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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein Hauch Agatha Christie

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Das liebevoll gestaltete Cover mit seinen goldenen Lettern hat mich gleich angesprochen: Ein einsames Haus mit warm erleuchteten Fenstern in winterlicher Schneelandschaft passt hervorragend zum Cozy-Crime ...

Das liebevoll gestaltete Cover mit seinen goldenen Lettern hat mich gleich angesprochen: Ein einsames Haus mit warm erleuchteten Fenstern in winterlicher Schneelandschaft passt hervorragend zum Cozy-Crime Setting. Hilfreich ist auch die Abbildung und Kurzbeschreibung der Charaktere im Buchumschlag. Schade nur, dass die goldene Schrift sich so leicht vom Papier löst, die Hälfte ist schon verblasst.

Die 77 Jahre alte etwas eigenbrötlerische Rosemary, genannt Mimi, wird von ihrer reichen Nachbarin Jane zur Dinnerparty mit Auktion eingeladen. Sie soll dort einen Gegenstand ersteigern, sonst wird ihr lang gehütetes Geheimnis verraten. Mimi bittet ihre Enkelin Addie um Hilfe, mit der sie allerdings eher ein schwieriges Verhältnis hat. Kaum hat die Feier begonnen, wird die Gastgeberin ermordet. Doch die Polizei lässt auf sich warten, denn ein Schneesturm hat die Gesellschaft von der Außenwelt abgeschnitten. Mimi und Addie setzen alles daran, den Mordfall in Eigenregie zu lösen.

Das Vorgehen bei der Aufklärung erinnert an die Kriminalromane von Agatha Christie, worauf auch immer wieder im Buch verwiesen wird. Mimi und Addie hangeln sich von Hinweis zu Hinweis und am Schluss kommt die Auflösung im großen Kreis der Verdächtigen. Als Leser habe ich die ganze Zeit mitgerätselt, allerdings habe ich den Täter nicht erahnen können.

Mimi und Addie sind mir von Anfang an sympathisch und im Laufe des Buches immer mehr ans Herz gewachsen. Interessant ist die Entwicklung der Beziehung der beiden zueinander, denn die Situation sorgt auch dafür, dass unausgesprochene Dinge endlich geklärt werden können. So bekommt das Buch auch einen gewissen Tiefgang.

Der lockere und humorvolle Schreibstil und die Einteilung in kurze Kapitel sorgt für ein angenehmes Lesegefühl.

"Die Einladung" ist ein Krimi, der nicht allzu anspruchsvoll, aber unterhaltsam ist, den ich gerne gelesen habe und auch weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Very British

Nightingale
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Kurz nach ihrer Heirat mit Lord Nigel Nightingale zieht die in Boston aufgewachsene Lydia in das Schloss ihres Mannes im südenglischen Städtchen Whispering Pines. Das Glück als englische Lady währt nicht ...

Kurz nach ihrer Heirat mit Lord Nigel Nightingale zieht die in Boston aufgewachsene Lydia in das Schloss ihres Mannes im südenglischen Städtchen Whispering Pines. Das Glück als englische Lady währt nicht lange, denn schon am nächsten Tag wird ihr frisch angetrauter Ehemann des Mordes an seiner Ex-Geliebten verdächtigt und landet im Gefängnis. Mit Unterstützung des loyalen Butlers Godfrey macht sich Lydia auf, um die Unschuld ihres Mannes zu beweisen.

Mit viel Humor und detaillierten Beschreibungen werden wir in die Welt des britischen Landadels entführt. Besonders der Familienbutler Godfrey, der in seinem Köfferchen immer die richtige Medizin und eine Flasche Sherry für seine Herrschaft dabei hat, und Lydias Schwiegermutter, der exzentrischen und immer um Contenance ringende Lady Charlotte, sind mir ans Herz gewachsen.

Die Handlung wird aus Lydias Perspektive erzählt. In inneren Monologen kommentiert sie, oft in ironischer Weise, das Geschehen. So erfahren die Leser, was sie wirklich denkt, aber nicht ausspricht. Das macht sie besonders sympathisch und lebendig.

