Profilbild von Bookishlove

Bookishlove

Lesejury Star
offline

Bookishlove ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bookishlove über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Magisch und wunderschön

Wild Reverence
0

Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich. Hier ist sie der ständigen Gefahr durch andere Götter und Göttinnen ausgeliefert, die einem vergleichsweise wehrlosem Götterkind nach dem Leben trachten, ...

Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich. Hier ist sie der ständigen Gefahr durch andere Götter und Göttinnen ausgeliefert, die einem vergleichsweise wehrlosem Götterkind nach dem Leben trachten, um sich seine Macht einzuverleiben. Matildas Mutter hat deswegen stets ein wachsames Auge über sie und stellt ihr den Kriegsgott Bade als Verbündeten zur Seite. Dieser ist für die junge Göttin ein heimlicher Vaterersatz und nicht nur derjenige, der ihr ihren Namen gegeben hat, sondern sie auch das Kämpfen lehrt.

Als Heroldin der Götter ist es Matilda allerdings bestimmt, zwischen den verschiedenen Reichen zu wandeln, und so führt das Schicksal sie schnell über die Grenzen des Untenreichs hinaus.

In Schriftrollen liest sie von Vincent, der regelmäßig von ihr träumt. Matilda freut sich jedes Mal, wenn sie von ihm liest und es entspinnt sich eine zarte Freundschaft zwischen den beiden. Sie erforscht ihre Magie weiter, schafft es, Vincent in einem Traum zu besuchen und trifft ihn sogar einmal im Reich der Sterblichen.
Doch auch wenn die beiden eine schicksalhafte Anziehung verbindet – Matilda ist eine Göttin und Vincent ein Sterblicher. Immer wieder werden ihre Leben durch Schicksalsschläge getrennt, doch für Vincents wichtigsten Kampf steht Matilda an seiner Seite. Schon bald lebt die besondere Verbindung zwischen ihnen wieder auf, doch zahlreiche Herausforderungen scheinen ihre Liebe unmöglich zu machen …

Rebecca Ross hat mich schon mit „Divine Rivals“ begeistert. Auch „Wild Reverence“ bezaubert wieder mit seinem magischen, verspielten Schreibstil. Während in der Welt von „Divine Rivals“ die fantastischen Elemente eine untergeordnete Rolle gespielt haben, gibt es in „Wild Reverence“ ein magisches Göttersystem, das je nach Sternenanzahl mehr Macht verspricht und in dem die Götter und Göttinnen sich gegenseitig diese Magie stehlen können.

Wir begleiten Matilda beim Heranwachsen bis zur Entfaltung ihrer Kräfte. Die Geschichte nimmt sich durchaus Zeit beim Erzählen, was man nicht nur an der recht ausführlich beschriebenen Charakterentwicklung merkt, sondern auch an der sich langsam entwickelnden Lovestory, die echter Slow Burn ist.

Wir erfahren sowohl durch die Sichtweise von Matilda, als auch durch die von Vincent, was in den beiden vorgeht. Vincent muss damit leben, dass Matilda für ihre Aufträge oder anderweitige Missionen in Reiche verschwindet, auf die er nie Zugriff haben wird, während Matilda viel Wissen über die Sterblichen fehlt. Ihre langsame Annäherung findet in malerischen Metaphern und emotionalen Momenten statt.

Die Geheimnisse rund um die Götterwelt und Matildas Magie haben zudem den Spannungsbogen aufrechterhalten.

Meine liebste Nebenfigur war Bade und eine der berührendsten Szenen hat für mich mit ihm stattgefunden.

Das Ende ist rund und nimmt Bezug auf Divine Rivals, was mir auch sehr gefallen hat.

Mit „Wild Reverence“ lässt Rebecca Ross wieder einmal die Magie der Worte aufleben und schafft eine Göttergeschichte, zwischen deren Seiten man sich nur zu gerne verliert und dabei in den Figuren wiederfindet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Atmosphärisch dicht

Minnesota
0

Ich lese nicht viele Krimis bzw verirre mich nicht häufig in dieses Genre, "Minnesota" hat mich aber positiv überrascht. Die Geschichte überzeugt weniger durch die klassische Ermittlungsarbeit eines Kriminalromanes, ...

Ich lese nicht viele Krimis bzw verirre mich nicht häufig in dieses Genre, "Minnesota" hat mich aber positiv überrascht. Die Geschichte überzeugt weniger durch die klassische Ermittlungsarbeit eines Kriminalromanes, als durch dichte Atmosphäre, starke Figuren und einen flüssigen, schnörkellosen Erzählstil. Psychologische Tiefe verleiht der Handlung weitere Authentizität.

