Profilbild von AnnieHall

AnnieHall

Lesejury Star
offline

AnnieHall ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit AnnieHall über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Rückkehr nach Mediocris

Fabula Magicae 2: Das Erbe der Bücherwelt
0

Mit „Fabula Magicae 2: Das Erbe der Bücherwelt“ kehrt man in die faszinierende Welt von Mediocris zurück. Nach den Ereignissen des ersten Bandes lebt Mia wieder in der Menschenwelt, doch die Gedanken an ...

Mit „Fabula Magicae 2: Das Erbe der Bücherwelt“ kehrt man in die faszinierende Welt von Mediocris zurück. Nach den Ereignissen des ersten Bandes lebt Mia wieder in der Menschenwelt, doch die Gedanken an die magische Bücherwelt und an Liam lassen sie nicht los. Entschlossen setzt sie alles daran, zu ihm zurückzukehren – denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, die Welt zwischen den Buchseiten zu retten.

Mit Mediocris hat Aurelia L. Night eine atmosphärische Fantasywelt voller magischer Details und liebenswerter Figuren erschaffen. Im zweiten Band der Reihe lernt man diese Welt noch intensiver kennen und auch die Beziehung zwischen Mia und Liam wird weiter vertieft. Mia wirkt dabei entschlossener und reifer als zuvor. Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Sicherheit der realen Welt und ihrer Verantwortung gegenüber der magischen Welt. Dabei muss sie sich fragen, wie weit sie für Freundschaft, Liebe und den Schutz einer ganzen Welt zu gehen bereit ist. Liams Fluch prägt zunehmend seine Persönlichkeit und seine Entscheidungen, wodurch die Beziehung zwischen ihm und Mia noch stärker in den Mittelpunkt rückt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das stellenweise nicht ganz ausgeglichene Erzähltempo. Manche Szenen wirken etwas in die Länge gezogen, während andere Ereignisse recht schnell abgehandelt werden. Dadurch erscheint der Spannungsaufbau gelegentlich etwas ungleichmäßig.

Insgesamt ist der zweite Band jedoch eine gelungene Fortsetzung mit viel Magie, Emotionen und einer spannenden Entwicklung, die neugierig darauf macht, wie es im nächsten Teil weitergeht. Ein fesselndes Leseerlebnis für Leserinnen und Leser, die Geschichten über magische Buchwelten lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Magisches Abenteuer voller Geheimnisse und Gefahren

Die verborgene Geschichte
0

Als Agentin der unsichtbaren Bibliothek ist es Irene Winters’ Aufgabe, die Balance zwischen Ordnung und Chaos in den unzähligen Parallelwelten zu bewahren. Als eine Welt aus ihrer eigenen Vergangenheit ...

Als Agentin der unsichtbaren Bibliothek ist es Irene Winters’ Aufgabe, die Balance zwischen Ordnung und Chaos in den unzähligen Parallelwelten zu bewahren. Als eine Welt aus ihrer eigenen Vergangenheit aus dem Gleichgewicht zu geraten droht, muss sie einen riskanten Handel eingehen: Sie soll ein Gemälde aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien stehlen, um im Gegenzug ein seltenes Buch aus dem Besitz des exzentrischen Sammlers Mr. Nemo zu erhalten. Doch dieser spielt ein gefährliches Spiel …

Die verborgene Geschichte ist der sechste Band der Reihe um die unsichtbare Bibliothek. Irene steht erneut vor einer scheinbar unmöglichen Aufgabe: Sie soll ein wertvolles Gemälde aus dem Kunsthistorischen Museum Wien entwenden und erhält dafür im Austausch ein rares Buch, das sich im Besitz eines mysteriösen Sammlers befindet. Doch nichts verläuft nach Plan und bald verstrickt sie sich in ein Netz aus Intrigen, Magie und Machtspielen.

Irene ist eine kluge und besonnene Heldin, die strategisch und moralisch nicht immer eindeutig handelt. Besonders ihre Fähigkeit, zwischen Drachen, Feen und Menschen diplomatisch zu vermitteln, sorgt für zahlreiche spannende Momente. Nebenfiguren wie der geheimnisvolle Sammler Mr. Nemo verleihen der Geschichte zusätzliche Spannung, denn er verfolgt seine eigenen undurchsichtigen Ziele und seine wahren Motive bleiben lange im Dunkeln.

Cogmans Stil ist flüssig und angenehm zu lesen, mitunter dialogreich und mit einem leichten, ironischen Unterton. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, auch wenn manche Wendungen vorhersehbar sind und einige Nebenfiguren mehr Charaktertiefe vertragen könnten. Doch wer die Reihe um Irene Winters bereits kennt, wird auch diesen Teil dank der abwechslungsreichen Geschichte und der liebgewonnen Charaktere gerne lesen.

