Erinnerungen
So ist das nie passiertMeine Meinung und Inhalt
»Das hier sollte ein Familien-, ein Geschwister treffen sein.
Es ist fast unmöglich, Michael und Nate zur genau gleichen Zeit in London zu erwischen.«
»Willa gehört ...
Meine Meinung und Inhalt
»Das hier sollte ein Familien-, ein Geschwister treffen sein.
Es ist fast unmöglich, Michael und Nate zur genau gleichen Zeit in London zu erwischen.«
»Willa gehört praktisch zur Familie.«
»Aha.«
»Sie hat so viel durchgemacht.«
»Sicher.« Cat durchbohrt mich mit Blicken, ist dann aber
gleich wieder freundlich. »Ich weiß.« (ZITAT)
Die mysteriös und geheimnisumwobene Geschichte beginnt mit einem Abendessen und hier sind sofort Spannungen der einzelnen Protagonisten sichtbar. Beim Nachtisch erzählt uns Liv von ihrer Erinnerungsforschung und spätestens ab hier hat mich das Buch fesseln können.
Zu meinem Erstaunen erzählt sie uns, wie fehlbar unsere Erinnerungen sein können, wie unser Verstand Dinge überdenkt und wie wichtige Dinge, an die wir uns aus unserer Kindheit erinnern, möglicherweise nicht einmal wahr sind. Ein wirklich toller Gedankengang.
Man denkt dann als Leser selbst, was man als Kind erlebt hat, ob die Erinnerungen der Wahrheit entsprechen.
Für mich ist "So ist das nie passiert" ein äußerst gelungenes Debüt, das auch zeitlich zum Nachdenken anregt.
Als Willa ein Teenager war, verschwand ihre kleine Schwester Laika spurlos. Auch über zwanzig Jahre später hat Willa die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Laika noch lebt. Hartnäckig sucht sie weiter nach ihr. Sie sehnt sich nach der Familienidylle, die mit Laika verloren zu sein scheint. Darüber vernachlässigt sie die Beziehungen zu den Menschen, die tatsächlich noch Teil ihres Lebens sind. Dann trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, in der sie endlich ihre verlorene Schwester zu erkennen glaubt. Was als zwangloses Essen beginnt, wird zu einem denkwürdigen Abend, der alles verändert, was Willa von ihrem Leben zu wissen meinte.
"Mit der Zeit wird die übertriebene Geschichte die Version, die wir tatsächlich glauben, und in unseren Köpfen ist sie nicht mehr vom Original zu unterscheiden. Und ich habe noch ein anderes Beispiel, das müsst ihr nicht laut sagen, aber wart ihr jemals mit jemandem zusammen, den ihr rückblickend total nervig findet?« (ZITAT)
Sarah Easter Collins ist in Kent, England, aufgewachsen und hat in Exeter studiert, bevor sie nach Botswana und später nach Thailand und Malawi zog, um dort Kunstunterricht zu geben. Ihre große Leidenschaft neben dem Schreiben ist die Malerei. Für ihre Bilder lässt sie sich von Erinnerungen an Orte inspirieren, die ihr viel bedeuten, sowie von der Landschaft um sich herum: das wunderschöne Exmoor, eine faszinierende Heidelandschaft voller Moore und Wälder, wo sie mit ihrem Sohn Luke, ihrem Mann und ihren Hunden lebt. Hier liebt sie es, durch die unberührte Natur zu laufen und in den wilden Flüssen und Seen schwimmen zu gehen.