Das Setting ist kühl und rau. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber zielgerichtet, wodurch zwar die actionreichen Szenen fehlen, aber dennoch ein Lesesog erzeugt wird. Gerade das könnte den Roman auch für Leser interessant machen, die sonst einen Bogen um das Genre machen.

Kritisch sehe ich die stellenweise sehr düstere Grundstimmung und ein paar Längen im Mittelteil. Dennoch bleibt die Spannung konstant genug, um dranzubleiben.

Für mich ist "Minnesota" ein intensiver, gut geschriebener Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2026

Düsterer Standalone

Rabid
0

Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ...

Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ist dunkel und emotional aufgeladen, und genau das macht ihre Bücher für mich so fesselnd.

Die Grundidee fand ich stark. Raven Kennedy schafft es wieder, eine Welt zu zeichnen, die sich gefährlich anfühlt und in der man nie ganz sicher ist, wem man trauen kann. Die Figuren sind kaputt und innerlich zerrissen, an einigen Stellen geht es brutal und emotional her. Auch das erinnert sehr an "The Darkest Gold" und war für mich ein klarer Pluspunkt.

Dafür fühlten sich manche Konflikte allerdings etwas überzogen an und die Spannung im Verlaufe der Handlung flachte auch immer wieder ab. Ob man viel Spice mag, den es ab dem Mittelteil ausführlich gab, ist Geschmackssache.

"Rabid" ist ein starkes, düsteres Buch, das Fans von moralisch grauen Charakteren definitiv abholt, für mich aber auch einige Schwächen hatte.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2026

Von Büchern und Pflanzen

Botanic Hearts
0

Das Cover von „Botanic Hearts“ von Melanie Sweeney macht Lust auf eine süße, gemütliche Geschichte.
Bibliotheksleiterin Tansyn verliert bei einem Hurricane über Houston nicht nur ihre geliebte Bibliothek, ...

Das Cover von „Botanic Hearts“ von Melanie Sweeney macht Lust auf eine süße, gemütliche Geschichte.
Bibliotheksleiterin Tansyn verliert bei einem Hurricane über Houston nicht nur ihre geliebte Bibliothek, sondern auch noch ihr Zuhause, das sie sich mit ihrer Tochter Briar teilt.
Während des Hurricanes eilt ihr Jack zu Hilfe, dem sie fortan häufiger begegnen wird, denn ihre Bibliothek wird vorübergehend in den botanischen Garten verlegt, dessen angehender Direktor er ist. Eigentlich scheint sie nichts mit dem zurückhaltenden Jack zu verbinden, trotzdem klopft ihr Herz jedes Mal schneller in seiner Nähe.
Die Kombination aus Büchern und Pflanzen hat mir wirklich gut gefallen. Tansyns herzlicher Charakter scheint grumpy Jack gleich zu bezaubern, auch wenn er anfangs nur in seiner Liebe zu Pflanzen eine gewisse Offenheit zeigt. Das war wirklich süß zu lesen.
Allerdings hat sich die Geschichte dann doch für mich gezogen. Es braucht nicht immer Drama und darf auch mal ruhiger sein, aber hier gab es des Öfteren nicht so den richtigen Anreiz weiterzulesen. Das Setting und die Figuren gefielen mir aber sehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Olympia und Fake Dating

One Date to Gold
0

„One Date to Gold“ hat mich sofort angelacht. Wenn man Lesestoff braucht, um sich auf die olympischen Winterspiele im Februar in Mailand einzustimmen, dann ist dieses Buch ja wohl die perfekte Geschichte!

Amie ...

„One Date to Gold“ hat mich sofort angelacht. Wenn man Lesestoff braucht, um sich auf die olympischen Winterspiele im Februar in Mailand einzustimmen, dann ist dieses Buch ja wohl die perfekte Geschichte!

Amie tritt als Snowboarderin bei den Olympischen Spielen an. Sie spürt den Erfolgsdruck, möchte aber unbedingt beweisen, dass sie gut genug für Gold ist. Als sich ihre größte Konkurrentin verletzt, gerät sie ungewollt in den Fokus der Öffentlichkeit. Eishockeykapitän Hunter bietet ihr an, sie vor der Presse abzuschirmen, solange sie sein Image als Fake-Freundin aufbessert. Amie stimmt zu und das Geplänkel zwischen ihnen scheint bald gar nicht mehr so gespielt.
„One Date to Gold“ hat einen super schönen, flüssigen Schreibstil, der mich leicht in das Setting rund um Olympia entführt hat. Amie ist eine sympathische Protagonistin und man merkt auf jeder Seite die Tension zwischen ihr und Hunter. Den Trope Fake Dating mag ich sowieso sehr gerne. An einige Stellen hat sich die Geschichte ganz leicht für mich gezogen, ansonsten hat die Kombi aus Leistungssport und Lovestory echt für gute Unterhaltung gesorgt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere