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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

2 sehr verschiedene Geschichten

Eine runde Sache
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2 Storys: Eine absurd-komisch, stilistisch durch den Akzent des Erzählers nicht unbedingt leicht zu lesen.

Dann die Biografie des Malers Raden Saleh.

Interessantes Buch, bei dem man einiges über den ...

2 Storys: Eine absurd-komisch, stilistisch durch den Akzent des Erzählers nicht unbedingt leicht zu lesen.

Dann die Biografie des Malers Raden Saleh.

Interessantes Buch, bei dem man einiges über den niederländischen Kolonialismus lernen kann.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Tiefgründiger Coming-of-age Roman

Mit dem ersten Licht
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Auch in diesem Roman zeigt der Autor wieder, dass er es vortrefflich versteht, mit leisen Tönen und viel Empathie eine eindringliche und tiefgründige Geschichte zu erzählen.

Es ist ein berührender Coming-of-age ...

Auch in diesem Roman zeigt der Autor wieder, dass er es vortrefflich versteht, mit leisen Tönen und viel Empathie eine eindringliche und tiefgründige Geschichte zu erzählen.

Es ist ein berührender Coming-of-age Roman, der von Sehnsucht, erster großer Liebe, Freundschaft und Familie erzählt. Psychologisch sehr interessant, erhalten wir tiefe Einblicke in das sehr gefühlvolle und empathisch Innenleben des Protagonisten.

Der Autor wagt sich mit seinem Buch an schwierige Themen heran - häusliche Gewalt, Liebeskummer und Depressionen. Vor allem letzteres wird auf verschiedene Weisen beleuchtet. Dabei wird auch sehr deutlich gezeigt, was diese Erkrankung mit den Betroffenen macht, aber auch, welche Auswirkungen sie auf deren Nächste hat und welche Dynamiken im Miteinander entstehen.

Wie auch schon andere Bücher des Autors hat mir auch dieses sehr gefallen. Wer die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen nicht scheut und gerne tiefgründige und bewegende Romane liest, wird hier fündig werden.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Einzigartige Geschichte

Mein zärtlicher Schatten
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In diesem tollen Buch baut die Autorin mit ihrem wunderschönen Schreibstil eine fesselnde und gleichzeitig beklemmende Atmosphäre auf.

Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und dennoch passiert der ...

In diesem tollen Buch baut die Autorin mit ihrem wunderschönen Schreibstil eine fesselnde und gleichzeitig beklemmende Atmosphäre auf.

Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und dennoch passiert der überwiegende Teil der Handlung so abgeschieden, mit stark von der Gesellschaft isolierten Charakteren, dass man irgendwie das Gefühl hat, losgelöst von Zeit und Realität unterwegs zu sein.

Eine düstere Grundstimmung zieht sich durch das ganze Buch, immer wieder kommt es zu gruseligen und teils auch recht makabren oder brutalen Szenen, die aber in der stilistisch fast poetischen Erzählung nicht überfordern oder abschrecken - für mich hat hier alles gepasst.

Die lieblose Kindheit der jungen Protagonistin ist erschreckend und so ist man mit seinen Sympathien schnell bei Roos. Auch die Anziehung zwischen ihr und Agnes wurde sehr einfühlsam, vorsichtig und entsprechend der damaligen Zeit erzählt.

Durch die immer wieder eingeschobenen Therapiesitzungs-Protokolle gelingt es, einen schönen Kontrast herzustellen und die Spannung aufrecht zu erhalten bzw. zu befeuern.Realität oder Wahnsinn? Das bleibt am Ende der eigenen Interpretation überlassen.

Ich habe so ein Buch zuvor noch nicht gelesen - ich fand es einfach nur wunderschön, atmosphärisch, düster, einfühlsam und fesselnd.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Ausbaufähig

Das Gesetz der Elite
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Ich habe die Hörbuchfassung dieses Krimis gehört und muss sagen, dass er mich trotz eigentlich aktuellem und spannenden Thema nicht richtig fesseln konnte.

Das Ermittlerduo ist definitiv reizvoll und ...

Ich habe die Hörbuchfassung dieses Krimis gehört und muss sagen, dass er mich trotz eigentlich aktuellem und spannenden Thema nicht richtig fesseln konnte.

Das Ermittlerduo ist definitiv reizvoll und interessant angelegt. Die tragische Biografie Dantes, seine besonderen Fähigkeiten und auch die spezielle Beziehung zwischen den beiden birgt viel Potential auch für weitere Bände.

Auch thematisch wurde ein spannendes Thema ausgewählt und wichtige, gesellschaftliche Aspekte rund um die Arm-Reich-Schere und die Macht des Geldes platziert.

Dennoch kam bei mir beim Hören keine richtige Spannung auf. So habe ich das Hörbuch zwar gerne gehört, hatte aber auch immer mal Probleme zu erinnern, wer noch einmal wer war. Und es war definitiv keines, bei dem es mir schwer fiel auch einmal eine Pause einzulegen.

Die Stimme des Sprechers fand ich sehr angenehm. Was mir gefehlt hat, war etwas die Lebendigkeit beim Lesen, die man von anderen Sprechern kennt. Teilweise klang es mir zu monoton und die verschiedenen Charaktere waren stimmlich kaum bis gar nicht zu unterscheiden. Sicherlich ist das Spiel mit der Stimmfarbe kein Muss, es erschwert aber schon etwas die Zuordnung, wer gerade spricht, wenn es fehlt.

Ich würde das Buch als einen soliden Krimi beschreiben, der im Bereich Tempo und Spannung noch ausbaufähig ist. Potential ist auf jeden Fall da - insbesondere was die Ermittler angeht.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Erschreckender Betrug

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Ich brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.

Das Buch erzählt eine fiktive ...

Ich brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.

Das Buch erzählt eine fiktive Geschichte, orientiert sich allerdings an wahren Begebenheiten. Es geht um den gewaltigen Betrug von Gregor MacGregor, der zuvor Ruhm als Heerführer bei der Befreiung kolonialisierter Inselstaaten in der Karibik erlangt hat. Auf perfide Weise verkaufte er zahlreichen Menschen Land in Poyais, was es so nie gab, und schickte sie wissend ins Verderben. Das Schicksal der Menschen wird in diesem historischen Roman sehr eindrücklich geschildert und durch die persönliche, fiktive Geschichte von Julie emotional aufgeladen.

Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte streckenweise etwas ereignislos gezogen, insbesondere zu Beginn. Mit dem Erreichen von Poyais nimmt die Handlung aber an Fahrt auf und konnte mich zunehmend fesseln.

Julie hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Dadurch, dass sie ursprünglich aus guten Verhältnissen kommt, bringt sie viel Entwicklungspotential mit, welches auch gut genutzt wurde.

Aufgrund des historisch wahren Falls dahinter und die gute Recherchearbeit ist das Buch wirklich faszinierend, erschreckend und auf jeden Fall lesenswert. Es wäre schön gewesen noch ein paar reale Abbildungen, z.B. des Poyais Dollars, im Buch zu haben. Aber das Internet erlaubt ja auch so den Zugriff auf solche Inhalte.

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