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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2021

Nettes Buch für Zwischendurch

Morgen schreib ich dir ein Happy End
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"Morgen schreib ich dir ein Happy End" von dem Autorenduo Sarvenaz Tash und Sarah Skilton konnte mich vom Klappentext her sehr von sich überzeugen.
Ich lese gerne Bücher, in denen sich die Figuren über ...

"Morgen schreib ich dir ein Happy End" von dem Autorenduo Sarvenaz Tash und Sarah Skilton konnte mich vom Klappentext her sehr von sich überzeugen.
Ich lese gerne Bücher, in denen sich die Figuren über Chats, Mails oder SMS näher kommen.

Leider blieb bei mir der große Wow-Effekt beim Lesen des Buches aus. Der Schreibstil war gut zu lesen und man kam auch gleich gut in die Geschichte rein.
Die Idee, dass sich die Hauptfiguren über Chats näher kommen, wurde mir einfach zu wenig ausgebaut.
Die Handlung plätscherte für mich nur vor sich hin.

Die Charaktere blieben für mich trotz dem Versuch, sie realistisch darzustellen, doch recht distanziert.

Mir fehlte es bei diesem Buch an Tiefgang.
Das Drama am Ende hätte es so für mich nicht gebraucht und hat auch nicht so recht hineingepasst. Hier wirkte es einfach nur sehr gezwungen.

Was mich auch etwas gestört hat, war, dass man beim eBook, die SMS nur sehr schwer vom fließenden Text unterscheiden konnte. Diese Abschnitte musste ich dann mehrmals lesen, um dies genau zuzuordnen.

Das Buch ist an sich nicht schlecht und hat auch seine humorvollen Momente. Aber wer etwas Ernstes und Tiefsinniges erwartet, der wird es in diesem Buch nicht wirklich finden.
Als leichte Lektüre für zwischendurch und zum Abschalten vom Alltag ist es dennoch recht gut geeignet.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

unterhaltsamer Scifi-Roman

Der dunkle Schwarm
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"Der dunkle Schwarm" ist das erste Buch, welches ich von Marie Grasshoff gelesen habe. Die Neon Birds-Reihe wartet noch ungeduldig auf meinem eReader.

Was mich aber jetzt schon sehr positiv von der Autorin ...

"Der dunkle Schwarm" ist das erste Buch, welches ich von Marie Grasshoff gelesen habe. Die Neon Birds-Reihe wartet noch ungeduldig auf meinem eReader.

Was mich aber jetzt schon sehr positiv von der Autorin überzeugt hat, war ihr sehr guter Schreibstil. Dieser ließ sich super flüssig und schnell lesen.

Ich kam sehr gut in das Buch hinein und war von der ersten bis zur letzten Seite sehr gefesselt. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung im Buch vom Anfang bis zum Ende auf einem hohen Level zu halten. Für mich gab es keine unnötigen Längen oder Leseflauten.

Leider ist mir schon beim Beginn des Buches aufgefallen, dass es zu vielen verwendeten Begriffen keine richtige Erläuterung gab. So hätte ich mir eine Erklärung eines ACIDs oder auch eines Hives gewünscht. Für mich fehlten hier grundlegende Erklärungen, um die Welt, die Marie Grasshoff geschaffen hat, richtig zu begreifen. Trotzdem empfand ich die dargestellte Welt als sehr interessanten Handlungsort. Und obwohl mir hier grundlegende Informationen gefehlt haben, hat es meinem Leseerlebnis keinen Abbruch getan.

Die emotionale Ebene kam für mich in diesem Buch leider etwas zu kurz. Atlas wirkte auf mich sehr kühl und abweisend. Auch nach dem Ende des Buches blieb sie für mich doch etwas blass zurück. Auch die Nebencharaktere Julien und Noah konnte ich nicht ganz fassen. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang bei den Charakteren gewünscht. So blieben sie leider sehr oberflächlich und ich habe nicht das Gefühl, sie richtig kennengelernt zu haben.

Die Handlung war gut aufgebaut. Wie oben bereits erwähnt, blieb für mich die Spannung immer auf einem hohen Level. Aber gerade ab der Hälfte hatte ich manchmal das Gefühl, dass sich die Ereignisse überschlagen würden. Es wirkte manches ziemlich gehetzt und die Charaktere schlittern von einer Gefahr in die Nächste, was es etwas unwirklich erscheinen lässt.

Ich habe dieses Buch trotzdem sehr gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Reise zu sich selbst

Schattenbruder
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"Schattenbruder" von Iris Hannema hat mich vom Cover her sofort angesprochen. Die große Wellte von Kanagawa des japanischen Künstlers Hokusai ist eines meiner Lieblingsbilder.

Die Geschichte um Hebe und ...

"Schattenbruder" von Iris Hannema hat mich vom Cover her sofort angesprochen. Die große Wellte von Kanagawa des japanischen Künstlers Hokusai ist eines meiner Lieblingsbilder.

Die Geschichte um Hebe und ihrer Reise nach Japan hat mir sehr gut gefallen. Für mich haben Bücher oder Dokumentationen über Japan immer etwa sehr Entspanntes. Der Einblick in die japanische Kultur und die Lebensweise wurde gut dargestellt und hat mir gut gefallen. Dieses Buch hat auf jeden Fall meine Reiselust und meinen Hunger auf japanisches Essen geweckt.

Aber "Schattenbruder" ist nicht nur die Erzählung einer Reise nach Japan, sondern auch ein Buch über Trauer und Verlust und der Frage nach dem Warum. Man begleitet Hebe auf der Suche nach Antworten zu dem Tod ihres Bruders, aber auch ihre Suche nach ihrem wahren Ich.

Das Einzige, was mir an diesem Buch nicht so sehr zugesagt hat, war die Einführung dieser mysteriösen Fremden, die Hebe seltsame Nachrichten zukommen lässt. Vom Klappentext her hätte ich auch erwartet, dass sie eine größere Bedeutung hat, im Buch selbst hat sie aber keine große Rolle gespielt. Für mich war diese Figur nicht nötig.

Es ist ein sehr vielschichtiges Buch, für das man sich wirklich Zeit und Ruhe nehmen sollte. Fürs nebenbei Lesen ist es nicht geeignet. Ich finde, dieses Buch hatte etwas Entschleunigendes.

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Ein Begleiter für die Schnuller-Entwöhnung

Timmy Tiger. Ich brauch doch keinen Schnuller mehr!
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Die Geschichte von Timmy Tiger, der erkennt, dass er keinen Schnuller mehr braucht, ist ein sehr schönes Kinderbuch.

Die Illustrationen sind kindgerecht, sehr farbenfroh und auch detailreich. Auf jeder ...

Die Geschichte von Timmy Tiger, der erkennt, dass er keinen Schnuller mehr braucht, ist ein sehr schönes Kinderbuch.

Die Illustrationen sind kindgerecht, sehr farbenfroh und auch detailreich. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken.

Die Figuren sind alle individuell und vermitteln sehr gut, dass manche Dinge viel besser ohne Schnuller funktionieren.

Besonders schön sind die kurzen und einprägsamen Reime, die auch schon von kleinen Kindern verstanden werden.

Timmer Tiger ist ein toller Begleiter und Unterstützer für die Schnuller-Entwöhnung.

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Spannendes Jugendbuch, welches zum Nachdenken anregt

Seeing what you see, feeling what you feel
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Sowohl der Titel, als auch das Cover sind perfekt auf den Inhalt des Buches abgestimmt. Ein wirklicher Hingucker, der einem schon ein bisschen verrät, wohin sich die Geschichte entwickelt.

Der Schreibstil ...

Sowohl der Titel, als auch das Cover sind perfekt auf den Inhalt des Buches abgestimmt. Ein wirklicher Hingucker, der einem schon ein bisschen verrät, wohin sich die Geschichte entwickelt.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig zu lesen. Gekonnt baute sie immer weiter Spannung auf, sodass man dieses Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Bei mir kam definitiv nie Langeweile auf.

Lydias Charakter hat mich ein bisschen zwiegespalten, denn einerseits konnte ich mit ihrer Situation sehr mitfühlen. Der Autorin ist es hier sehr gut gelungen, die tiefe Trauer und die Einsamkeit von Lydia darzustellen.
Ich konnte schon nachvollziehen, warum sich Lydia in ihrer Situation jemanden wünscht, der zu ihr hält und für sie da ist. Andererseits konnte ich manche ihrer Handlungen und auch Rachegelüste nicht ganz nachvollziehen.

Dass es sich bei ihrem treuen Freund, um die von ihr entwickelte KI Henry handelt, war für mich schon etwas befremdlich, aber die Beziehung der beiden war sehr gut dargestellt und so wirkte es am Anfang noch recht angenehm auf mich.
Doch nach und nach entwickelte sich die freundschaftliche Beziehung in eine romantische und das war mir dann doch etwas zu skurill.

Was ich bereits in den ersten Kapitel als sehr bedrohlich wahrgenommen hatte, war Henrys rasche Entwicklung und wie schnell seine Handlungen, die er für Lydia tut, immer extremer wurden. Auch das er nach und nach immer eigenständiger und ohne Lydias Zutun handelt, emfpand ich als schon irgendwie als gefährlich.

Mit dieser Thematik tauchen natürlich auch die Fragen auf, wie weit die Technik und Wissenschaft gehen kann und darf. Wie weit sind KIs entwickelt? Sind sie in der Lage zu lieben? Könnte künstliche Intelligenz gefährlich sein? In diesem Buch bekommt man einen Einblick auf diese Fragen und es wird auch versucht, sie kritisch zu beleuchten. Das alles regt sehr zum Nachdenken an.

Ich empfand "Seeing what you see, feeling what you feel" als sehr gelungenen und vor allem spannenden Jugendroman, der Fiktion und Realität gekonnt vermischt hat.

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