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Veröffentlicht am 24.07.2026

Interessanter Ausflug ins 16. Jahrhundert

Der Gesang des Falken
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Inhalt

Paris, 1514: Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof in Frankreich, ist wirklich glücklich nur fernab des Palastes beim Zeichnen und beim Trainieren der Falken mit ihrem ...

Inhalt

Paris, 1514: Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof in Frankreich, ist wirklich glücklich nur fernab des Palastes beim Zeichnen und beim Trainieren der Falken mit ihrem einzigen Freund Jean, dem Sohn des Großfalkners. Bestimmte Umstände zwingen Marcelle dazu, sich als Hofdame der englischen Braut des Königs zu beweisen. Ihr wird die scheinbar perfekte Anne Boleyn zur Seite gestellt. Doch Marcelle blickt bald hinter die Fassade der jungen Engländerin und entdeckt in Anne eine Verbündete. Kann ihre Freundschaft den beiden helfen, sich zu behaupten und ihren eigenen Weg zu finden?

Meinung

Ich war sofort in der Geschichte drin. Die Sprache ist sehr angenehm und lebendig und doch nicht unpassend für Zeit, in der die Geschichte spielt. Hin und wieder eingeworfene altertümliche Begriffe jedenfalls lassen den Leser nicht vergessen, in welcher Zeit er sich gerade befindet.

Sowohl die Figuren sind differenziert dargestellt als auch die Ereignisse sehr nachvollziehbar beschrieben, und ich konnte mit den Figuren mitfühlen.

Ich habe es geliebt, in die Welt des 16. Jahrhunderts einzutauchen. Viele gut recherchierte Details machen die Geschichte spannend. So erfährt man neben der Falknerei auch einiges über die damaligen Ritterturniere und über das Leben der Frauen am Hofe.

Anne Boleyn ist eine sehr angenehme Protagonistin mit ihrer lebensfrohen Art. Leider erscheint sie in dieser Geschichte mitunter eher wie eine Nebenfigur.

Der Erzählstrang von Francoise, einer Hofdame und alten Freundin von Königin Claude, hatte mich gefangen genommen. Ich bekam jedes Mal Gänsehaut, wenn ich die vor Angst starre Francoise erlebte, sobald sie mit ihrem Gatten agierte (oder er mit ihr).

Marcelles Geschichte hingegen plätscherte zuerst ein bisschen dahin, nahm aber nach der Hälfte des Buches deutlich Fahrt auf.

Das Ende gibt dem Leser ein angenehmes Gefühl - ein Gefühl von Freiheit, mehr sei hier nicht verraten.

Die Personenliste am Buchanfang nebst Markierung, welche Personen historisch belegt sind, fand ich sehr hilfreich, und ich habe mehrmals darauf zurückgegriffen. Ebenso positiv hervorzuheben ist das hinten angehängte Kapitel darüber, was erdichtet und was Wahrheit ist. Wenn ein historischer Roman so eine Erläuterung nicht hat, fehlt mir immer etwas.

Fazit

Ich kann der jungen Autorin zu diesem grandiosen Debütroman nur gratulieren. Die jahrelange Recherche hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wer etwas über das Leben am Hofe im 16. Jahrhundert erfahren möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Ich könnte mir vorstellen, weitere hoffentlich noch erscheinende Werke der Autorin zu lesen, wenn mich das Thema anspricht.

Von mir gibt es deshalb (unter Berücksichtigung, dass Anne Boleyn eher eine Nebenperson darstellte und Marcelles Geschichte anfangs etwas dahinplätscherte), 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Geschichte mit schöner Message

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Inhalt: Adam und Jules sind seit fast 25 Jahren verheiratet und immer mehr im Alltagstrott gefangen. Immer öfter ergeben sich Streitgespräche zwischen den beiden, hauptsächlich über verpasste Gelegenheiten ...

Inhalt: Adam und Jules sind seit fast 25 Jahren verheiratet und immer mehr im Alltagstrott gefangen. Immer öfter ergeben sich Streitgespräche zwischen den beiden, hauptsächlich über verpasste Gelegenheiten im Leben. Adam findet eines Tages mehr oder weniger zufällig heraus, dass er durch alte Mixtapes, die er und Jules zu verschiedenen Anlässen füreinander aufgenommen hatten, in die Vergangenheit reisen kann, und weiht Jules ein. Ist dies die Chance auf einen Neubeginn?

Meinung: Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist authentisch, und die Eheprobleme werden nachvollziehbar dargestellt.

Man merkt zwischendurch immer wieder, dass sich Adam und Jules noch viel bedeuten, auch wenn der Alltag ein bisschen die Luft aus dem Eheleben genommen hat. Das zeigt sich in immer wieder aufkeimenden Eifersüchteleien und lässt hoffen, dass die beiden wieder näher zueinanderfinden werden.

Den Moment, als Adam auf seiner ersten Zeitreise seine Eltern lebend wiedersieht, fand ich sehr emotional. Ich hatte an dieser Stelle tatsächlich einen Kloß im Hals und musste auch an meine leider schon verstorbenen Eltern denken.

Adams Gedanken und Gefühle fand ich öfter nachvollziehbar als Jules‘, die ich als etwas distanzierter und insgesamt gesehen nicht ganz so sympathisch empfand. In diesem Zusammenhang seien zwei Zitate erwähnt: „Sie versucht unermüdlich, ihn zu formen“ und hat eine „Adam-To-do-Liste“.

Den Vibe der 80er, 90er und 00er habe ich beim Lesen auf jeden Fall fühlen können, und ich mochte die Beschreibungen der Erlebnisse in den früheren Zeitlinien. Es kommt viel Herz rüber, wenn Adam und Jules bei bzw. in ihrem jüngeren Ich sind.

Fazit: Alles in allem kann ich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte interessant und auch nachdenklich stimmend fand. Die Umsetzung hat leider nicht durchgängig gut geklappt; mitunter waren die Wechsel in die verschiedenen Zeitebenen etwas abrupt und störten den Lesefluss. Auch hatte die Geschichte einige Längen. Die gelungenen letzten Kapitel haben mich aber wieder versöhnt.

Ich vergebene wegen der tollen Grundidee und eines sehr warmherzigen Endes der Geschichte 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Interessante Ergänzung zum ersten Band

Edward - Auf den ersten Blick (Bella und Edward)
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Diese Kurzgeschichte zum ersten Band der Biss-Reihe hat mich positiv überrascht. Sehr interessant und nachvollziehbar wird der Anfang der Geschichte aus Edwards Sicht erzählt. Man kann sich wirklich besser ...

Diese Kurzgeschichte zum ersten Band der Biss-Reihe hat mich positiv überrascht. Sehr interessant und nachvollziehbar wird der Anfang der Geschichte aus Edwards Sicht erzählt. Man kann sich wirklich besser in Edward hineinversetzen nach dem Lesen der Geschichte und möchte eigentlich nur ungern das Buch beenden.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Neues Jahr, neues Glück

Mistelzweigtanz
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“Mistelzweigtanz“ ist eine Kurzgeschichte über die Sekretärin Nina Honstedt, 28 Jahre alt, die in der Vorweihnachtszeit erfahren muss, dass ihr Freund, der gleichzeitig ihr Chef ist, sie betrügt und darüber ...

“Mistelzweigtanz“ ist eine Kurzgeschichte über die Sekretärin Nina Honstedt, 28 Jahre alt, die in der Vorweihnachtszeit erfahren muss, dass ihr Freund, der gleichzeitig ihr Chef ist, sie betrügt und darüber hinaus auch noch ihren Arbeitsplatz anderweitig vergeben hat. Ohne Job fährt Nina Hals über Kopf über Weihnachten zu ihrer Patentante Elvira. Die lebensfrohe Tante lässt Nina Kraft für einen Neuanfang sammeln.

Ich bin von Anfang an in der Geschichte drin gewesen. Es ist alles - im positiven Sinne - derart bildhaft und geordnet erzählt, dass man nur so durch die Geschichte gleitet, was mir sehr gefallen hat.

Die Autorin schafft es immer wieder, die romantischsten Stellen beeindruckend unkitschig darzustellen. Die Figuren sind lebhaft ausgearbeitet, und auch das Städtchen Hattingen kann man sich bildlich vorstellen (so man es nicht eh schon aus der Realität kennt ).

In der Inhaltsangabe zum Buch steht: „Wie jedes Jahr dreht sich bei Elvira alles um die Frage: Wird sie zum legendären Mistelzweigtanz eingeladen – und von wem?“ Ich habe es nicht so empfunden, dass dies ein Hauptthema ist, und ich finde die Beschreibung deshalb nicht passend.

Ich bin von dem Buch insgesamt positiv überrascht ob der schönen Sprache (und weil ich eigentlich Kurzgeschichten nicht so gerne mag) und vergebe 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Was geht in so einem Menschen vor?

Der Kindersammler
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Durch Zufall bin ich an Sabine Thieslers Thriller "Der Kindersammler" gekommen, der sich um das spurlose Verschwinden eines Kindes während eines Toskana-Urlaubs dreht. Es sollte das Buch werden, das mich ...

Durch Zufall bin ich an Sabine Thieslers Thriller "Der Kindersammler" gekommen, der sich um das spurlose Verschwinden eines Kindes während eines Toskana-Urlaubs dreht. Es sollte das Buch werden, das mich das Genre Thriller zu einem meiner Lieblingsgenre werden ließ.

Der Autorin gelingt es, die Spannung stetig zu halten. Sie schildert das Leben des Täters - auch Erlebnisse aus seiner Kindheit -, sodass man von vornherein weiß, wer der Täter ist, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie das Umfeld des Täters war/ist, wie er aufwuchs und welches Verhältnis er zu seinen Familienmitgliedern hat; welche Gedanken in ihm vorgingen, die ihn schließlich auch zu dieser grausamen Tat und noch weiteren Taten brachten.

Ein weiterer Handlungsstrang ist das Leben der Eltern des verschwundenen Kindes, die in der Toskana verzweifelt nach ihrem Kind suchen und alle Hebel in Bewegung setzen, das Verschwinden aufzuklären.

Die Schilderungen sind teilweise schwer zu ertragen, und ich konnte mir jahrelang nicht vorstellen, irgendwann einmal Urlaub in der Toskana zu machen. Was für mich nur heißt, es handelt sich um ein gelungenes Werk, das die volle Punktzahl verdient!

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