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Annafrieda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2026

Sex mit dem Ex?

Du schon wieder
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Es war ein toller Einstieg in das Buch. Flott und gut unterhalten bin ich weiter durch das Buch gesaust. Die wunder(samen-)vollen Beschreibungen und Ausdrücke, die die Autorin erdacht hat, sind durchweg ...

Es war ein toller Einstieg in das Buch. Flott und gut unterhalten bin ich weiter durch das Buch gesaust. Die wunder(samen-)vollen Beschreibungen und Ausdrücke, die die Autorin erdacht hat, sind durchweg köstlich, da soll man erstmal drauf kommen. Ein Feuerwerk, das gute Laune macht.

Funny konnte erst nach ihrer Scheidung beruflich voll durchstarten und ist jetzt als Kardiologin in einem Krankenhaus tätig. Dort trifft sie auf ihren Ex Dustin, dem sie mit einer Operation kurzerhand das Leben rettet. Und da flattern sie wieder, die Schmetterlinge. Wie kann das gehen, schließlich gab es Gründe für die Trennung damals. Doch da gibt es noch Robert, ihren bodenständiger Lebenspartner. Auf ihn ist Verlass, er gibt ihr Sicherheit. Aber gehört nicht noch ein bisschen mehr dazu, seinem Lebenspartner seine Liebe zu zeigen? Das neue Gefühlschaos wirbelt Fannys Welt komplett durcheinander. Auch in der Klinik läuft nicht alles rund. Bei einer Beförderung wird Fanny übergangen, ein junger Arzt bekommt den Posten. Doch es gibt auch liebe Menschen, die ihr zur Seite stehen. Aber auch Dustin hat sich in der Zwischenzeit ein neues Leben aufgebaut und Karriere gemacht. Nun wird beider Leben ordentlich durcheinander gewürfelt.

Der Roman hat mir gut gefallen, ein guter Aufbau, eine interessante Message und ein toller Schreibstil zeichnen ihn aus. Von der Figurentwicklung her gibt es mehrere Sympathieträger. Fannys, Abbys und Dustins Entwicklung waren nachvollziehbar und gut ausgearbeitet. Roberts und Benedicts hingegen warfen in mir eher Fragen auf, als dass sie nachvollziehbar waren. Es wirkte, als wäre da von heute auf morgen ein Schalter umgelegt worden. Für meinen Geschmack ein zu glattes Ende. Es hätte durchaus in dieser Richtung etwas offen bleiben können, das hätte der tollen Story keinen Abbruch getan.

Alles in allem ist "Du schon wieder" ein wundervoller Roman, der Spaß macht. Ellen Berg erzählt in einer gewandten Sprache ihre Geschichte und das hat mich überzeugt. Tolle Lektüre.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Wer hat lügt hier?

Weil sie lügt
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Die Story entwickelt gleich von Anfang an einen Sog. Der Aufbau ist gelungen, man erfährt nur häppchenweise Teile der Vergangenheit. Das hat mich neugierig gemacht. Was ist geschehen? Juli ist verschwunden, ...

Die Story entwickelt gleich von Anfang an einen Sog. Der Aufbau ist gelungen, man erfährt nur häppchenweise Teile der Vergangenheit. Das hat mich neugierig gemacht. Was ist geschehen? Juli ist verschwunden, aber ist sie auch wirklich tot? Anna könnte mehr über die Nacht davor sagen, aber vielleicht würde es sie belasten, also schweigt sie. Der Vater wird verdächtigt und im Gefängnis. Sie ist in einer schwierigen Position, sie muss sich um alles in der Familie kümmern. Sie scheint ständig in Alarmbereitschaft zu sein. Die Mutter ist wahrscheinlich depressiv oder psychisch krank und fern der Realität, wie es scheint. Anna versucht, so gut es geht, den kleinen Leon zu schützen und ihn von den Geschehnissen fern zu halten. Sie nimmt das Zepter selbst in die Hand, geht eigenen Verdächtigungen nach und begibt sich in Gefahr. Fűr die Polizei gibt es nur einen Verdächtigen, die Ermittlungen gehen nur in eine Richtung. Nur eine Polizistin verfolgt andere Ziele und es gibt Gründe dafür.
Und dann kommt alles noch mal ganz anders, als erwartet. Ich finde es toll, wie die Autorin mit der Erwartungen des Lesers gespielt hat. Na klar gibt es die eine oder andere "offene Stelle", die sich nicht ganz erschließt, bzw. in der Story keinen richtigen Platz hatte. Dennoch super clever konstruiert, mit einem Spannungsbogen, der vom Anfang bis zum Ende fesselt. Falsche Fährten und viele Fragezeichen lassen einen nur so durch das Buch "fliegen". Auch der Erzählstil ist toll mit einer bildreichen Sprache. Das Buch hat mich echt begeistert!

