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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2019

Tote am Strand

Dünengeister
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In einer Düne werden Leichen gefunden. Sie scheinen jedoch ziemlich alt zu sein. Als dann plötzlich noch ein Mord passiert, forschen die Ermittler nach und stoßen auf ein altes Familiengeheimnis.

Die ...

In einer Düne werden Leichen gefunden. Sie scheinen jedoch ziemlich alt zu sein. Als dann plötzlich noch ein Mord passiert, forschen die Ermittler nach und stoßen auf ein altes Familiengeheimnis.

Die Stimmung in dem Buch hat etwas sehr urlaubshaftes. Man sieht direkt den Strand und die Hitze vor Augen. Aber auch der Fall wird interessant beschrieben, sodass ich neugierig war wie es ausgehen würde. Dennoch hat sich das Buch zwischendurch etwas gezogen, da sie Ermittler auf der Stelle getreten sind und die Ermittlungen etwas gedauert haben. Hin und wieder werden die historischen Hintergründe eingeblendet, was dem Krimi noch etwas mehr Spannung und Originalität verleiht hat. Dazu wirkt der Fall dadurch auch etwas mysteriös.
Die Personen waren mir größtenteils sympathisch und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, habe ich das Ermittlerteam schnell kennengelernt und mochte die verschiedenen Persönlichkeiten.

Letztendlich ist dies ein guter und spannender Krimi, der mich zwar nicht ganz umgehauen hat, aber der dennoch interessant und gut geschrieben ist.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Ein fabelhafter Klassiker

Der Vorleser
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Michael ist 15 Jahre alt als er auf Hanna trifft. Er fühlt sich von ihr angezogen, obwohl sie älter ist als er und dennoch schaffen sie eine Art von Beziehung aufzubauen. Doch eines Tages verschwindet ...

Michael ist 15 Jahre alt als er auf Hanna trifft. Er fühlt sich von ihr angezogen, obwohl sie älter ist als er und dennoch schaffen sie eine Art von Beziehung aufzubauen. Doch eines Tages verschwindet Hanna und Michael muss sich mit einem andere Bild von ihr auseinandersetzten.

Der Schreibstil des Buches ist wunderschön, auch wenn manche Sätze etwas schwer zu verstehen sind. Dennoch hat der Autor ein Talent dafür Dinge detailliert und lebendig zu beschreiben, sodass man genau weiß wie die Personen gerade fühlen und wieso sie es tun.
Das Buch ist allgemein sehr eindringlich geschrieben. Vieles bringt zum Nachdenken und ist tiefgründig und philosophisch. Besonders im Bezug zum zweiten Weltkrieg beginnt man über Schuld und Schicksale zu grübeln. Aber auch die Liebesgeschichte ist sehr zartfühlend. Die Annäherung und der Aufbau der Beziehung ist sehr interessant zu lesen und auch wenn es nicht besonders romantisch beschrieben wird, so ist spürt man dennoch die tiefe Liebe den zwei Personen.

Letztendlich ist dies ein fantastischer Klassiker, den man immer wieder mal lesen kann. Es ist tiefgründig und nachdenklich und eine sehr berührende Geschichte.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Gefangen in Einsamkeit

Die Einsamkeit der Seevögel
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In dem Buch geht es um eine Frau, die in den Norden geht um Vögel zu erforschen. Ihr Partner soll nachkommen. Doch die Tage vergehen und sie ist immer noch alleine. Da beginnt sie sich in der Einsamkeit ...

In dem Buch geht es um eine Frau, die in den Norden geht um Vögel zu erforschen. Ihr Partner soll nachkommen. Doch die Tage vergehen und sie ist immer noch alleine. Da beginnt sie sich in der Einsamkeit mit sich selbst auseinanderzusetzten und lernt sich selbst von einer anderen Seite kennen.

Schon der Anfang: "Hier ist das Ende der Welt. Danach kommt nichts mehr. Ein endloses Meer grenzt an Klippen und Berge, zwei Extreme, die unaufhörlich miteinander ringen, bei ruhigem Wetter wie bei Sturm", hat mich schon total umgehauen.
Dieses Buch ist sehr ruhig und nachdenklich geschrieben und ich konnte die Stille beim Lesen hören und spüren. Sogar die Gefühle der Protagonistin werden so eindrücklich und methaporisch beschrieben, dass es wie ein abstraktes Bild ist und man genau weiß wie sie sich fühlt. Durch ihre Eindrücke, Erinnerungen und Beschreibungen weiß man genau wie sie sich fühlt. Dabei scheint die Umgebung ihre Launen widerzuspiegeln, weshalb jede Handlung eine unglaubliche Bedeutung bekommt. Ich fand es total interessant über die einzelnen Sätze und kurzen Kapitel nachzudenken. Der Text ist wirklich tiefgründig , gut durchdacht und voller Gefühle. Und das alles bei eigentlich total wenig Handlung.
Genau das hat mich bei dem Buch so fasziniert. Es ist einfach echt und man bekommt einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt einer anderen Person, die sich durch die Einsamkeit besser kennenlernt und so ihre eigenen Handlungen besser versteht. Zwar habe ich nicht alles perfekt verstanden aber trotzdem eine wirklich tolle Geschichte!

