Sehr emotional
Die Russen sind daMein Fazit:
Zitat:"Ein Russe dringt in unsere Wohnung ein. Ich verstecke mich unter dem Schreibtisch. Frl. Mellig wird am Kopf blutig geschlagen, weil sie sich nicht vergewaltigen lassen wollte. Fritz ...
Mein Fazit:
Zitat:"Ein Russe dringt in unsere Wohnung ein. Ich verstecke mich unter dem Schreibtisch. Frl. Mellig wird am Kopf blutig geschlagen, weil sie sich nicht vergewaltigen lassen wollte. Fritz kämpft mit dem Russen auf Leben und Tod..."
In diesem Buch erzählen Zeitzeugen durch Tagebuch Aufzeichnungen und Briefe, ihre schicksalhaften Erlebnisse zu Ende des Krieges. Ein erschütterndes Mahnmal an die damalige Zeit. Erinnerungen, die den Leser erschüttern und ein bleibendes Zeitdokument für künftige Generationen hinterlassen wird. Sehr traurig, sehr gefühlvoll formuliert angesichts dieser grausamen Taten, sehr berührende Schicksale die unter die Haut gehen. Man möchte sich nicht vorstellen, was die Menschen noch erleben mussten, als der Krieg in den letzten Zügen lag. Fotos in der Mitte des Buches (Kriegstage) zeigen eine faszinierende Sammlung von geschichtsrelevantem Zeitgeschehen dieser beispiellosen Zeit. Die vielfältigen Erfahrungen der Schreiber sind sehr bewegend, emotional und berührend geschrieben. Die Aufzeichnungen sind gründlich und zeitnah von Kriegstagen zusammengesetzt wie Puzzleteile. Sie zeigen ein präzises Bild der damaligen Zeit: der tägliche Kampf ums Überleben, Angst vor Gewalttaten durch die Russen, der ständige Hunger und Angst vor Krankheiten, die Erkenntnis, dass es auch schlechte Menschen unter der Bevölkerung gegeben hat, Verrat und fehlende Hilfsbereitschaft, das Ausmaß der Zerstörung ganzer Städte und Dörfer, den Wiederaufbau und seine Folgen für die Bevölkerung … in vielen Briefen ließt man die Verzweiflung und Ängste heraus und selbst mir kamen die Tränen.
Ein Mahnmal für künftige Generationen, das zum Nachdenken anregt, damit sich diese Zeit nicht wiederholen wird. Wer sich für diese Thematik interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.