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Zwei Schwestern - zwei Wege

Sister, Sister
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Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ...

Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ihren erfolglosen Werdegang und die soziale Ausgrenzung ihr gegenüber. Wir lernen im Laufe der Geschichte auch ihre Schwester Margit kennen, deren Leben eine andere Richtung nahm. Beide haben sich aus den Augen verloren und erst dieser Schlag lässt sie umdenken.

Ich hatte nicht unbedingt Erwartungen an dieses Buch, wollte die Story offen angehen. Dennoch denke ich, dass der Klappentext eher in eine andere Richtung deutete, als erwartet. Ich habe einige Zeit gebraucht, um reinzukommen. Doch von Seite zu Seite wurde mein Interesse größer und Sigrids Briefe entwickelten einen gewissen Reiz.

Auf der einen Seite klingen die Ausführungen der Protagonistin alltäglich, fast lapidar. Auf der anderen Seite erkennt man hinter ihren Worten die verletzte Seele, die Ablehnung erfahren hat, weil sie den Erwartungen der anderen nicht gerecht wurde. Die beschlossen hat, die Verantwortung dafür auf sich zu nehmen. Andererseits hat Sigrid auch viele detaillierte Erinnerungen an schöne Erlebnisse. Es wird deutlich, wie unterschiedlich die Schwestern mit den Erfahrungen ihrer Kindheit umgegangen sind. Wie jeder mit der Unsicherheit in ihrem Zuhause, dem Zwiespalt, der Angst umgegangen ist, die ihre weiteren Leben bestimmten.

Zum Ende hin wurden mir die Wiederholungen in den Briefen einfach zu viel und brachte keinen Mehrwert. Klar, sie hatte mit Sicherheit kein schönes, sicheres Leben, aber die absolute Verzweiflung, die letztendlich zu ihrer Tat führte, kam bei mir nicht rüber. Irgendetwas fehlte mir.

Auch hatte ich erwartet, dass der Konflikt der Schwestern mehr im Vordergrund steht. Wäre das nicht auf dem Klappentext angekündigt worden, hätte ich die Geschichte eher für Sigrids Rückblick, wie es zu dem Suizid kam, gehalten. Das Buch flachte zum Ende hin deutlich ab. Der Schreibstil war allerdings gut und hat mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Zwei Schwestern - zwei Wege

Sister, Sister
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Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ...

Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ihren erfolglosen Werdegang und die soziale Ausgrenzung ihr gegenüber. Wir lernen im Laufe der Geschichte auch ihre Schwester Margit kennen, deren Leben eine andere Richtung nahm. Beide haben sich aus den Augen verloren und erst dieser Schlag lässt sie umdenken.

Ich hatte nicht unbedingt Erwartungen an dieses Buch, wollte die Story offen angehen. Dennoch denke ich, dass der Klappentext eher in eine andere Richtung deutete, als erwartet. Ich habe einige Zeit gebraucht, um reinzukommen. Doch von Seite zu Seite wurde mein Interesse größer und Sigrids Briefe entwickelten einen gewissen Reiz.

