Eine spannende, berührende Fortsetzung
A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)„A Theory of Dreaming“ ist die Fortsetzung der historischen, feministischen Fantasy „A Study in Drowning”.
Im ersten Band musste Effy sich ihren Dämonen stellen. In „A Theory of Dreaming“ wird Preston ...
„A Theory of Dreaming“ ist die Fortsetzung der historischen, feministischen Fantasy „A Study in Drowning”.
Im ersten Band musste Effy sich ihren Dämonen stellen. In „A Theory of Dreaming“ wird Preston nun vor die Frage gestellt, ob Magie nicht vielleicht doch existiert.
Nach ihrem Aufenthalt in Hiraeth Manor scheinen Effy und Preston die größten Gefahren hinter sich gebracht zu haben. Doch zurück an der Universität in Llyr sehen die beiden sich zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Effy wurde als erste Frau an der Fakultät für Literatur zugelassen und ist dort das ständige Ziel von bösen Gerüchten und diskriminierendem Verhalten. Zudem spürt sie den ständigen Druck, sich stellvertretend für alle Frauen, die im nächsten Jahr Literatur studieren dürfen, beweisen zu müssen.
Auch die Wunden ihrer traumatischen Vergangenheit machen Effy noch zu schaffen.
Preston hingegen wird als Arganter mit fremdenfeindlichen Bemerkungen konfrontiert, die sich intensivieren, je mehr der Krieg sich zwischen Argant und Llyr zuspitzt.
Beide finden abseits dieses düsteren Alltags eine Zuflucht für ihre Gedanken. Effy lernt zwischen den Seiten eines alten Tagebuches eine weitere Frau kennen, der großes Unrecht geschehen ist. Sie flüchtet sich in die Seiten dieses Tagebuches – und mithilfe ihrer Tabletten in einen traumlosen Schlaf. Immer mehr, immer länger.
Preston hingegen träumt von einem Reich, das nur durch Magie zu bestehen scheint. Bald schon nehmen diese Träume auch Einfluss auf die Realität und es stellts ich heraus, dass Preston und Effy die größten Geheimnisse Llyrs noch nicht aufgedeckt haben …
„A Theory in Dreaming” nimmt uns mit seinem poetischen Schreibstil abermals mit in eine Welt, die voller Mythen, Liebe zur Literatur und magischer Träume ist.
Es befinden sich mehrere Geschichten in dieser Geschichte und das Worldbuilding aus Band eins wurde weiter ausgebaut und gewinnt an noch mehr Komplexität.
Auch Band zwei behandelt vielzählige gesellschaftsrelevante, intensive Themen. Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Missbrauch und Mental Health sind die Kernthemen, die in die Handlung eingewoben wurden.
Effys unermüdlicher Kampf, die literarische Arbeit von Frauen sichtbar zu machen, die von Männern gestohlen, relativiert oder schlichtweg nicht anerkannt wurde, ist bewegend zu lesen und fußt auf unzähligen, realen Beispielen.
Die Liebe zur Literatur spürt man dabei beim Lesen durch jede Seite. „A Theory of Dreaming“ bietet selbst viele Interpretationsmöglichkeiten und verknüpft die verschiedenen Handlungspunkte gekonnt zu einem großen Ganzen.
Wer sich für feministischer Fantasy mit einem poetischen Erzählstil und gesellschaftsrelevanter Themenwahl interessiert, sollte sich auf jeden Fall „A Theory in Dreaming“ näher anschauen.