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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Lustige Pizza-Geschichte

Pizza Piet: Das erste Stück Magie
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"Pizza Piet“ ist eine wunderschöne Geschichte über einen 12-jährigen Jungen, der seine Ängste überwindet, seinen Mobber zum Freund macht und jede Menge zauberhafte Pizzen backt.
Die Geschichte ist lustig ...

"Pizza Piet“ ist eine wunderschöne Geschichte über einen 12-jährigen Jungen, der seine Ängste überwindet, seinen Mobber zum Freund macht und jede Menge zauberhafte Pizzen backt.
Die Geschichte ist lustig und herzerwärmend. Piet hat wegen seiner Angstprobleme schon seit Ewigkeiten das Haus nicht mehr verlassen. Obendrein stehen er und sein Vater vor der Zwangsräumung ihres Hauses und ihrer Pizzeria. Aber vielleicht ist der Kpffer voller geheimnisvoller kleiner Fläschchen, die sie auf ihrem Dachboden gefunden haben, die Lösung für ihre Probleme?
Die Hauptfigur liebt Legos und Star Wars, wodurch sich mein Kind sofort mit ihm identifizieren konnte. Piet ist ein echter Nerd und hält die Ergebnisse seiner Pizza-Experimente in einer Tabelle fest.
Mir haben die Themen des Buches gefallen: Piet schafft es, seine Ängste zu überwinden und freundet sich durch das Pizza-Abenteuer schließlich mit dem Jungen an, der sich immer über ihn lustig gemacht hat. Ich fand es auch interessant, dass das Buch nicht damit endet, dass die Hauptfiguren in ihren Ausgangszustand zurückkehren, sondern dass sie sich auf ihr nächstes Abenteuer begeben.

Veröffentlicht am 31.03.2026

Cosy, aber für meinen Geschmack zu langsam

The House Witch 1
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Das ist genau die Art von Geschichte (ruhig, feel-good", die ich mir als Fernsehserie gerne ansehen würde. Als Buch fiel es mir leider schwer, sie durchzulesen. Ich vergebe 3 Sterne, vor allem weil sie ...

Das ist genau die Art von Geschichte (ruhig, feel-good", die ich mir als Fernsehserie gerne ansehen würde. Als Buch fiel es mir leider schwer, sie durchzulesen. Ich vergebe 3 Sterne, vor allem weil sie so langatmig war.

Die Geschichte lässt sich am besten als „gemütlich“ beschreiben: Es gibt kaum Spannung oder Action, stattdessen konzentriert sie sich auf Szenen aus dem Alltag, während sich Finlay Ashowan in seine neue Rolle als königlicher Koch einlebt. Es gibt sogar zwei Kapitel, in denen wir die Katze bei ihren täglichen Runden begleiten.

Es gibt vier verschiedene „Handlungsstränge“ (oder Themen), die sich durch das Buch ziehen: Fins romantische Beziehung zu Annika, seine Beziehungen zu anderen Bewohnern des Schlosses, die Entwicklung von Fins magischen Kräften und die militärische Bedrohung für das Königreich. Letzteres betrachte ich als die „eigentliche Handlung“ der Geschichte, auch wenn sie im Hintergrund bleibt. Die Geschichte schreitet so langsam voran, dass selbst nach einem Drittel des Buches kaum ein Hauch von Handlung zu erkennen war. Was auch immer sich an Handlung abzeichnet, kommt bis zum Ende des Buches kaum voran.

Was ich jedoch spürte, war eine unterschwellige moralische Agenda. Finlay hat einige recht moderne Ideen und Werte, die seinen Umgang mit den Menschen um ihn herum prägen. Wären da nicht seine magischen Kräfte, könnte man meinen, es handele sich um die Geschichte eines Mannes aus dem 21. Jahrhundert, der in dieses Schloss teleportiert wurde.

Trotz der vielfältigen Besetzung und der Länge des Buches gibt es außer bei Fin kaum Charakterentwicklung, und selbst dort findet das meiste davon erst in den letzten drei bis vier Kapiteln statt.

Insgesamt: kein schlechtes Buch, nur nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 23.03.2026

Kein Buch, das ich meinen Kindern geben würde

Logbuch einer Himmelsstürmerin
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Hin und wieder stoße ich auf ein Buch mit einer an sich guten Geschichte, die der Autor aber irgendwie komplett ruiniert. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen: Das Cover ist süß, die ...

Hin und wieder stoße ich auf ein Buch mit einer an sich guten Geschichte, die der Autor aber irgendwie komplett ruiniert. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen: Das Cover ist süß, die Hauptfigur, die Roboter baut und Astronaut werden will, hätte meinem Kind super gefallen. Die Geschichte an sich ist auch kindgerecht: Mini ist traurig, weil ihre beste Freundin plötzlich ihre Zeit mit neuen Freundinnen verbringt, anstatt mit ihr einen Roboter zu bauen.
Mini unternimmt jedoch nichts dagegen und verbringt etwa die Hälfte des Buches damit, sich über die "Topmodels" zu beschweren -- die Freundesgruppe, der sich ihre Freundin Silla angeschlossen hat. Mini nennt sie ständig dumm, während sie selbst im Vergleich so intelligent ist: Sie mag Naturwissenschaften und baut Roboter. 
Die herablassende Kommentare finde ich schade: "meine beste und klugste Freundin will ein ferngesteuerter Kleiderständer werden", "viel schlimmer wäre es, wenn ich immer schon die Dümmste gewesen wäre und auch dumm bliebe", "ich persönlich finde zwar, sie sollten erstmal an ihrer Intelligenz arbeiten"...
Ich hätte das als normale Reaktion eines verärgerten Kindes akzeptiert, wenn da nicht all die anderen Sachen wären, die ich in einem Buch für Achtjährige absolut unangebracht finde:
- Erwähnungen von Methoden zum Abnehmen, wie Fasten, literweise Wasser trinken anstatt Essen, sich operieren lassen...
- Schminken, Maniküre (mit Fake Nägeln), Lashes, Ganzkörper-Make-Up mit Sprühdosen,
- die Topmodels bekommen plötzlich Brüste (BH gestopft... sie sind ca. acht Jahre alt)
- Schönheitsideale wie: mit einer Narbe kann man nicht Topmodel werden, Oberschenkel dürfen sich nicht berühren
Auch wenn diese Sachen herablassende erwähnt werden, finde ich nicht, dass sie zu einem Buch für Achtjährige gehören.
Irgendwann taucht der alte Kitafreund Erik auf, der jetzt "Erika" heißt,  ohne, dass diese Begegnung irgendwas zur Handlung beiträgt.
Darüber hinaus gibt es 4x "Kackscheiße", 2x "Scheiße", einmal "Behindi-Bonus", dann klingt "hässlicher Giftzwerg" nicht mehr so schlimm.

Veröffentlicht am 22.03.2026

Leider nicht meins

Beutemacher
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Mir hat dieses Buch leider nicht so gut gefallen, wie ich erwartet hatte. Der Schreibstil ist für einen Thriller ziemlich literarisch. Man merkt, dass der Autor sprachgewandt ist und Action und Beschreibung ...

Mir hat dieses Buch leider nicht so gut gefallen, wie ich erwartet hatte. Der Schreibstil ist für einen Thriller ziemlich literarisch. Man merkt, dass der Autor sprachgewandt ist und Action und Beschreibung geschickt miteinander verwebt, sodass der Leser ein gutes Gefühl dafür bekommt, wie eine Szene aussieht und sich anfühlt. Leider fiel es mir schwer, den Schreibstil zu genießen, da ich die Beschreibungen zu detailliert fand und die Handlung für meinen Geschmack doch zu langsam voranschritt. Heutzutage bevorzuge ich leichtere Kost, und finde es schwierig, mit vielen Figuren und Handlungssträngen mitzuhalten.
Das Ganze hat jedoch etwas von Tarantino: wild, ein bisschen übertrieben und immer wieder überraschend.
Ich muss leider sagen, dass der Humor völlig an mir vorbeigegangen ist. Vielleicht liegt das daran, dass ich erst vor relativ kurzer Zeit nach Deutschland gezogen bin und die kulturellen Anspielungen im Buch nicht kenne.
Insgesamt denke ich, dass die Geschichte eine unterhaltsame Lektüre sein könnte, ich bin nur nicht in der Lage, um sie voll und ganz zu genießen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Tolle Aufmachung, schöne Geschichte, liebenswerte Figuren

Keine Panik – wir stellen die Schule auf den Kopf
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Dies ist unser erstes Buch vom Südpol Verlag und wir müssen unbedingt erwähnen, wie wunderbar die Seitengestaltung ist. Auf jeder Seite finden sich farbenfrohe Bilder und der Zeichenstil ist witzig und ...

Dies ist unser erstes Buch vom Südpol Verlag und wir müssen unbedingt erwähnen, wie wunderbar die Seitengestaltung ist. Auf jeder Seite finden sich farbenfrohe Bilder und der Zeichenstil ist witzig und ansprechend. Der text ist so formatiert, dass einige Wörter durch eine andere Schriftgröße, -art oder -farbe hervorgehoben sind, was das Lesen interessanter macht.
Die Handlung ist ziemlich geradlinig: Die Grundschule ist in einem desolaten Zustand und es wird geplant, das Grundstück, wo sich ihr derzeit ungenutzter Garten befindet, zu verkaufen, um Renovierungen zu finanzieren. Die Schüler sind natürlich damit überhaupt nicht einverstanden und finden einen Weg um den Verkauf zu stoppen.
Die Geschichte ist abwechslungsreich, auch wenn nicht besonders abenteuerlich. Der Schreibstil ist lustig und lebendig, perfekt für Lesemuffel. Mein Sohn, der gut lesen kann, sich aber lieber für Comics interessiert, hatte viel Spaß beim Lesen.
Die Figuren sind alle sehr liebenswert, leider sehe ich die Spitznamen für den Schuldirektor (Herr Schildkröte) und den Hausmeister (Fauli) nicht besonders positiv. Die Geschichte ist ansonsten kindgerecht und spannend.
Insgesamt: 5 Sterne