Auf der einen Seite klingen die Ausführungen der Protagonistin alltäglich, fast lapidar. Auf der anderen Seite erkennt man hinter ihren Worten die verletzte Seele, die Ablehnung erfahren hat, weil sie den Erwartungen der anderen nicht gerecht wurde. Die beschlossen hat, die Verantwortung dafür auf sich zu nehmen. Andererseits hat Sigrid auch viele detaillierte Erinnerungen an schöne Erlebnisse. Es wird deutlich, wie unterschiedlich die Schwestern mit den Erfahrungen ihrer Kindheit umgegangen sind. Wie jeder mit der Unsicherheit in ihrem Zuhause, dem Zwiespalt, der Angst umgegangen ist, die ihre weiteren Leben bestimmten.

Zum Ende hin wurden mir die Wiederholungen in den Briefen einfach zu viel und brachte keinen Mehrwert. Klar, sie hatte mit Sicherheit kein schönes, sicheres Leben, aber die absolute Verzweiflung, die letztendlich zu ihrer Tat führte, kam bei mir nicht rüber. Irgendetwas fehlte mir.

Auch hatte ich erwartet, dass der Konflikt der Schwestern mehr im Vordergrund steht. Wäre das nicht auf dem Klappentext angekündigt worden, hätte ich die Geschichte eher für Sigrids Rückblick, wie es zu dem Suizid kam, gehalten. Das Buch flachte zum Ende hin deutlich ab. Der Schreibstil war allerdings gut und hat mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Die Tote am Strand von Nizza

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Der Krimi von Alexander Oetker führt uns nach Süd-Frankreich an den mondänen Küstenabschnitt rund um Nizza. Hier ermittelt der exzentrische Commissaire Léon de Chevallier, der alle Register seines adligen ...

Der Krimi von Alexander Oetker führt uns nach Süd-Frankreich an den mondänen Küstenabschnitt rund um Nizza. Hier ermittelt der exzentrische Commissaire Léon de Chevallier, der alle Register seines adligen Standes zieht. Er ist snobistisch, anmaßend und lebt das teure Leben, das seine Familie ihm bietet. Commissaire Nadia Bentaleb wird ihm als neue Kollegin an die Seite gestellt, um den Fall der an den Strand gespülten unbekannten Toten zu lösen. Sie ermittelte bisher in den Slums von Paris. Die unterschiedlichen Lebensformen der beiden schafft natürlich Konflikte. Der Fall führt uns in die mondäne High Society und beleuchtet auch deren Schattenseiten.
Der Autor hat mit dem Charakter Commissaire Léon de Chevallier eine interessante Figur geschaffen. Überheblich und herablassend kommt6er daher. Doch im Verlauf konnte ich auch seine andere Seite entdecken. Einsamkeit prägte seine Jugend, die Bürde seiner Herkunft hat auch Spuren hinterlassen. Sein Selbstbewusstsein scheint nicht so echt, wie er sich gibt. Nadia Bentaleb dagegen verkörpert augenscheinlich das Gegenteil. Durch ihre Versetzung wurde sie in die Welt der Schönen und Reichen katapultiert, das krasse Gegenteil zu ihrem bisherigen Leben in den kriminellen Vierteln von Paris. Schlagfertig bietet sie ihrem Kollegen Kontra, schlägt sich wacker. Es gibt auch ein Geheimnis in ihrem Leben, das es zu entdecken gilt. Diese Gegensetzlichkeit der beiden Ermittler macht den gewissen Reiz des Buches aus. Er Ferrari, sie heiße Maschine - das bestätigt das auch äußerlich. Den Charakter von Léon de Chevallier empfand ich ansatzweise etwas überzogen.
Das französische Flair durchzieht die ganze Geschichte, z. T. vergaß Ich förmlich, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Dagegen kam der Fall ziemlich "seicht" rüber, hier fehlte mir doch etwas mehr Tempo und kriminalistische Brisanz. Die Überraschung am Ende schafft natürlich Platz für Neugier auf die weitere Zusammenarbeit der beiden Ermittler. Alles in allem ein guter Start der neuen Buchreihe.

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