Konzentration ist beim lesen erforderlich, denn es ist eine Herausforderung, wer jedoch erstmal in die Geschichte eingetaucht ist. Der begreift so langsam und kann sich in eine düstere Welt voller unheimlicher Untoter (oder ähnliches) entführen lassen.


In erster Linie handelt dieses Buch von Mykar, dieser ist anders... ein Junge geboren im Jahr der dunklen Ernte. Die Menschen aus seinem Dorf, machen ihn für alles verantwortlich, sogar sein Vater verstößt ihn. So kommt es das Mykar allein gelassen, außerhalb des elterlichen Zuhauses groß wird. Seine Mutter versorgt ihn, doch er muss draußen schlafen. Gehänselt und verspottet wird Mykar von den anderen Dorfjungen, bis er eines Tages einen echten Freund in Cay findet, der ihn beschützt. Doch als bald darauf ein Mord geschieht, wird Mykar dafür verantwortlich gemacht, er wird von einigen Dorfbewohnern nieder geprügelt und im Wald verscharrt. Eine halbe Ewigkeit vergeht, doch dann wird Cay eines Mordes beschuldigt und soll hingerichtet werden, daraufhin entsteigt Mykar seiner zeitlosen Gruft im Wald, um die Unschuld seines Freundes zu beweisen. Er bekommt unerwartete Hilfe von Scara einer, sanft ausgedrückt, eigentümlichen Magd, dem Säufer Justinius und der geheimnisvollen, sowie hübschen Vanice (die ihre meiste Zeit auf Friedhöfen verbringt). Immer dabei hat der verschrobene, sowie düstere Mykar einen Totenkopf, der Danje gehört, einem Mädchen mit dem er befreundet ist.

Es ist äußert spannend diesen bunt zusammengewürfelten Haufen, in dieser Geschichte zu folgen. Welche abwechselnd aus der Sicht von Mykar, Justinius und Vanice geschildert wird.

In diesem Buch herrscht eine unheimlich düstere Atmosphäre vor, die man während des Lesens förmlich spüren kann. Die Charaktere sind außerordentlich stark und facettenreich, sie leben, atmen und hauchen der Geschichte eine gewisse Lebendigkeit ein, die dieses Buch so unfassbar lesenswert machen.

Ein wirklich gelungener Debütroman und man darf sich sicherlich freuen noch mehr von diesem Autoren zu hören, denn ein zweiter Teil soll folgen.


Randnotiz: Besonders gefallen hat mir ja der Charakter Scara die eigentümliche Magd, war so verrückt, dass es schon wieder genial war.

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