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Veröffentlicht am 13.05.2024

Düsteres Kejari Turnier

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
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Als Kleinkind wurde Oraya vom Vampirkönig adoptiert und galt fortan als ihr menschliches Schoßhündin, die um ihr Überleben kämpfen muss. Denn Vampire bedeuten Gefahr für Menschen, um auszubrechen und in ...

Als Kleinkind wurde Oraya vom Vampirkönig adoptiert und galt fortan als ihr menschliches Schoßhündin, die um ihr Überleben kämpfen muss. Denn Vampire bedeuten Gefahr für Menschen, um auszubrechen und in Zukunft nicht mehr als Beute der Vampire zu gelten, möchte Oraya am Kejari teilnehmen. Ein Sieg des legendären Turniers würde Oraya einen Wunsch gegenüber der Veranstalterin des Turniers ermöglichen und das ist Nyaxia, die Göttin des Todes.

Doch das Turnier gilt als eines der tödlichsten und Oraya kann es nur gewinnen, wenn sie ein Bündnis eingeht. Ausgerechnet mit Raihn, einem Rishan-Vampir, soll Oraya die Prüfungen meistern. Als Orayas Misstrauen gegenüber Raihn zu bröckeln beginnt und ungewohnte Gefühle in ihr zu schlummern beginnen, wird eine Gefahr frei, der Oraya sich noch nie bewusst war.

The Serpent and the Wings of Night von Carissa Broadbent ist der erste Band der Crowns-of-Nyaxia-Reihe und ein fulminanter Auftakt.

Der Inhalt ist von Beginn an sehr düster und melancholisch, was eine tolle Lesestimmung erzeugen konnte und die Geschichte um Oraya sehr spannend gemacht hat. Sämtliche, größere Charaktere sind toll ausgearbeitet. Mein absolutes Highlight stellt Mische dar, die dem Inhalt ein wenig Farbe verliehen hat und für einen ganz eigenen Charme sorgte.

Besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung der Anziehung zwischen den beiden Protagonisten. Die Gefühle füreinander wurden nicht auf das optische Erscheinungsbild herunter gebrochen, sondern auf die charakterlichen Eigenschaften. Raihn und Oraya wurden aufgrund dieser zu etwas besonderen für den anderen, dadurch konnte ich die Entwicklung des Love-Interest sehr gut nachvollziehen.

Allerdings resultiert hier auch mein größter Kritikpunkt. Die wenigen intimen Szenen waren mir deutlich zu detailliert umschrieben und passten nicht zum restlichen Erscheinungsbild des Buches.

Aufgrund des Aufbaus sind gewisse Handlungsstränge vorhersehbar und wenig überraschend, dennoch konnte das Ende an einigen Stellen Spannung erzeugen. Leider warf es mir aber auch ein paar Fragen zu viel auf, obwohl es von Anfang an als Reihe vermarktet wurde, hätte ich ein paar Aspekte gerne im ersten Band erfahren, um diesen ‚runder‘ wirken zu lassen.

Nun lassen mich diese offenen Fragen, aber natürlich gespannt auf den zweiten Teil warten.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Second Chance Tour?

The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe
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Riley Wynn verarbeitet ihr Leben mit ihren Songs, mit ihrem neusten Album „The Breakup Record“ setzt sie sich mit ihrem Trennungsschmerz auseinander und widmet jeden Song einem ihrer Verflossenen. Ausgerechnet ...

Riley Wynn verarbeitet ihr Leben mit ihren Songs, mit ihrem neusten Album „The Breakup Record“ setzt sie sich mit ihrem Trennungsschmerz auseinander und widmet jeden Song einem ihrer Verflossenen. Ausgerechnet Rileys Herzschmerz sorgt dafür, dass sie über Nacht zum Superstar wird und sie vor einer großen Tour steht. Ihr Ex-Mann möchte auch etwas vom großen Ruhm abbekommen und stellt sich als Inspiration für den Erfolgssong des Albums hin. Riley möchte ihre Fans aufklären, wer ihre wahre Inspiration war und kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um Max wiederzutreffen. Max ist nur bereit sich als einstige große Liebe zu outen, wenn Riley ihn mit auf Tour nimmt und so spielen die beiden ihre erste gemeinsame Tour.