Der Schreibstil ist erfrischend, einfach zu lesen, die Handlung überaus spannend und lädt zum Miträtseln ein. Am Ende findet ein richtiger Showdown statt und ich habe das Buch nicht mehr aus den Händen legen können. Ein kleiner Teaser lässt hoffen, dass bald der 2. Band erschienen wird.

Fazit: Ein gelungener Start der Cosy Crime Reihe mit Lady Lydia Nightingale und Familienbutler Godfrey als Ermittlerduo.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Ein hervorragender Thriller

Die Frau in den Fluten
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Chloe Cooper ist sehr einsam. Mit 40 Jahren hat sie immer noch nicht ihren Platz im Leben gefunden. Sie arbeitet als Barkeeperin, malt Bilder, pflegt ihre bettlägerige Mutter und beobachtet andere Menschen. ...

Chloe Cooper ist sehr einsam. Mit 40 Jahren hat sie immer noch nicht ihren Platz im Leben gefunden. Sie arbeitet als Barkeeperin, malt Bilder, pflegt ihre bettlägerige Mutter und beobachtet andere Menschen. Diese heimlichen Beobachtungen geben ihr das Gefühl, am Leben teilzunehmen ohne auffallen zu müssen. Von der Influencerin Jemma, die mit ihrem Ehemann Adam ins gegenüberliegende Haus einzieht, ist sie von Anfang an fasziniert. Als Chloe einen Mord beobachtet, ist sie davon überzeugt, dass Jemma von Adam ermordet wurde. Sie meldet dies der Polizei und löst damit eine Kettenreaktion aus.

Der Thriller "Die Frau in den Fluten" hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und der Inhalt so spannend, dass ich das Buch innerhalb von 4 Tagen durch hatte. Die häufigen Perspektivenwechsel tragen zur Spannung bei, dadurch entstehen weitere Fragen und lose Fäden, die man als Leser unbedingt so schnell wie möglich klären möchte.

Auch die Beschreibung der Charaktere ist hervorragend gelungen. Ich habe mich sehr gut in alle Personen hineinfühlen können und habe ihre Beweggründe verstanden, auch wenn sie mir unsympathisch waren. Vor allem die Darstellung von Chloe hat mir gefallen, denn der Leser erfährt Stück für Stück mehr von ihr und ihrem Leben und kann beobachten, wie sie sich im Laufe des Thrillers entwickelt.

Das Buch hat mich vollkommen überzeugt und ich empfehle es uneingeschränkt weiter. Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird sicherlich nicht das letzte sein, das seinen Weg in mein Bücherregal findet.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Ein Feuerwerk an Fantasie

Sophie Red Dot - Das Buch der magischen Kreaturen
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An ihrem 11. Geburtstag erfährt Sophie, die eigentlich nicht an Magie glaubt, dass magische Kreaturen tatsächlich existieren und sie mit ihrem roten Punkt über der Augenbraue eine ganz besondere Beziehung ...

An ihrem 11. Geburtstag erfährt Sophie, die eigentlich nicht an Magie glaubt, dass magische Kreaturen tatsächlich existieren und sie mit ihrem roten Punkt über der Augenbraue eine ganz besondere Beziehung zu diesen Kreaturen hat. Mit ihrem Bruder und ihren Freunden taucht sie in eine fantastische und gefährliche Welt ein. Sie lernen, dass man mit Mut und Zusammenhalt viele Schwierigkeiten überwinden kann.

Schon in den ersten Seiten bin ich von der Geschichte fasziniert und werde in die magische Welt von Sophie hineingezogen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, man fliegt sozusagen durch die Seiten. Die Lesbarkeit wird zusätzlich durch die Einteilung in kleine Kapitel unterstützt. Es ist diesem Buch anzumerken, dass es mit viel Liebe zum Detail und Herzblut geschrieben wurde. Die erschaffene Welt entfaltet sich in einem bildgewaltigen, bunten Feuerwerk und lädt zum Träumen und Eintauchen ein. Gleichzeitig wird auch die moderne Realität mit ChatGPT, iPod und Handy einbezogen, so dass die Geschichte gut in der heutigen Zeit verankert ist.

Die Hauptcharaktere sind liebevoll beschrieben und durchweg sympathisch. Sophies Familie wird so warmherzig und individuell geschildert, man möchte einfach dazugehören. Das Cover, kleine Zeichnungen zwischen den Seiten und ein Charakterverzeichnis am Schluss des Buches runden diesen Eindruck zusätzlich ab.

Die Handlung wird langsam aufgebaut und nimmt im Laufe des Buches merklich an Spannung zu. Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse und es endet mit einem vielversprechenden Ausblick auf Band 2 der Reihe.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen. An manchen Stellen ist er Text jedoch so detailverliebt, dass es dadurch etwas langatmig erscheint z.B. beim Ausflug in die Quantenphysik . Die Zeitsprünge sind teilweise sehr kompliziert und selbst für mich als erwachsener Leser nur schwer nachzuverfolgen.

Aufgrund der beachtlichen Seitenzahl von 460 Seiten empfehle ich das Buch ab einem Alter von 10.

Fazit: Ein wunderbar fantastisches Buch, das ich gerne gelesen habe und auch gut weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Gelungener Start in eine neue Fantasy-Reihe

Wilderland – Der Wald
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Der 14jährige Calum, der ohne Eltern aufwächst, hat schon viel Ablehnung und Enttäuschung erlebt. Folglich misstraut er anderen Menschen und bleibt lieber für sich. Auch in der neuen Wohngruppe ist er ...

Der 14jährige Calum, der ohne Eltern aufwächst, hat schon viel Ablehnung und Enttäuschung erlebt. Folglich misstraut er anderen Menschen und bleibt lieber für sich. Auch in der neuen Wohngruppe ist er zunächst ein Außenseiter. Seine drei Mitbewohner scheinen ein Geheimnis zu haben, das sie mit dem Neuling nicht teilen wollen. Als sie durch Zufall Abhörwanzen und Kameras in ihrer Wohnung entdecken, merken Miro, Skye, Jasleen und Calum, dass sie doch mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie dachten. Auf der Flucht vor ihren unbekannten Verfolgern wachsen die vier zusammen und lernen, sich aufeinander zu verlassen.

Satzbau und Sprache sind klar, angenehm und einfach zu lesen und passen zum angestrebten Lesealter. Auch die Einteilung in kurze Kapitel unterstützt die Lesbarkeit zusätzlich. Der Spannungsbogen wird durch das gesamte Buch gehalten. Man fliegt sozusagen durch die Seiten. Auch mich als Erwachsener hat die Geschichte gefesselt.

Im ersten Buch der Reihe geht es vor allem um die Einführung der vier Hauptcharaktere Calum, Miro, Jasleen und Skye. Das gelingt meiner Meinung nach sehr gut. Auch die Aufteilung in zwei Jungen und zwei Mädchen ist geschickt, so ist für jeden Geschmack, egal ob Junge oder Mädchen, ein Charakter dabei, mit dem man sich identifizieren kann. Im Cover sind Zeichnungen der vier Protagonisten zu sehen, so dass die junge Leserschaft auch noch eine visuelle Vorstellung erhält.

Schön ist zu beobachten, wie Calum sich im Laufe der Geschichte entwickelt und immer mehr Vertrauen zu sich und den anderen findet. Zentral sind die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Akzeptanz des Andersseins. Das sind Themen, die Kinder in der Vorpubertät sehr interessiert.

Auch erwähnt werden muss das wunderschöne silberne Cover mit dem Farbschnitt, das ist wirklich sehr gelungen.

In den letzten Seiten war ich allerdings enttäuscht über das schnelle Ende. Ich hätte gerne gleich weitergelesen. Gut, dass Band 2 nicht so lange auf sich warten lässt.

Fazit: Das Buch ist ein sehr gelungener Start in die neue Fantasy-Reihe von Gina Mayer!

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