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Veröffentlicht am 16.03.2025

Eine der Fasninierendsten Autobiogragien die ich jemals gelesen habe

Das wiedergefundene Licht
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Jacques Lusseyran erzählt in seiner Autobiographie seine ebenso unglaubliche wie inspirierende und faszinierende Lebensgeschichte.

Nachdem er mit acht Jahren sein Augenlicht verliert lernt er allmählich ...

Jacques Lusseyran erzählt in seiner Autobiographie seine ebenso unglaubliche wie inspirierende und faszinierende Lebensgeschichte.

Nachdem er mit acht Jahren sein Augenlicht verliert lernt er allmählich anders zu sehen. Nicht Mitleid, Selbstmitleid oder Verzweiflung bestimmen sein Leben sondern tiefe Liebe und grenzenloses Vertrauen.

Sein "inneres Licht" scheint ihn zu führen und zu leiten. Es führt ihn letztlich in die Arme der Resistance wo er unermüdlich gegen die Ideale der Nazis kämpft.

Weder seine Blindheit, noch die Unmenschlichkeit der Nationalsozialisten Vermögen es ihm sein inneres Licht zu nehmen.

Immer trägt ein ein unerschüttlerliches Vertrauen und fast übermenschliche Hoffnung in sich.
Und so vollbringt er das fast unmögliche.

Er überlebt die Säuberungen der Nazis und das KZ Buchenwald.

Jacques Lebensgeschichte ist unglaublich. Ich war durchgehend fasziniert davon wie viel Vertrauen dieser Mensch aufzubringen vermag und mit wie viel bedingungsloser, uneigennütziger Liebe er von seinen Weggefährten und seinen Idealen zu erzählen vermag.
Ein wirklich bereicherndes leseerlebnis und die beeindruckende Biografie eines in meinen Augen durch und durch besonderen Menschen.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein großartiges Buch

Kajzer
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Es ist wichtig zu erkennen, dass unsere Geschichtskonzepte in einem gewissen Maß von Mythen gespeist werden, besonders wenn es um etwas geht, das die Phantasie so sehr fordert wir die Nazis. Das ist eine ...

Es ist wichtig zu erkennen, dass unsere Geschichtskonzepte in einem gewissen Maß von Mythen gespeist werden, besonders wenn es um etwas geht, das die Phantasie so sehr fordert wir die Nazis. Das ist eine Erklärungshilfe dafür, warum die Entdecker, die behaupteten, sie hätten den Goldzug gefunden, so ernst genommen wurden. Oder die bodenlose Obsession von verschiedenen Nazi Geheimnissen. " S.143

Menachem Kaiser erzählt in diesem Buch von eimer Art Reise in die Vergangenheit. Einst besaß seine Familie im ehemals schlesischen Industriegebiet. Allerdings wurde es von den Nazis enteignet. Versuche es zurückzubekommen scheiterten.

So macht sich Menachem Kaiser auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Immer wieder stößt er dabei aus Widersprüche, todgeschwiegenes und Schmerz der über Generationen weitergegeben wurde. Wie geht man damit um wenn an plötzlich erfährt wie viele Verwandte im zweiten Weltkrieg umkamen oder für immer verschwanden? Wie betrifft das die nächsten Generationen und gibt es eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung des so tiefsitzenden Schmerzes?

Das sind die zentralen Themen in diesem Stilistisch so großartigen wie thematisch berührenden Buch das einen nachdem es zugepackt hat so schnell nicht mehr loslässt. Ein wirklich gelungenes Buch über Erinnerungskultur, Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, intellektuell sowie emotional sehr gefordert und ist in meinen Augen unglaublich lesenswert und wichtig.

Von mir gibt's daher eine absolute Empfehlung und ich bin froh das Buch endlich von meinem Sub befreit zu haben auf dem es unverdienterweise viel zu lange warten musste.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein sehr interessantes Buch

Die Buchbinderin von Oxford
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England 1914:
Während der Krieg Opfer um Opfer fordert arbeiten die Frauen am Erhalt der Infrastruktur und der Wirtschaft.

So auch Peggy die mit ihrer Schwester Maude auf einem Hausboot im Armenviertel ...

England 1914:
Während der Krieg Opfer um Opfer fordert arbeiten die Frauen am Erhalt der Infrastruktur und der Wirtschaft.

So auch Peggy die mit ihrer Schwester Maude auf einem Hausboot im Armenviertel lebt. Peggy arbeitet in der Buchbinderei und hat einen großen Traum. Eines Tages will sie die Bücher nicht nur Binden sondern lesen.. lernen sie kritisch zu lesen und sie zu hinterfragen. Doch im England von 1914 scheint dieser Traum in weiter Ferne für eine Frau aus ihrem Milleu.