The Breakup Tour von Emily Wibberley und Austin Siegemund-Broka ist eine musikalische Lovestory, zwischen der Sängerin Riley und dem Keyboarder Max. Die Story selbst ist eher oberflächlich gehalten, den Protagonisten fehlt die Tiefe und auch Riley wirkte auf mich eher unnahbar, sodass auch die Gefühle der beiden mich nicht komplett einholen konnte und ich das Geschehene eher hinnahm und nicht mitgefühlt habe.

Dennoch gefiel mir das Setting der Tour, das Vorfreude auf den nächsten Sommer mit Konzerten und warmen Sommerabenden weckt und das Verarbeiten über Songs, die eine gewisse Tiefgründigkeit besaßen, und der lockere Schreibstil der Autoren sehr gut.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Mörderisches Island die 3.

Verborgen
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Bei einem Brand in der Kleinstadt Akranes wird ein junger Mann tot in seinem Bett vorgefunden. Zuerst deutet alles daraufhin, dass es zu einem tragischen Unglück kam, doch die Ermittlungen zeigen, dass ...

Bei einem Brand in der Kleinstadt Akranes wird ein junger Mann tot in seinem Bett vorgefunden. Zuerst deutet alles daraufhin, dass es zu einem tragischen Unglück kam, doch die Ermittlungen zeigen, dass es sich um Brandstiftung handelt und Marinó Opfer eines Verbrechens wurde.

Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir ist der dritte Band ihrer Buchreiche „Mörderisches Island“, dass es sich um eine Reihe handelt, war mir vorab nicht bewusst, weswegen ich mich möglicherweise zusätzlich schwer getan habe und das Buch letztendlich nach 100 Seiten abgebrochen habe.

Generell würde ich behaupten, dass es inhaltlich nicht auffällt, dass wir es mit einem dritten Band zutun haben und der Quereinstieg grundsätzlich möglich ist. Ich hatte jedoch extreme Probleme mit der Vielzahl an Personen, die einem direkt zu Beginn vorgestellt werden und die ich kaum in einen Zusammenhang gebracht habe. Obwohl mir vor Abbruch noch das Personenregister auffiel, konnte ich mit der Geschichte nicht mehr warm werden. Neben der Vielzahl an Personen, waren mir die Namen auch teilweise zu ähnlich - Marinó/Márin oder Sævar/Ævar -. Letztgenannter wurde wiederum nicht im Personenregister aufgeführt, was erneut für Verwirrung sorgte. Die Perspektivwechsel, die auch hier durchaus für gutes Tempo sorgten, machten meine Verwirrung dann komplett und sorgten dafür, dass ich keine Nähe zu den Protagonisten aufbauen konnte und das Buch lieber zur Seite lege.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Tiefgründiger Romance-Thriller

Tränennacht
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Ein Serienkiller treibt in Sacramento sein Unwesen und macht sich an Daisy Dawson zu schaffen. Allerdings weiß Daisy sich zu wehren und schafft es, sich aus seinen Fängen zu befreien und um Hilfe zu rufen. ...

Ein Serienkiller treibt in Sacramento sein Unwesen und macht sich an Daisy Dawson zu schaffen. Allerdings weiß Daisy sich zu wehren und schafft es, sich aus seinen Fängen zu befreien und um Hilfe zu rufen. Außerdem reißt Daisy ihm seine Halskette vom Hals. Raphael ‚Rafe‘ Sokolov kann eine Verbindung zwischen dem Medaillon und seinem alten Freund Gideon Reynolds herstellen, denn auf seiner Brust prangte einst ein ähnliches Zeichen wie auf dem Medaillon. Für den FBI-Agent Reynolds stellt sich die Frage, ob der Serienkiller etwas mit seiner dunklen Vergangenheit zutun hat.

