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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2025

Bücher, Geheimnisse und fantastische Wesen

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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Autorin Alina Merz entführt die Leserinnen und Leser in eine geheimnisvolle Welt, in der fantastische Wesen in einem unterirdischen Labyrinth hausen. Der Gedanke, dass Bücher Tore zu anderen Welten sein ...

Autorin Alina Merz entführt die Leserinnen und Leser in eine geheimnisvolle Welt, in der fantastische Wesen in einem unterirdischen Labyrinth hausen. Der Gedanke, dass Bücher Tore zu anderen Welten sein können, ist zwar nicht neu, doch die Autorin verleiht dieser Idee frischen Wind und setzt sie auf spannende und kreative Weise um.

Besonders haben mir gefallen die Komplexität der Welt, die Merz entwirft und die viele Zitate aus bekannten Büchern. 

Die Handlung selbst erinnert an bekannte Jugendfantasy-Muster: Eine Jugendliche entdeckt, dass ihre Eltern entgegen aller bisherigen Annahmen nicht tot, sondern an einem geheimen Ort gefangen sind, und macht sich auf, sie zu retten. Auch wenn das Motiv vertraut wirkt, gelingt es der Autorin, die Geschichte spannend, temporeich und emotional zu erzählen. 

Das Buch endet aber mit einem riesigen Cliffhanger. Zum Glück erscheint die Fortsetzung bereits später dieses Jahr. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Veröffentlicht am 07.05.2025

Witzig, unterhaltsame Geschichte, die sich mit Angsttörung befasst

Schisser und ich 1
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Der Titel ist meinem Kind sofort ins Auge gefallen. Die Figuren sind interessant. Die ersten Kapitel deuten an, dass Jakob kein neurotypisches Kind ist. Unter anderem hat er Karteikarten für alle seine ...

Der Titel ist meinem Kind sofort ins Auge gefallen. Die Figuren sind interessant. Die ersten Kapitel deuten an, dass Jakob kein neurotypisches Kind ist. Unter anderem hat er Karteikarten für alle seine Bekannten (inklusive seiner Schwester), wird von unterschiedlichen Sachen getriggert und hat ein Auto-Ritual, um sich zu beruhigen. Es wird im Buch nicht erwähnt, was genau Jakob hat, nur, dass er eine Psychologin besucht. Der Erzählstil gefällt mir sehr, da Jakob ziemlich "normal" rüberkommt und der Leser seine Sorgen gut nachvollziehen kann. Die Geschichte wird aus Jakobs Sicht sehr lebensnah erzählt, und der Leser kann sich gut in die Figur hineinversetzen. 

Ich finde es interessant, dass das Buch nicht besonders aktionreich ist, jedoch kann durch Jakobs starke Reaktionen die Leser gut in Atem halten. 

Mein Kind fand die Geschichte sehr unterhaltsam und die Figuren witzig.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Ein herrlich verrücktes Leseabenteuer

Super-Dad und die explodierende Kacke
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Mit einem Titel wie „Super-Dad und die explodierende Kacke“ muss man sich nicht wundern, wenn der Inhalt genauso schräg wie der Titel ist. Die Geschichte beginnt bereits auf außergewöhnliche Weise: Eine ...

Mit einem Titel wie „Super-Dad und die explodierende Kacke“ muss man sich nicht wundern, wenn der Inhalt genauso schräg wie der Titel ist. Die Geschichte beginnt bereits auf außergewöhnliche Weise: Eine Bildungsministerin wird durch eine Toilettenexplosion zum Mond katapultiert. Klarer Fall für Super-Dad, der sich selbst als „bester Ermittler der Welt“ sieht... dabei aber ständig auf der Leitung steht. Zum Glück hat er seine clevere Tochter Oona und ihren Freund an seiner Seite, die mit Verstand und Witz für Ordnung sorgen.

Der Humor bewegt sich größtenteils auf der Fäkal-Ebene. Wer das nicht mag, wird mit dem Buch vermutlich nicht warm. Doch für Kinder, die albernen, schrägen Humor lieben, ist es ein wahres Fest. Trotz der absurden Handlung gibt es auch clevere Kommentare auf die Gesellschaft, die der Geschichte auch für Erwachsene interessant macht.

Die Gestaltung des Buches finde ich auch sehr gelungen. Das Buch ist eigentlich kein Comic, wie die Beschreibung es behauptet. Es gibt aber viele bunte Illustrationen und einige comic-artige Elementen, die das Lesen abwechslungsreich machen. Der Schreibstil ist locker und die Kapitel kurz. Die Action schreitet schnell voran, sodass das Buch auch für Lesemuffel geeignet ist. Ich finde aber die finnischen Namen gewöhnungsbedürftig und sie können für Kinder schwierig zu lesen sein.

Veröffentlicht am 24.04.2025

Ein tierisches Abenteuer mit Witz, Spannung und Wissen

Drei Wasserschweine wollen's wissen
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Dies ist bereits das zweite Buch der Reihe, aber man muss den ersten Band nicht gelesen haben, um hier einzusteigen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei neugierige Wasserschweine, die sich nachts ...

Dies ist bereits das zweite Buch der Reihe, aber man muss den ersten Band nicht gelesen haben, um hier einzusteigen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei neugierige Wasserschweine, die sich nachts aus ihrem Gehege schleichen, um den Zoo zu erkunden und einen Fall zu ermitteln: Die Flamingos sind plötzlich verschwunden und es klingt fast so, als wären sie alle tot! Zum Glück löst sich das Rätsel später auf, aber dieser leicht gruselige Einstieg sorgt für eine spannende Atmosphäre.

Was das Buch besonders macht, sind das Sachwissen über Tiere. Die Geschichte bleibt durchweg unterhaltsam, und ganz nebenbei werden viele interessante Tierfakten vermittelt. Mein Kind hatte großen Spaß beim lesen und hat dabei einiges über Tiere gelernt. 

Was aber das Lesen etwas erschwert haben, sind die unterschiedlichen Sprachfehler, die bei einigen Tieren auftreten. Mein Leseanfänger musste ab und zu um Hilfe bitten.

Veröffentlicht am 08.04.2025

Wunderbares Worldbuilding und Figuren mit Tiefe

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Ich habe das Worldbuilding in diesem Buch wirklich sehr genossen, besonders die Idee, dass manche Menschen Götterskinder sind und über Superkräfte verfügen. Freya, die Protagonistin, ist die Tochter von ...

Ich habe das Worldbuilding in diesem Buch wirklich sehr genossen, besonders die Idee, dass manche Menschen Götterskinder sind und über Superkräfte verfügen. Freya, die Protagonistin, ist die Tochter von Hlin und wurde als diejenige prophezeit, die Skaland vereinen soll. Sie wird gezwungen, Jarl Snorri zu heiraten, damit er König von Skaland werden kann.

Freya hadert mit ihrer Rolle. Sie möchte ihr eigenes Schicksal bestimmen und nicht länger als Werkzeug oder Waffe benutzt werden. Gleichzeitig kämpft sie mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen und der Schuld, die sie deswegen empfindet. Da sie die Macht hat, ihr Schicksal zu verändern, fühlt sie sich ständig dafür verantwortlich, alles in Ordnung zu bringen und fühlt sich schuldig, wenn sie immer wieder scheitert.

Das Liebesdreieck in der Geschichte ist ziemlich vorhersehbar, aber ich fand es merkwürdig, dass ihr Ehemann Freya und Bjorn, ihren heimlichen Schwarm, ständig dazu zwingt, Zeit miteinander zu verbringen.

Ich bin hin- und hergerissen, was Freyas Charakterentwicklung betrifft. Es scheint, als würde sie kaum wachsen, wobei man sagen muss, dass die Handlung nur wenige Wochen umfasst und Freya kaum mit all dem mithalten kann, was um sie herum passiert. Sie versucht immer, ihren eigenen Weg zu finden und ihr Schicksal zu kontrollieren, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sie das bis zum Ende des Buches wirklich erreicht.

Björns Charakter und seine Beziehung zu Freya haben mir dagegen sehr gut gefallen. Er ist emotional reif und behandelt sie immer mit Respekt, selbst wenn er sich gelegentlich über sie lustig macht. Er stellt sie nie bloß und unterstützt stets ihre Entscheidungen.

Was den Spice-Faktor angeht, ist das Buch eher ein Slow Burn. Die einzige wirklich spicy Szene findet erst ganz am Ende statt.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Band.