Profilbild von Ascora

Ascora

Lesejury Star
offline

Ascora ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ascora über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2019

Neuanfang

Tage wie Seeglas
0

Das Cover: Äußerst passend zum Buchtitel zeigt das Cover einen herrlichen Meerblick und einen kleinen Terrier, der auch im Roman eine wichtige Rolle spielt. Dieses Cover weckt Urlaubsfeeling und gute Laune.

Der ...

Das Cover: Äußerst passend zum Buchtitel zeigt das Cover einen herrlichen Meerblick und einen kleinen Terrier, der auch im Roman eine wichtige Rolle spielt. Dieses Cover weckt Urlaubsfeeling und gute Laune.

Der Klappentext: „Ein neuer Anfang mit Meerblick Als die 29-jährige Liv eine Stelle als Verkäuferin in einem kleinen Laden für Surfbedarf auf der Ostseeinsel Fährlangen ergattert, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Den Neuanfang hat sie nach allem, was sie durchgemacht hat, auch dringend nötig. Gemeinsam mit ihrem Hund bezieht sie ein zauberhaftes kleines Loft direkt am Strand. Auch mit ihrem neuen Chef Dan, einem leidenschaftlichen Surfer, versteht sie sich sofort. Die beiden verbindet mehr als nur die Narben aus der Vergangenheit. Gegen Livs Willen entwickeln sich zwischen ihnen Gefühle. Doch kann Liv ihre Ängste überwinden und ihrem neuen Leben eine Chance geben? …“

Zum Inhalt: Liv hat einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen müssen und kämpft sich langsam wieder auf die Füße. Da bietet ein neuer Job auf der Ostseeinsel Fährlagen eine tolle Möglichkeit und sie verlässt Berlin kurzentschlossen. Tatsächlich tut ihr die Ruhe auf der Insel und vor allem der freundliche Empfang sehr gut. Sie wir ruhiger und beginnt wieder zu leben, dass der neue Chef nicht nur freundlich sondern auch sehr attraktiv ist, schadet da ganz gewiss nicht. Doch auch Dan hat sein Päckchen zu tragen. Können sich die beiden gegenseitig helfen?

Zum Stil: Die Story wird in der 3. Person erzählt und in einem äußerst flüssigen und angenehmen Stil. Sowohl die Landschaft als auch die Umgebung werden sehr bildhaft beschrieben und den einzelnen Charakteren wird wirklich Leben eingehaucht. Beide sowohl Liv als auch Dan haben ein schweres Schicksal hinter sich und öffnen sich und dem Leser stückweise. Gerade Livs Kampf ein neues Leben zu beginnen nimmt sehr viel Raum ein, doch auf eine emotionale und mitreißende Art und Weis.

Mein Fazit: Das Cover und auch der Klappentext erwecken den Anschein einer seichten und lockeren Urlaubsgeschichte, doch der Inhalt ist sehr viel tiefsinniger.

Ich danke dem Forever by Ullstein Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Hurenmord - eine Version der Ripper-Morde

Hurenmord - Die Rose von Whitechapel
0

Der Klappentext: „Whitechapel, 1888: Die junge Witwe Christine Gillard macht eine schwierige Zeit durch. Einst eine ehrlose Hure aus Glasgow, leitet sie heute in Whitechapel ein Frauenhaus. Der Körper ...

Der Klappentext: „Whitechapel, 1888: Die junge Witwe Christine Gillard macht eine schwierige Zeit durch. Einst eine ehrlose Hure aus Glasgow, leitet sie heute in Whitechapel ein Frauenhaus. Der Körper ihres verstorbenen Gatten ist kaum erkaltet, da beginnen in ihrer Einrichtung die grausamsten Morde der Londoner Geschichte. Zusammen mit ihren Freunden Liam und Emily unterstützt Christine die Polizei bei den Ermittlungen. Dabei kommt sie nicht nur dem attraktiven Inspektor John Pike näher, sondern auch in das Visier von »Jack the Ripper«...“
Zum Inhalt: Christine, die ehemalige Hure und Vertraute Emilys wird bereits im ersten Band Hurentochter eingeführt. Sie hat ihr Leben verändert und leitet als junge Witwe ein Frauenhaus in London. Als die Morde von Jack the Ripper ganz London erschüttern beginnt sie zusammen mit ihren Freunden zu ermitteln und gerät prompt in das Visier des Mörders.
Zum Stil: Erzählt wird diese Geschichte von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person. Als Schauplatz fungiert hier hauptsächlich London und dort der berüchtigte Bezirk Whitechapel, die Beschreibungen sind sehr realistisch, ungeschönt und bildlich beschrieben und die Zeit, die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr gut recherchiert und authentisch erzählt. Die Charaktere sind zum Teil bereits aus dem ersten Band bekannt, aber auch die neuen Personen werden sehr lebendig und realistisch geschildert. Wieder wird die Sprache den gesellschaftlichen Status der jeweiligen Person angepasst. Die Autorin Tabea Koenig greift die Tatsachen und bekannten Thesen der Ripper-Morde auf und schreibt ihre ganz eigene Version, ein spannender Kriminalfall eingebettet in einen historischen Roman rund um eine faszinierende Frau. Bei Hurenmord – Die Rose von Whitechapel handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie, die Bände sind aber in sich abgeschlossen und können wunderbar unabhängig voneinander gelesen werden, wobei ich selbst wieder die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Mein Fazit: Ein spannender historischer Roman über einen der berühmtesten Kriminalfälle der englischen Geschichte, Tatsachen und Fiktion werden hier gekonnt verknüpft.