Veröffentlicht am 01.09.2019

Wer ist der Mörder?

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Auf einer Party wird Evelyn Hardcastle ermordet. Deswegen wacht der Ermittler jeden Morgen in einem anderen Körper auf und muss den Fall lösen. Doch aus verschiedenen Blickwinkeln sieht der Mord immer ...

Auf einer Party wird Evelyn Hardcastle ermordet. Deswegen wacht der Ermittler jeden Morgen in einem anderen Körper auf und muss den Fall lösen. Doch aus verschiedenen Blickwinkeln sieht der Mord immer anders aus.

Dieser Krimi ist ungewöhnlich und nicht wie die normalen Ermittlungen wie man sie kennt. Und genau das macht ihn so unglaublich gut. Allein schon die Idee, dass derselbe Fall sich Tag für Tag wiederholt und der Ermittler ihn aus verschienden Blickwinkeln sieht, macht das Buch sehr mysteriös und interessant. Dabei stellt sich noch die Frage, wieso er ständig in anderen Körpern aufwacht und daran merkt man wie detailreich durchdacht diese Geschichte ist. Der Autor hat hier einen Fall geschaffen, der mich nicht mehr losgelassen hat und über den ich auch wenn ich gerade nicht am lesen war, die ganze Zeit nachdenken musste. Dabei ist die Auslösung schockierend und ganz anders als erwartet.

Außerdem fand ich es super wie verschieden die einzelnen Personen und mit was für tiefgehenden Persönlichkeiten sie ausgestattet waren. Dabei war mir nicht jeder unbedingt sympathisch, aber jede Person war unglaublich interessant und ein Rätsel für sich. Aber auch die Umgebung erschafft eine tolle Stimmung, in die man beim Lesen versinken kann.

Insgesamt bin ich richig begeistert von dem Buch und es konnte meine Erwartungen sogar noch übertreffen. Der Autor hat hier einen erfrischend ungewöhnlichen Krimi erschaffen, der komplex und gut durchdacht ist. Er hat mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und ich will unbedingt noch mehr solcher Krimis lesen.

Veröffentlicht am 30.08.2019

Der Liebeskoch

Der Koch
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Maravan träumt davon Koch zu werden, kann es jedoch nicht verwirklichen, weil er Auswanderer ist. Dann versucht er Andrea mit seinem Essen zu verführen, woraus ihnen plötzlich die Idee kommt sich damit ...

Maravan träumt davon Koch zu werden, kann es jedoch nicht verwirklichen, weil er Auswanderer ist. Dann versucht er Andrea mit seinem Essen zu verführen, woraus ihnen plötzlich die Idee kommt sich damit selbstständig zu machen.

Ich fand es ehrlich gesagt nicht so einfach das Buch zu lesen. Der Stil und die Geschichte an sich sind zwar recht simpel, aber es ist schwer die ganzen Zusammenhänge zu verstehen. Ich habe lange gebraucht mich in die Geschichte reinzufinden und mich dann noch lange gefragt worauf alles hinauslaufen soll. Aber dennoch habe ich irgendwann gemerkt wie gut die Charaktere beschrieben sind und wie realistisch alles dargestellt wird. Man lernt viel über Auswanderer und den Krieg in Sri Lanka und dessen Kultur. Und auch wenn das Buch eigentlich eine gleichbleibende Spannung hat, so habe ich mich nicht gelangweilt und fand es interessant zu sehen wie die Beziehungen der Personen sich weiterentwickeln. Die Sache mit dem erotischen Essen dagegen war irgendwie schräg und ich weiß nicht wirklich was ich davon halten soll.

Einiges über Börsen habe ich nicht ganz verstanden und die Zusammenhänge sind auch nicht besonders überagend aufregend, aber dennoch ist es ein leises Buch, der einen Einblick in das Leben anderer Menschen gibt, die mit ihren Problemen klarkommen müssen. Dabei kommt leider nicht wirklich Spannung aus. Daher kein Buch, das mich besonders begeistern konnte, aber dennoch irgendwie gut ist.