Alles in allem ist Die verborgene Geschichte ein unterhaltsamer und spannender Band der Reihe, der literarische Schatzsuche und Parallelwelten-Fantasy zu einem magischen Abenteuer voller Geheimnisse, Gefahren und Intrigen vereint.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Spannender Auftakt mit einer faszinierenden Welt

Children of Blood and Bone
0

Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. ...

Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.

Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab.

Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.

Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real.

Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.

Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Atmosphärischer Auftakt mit kleinen Schwächen

Gold und Schatten
0

Livia ist gerade erst nach Paris gezogen und fühlt sich fremd und verloren in der neuen Stadt – bis sie den geheimnisvollen Maél kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine besondere Verbindung, ...

Livia ist gerade erst nach Paris gezogen und fühlt sich fremd und verloren in der neuen Stadt – bis sie den geheimnisvollen Maél kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine besondere Verbindung, doch Maél bleibt rätselhaft und scheint etwas zu verbergen. Gleichzeitig bemerkt Livia, dass sie plötzlich Botschaften von Pflanzen und Bäumen hören kann, was sie zunächst an ihrem Verstand zweifeln lässt. Nach und nach wird jedoch klar, dass hinter all dem ein viel größeres Geheimnis steckt...

Gold und Schatten ist der Auftakt einer Urban-Fantasy-Dilogie, die griechische Mythologie und eine zarte Liebesgeschichte zu einem atmosphärischen Jugendroman verbindet.

Livia ist eine sympathische Protagonistin und LeserInnen können gut mit ihr mitfühlen, während sie versucht herauszufinden, was mit ihr geschieht. Allerdings wirkt sie für ihre 16 Jahre oftmals vergleichsweise jung und schutzbedürftig, etwas mehr Selbstvertrauen und Abenteuerlust hätten ihrer Figur gutgetan. Maél bleibt lange geheimnisvoll, was ihn durchaus interessant macht, insgesamt wirkt er jedoch zu nett und etwas kantenlos.

Paris wirkt geheimnisvoll, lebendig und gleichzeitig voller verborgener Geschichte. Vor allem die Szenen in den Katakomben erzeugen Spannung und eine leicht unheimliche Stimmung.

Der Schreibstil von Kira Licht ist angenehm und leicht zu lesen. Einige Entwicklungen wirken jedoch vorhersehbar und das Tempo ist stellenweise eher langsam. Zudem fehlt es an manchen Stellen, besonders bei der Mythologie und den Hintergründen, an Tiefe.

Insgesamt ist Gold und Schatten ein solider Auftakt mit einer interessanten Idee und einer stimmungsvollen Kulisse, der jedoch noch etwas mehr Spannung und Tiefe hätte vertragen können. Für junge LeserInnen von romantischer Urban Fantasy dennoch eine unterhaltsame Lektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Die Grauzonen des Erwachsenwerdens

Mein letztes Jahr der Unschuld
0

Isabel Rosen hat noch ein Semester am Wilder College vor sich, doch nach einem Vorfall mit einem Kommilitonen gerät ihr Leben aus den Fugen und sie stürzt sich in eine komplizierte Affäre mit ihrem neuen ...

Isabel Rosen hat noch ein Semester am Wilder College vor sich, doch nach einem Vorfall mit einem Kommilitonen gerät ihr Leben aus den Fugen und sie stürzt sich in eine komplizierte Affäre mit ihrem neuen Professor für Kreatives Schreiben...

Mein letztes Jahr der Unschuld ist eine leise und doch intensive Geschichte über das Erwachsenwerden, über Grenzen und darüber, wie leicht sie überschritten werden können.

Nach einer nicht einvernehmlichen sexuellen Begegnung stürzt sich Isabel in eine unüberlegte Affäre mit einem verheirateten Professor. Er gibt ihr das Gefühl, gesehen zu werden, schön und talentiert zu sein. Doch die Beziehung ist komplex und die anfängliche Euphorie wandelt sich zunehmend in emotionale Verwirrung und Selbstverlust. Florin lässt die LeserInnen tief in Isabels Gedankenwelt eintauchen und schildert die Grauzonen dieser Verbindung mit großer Sensibilität, ohne vorschnelle moralische Urteile zu fällen. Besonders gelungen ist der Perspektivwechsel zwischen der jungen Isabel und ihren Rückblicken als Erwachsene, der ihre Entwicklung nachvollziehbar macht. Isabels innere Zerrissenheit und ihr Wunsch nach Anerkennung wirken glaubwürdig. Allerdings fehlt der Geschichte in Momenten, in denen Machtmissbrauch und Grenzüberschreitungen thematisiert werden, stellenweise die emotionale Wucht – was möglicherweise auch dem Zeitgeist der 1990er-Jahre geschuldet ist.

Alles in allem ein ruhiger und nachdenklicher Roman über subtile Machtstrukturen, gesellschaftliche Erwartungen und die Suche nach Selbstbestimmung, der dazu anregt, über die Komplexität menschlicher Beziehungen nachzudenken, ohne einfache Antworten zu liefern. Empfehlenswert für alle, die literarische, anspruchsvolle Romane mögen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere