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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein Thriller rund um Wölfe, KI und die Nazi-Zeit

Lupus
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Die Tierärztin Jenny Rausch ist beunruhigt. Ihr Vater ist nachts bei der Jagd spurlos verschwunden. Schnell wird vermutet, dass er einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen ist. Denn immer häufiger werden ...

Die Tierärztin Jenny Rausch ist beunruhigt. Ihr Vater ist nachts bei der Jagd spurlos verschwunden. Schnell wird vermutet, dass er einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen ist. Denn immer häufiger werden Jäger vermisst und aggressive Wölfe in der Nähe gesichtet. Und auch ein KI gesteuerter Schutzzaun zeichnet Daten eines monströsen, wolfsähnlichen Wesens auf. Zusammen mit dem Staatsanwalt Frederick Bach versucht Jenny, das Geheimnis um die Wölfe zu lösen. Ihre Ermittlungen führen sie zurück in die Nazi-Zeit.

Ich mache es kurz: Auch wenn „Lupus“ von Tibor Rode zu Beginn etwas langatmig scheint, lohnt es sich, dran zu bleiben. Die Story ist sehr komplex und benötigt einfach Zeit, sich richtig aufzubauen. Ich war etwas skeptisch, was das Wolf-Thema angeht. Es fügt sich aber sehr geschickt in die Gesamthandlung ein. Es ist wirklich erstaunlich, wie es Tibor Rode schafft, die unterschiedlichen Handlungsstränge sinnvoll zusammenzuführen. Ich war ganz fest der Meinung, dass er sich zum Ende hin verrennen muss. Aber nein, hier wusste der Autor ganz genau, was er tut. Das Finale hat mich wirklich überzeugt.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein sympathischer, ehrlicher und humorvoller Blick auf die schönen und auch die weniger schönen Seiten der Landwirtschaft.

Alles büddn wild
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In dem neuen Buch von Annemarie Paulsen ist der Titel Programm. Denn es ist wirklich „Alles büddn wild“ zwischen den Buchseiten. Wild durcheinander springt Annemarie mit uns durch ihre Vergangenheit, ohne ...

In dem neuen Buch von Annemarie Paulsen ist der Titel Programm. Denn es ist wirklich „Alles büddn wild“ zwischen den Buchseiten. Wild durcheinander springt Annemarie mit uns durch ihre Vergangenheit, ohne dabei einem roten Faden zu folgen. Man fühlt sich beim Lesen so, als wäre man bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch – „Weißt du noch... damals...?“
Ein roter Faden ist hier also tatsächlich gar nicht mal so wichtig. Es macht einfach Spaß, Annemaries Erzählungen zu folgen, den versteckten und den offensichtlichen Bauernweisheiten zu lauschen. Mit ihr zu lachen und an der ein oder anderen Stelle auch mal den Kopf zu schütteln.
Ich selbst habe mir einen Kindheitstraum erfüllt und vier Jahre lang auf einem Bauernhof gelebt. Auch ich habe Strohballen gestapelt, war bei der Rattenjagd dabei und habe den seltsamen schwarzen Rauch beim Osterfeuer bewundert. Viele Dinge aus Annemaries „Tagebuch“ kamen mir bekannt vor oder habe ich selbst auch so erlebt. Außer vielleicht den Kuh-Gestank. Aber ihr könnt mir glauben, Schweine sind in diesem Punkt jetzt nicht viel besser.
Doch wenn ich eines von den Landwirten gelernt habe, dann, dass alles mit Humor, Gelassenheit und einem Kaffee etwas besser funktioniert. Und mit ausreichend Tüddelband, würde Annemarie jetzt wahrscheinlich ergänzen.
Auch wenn ich die Vorzüge einer Stadt zu schätzen weiß, habe ich den Besuch bei Annemarie sehr genossen. Man fühlt es richtig, das Leben auf dem Bauernhof. An dieser Stelle ist es angebracht DANKE zu sagen, für alle Landwirte, die sich trotz enormer Schwierigkeiten und Widerstände jeden Tag aufs Neue für uns abrackern.

Kurz: Ein sympathischer, ehrlicher und humorvoller Blick auf die schönen und auch die weniger schönen Seiten der Landwirtschaft. Eine Liebeserklärung an den Bauernhof, die Uckermark, das Familienleben und die Kühe. Ein Buch, das mit Vorurteilen ins Gericht geht, das Verständnis schafft, die Angst vor Veränderung nimmt und zum Nachdenken anregt. Denn wo wären wir denn eigentlich ohne die Landwirtschaft?

