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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2024

Tiefgründiger Romance-Thriller

Tränennacht
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Ein Serienkiller treibt in Sacramento sein Unwesen und macht sich an Daisy Dawson zu schaffen. Allerdings weiß Daisy sich zu wehren und schafft es, sich aus seinen Fängen zu befreien und um Hilfe zu rufen. ...

Ein Serienkiller treibt in Sacramento sein Unwesen und macht sich an Daisy Dawson zu schaffen. Allerdings weiß Daisy sich zu wehren und schafft es, sich aus seinen Fängen zu befreien und um Hilfe zu rufen. Außerdem reißt Daisy ihm seine Halskette vom Hals. Raphael ‚Rafe‘ Sokolov kann eine Verbindung zwischen dem Medaillon und seinem alten Freund Gideon Reynolds herstellen, denn auf seiner Brust prangte einst ein ähnliches Zeichen wie auf dem Medaillon. Für den FBI-Agent Reynolds stellt sich die Frage, ob der Serienkiller etwas mit seiner dunklen Vergangenheit zutun hat.

Tränennacht von Karen Rose ist der Auftakt der Sacramento-Reihe und liest sich trotz der üppigen Seitenanzahl innerhalb kürzester Zeit durch. Der Romance-Thriller ist weniger blutig, die Taten selbst sind grauenhaft, aber nicht sonderlich detailliert beschrieben. Doch dafür rückt die Psyche des Täters in den Fokus und wir erfahren die Hintergründe für sein Verhalten. Neben dem Täter bekommen auch Daisy Dawson und Gideon Reynolds einen tiefgründigen Background, der das Mitfühlen für die Protagonisten erweitert und einem die Charaktere näher bringt.

Für mein Empfinden hätte das Buch gerne um 100-200 Seiten gekürzt werden können, um gerade im Mittelteil mehr Spannung aufzubauen und es wäre trotzdem genug Raum da gewesen, um tiefgründige Charaktere zu erschaffen. Karen Roses Schreibstil hat mich dennoch wunderbar durchs Buch getragen, sodass der etwas langatmige Mittelteil meine Lesefreude nicht gemindert hat.

Tränennacht wird vor allem denjenigen Spaß machen, deren Interesse nicht auf den blutigen Taten, sondern auf der Psyche des Täters liegt und die gerne eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, welche durch nähere Beschreibungen der Charaktereigenschaften und der Vergangenheit erschaffen wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Northern Lights

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love.
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Freyas große Liebe Hendrik verlor vor einigen Monaten auf tragische Weise sein Leben, bis heute sind die Umstände aus Freyas Sicht noch nicht geklärt und ihr fällt es schwer, damit abzuschließen. Emil, ...

Freyas große Liebe Hendrik verlor vor einigen Monaten auf tragische Weise sein Leben, bis heute sind die Umstände aus Freyas Sicht noch nicht geklärt und ihr fällt es schwer, damit abzuschließen. Emil, Hendriks Drillingsbruder, ist der einzige, der ihre Trauer nachempfinden kann. Ein Grund, weswegen sich Freya wohl in Emils Nähe fühlt, doch darf Freya mehr Gefühle für Hendriks Bruder haben?

Somebody to Love ist der Auftaktband der Norhern-Hearts-Reihe von Rebekka Weiler, der mich auf vielen Ebenen leider nicht abholen konnte.

Die Story erleben wir aus drei Perspektiven: Freyas, Emils und einem Rückblick, der uns die Drillinge (Emil, Hendrik und Lene) näher bringen soll und das bei mir nicht geschafft hat, dafür waren mir die Kapitel zu kurz und oberflächlich gehalten.

Der Fokus der Geschichte lag mir zu sehr auf der Klärung der Todesumstände, was im Klappentext für mich nicht deutlich genug rüberkommt und daher zu viel Platz einnahm. Durch diesen großen Umfang, konnte mich auch die Romance-Geschichte nicht wirklich bewegen. Sowohl Freya als auch Emil sind gut herausgearbeitet, ihre Trauer um den Freund/Bruder war gut umschrieben und ihr Verlust spürbar, aber dieses Gefühl fehlten mir bei der Zerrissenheit bezüglich ihrer Gefühle füreinander. Die Zerrissenheit wurde zwar durchaus kommuniziert, aber sie war nicht spürbar. Ebenso konnte ich nicht wahrnehmen, wie es zu den Gefühlen zwischen den beiden kam. Mir fehlte es komplett an einer emotionalen Annäherung zwischen Freya und Emil.

Die norwegische Kulisse kam durch die Namen der Charaktere und Ortschaften zum Vorschein, jedoch fehlte mir ansonsten der norwegische/skandinavische Flair.

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Veröffentlicht am 25.04.2024

Ein Wandel des Schicksals

Der Vertraute
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Luiza Cotado arbeitet als Küchenmädchen in Spanien, um die Schufterei ein bisschen zu erleichtern, nutzt sie ihre Magie. Valentina, ihre Herrin, erkennt die Magie und benutzt Luzia, damit sich ihr gesellschaftliche ...

Luiza Cotado arbeitet als Küchenmädchen in Spanien, um die Schufterei ein bisschen zu erleichtern, nutzt sie ihre Magie. Valentina, ihre Herrin, erkennt die Magie und benutzt Luzia, damit sich ihr gesellschaftliche Stand verbessert und lädt wohlbetuchtere zu Luzias Magievorstellungen ein. Dort entdeckt der, vorm König in Ungnade gefallene, Perez Luzia und möchte mit ihr die Gunst des Königs zurückgewinnen. Dafür schreckt er vor nichts zurück!

Doch auch Luzia möchte die Chance nutzen und in ein besseres Haus einkehren, um das elendige Schuften und die schmutzige Schlafkammer hinter sich zu lassen. Der unsterbliche Guillén Santangel wird ihr zur Hilfe gestellt und wird zu ihrem Vertrauten.

Der Vertraute von Leigh Bardugo ist ein historischer Fantasy-Roman, der durch eine grandiose Weltenbeschreibung zu überzeugen weiß. Durch einen stetigen Sichtwechsel zwischen den Protagonisten wird das Werk lebendiger, allerdings ist das auch der einzige Effekt, der ein wenig Spannung/Tempo in die Geschichte bringt. Alles andere wird eher ruhig und langsam erzählt, was zu einem grandiosen Worldbuilding führt und mir die Charaktere langfristig auch sehr Nahe gebracht hat, allerdings hat es dadurch auch weit mehr als die Hälfte des Buches benötigt, bis ich die Figuren greifbar und interessant fand.

Die Darstellung der damaligen Zeit, um die spanische Inquisition, und die Vermischung mit den fantastischen Elementen fand ich super umgesetzt.

Der Vertraute war auf historischer Ebene interessant und auch die Geschichte konnte mich am Ende einnehmen, doch es hat leider zu lange gedauert, bis mich die Figuren, ihre Gedanken und Handlungen mitgerissen haben. Dennoch hat das Buch mit seinem packenden Ende insgesamt für einen schöne Lesezeit gesorgt.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Von der Klasse zum Team?

Die Pausenkicker – Anpfiff auf dem Schulhof
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Alex, Shahid und Lina lieben es in den Schulhofpausen Fußball zu spielen und sind im ersten Moment begeistert, als sie vom Fußballprojekt hören. Doch dann erfahren sie, dass sich das Pausenturnier nicht ...

Alex, Shahid und Lina lieben es in den Schulhofpausen Fußball zu spielen und sind im ersten Moment begeistert, als sie vom Fußballprojekt hören. Doch dann erfahren sie, dass sich das Pausenturnier nicht nur an die Kicker unter ihnen richtet, sondern die ganze Klasse inkludiert werden muss. Wie können sie ihre Klassenkameraden vom Fußball überzeugen und wie können Nicht-Fußballer ihnen überhaupt hilfreich sein? Das Projekt droht zu scheitern, wenn aus der 4a kein Team wird.

Anpfiff auf dem Schulhof von Andreas Schlüter ist der erste Band der Pausenkicker-Reihe für Kinder ab 9 Jahren.

Der Beginn der Geschichte liest sich aus pädagogischer Sicht eher schwierig, das liegt an stereotypischen und überspitzten Figurendarstellungen und dem Verhalten ihnen gegenüber. Ein Beispiel: ‚der Dicke‘, der ständig isst und auch beim Sport eine absolute Niete ist und dementsprechend auch immer als letzter gewählt wird.
Diese Figur ist schwierig, weil es immer Kinder gibt, die darin gesehen werden können und die sich darin sehen, weil sie einem Attribut entsprechen:
- das Kind, das immer isst
- das Kind, das Übergewicht hat
- das Kind, das immer als letztes gewählt wird
Hier hat mir ein Gegenspieler gefehlt, der das Verhalten der anderen aufbricht und sich für dieses Kind einsetzt, um das Mobbing zu unterbinden.

Im späteren Verlauf der Geschichte wird das Mobbing zwar nicht komplett aufgelöst, aber die Entwicklung stimmt hier positiv. Die Kinder erkennen, dass sie in einer Mannschaft nicht auf die Schwächen eines Einzelnen achten müssen, sondern die Stärken herausarbeiten und für sich zu Nutzen wissen. Diese Entwicklung und die Liebe zum Fußball konnten mich dann noch von Die Pausenkicker überzeugen.

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Veröffentlicht am 23.04.2024

Otto auf dem Weg in das Land des Gelatos

OTTO fährt los – Ein Sommer in Italien
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Der Zauberbus OTTO fährt wieder in den Urlaub, diesmal mit der Patchwork Familie von Paul und Emmi. Zusammen wollen die Vier in das Heimatland von Leonardo, Emmis-Papa und Pauls Zusatz-Papa, nach Italien. ...

Der Zauberbus OTTO fährt wieder in den Urlaub, diesmal mit der Patchwork Familie von Paul und Emmi. Zusammen wollen die Vier in das Heimatland von Leonardo, Emmis-Papa und Pauls Zusatz-Papa, nach Italien. Der Urlaub wird zu einem kleinen Abenteuer und zusammen entdecken sie die Vielfalt Italiens, die Berge, den Strand und das Meer.

Otto fährt los - Ein Sommer in Italien von Madlen Ottenschläger für Kinder ab vier Jahren ist ein wunderschönes Vorlesebuch, das durch die liebevollen Zeichnungen von Stefanie Reich vieles zum Entdecken bietet. Die Illustrationen sind einzigartig und durch die gedeckten Farben wunderschön anzusehen. Jede Seite bietet viel zu bestaunen und lädt zum Entdecken ein.

Spielerisch wird mit diesem Buch auch noch einiges über das Land Italien gelernt und auch italienische Sätze eingebaut, die einen kleinen Vorgeschmack auf die italienische Sprache geben. Besonders gut hat mir der Einbau des ‚Zusatzpapas‘ gefallen und der Umgang mit den Gefühlen von Paul, der in seinem Urlaub auch seinen Papa vermisst und vermissen darf.

Einzige Kritik: die fantastischen Elemente - den Zwergenkönig und die Berghexe - hat die Geschichte gar nicht nötig, weswegen ich diese eher unpassend fand, ebenso die häufig Verwendung des Wortes ‚Und‘ zu Beginn eines Satzes.

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