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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2023

Roman zum Nachdenken aber auch Wohlfühlen

Die Klausel zum Glück
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Lenas Leben in Frankfurt besteht nur aus Arbeit. Für Freunde und Urlaub hat sie gar keine Zeit. Als sie dann erfährt, dass ihr Großonkel Franz gestorben ist und ihr ein Haus am See in der Nähe von Berlin ...

Lenas Leben in Frankfurt besteht nur aus Arbeit. Für Freunde und Urlaub hat sie gar keine Zeit. Als sie dann erfährt, dass ihr Großonkel Franz gestorben ist und ihr ein Haus am See in der Nähe von Berlin vererbt hat, überlegt sie nicht lange und will es verkaufen. Doch da hat Onkel Franz noch einen Riegel vorgeschoben. Sie erbt nur, wenn sie 2 Wochen im Haus lebt. Resturlaub muss abgefeiert werden? Was hält sie also noch? Nichts.
Kaum im Haus angekommen, werden Bilder aus ihrer Kindheit wach. Sie war hier glücklich, genau wie ihre Mutter, warum sind sie plötzlich nicht mehr hier hingefahren? Das Haus mit seinen Bewohnern, Nachbarn und dem Bootsverleih ist in einem guten Zustand, die Menschen sind offen, helfen einander, was ist also damals wohl passiert? Und was passiert jetzt ? Mit diesen Fragen im Kopf habe ich mich auf Lenas Abenteuer fern der Großstadt eingelassen. Das Cover in angenehmen Blau- und Grüntönen stimmt mich auf den Roman ein. Wie gern hätte ich auch auf diesem Steg gesessen. Ich mag Geschichten sehr, wo aus einem verbohrten Individuum mit der Zeit ein “ normaler “ Mensch wird, wo Menschen die Augen geöffnet werden, sich die Zeit zum Leben nehmen, sich und andere hinterfragen, mit Missverständnissen aufräumen, usw. Wenn das alles eingebettet ist in wundervolle Landschaftsbeschreibungen, möchte ich mich nur noch dorthin träumen und verweilen. Frau Bell lässt ihre Protagonisten leben, erleben und begreifen. Ein Roman, der sowohl im Urlaub als auch auf dem Sofa entschleunigt und mich in die Ruhe bringt.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

Toller Ratgeber für Hochsensibilität von einer Autorin, die selbst betroffen ist

Die Magie der Hochsensibilität
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Dieser Ratgeber hält was er verspricht. Ohne großes Geplänkel nebenher, ist auf etwa 70 Seiten ein Buch über und für die Hochsensibilität entstanden. Es wird sich auf das Wesentliche beschränkt. Das habe ...

Dieser Ratgeber hält was er verspricht. Ohne großes Geplänkel nebenher, ist auf etwa 70 Seiten ein Buch über und für die Hochsensibilität entstanden. Es wird sich auf das Wesentliche beschränkt. Das habe ich daran gemerkt, dass ich mit meiner Art, mit einem Buch zu arbeiten, die wirklich wichtigen Stellen zu unterstreichen, letztendlich beinahe den ganzen Ratgeber unterstrichen hatte. Der Leser kann sich sicher sein, dass er nur gut recherchierte, wirkliche Ratschläge und Stützen an die Hand bekommt.
Neben einer kurzen Einleitung, finde ich zuerst einen Test, der schnell klarmacht, ob man selbst eine Tendenz zur Hochsensibilität hat oder eher nicht. Darauf folgend werden Fragen beantwortet, wie man mit der Hochsensibilität, in Bezug auf das eigene Leben, in einer Beziehung und in der Berufswelt umgehen soll. Danach legt die Autorin den Schwerpunkt auf Tipps und Tricks für die HSP selbst und den Umgang mit einer HSP.
Mit diesem geballten Wissen hat Frau Matthes einen hervorragenden Ratgeber geschaffen, der auch dazu einlädt, ihn öfter in die Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Unglaublich intensiv und emotional

Mittsommersterne
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Stina arbeitet in Stockholm im Vasa Museum. Außer ihrer Arbeit sieht sie nur ihren älteren Bruder Thore, der nach einem Unfall auf dauerhafte Hilfe angewiesen ist und in Stockholm in einer Art betreutem ...

Stina arbeitet in Stockholm im Vasa Museum. Außer ihrer Arbeit sieht sie nur ihren älteren Bruder Thore, der nach einem Unfall auf dauerhafte Hilfe angewiesen ist und in Stockholm in einer Art betreutem Wohnen lebt und ihre beiden Freundinnen Alva ( Mittsommerbriefe) und Malin.
Plötzlich taucht Andrik, Thores Freund seit Kindertagen, auf. Ausgerechnet er will im Vasamuseum mit seiner Firma eine Weihnachtsfeier geben und Stina soll die kurzfristige Organisation übernehmen. Da sind Tränen, das Aufreißen von alten Wunden und Zweifel bei Stina vorprogrammiert. Warum taucht Andrik jetzt, 17 Jahre nach dem Unfall und Stinas gewünschten Kontaktabbruch, in Stockholm auf ?
Das Cover lädt mich dazu ein, es genauer anzusehen. Ich liebe Cover, auf denen man viele kleine Einzelheiten, die in der Geschichte eine Rolle spielen, entdecken kann. Neben Gotland, der Insel, wo die drei aufgewachsen sind, ist Stockholm und hier insbesondere das Vasa Museum ein wichtiger Ort in diesem Roman. Ich bin vor fast genau 15 Jahren mit meinen Kindern in diesem Museum gewesen und habe mich bei der Beschreibung wieder zurückversetzt gefühlt. Die Vasa übt eine ganz eigenartige Faszination auf einen aus. Schon der Geruch dort ist unverkennbar. Zusammen mit dem typischen Stil der Autorin, den nicht einfachen Charakteren und dieser interessanten Dreiecksbeziehung , war es eine Kombination, der ich mich nur schwer entziehen konnte.
Ich habe gelacht, den Kopf geschüttelt und auch viel geweint.
Dieses Buch werde ich noch oft lesen.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Ein wunderschöner Anfang mit Savannah und Tyler

Sweet Valentine / Weihnachtsglück gesucht - vorzugsweise für immer
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Nachdem sich für Savannah innerhalb von kürzester Zeit alles in New York ausgeträumt hat (Wohnung, Job und Mann weg ), kommt sie zurück nach Valentine. Dort hat es fast den Anschein, als hätten alle nur ...

Nachdem sich für Savannah innerhalb von kürzester Zeit alles in New York ausgeträumt hat (Wohnung, Job und Mann weg ), kommt sie zurück nach Valentine. Dort hat es fast den Anschein, als hätten alle nur darauf gewartet, denn mal ehrlich, wie hätten die anderen ohne sie die Vorweihnachtszeit mit dem tollen Weihnachtsmarkt bloß über die Bühne kriegen sollen. Und dann gibt es auch noch Tyler. Er war der Grund, weshalb sie damals aus der Kleinstadt geflüchtet ist.
Ach Leute, was gibt es Schöneres, als den 1. Band einer Reihe zu lesen, wissend, dass da noch einige Bücher folgen und dann so hammermäßig aus den Socken gehauen zu werden, eben, nichts. Diese Geschichte beinhaltet alles, was ich mir von einem Liebesroman erhoffe und wie immer, noch einen Tick mehr. Als ich das Buch beendet hatte, fühlte ich etwas Warmes, Wohliges in mir drin. Für diese Lesestunden konnte ich herrlich abschalten und Kraft schöpfen. Ich freue mich auf die weiteren Bücher, dieses hier gehört definitiv zu meinen Highlights des Jahres.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Jeder hat Angst und das ist in Ordnung

Das Monster unter dem Bett
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Die kleine Lara hat Angst vor den Monstern unter ihrem Bett, trifft jedoch bei ihrer Familie auf wenig Verständnis, was sie sehr traurig macht. Eines Nachts hört sie wieder ein Geräusch unter ihrem Bett ...

Die kleine Lara hat Angst vor den Monstern unter ihrem Bett, trifft jedoch bei ihrer Familie auf wenig Verständnis, was sie sehr traurig macht. Eines Nachts hört sie wieder ein Geräusch unter ihrem Bett und findet das ängstliche Monsterchen Pitsch, ein Bettmonster, das Angst vor den riesigen Füßen hat. Jede Nacht treffen sich die beiden, gestehen sich ihre Ängste und entdecken mit Hilfe des anderen, dass es gar nichts zum Fürchten gibt.
Hier darf ich euch nun ein liebevoll erzähltes und gestaltetes Gute-Nacht-Buch vorstellen. Inspiriert durch ihre Kinder hat die Autorin eine Geschichte geschrieben, die den Kleinen zeigen soll, dass es vollkommen normal ist, Angst zu haben und sie damit nicht allein sind.
Nur eine Sache hat mich an der Geschichte gestört, nämlich, dass Pitsch nach dem Streich, den die beiden Laras Bruder spielen, lacht und sagt, dass der Bruder ja wie ein Mädchen schreit. Denn nicht nur bei Mädchen und kleinen Monstern darf es normal sein, dass sie Angst haben, auch größeren Brüdern darf das meiner Meinung nach nicht abgesprochen werden und der Bruder darf auch schreien, oder?
Als Altersempfehlung würde ich ab 4-5 Jahre sagen, also im mittleren Kindergartenalter.
Sehr gut finde ich, dass den Kindern am Schluss eine Seite zur Verfügung gestellt wird, wo sie IHR Monster , vor dem sie Angst haben, zeichnen dürfen. Die Zeichnung kann dann als Aufhänger genommen werden, um mit dem Kind über sein Angstmonsterchen zu sprechen.

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