“(...)noch existiert unser Hof, noch sind wir hier. Und solange wir hier sind, werden wir alles geben.“

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Ein klasse Thriller à la Kill Bill

Yoko
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Yoko führt ein erfülltes und glückliches Leben. Bis sie auf brutale Weise überfallen und gedemütigt wird. Sie verliert alles, was ihr wichtig ist. Doch ihre Peiniger ahnen nicht, wozu Yoko fähig ist. Gnadenlos ...

Yoko führt ein erfülltes und glückliches Leben. Bis sie auf brutale Weise überfallen und gedemütigt wird. Sie verliert alles, was ihr wichtig ist. Doch ihre Peiniger ahnen nicht, wozu Yoko fähig ist. Gnadenlos macht sie sich auf die Jagd...

Ich mache es kurz: Erschreckend, brutal, grausam, schockierend – es gibt unzählige Adjektive, mit denen ich das Buch beschreiben könnte. Was den ein oder anderen Leser jetzt eher abschrecken wird, ist genau das, was ich gerne lese. Denn Yoko hat auch zarte Seiten. Die Story ist nicht nur hirnloses Gemetzel. Oder anders ausgedrückt: Es gibt jenseits des Rachefeldzugs einen Plot, der die Geschichte rund werden lässt. Am 17.06.25 erscheint der zweite Teil „John“. Ich freue mich schon darauf.

Noch kürzer: Ein klasse Thriller à la Kill Bill. Für hartgesottene Quentin Tarantino Fans ein echter Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Eine nette Unterhaltung für zwischendurch

Das Mörderarchiv
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Frances Adams ist tot und sie wusste schon vorher, dass sie sterben würde. Vor 60 Jahren hatte eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt ihr ihre Ermordung prophezeit. Alle hielten es für einen Scherz. Doch Frances ...

Frances Adams ist tot und sie wusste schon vorher, dass sie sterben würde. Vor 60 Jahren hatte eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt ihr ihre Ermordung prophezeit. Alle hielten es für einen Scherz. Doch Frances machte sich noch zu Lebzeiten auf die Suche nach der Person, die sie ins Jenseits befördern würde. Sie legte ein Mörderarchiv an mit all den düsteren Geheimnissen der Bewohner von Castle Knoll. Nach ihrem Dahinscheiden ist es nun ihre Großnichte Annie, die den Täter überführen soll. Denn nur wer den Mordfall löst, erbt Frances Vermögen...

Was für eine geniale Idee. Das Opfer hilft höchstselbst bei der Überführung des Mörders. Ich war auf die Umsetzung gespannt und wurde leider etwas enttäuscht. Für meinen Geschmack zog sich die Story, gerade zu Beginn, zu sehr in die Länge. Ich war kurz davor abzubrechen. Allein die sympathischen Charaktere hielten mich bei der Stange. Nach der ersten Ernüchterung konnte mich das Buch zum Ende hin dann aber doch noch fesseln. Ich war froh, durchgehalten zu haben. Für Fans von britischem Cosy Crime sicherlich ein Lesegenuss. Für mich war es eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Wir lieben es!

Ich finde was, Zur Weihnachtszeit
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Ich finde was -
ja das macht Spaß!
Jeden Tag noch vor dem Kuchen
müssen wir die tollsten Dinge suchen.

Es ist für uns zu einem festen Dezemberritual geworden,
„Ich finde was... zur Weihnachtszeit“ von ...

Ich finde was -
ja das macht Spaß!
Jeden Tag noch vor dem Kuchen
müssen wir die tollsten Dinge suchen.

Es ist für uns zu einem festen Dezemberritual geworden,
„Ich finde was... zur Weihnachtszeit“ von Walter Wick zu lesen.
Jeden Nachmittag vor dem Kaffee beschäftigen wir uns mit einer Seite.
Suchen Engel, Schneemänner, Rentiere und andere weihnachtliche Dinge...
Meine Kinder können nicht genug davon bekommen. Hoch konzentriert finden sie einfach alles, auch die kleinste Schneeflocke. Und wenn wir alles aufgespürt haben? Dann fangen wir einfach nochmal von vorne an und denken uns unsere eigenen Suchaufträge aus. Denn es gibt ja so viel zu entdecken!

Kurz: Weihnachtliche Fotos, tolle Reime und eine kleine Geschichte sorgen für stundenlangen Spaß. Wir lieben es!

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