Ich danke dem Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Victorias vierter Fall

Das verborgene Cottage
0

Der Klappentext: „Irland, Herbst 1908: Victoria und Jeremy freuen sich auf eine romantische Hochzeitsreise. Doch kaum auf der Grünen Insel angekommen, verirrt sich Victoria im Moor. Ein junger Mann namens ...

Der Klappentext: „Irland, Herbst 1908: Victoria und Jeremy freuen sich auf eine romantische Hochzeitsreise. Doch kaum auf der Grünen Insel angekommen, verirrt sich Victoria im Moor. Ein junger Mann namens Joseph rettet sie. Am nächsten Tag wird eine Frau tot im Moor gefunden, und Joseph steht unter Mordverdacht. Victoria aber glaubt an die Unschuld ihres Retters und hilft ihm. Sie gerät in den Strudel eines Verbrechens um einen Menschenhändlerring, der junge Mädchen aus den Dubliner Armenhäusern verkauft ...“
Zum Inhalt: Es handelt sich um das vierte Buch über die couragierte Victoria, eine junge Adlige, die sich nicht immer an die Konventionen hält. Mittlerweilen ist sie mit dem Journalisten Jeremy (endlich) verheiratet und die beiden wollen nun eigentlich auf Hochzeitsreise nach Irland gehen. Aber es kommt anders als geplant und natürlich werden die beiden wieder in einen spannenden Fall verwickelt, dieses Mal soll die Unschuld des Verdächtigen bewiesen und der wahre Täter gefunden werden. Die Fälle sind zwar immer in sich abgeschlossen, aber natürlich geht die Geschichte von Victoria und Jeremy immer weiter, so dass ich für den vollen Genuss empfehlen würde, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, man kommt zwar auch ohne Vorkenntnisse klar, aber mit macht es definitiv mehr Spaß.
Der Stil: Die Autorin Pauline Peters hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der den Leser in die Zeit der Jahrhundertwende entführt. Die Beschreibungen und vor allem die Charaktere sind sehr stimmig und lebendig geschildert und die historischen Begebenheiten gut und überzeugend recherchiert. Zwar sind die wichtigsten Personen bereits aus den anderen Teilen bekannt, sie werden aber noch einmal ganz gut beschrieben und zusammengefasst. Zugleich schafft es Pauline Peters einen spannenden Kriminalfall zu erschaffen, der seinen Spannungsbogen wirklich bis zum Schluss hält und (zumindest mich) mit neuen Wendungen immer wieder überrascht hat. Erzählt wird übrigens in der 3. Person.
Mein Fazit: Ein fesselnder und gut recherchierter historischer Krimi mit einer faszinierenden und ungewöhnlichen jungen Frau..
Ich danke dem Verlag Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Cowboy, Bar-Besitzer, Alphamann

Haven Brotherhood: Claim & Protect
0

Der Klappentext: „Trevor Raines Leben bewegt sich stets am Rande der Legalität. Um das Leben anderer zu retten schreckt er vor nichts zurück. Die einzigen Regeln, denen der Cowboy und Bar-Besitzer folgt, ...