Tränennacht von Karen Rose ist der Auftakt der Sacramento-Reihe und liest sich trotz der üppigen Seitenanzahl innerhalb kürzester Zeit durch. Der Romance-Thriller ist weniger blutig, die Taten selbst sind grauenhaft, aber nicht sonderlich detailliert beschrieben. Doch dafür rückt die Psyche des Täters in den Fokus und wir erfahren die Hintergründe für sein Verhalten. Neben dem Täter bekommen auch Daisy Dawson und Gideon Reynolds einen tiefgründigen Background, der das Mitfühlen für die Protagonisten erweitert und einem die Charaktere näher bringt.

Für mein Empfinden hätte das Buch gerne um 100-200 Seiten gekürzt werden können, um gerade im Mittelteil mehr Spannung aufzubauen und es wäre trotzdem genug Raum da gewesen, um tiefgründige Charaktere zu erschaffen. Karen Roses Schreibstil hat mich dennoch wunderbar durchs Buch getragen, sodass der etwas langatmige Mittelteil meine Lesefreude nicht gemindert hat.

Tränennacht wird vor allem denjenigen Spaß machen, deren Interesse nicht auf den blutigen Taten, sondern auf der Psyche des Täters liegt und die gerne eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, welche durch nähere Beschreibungen der Charaktereigenschaften und der Vergangenheit erschaffen wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Northern Lights

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love.
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Freyas große Liebe Hendrik verlor vor einigen Monaten auf tragische Weise sein Leben, bis heute sind die Umstände aus Freyas Sicht noch nicht geklärt und ihr fällt es schwer, damit abzuschließen. Emil, ...

Freyas große Liebe Hendrik verlor vor einigen Monaten auf tragische Weise sein Leben, bis heute sind die Umstände aus Freyas Sicht noch nicht geklärt und ihr fällt es schwer, damit abzuschließen. Emil, Hendriks Drillingsbruder, ist der einzige, der ihre Trauer nachempfinden kann. Ein Grund, weswegen sich Freya wohl in Emils Nähe fühlt, doch darf Freya mehr Gefühle für Hendriks Bruder haben?

Somebody to Love ist der Auftaktband der Norhern-Hearts-Reihe von Rebekka Weiler, der mich auf vielen Ebenen leider nicht abholen konnte.

Die Story erleben wir aus drei Perspektiven: Freyas, Emils und einem Rückblick, der uns die Drillinge (Emil, Hendrik und Lene) näher bringen soll und das bei mir nicht geschafft hat, dafür waren mir die Kapitel zu kurz und oberflächlich gehalten.

Der Fokus der Geschichte lag mir zu sehr auf der Klärung der Todesumstände, was im Klappentext für mich nicht deutlich genug rüberkommt und daher zu viel Platz einnahm. Durch diesen großen Umfang, konnte mich auch die Romance-Geschichte nicht wirklich bewegen. Sowohl Freya als auch Emil sind gut herausgearbeitet, ihre Trauer um den Freund/Bruder war gut umschrieben und ihr Verlust spürbar, aber dieses Gefühl fehlten mir bei der Zerrissenheit bezüglich ihrer Gefühle füreinander. Die Zerrissenheit wurde zwar durchaus kommuniziert, aber sie war nicht spürbar. Ebenso konnte ich nicht wahrnehmen, wie es zu den Gefühlen zwischen den beiden kam. Mir fehlte es komplett an einer emotionalen Annäherung zwischen Freya und Emil.

Die norwegische Kulisse kam durch die Namen der Charaktere und Ortschaften zum Vorschein, jedoch fehlte mir ansonsten der norwegische/skandinavische Flair.

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