Doch muss das so bleiben oder können sich die Dinge auch ändern? Haben die Suffragetten mit ihrer Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen recht, wird sich daruch etwas ändern?
Als Peggy beginnt sich damit auseinanderzusetzen ändert die Begegnung mit einem jungen verwundeten Mann alles für sie.
Hin und her gerissen zwischen Herz und Verstand muss Peggy eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Pip Williams beweist auch mit diesem Roman wieder ihre Fähigkeit starke, authentische Charaktere zu erschaffen die Sympathien beim Leser wecken und Geschichten zu erzählen die sowohl den Verstand als auch das Herz sowohl fordern als auch berühren.

Da ich von "die Sammlerin der Verlorenen Wörter" regelrecht vom hocker gehauen wurde war mir sofort klar das ich auch das aktuelle Buch von @pipwilliams_author unbedingt lesen muss. Die Erwartungen waren wirklich hoch und wurden nicht enttäuscht auch wenn ich sagen muss das das Erstlingswerk mir eine winzige Spur besser gefallen hat.

Alles in allem ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch für alle die Frauenpower und Historische Ereignisse in Kombination zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Sehr einfühlsam

Die Telefonzelle am Ende der Welt
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CN: Tod, Trauer, Tsunami, Verlust)

Eine Stunde von Tokio entfernt steht sie: die Telefonzelle des Windes und des Meeres.

Ein Denkmal für alljene die verloren wurden und ein Anker für alle die jemanden ...

CN: Tod, Trauer, Tsunami, Verlust)

Eine Stunde von Tokio entfernt steht sie: die Telefonzelle des Windes und des Meeres.

Ein Denkmal für alljene die verloren wurden und ein Anker für alle die jemanden verloren haben.

Yui die beim Tsunami von 2011 ihre Tochter und ihre Mutter verlor macht sich auf den Weg dorthin. Ihr begegnet der Arzt Takeshi der ebenfalls seine Trauer verarbeitet.

In ihrer beider Trauer finden sie eine Gemeinsamkeit und sie beschließen sich gegenseitig zu unterstützen und als Schutzschild des anderen zu fungieren wenn die Wellen der Trauer sie zu überwältigen versuchen. Sie sind sich gegenseitig Stütze und Anker doch müssen beide lernen mit ihren Gefühlen umzugehen was sowohl schmerzhaft als auch schwierig scheint.

Wie geht man mit dem Verlust eines geliebten Menschen um. Wie damit wenn jemand auf so grausame Weise wie durch diesen furchtbaren Tsunami aus dem Leben gerissen wird. Wie kann man danach weiterleben und wie findet man wieder einen Sinn darin zu leben.

Das alles und noch viel mehr verarbeitet Laura Imai Messina in diesem leisen, ruhigen und poetischen Roman der einen gefangen nimmt, tief berührt und so schnell nicht wieder loslässt.


Ich kann mir nicht einmal annähernd vorstellen wie schrecklich es sein muss einen geliebten Menschen an so eine Katastrophe zu verlieren und wie schwer es ist danach weiterzumachen, sich zu fragen warum man selbst überlebt hat und andere nicht, mit der Trauer leben lernen zu müssen und zu versuchen wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl schafft es die Autorin hier das Innenleben der Protagonisten zu beschreiben. Man fühlt sich den Charakteren in ihrer Trauer zutiefst verbunden. Ein wirklich sehr gelungener Roman der durch seine leise, unaufgeregte Art mit viel Gespür für die leisen Zwischentöne vermag zu fesseln und zu berühren.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein tolles Buch

In einem Zug
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Wenn Daniel Glattauer eines kann dann gute Dialoge und vielschichtige Protagonisten.

Das hat er auch in diesem Buch wieder bewiesen. Die Handlung von "in einem Zug" spielt ebenda. Ein Autor trifft auf ...

Wenn Daniel Glattauer eines kann dann gute Dialoge und vielschichtige Protagonisten.

Das hat er auch in diesem Buch wieder bewiesen. Die Handlung von "in einem Zug" spielt ebenda. Ein Autor trifft auf eine junge Frau die ihn sofort mit Fragen bombardiert obwohl Eduard Brünhofer, Romanautor und auf dem Weg zu seinem Verlag, eigentlich nur überlegen will wie er beim Verlag rechtfertigen kann das er nicht mehr liefern möchte was sie erwarten.

Die Handlung ist nach Stationen der Zugfahrt gegliedert, was ich total gelungen finde und Glattauer beweist auch hier meiner Meinung nach sein Talent für vielschichtige Charaktere, tolle Dialoge und interessante innere Monolge seiner Protagonisten. Mit gewohnter scharfsinnigkeit, Selbstironie und der Ironie die ich an dem Autor sehr schätze erzählt er hier die Geschichte einer Zugfahrt mir deren Ausgang man wohl so nicht gerechnet hat.

Wer hier einen Liebesroman nach der Art von "gut gegen Nordwind" erwartet wird wohl enttäuscht. Wer allerdings ein Schatfsinniges sinnieren über das Leben und die Liebe nicht scheut und sich auf die Geschichte einlassen möchte der kommt hier voll auf seine Kosten.

Als riesiger Fan von Daniel Glattauer war ich natürlich auch auf der Lesung des aktuellen Romans und kann nur sagen.... bisher hat sich jedes Glattauer Buch für mich total gelohnt.

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