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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2025

Zäh und unsympathisch

Verheiratete Frauen
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Dieses Buch hat mich leider ziemlich gelangweilt, es gab zu viele Komponenten, die mich gestört haben.
Drei Protagonistinnen, die mich nicht berührt haben, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, ...

Dieses Buch hat mich leider ziemlich gelangweilt, es gab zu viele Komponenten, die mich gestört haben.
Drei Protagonistinnen, die mich nicht berührt haben, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, ja ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass sie mir nicht besonders sympathisch waren. Ihre Probleme fand ich teils hausgemacht, ihre Männer blieben blass und unnahbar. Es fiel mir sehr schwer, die Charaktere zu erfassen, mit ihnen zu fühlen.
Und da bin ich schon beim Schreibstil, der kalt und distanziert war. Ein bisschen so, als würde man in einer Kneipe eine fremde Person frisch kennenlernen und diese erzählt einem von Problemen von Leuten, die man nicht kennt... irgendwann kommt doch der Punkt, an dem man nicht mehr zuhören möchte und sich wegsetzt.
Erschwerend kam noch der Beruf der drei dazu, sie arbeiten für ein Modemagazin mit feministischem Touch. Mode hat mich noch nie interessiert und so wurden die Beschreibungen der Outfits für mich zur wahren Qual.
Da ich allerdings auch schon sehr positive Rezensionen gelesen habe, bin ich mir sicher, dass dieser Roman seine begeisterten Leserinnen findet, für mich war das leider nichts.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Harter Plot aber tolles Buch

Wir sind dieser Staub
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Oh wow! Das war definitiv ein Highlight, auch wenn die Handlung furchtbar wütend macht… oder vielleicht sogar genau deswegen.
Texas, wir befinden uns in den 70er Jahren, ein vierzehnjähriges Mädchen mexikanischer ...

Oh wow! Das war definitiv ein Highlight, auch wenn die Handlung furchtbar wütend macht… oder vielleicht sogar genau deswegen.
Texas, wir befinden uns in den 70er Jahren, ein vierzehnjähriges Mädchen mexikanischer Herkunft wird brutal von einem jungen Mann missbraucht.
Übel zugerichtet schleppt sie sich zum nächsten Farmhaus, wo sie auf eine hochschwangere Frau mit kleiner Tochter trifft.
So beginnt das Drama und nach und nach erfahren wir vom Schicksal mehrerer Frauen und Mädchen: Nachbarinnen, Mütter, Töchter, Kellnerinnen. Wir erfahren von ihrem Kampf des Überlebens in einer unwirtlichen Gegend in dem das Patriarchat herrscht. Wir lesen von Rassismus und Misogynie.
Und die Art des Erzählens ist so lebensnah, die weiblichen Charaktere so stark und kämpferisch, so genial geschrieben, dass man das Land und die Menschen direkt vor sich sieht.
Ein hartes aber großartiges Buch, super übersetzt von Eva Bonné. Auf jeden Fall empfehlenswert, allerdings nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Ein Buch für jüngere Leser*Innen

Toyboy
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Dieses Buch und ich haben nicht zueinander gefunden. Schade eigentlich, denn der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht und der Schreibstil war ganz wunderbar. Allerdings hab ich mich während des ...

Dieses Buch und ich haben nicht zueinander gefunden. Schade eigentlich, denn der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht und der Schreibstil war ganz wunderbar. Allerdings hab ich mich während des Lesens immer älter gefühlt und mich gefragt, ob ich mit meinen "Ende Fuffzich" irgendwie noch zum Zielpublikum gehöre.
Ich habe ernsthaft versucht mich in die Problematik der ProtagonistInnen reinzuversetzen, es gelang mir irgendwann einfach nicht mehr und ich habe innerlich begonnen die Augen zu verdrehen... eben wie man dies als älterer ungeduldiger Mensch ständig lamentierenden Jugendlichen gegenüber so macht. Nicht weil ich unempathisch wäre, oder mir permanent denken würde, dass da gar keine echten Probleme wären... sie waren für mich schlicht und ergreifend grundlos, weil für mich der Kontext fehlte. Was war in der Vergangenheit passiert? Ich möchte als Leser schon verstehen können, warum Protagonisten so oder so agieren.
Dazu kommen noch die vielen Internet/Social Media Begriffe und Probleme. Ich bin viel im Internet unterwegs und vor allem auf Social Media und hatte da keine Verständnisprobleme. Ich könnte aber mir vorstellen, dass ältere Leser
Innen, die mit Social Media nichts am Hut haben, völlig damit überfordert sind zu verstehen worum es geht.
So gesehen, war das Buch einfach nichts für mich und ich nicht die richtige Leserin für das Buch. Ein deutlich jüngeres Publikum wird diesen Roman sicherlich sehr ansprechend finden, und sich vielleicht sogar gut selbst darin entdecken können.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Berührende Lebensgeschichten

Flusslinien
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Es gibt Bücher, da ist man völlig überrascht wenn sie zu Ende gehen, weil man so in ihnen versunken ist. Und obwohl eigentlich alles auserzählt ist, möchte man einfach weiter lesen. Dieses wunderbar ruhig ...

Es gibt Bücher, da ist man völlig überrascht wenn sie zu Ende gehen, weil man so in ihnen versunken ist. Und obwohl eigentlich alles auserzählt ist, möchte man einfach weiter lesen. Dieses wunderbar ruhig erzählte Buch war für mich genau so.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil (vor allem bei Beschreibungen generell, aber ganz besonders bei Naturbeobachtungen) und haucht ihren Protagonist*Innen sympathische Wesenszüge und interessante Lebensgeschichten ein.
Da ist zum einen Margrit, hundertundzwei Jahre alt und rüstig; ihre Enkelin Luzie, achtzehn Jahre jung und schon ein ordentliches Lastenbündel zu schleppen; und Arthur der Chauffeur Margrits, ein Mittzwanziger - etwas verschroben.
Nach und nach erfahren wir ihre Lebensgeschichten, die teils berühren, aber auch erschüttern.
Ich mochte dieses Buch wirklich sehr und kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Unkitschige Geschichte von starken Frauen in China

Wo die Wasser sich begegnen
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Es ist schon lange her, dass ich einen Roman gelesen habe, der in China angesiedelt ist... vor einigen Jahren habe ich fast ausschließlich Chinesische Geschichten gelesen.
Daher war dieses Buch für mich ...

Es ist schon lange her, dass ich einen Roman gelesen habe, der in China angesiedelt ist... vor einigen Jahren habe ich fast ausschließlich Chinesische Geschichten gelesen.
Daher war dieses Buch für mich eine Reise in die Vergangenheit im doppelten Sinne.
Es ist die Geschichte von Rain und Phönix, Mutter und Tochter, die aus China nach Canada flohen und unzertrennlich waren, bis Rain im Pflegeheim hochbetagt stirbt. Phönix ist untröstlich und reist mit der Asche ihrer Mutter nach China. Dort trifft sie ihre alte Tante, die ihr in kleinen Happen von ihrer Vergangenheit und der ihrer Mutter erzählt, vom Krieg gegen die Japaner und vom Bürgerkrieg.
Wir erfahren aber auch Phönixs Kindheits- und Jugendjahre unter Maos Herrschaft. Der Schreibstil bleibt erfrischend undramatisch und ohne Kitsch.
Eine dramatische Geschichte von mutigen und starken Frauen, von Krieg und Diktatur - übersetzt von Susanne Hornfeck.
Absolute Leseempfehlung!

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