Der Klappentext: „Trevor Raines Leben bewegt sich stets am Rande der Legalität. Um das Leben anderer zu retten schreckt er vor nichts zurück. Die einzigen Regeln, denen der Cowboy und Bar-Besitzer folgt, sind seine eigenen. Nichts in der Welt kann das ändern. Denkt er. Bis er Natalie Jordan trifft. Die Kellnerin Natalie will nur eines, und das ist ein Neuanfang. Sie hat eine genaue Vorstellung von ihrem neuen Leben, und in diesem Plan kommt kein Mann vor. Erst recht nicht ihr eigener geheimnisumwitterter Chef, egal, wie wie liebevoll – oder berauschend – er ist. Aber Trevor hat sich fest vorgenommen, Natalies innere Mauern einzureißen, sie zu beschützen und zu besitzen. Sesshaft werden wollte Trevor nie, aber etwas an Natalie zieht ihn zu sehr an, als dass er die Finger von ihr lassen könnte. Also bleibt ihm nur eine Wahl: Seine Pläne zu ändern … und ihre. Doch als Natalies Ex auftaucht und sie bedroht, setzt Trevor Himmel und Hölle in Bewegung, damit dieser Bastard sie nie wieder verletzten kann. Selbst wenn er dafür seine dunklen Geheimnisse preisgeben muss – und Natalie womöglich für immer verliert…“
Zum Inhalt: Es handelt sich bei Claim & Protect um den dritten Teil der "Haven Brotherhood"-Serie, allerdings sind die Teile in sich abgeschlossen und können wunderbar einzeln gelesen werden. Natürlich gibt es neben den gemeinsamen Personen auch einige Verweise und Zusammenhänge auf die anderen Bände, doch die können auch ohne Vorkenntnisse gut verstanden werden – ich selbst kannte die ersten beiden Teile auch (noch) nicht. Trevor ist Eigentümer der Bar Den und hat gerade Natalie als neue Kellnerin engagiert, schnell bekommt er heraus, dass sie Schwierigkeiten mit ihrem Ex hat und bietet ihr seine Hilfe an. Natalie und ihr Ex streiten um das Sorgerecht ihres gemeinsamen Sohnes und Wyatt hat durch seine Verbindungen scheinbar die besseren Karten. Doch er hat nicht mit Trevor gerechnet, der schon längst von Natalie und auch ihrem Sohn fasziniert ist und sie unter seinen Schutz gestellt hat. Die Bruderschaft tritt in Aktion.
Zum Stil: Die Story wird in der 3. Person erzählt und ist in einem sehr leicht lesbaren und flüssigen Stil geschrieben – ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Alle Charaktere, insbesondere die von Trevor, Natalie und dem kleinen Levi werden sehr greifbar beschrieben und gewinnen schnell an Lebendigkeit. Während Natalie für ihren Sohn zur Löwin mutiert, ist sie selbst recht unsicher und vorsichtig. Trevor hingegen ist ein typischer Alphamann mit Beschützerinstinkt, der auch mal außerhalb des Gesetzes agiert, wenn es für einen guten Zweck ist. Beide haben harte Zeiten hinter sich, was ihre Charaktere aber nur sympathischer macht und einige Ecken und Kanten hinzufügt. Levi hingegen bringt mit seiner kindlichen Unschuld eine weitere Ebene der Freundschaft und Liebe ein.
Die Story weist nicht zuletzt durch den Sorgerechtsstreit auch einiges an Spannung auf und dazu kommt eine große Portion Emotionen, Liebe und natürlich Erotik.
Mein Fazit: Ein richtig fesselndes und mitreißendes Buch über Liebe, Freundschaft und eine zweite Chance im Leben.
Ich danke dem Plaisir d'Amour Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Man muss sich einfach der Vergangenheit stellen

Wacholderglück
1

Der Klappentext: „Daisy ist eine Weltenbummlerin. Solange sie reist, ist sie glücklich. Allerdings hat ihr Großonkel ihr jetzt ein wunderschönes altes Bahnhofsgebäude vererbt. Bei dem Gedanken an den renovierungsbedürftigen ...

Der Klappentext: „Daisy ist eine Weltenbummlerin. Solange sie reist, ist sie glücklich. Allerdings hat ihr Großonkel ihr jetzt ein wunderschönes altes Bahnhofsgebäude vererbt. Bei dem Gedanken an den renovierungsbedürftigen Bau hat Daisy sofort Hunderte Ideen, was man daraus machen kann. Doch es gibt eine Bedingung: Um das Erbe anzutreten, muss sie ein Jahr lang in Ottercombe Bay bleiben, dem Ort, in dem so viele Erinnerungen auf Daisy warten, die sie lieber vergessen würde. Kann sie die Geister der Vergangenheit besiegen, ihre Angst Wurzeln zu schlagen überwinden und endlich das wahre Glück finden? …“
Zum Inhalt: Daisy ist rastlos, nirgends hält sie es lange aus und ihre gesamte Habe passt in einen Rucksack und auf ihr klappriges Motorrad. Für die Beerdigung ihres Großonkels kehrt sie nach Ottercombe Bay zurück, hier war sie als Kind und hier starb ihre Mutter unter ungeklärten Umständen. Sie will also so schnell wie möglich wieder weg, doch ihr Großonkel hat ihr einen viktorianischen Bahnhof hinterlass und Geld, unter der Voraussetzung, dass sie mindestens ein Jahr in Ottercombe Bay bleibt. Obwohl sie sich eingesperrt vorkommt bleibt sie und baut den Bahnhof zu einer Gin-Bar um.
Zum Stil: Die Story wird in der Dritten Person erzählt und ist sehr flüssig und leicht lesbar, die Sprache modern und einfach angenehm zu lesen. Sowohl die Ortschaft als auch die Personen werden sehr gut beschrieben und wirken sehr lebendig. Allerdings muss ich persönlich gestehen, dass mir die einzelnen Charaktere nicht unbedingt sympathisch waren. Daisy ist sehr rastlos und obwohl weit gereist, doch etwas arg naiv, ihre beste Freundin Tamsyn ist herzensgut aber furchtbar kindisch und so geht es weiter, der schwarze Mops Bugsy Malone war noch der witzigste Charakter. Der Plot hätte viel Potential, aber es wird leider nicht voll ausgeschöpft, weder die Liebesgeschichte, noch das Rätsel um ein Medaillon, das Daisy trägt, noch das um den Tod der Mutter, so bleibt Wacholderglück eine angenehm lesbare Geschichte ohne besonderen Tiefgang.
Mein Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Geschichte, mit guten Ansätzen.

Ich danke dem Mira Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.