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Veröffentlicht am 15.07.2024

Erinnerungen

So ist das nie passiert
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Meine Meinung und Inhalt

»Das hier sollte ein Familien-, ein Geschwister treffen sein.
Es ist fast unmöglich, Michael und Nate zur genau gleichen Zeit in London zu erwischen.«
»Willa gehört ...

Meine Meinung und Inhalt

»Das hier sollte ein Familien-, ein Geschwister treffen sein.
Es ist fast unmöglich, Michael und Nate zur genau gleichen Zeit in London zu erwischen.«
»Willa gehört praktisch zur Familie.«
»Aha.«
»Sie hat so viel durchgemacht.«
»Sicher.« Cat durchbohrt mich mit Blicken, ist dann aber
gleich wieder freundlich. »Ich weiß.« (ZITAT)


Die mysteriös und geheimnisumwobene Geschichte beginnt mit einem Abendessen und hier sind sofort Spannungen der einzelnen Protagonisten sichtbar. Beim Nachtisch erzählt uns Liv von ihrer Erinnerungsforschung und spätestens ab hier hat mich das Buch fesseln können.

Zu meinem Erstaunen erzählt sie uns, wie fehlbar unsere Erinnerungen sein können, wie unser Verstand Dinge überdenkt und wie wichtige Dinge, an die wir uns aus unserer Kindheit erinnern, möglicherweise nicht einmal wahr sind. Ein wirklich toller Gedankengang.

Man denkt dann als Leser selbst, was man als Kind erlebt hat, ob die Erinnerungen der Wahrheit entsprechen.

Für mich ist "So ist das nie passiert" ein äußerst gelungenes Debüt, das auch zeitlich zum Nachdenken anregt.


Als Willa ein Teenager war, verschwand ihre kleine Schwester Laika spurlos. Auch über zwanzig Jahre später hat Willa die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Laika noch lebt. Hartnäckig sucht sie weiter nach ihr. Sie sehnt sich nach der Familienidylle, die mit Laika verloren zu sein scheint. Darüber vernachlässigt sie die Beziehungen zu den Menschen, die tatsächlich noch Teil ihres Lebens sind. Dann trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, in der sie endlich ihre verlorene Schwester zu erkennen glaubt. Was als zwangloses Essen beginnt, wird zu einem denkwürdigen Abend, der alles verändert, was Willa von ihrem Leben zu wissen meinte.


"Mit der Zeit wird die übertriebene Geschichte die Version, die wir tatsächlich glauben, und in unseren Köpfen ist sie nicht mehr vom Original zu unterscheiden. Und ich habe noch ein anderes Beispiel, das müsst ihr nicht laut sagen, aber wart ihr jemals mit jemandem zusammen, den ihr rückblickend total nervig findet?« (ZITAT)



Sarah Easter Collins ist in Kent, England, aufgewachsen und hat in Exeter studiert, bevor sie nach Botswana und später nach Thailand und Malawi zog, um dort Kunstunterricht zu geben. Ihre große Leidenschaft neben dem Schreiben ist die Malerei. Für ihre Bilder lässt sie sich von Erinnerungen an Orte inspirieren, die ihr viel bedeuten, sowie von der Landschaft um sich herum: das wunderschöne Exmoor, eine faszinierende Heidelandschaft voller Moore und Wälder, wo sie mit ihrem Sohn Luke, ihrem Mann und ihren Hunden lebt. Hier liebt sie es, durch die unberührte Natur zu laufen und in den wilden Flüssen und Seen schwimmen zu gehen.


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Veröffentlicht am 09.07.2024

Spurensuche - E.T.

Seinetwegen
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Meine Meinung und Inhalt

Seit Jahren denke ich, wenn ich eines dieser Ortsschilder passiere: Ob E. T. wohl noch lebt? Er müsste Mitte achtzig sein.
Wie hat er die letzten sechzig Jahre verbracht, ...

Meine Meinung und Inhalt

Seit Jahren denke ich, wenn ich eines dieser Ortsschilder passiere: Ob E. T. wohl noch lebt? Er müsste Mitte achtzig sein.
Wie hat er die letzten sechzig Jahre verbracht, mit seiner Schuld? Und dann der Gedanke: Ich muss ihn suchen, ihn aufsuchen. Den Töter meines Vaters." (ZITAT)

Zora del Buono, 1962 in Zürich geboren, ist eine Schweizer Journalistin, Schriftstellerin und Architektin. Sie studierte Architektur in Zürich und in Berlin und fing nach ihrem Abschluss an als Architektin zu arbeiten. Darüber hinaus gründete sie zu dieser Zeit zusammen mit ihren Kolleg*Innen die Zeitschrift Mare. 2008 gab Zora dann schließlich ihr Debüt als Autorin mit ihrem Roman „Canitz´ Verlangen“. Seitdem veröffentlicht sie neben Romanen auch erfolgreiche Reisebücher. Für ihre herausragenden Arbeiten wurde sie zudem unter anderem mit dem ITB BuchAward ausgezeichnet. Heute lebt sie als freie Autorin zusammen mit ihrer Familie in Berlin.

"Lindgrüne VW Käfer gab es viele. Da saßen Menschen drin, die nichts von unserer persönlichen Käfer-Tragödie wussten.
Es ist ein Auto, das man gern anschaut, fröhlich, ein brummendes buntes Tier, für viele war es ihr erstes Auto überhaupt, ein Freiheitsversprechen; für uns war es der Tod." (ZITAT)

Zora war acht Monate alt, als ihr Vater 1963 bei einem Autounfall starb. Der tote Vater war die große Leerstelle der Familie. Wie kann jemand, der fehlt, ein Leben dennoch prägen? Die Tochter macht sich auf die Suche und fragt, was der Unfall bedeutet hat: für die, die mit einem Verlust weiterleben, für den, der mit einer Schuld weiterlebt. Seinetwegen erzählt Zeitgeschichte als Familiengeschichte – detailgetreu, raffiniert komponiert, so präzise wie poetisch.


Das Buch besteht aus Ausschnitten von Erinnerungen und Gedanken von der Autorin. Die Gefühle des Verlustes und der Schmerz werden deutlich, den Drang endlich herauszufinden, wer ihren Vater getötet hat, ist authentisch dargestellt. Möglicherweise ist das Buch eine Art Aufarbeitung für die Autorin. Er wurde nie vergessen und das macht Sie deutlich.

Ich konnte zu dem Buch nur schwierig einen Bezug aufbauen, da die Erinnerungen sehr sprunghaft waren. Der Schreibstil war gut, die Covergestaltung sehr gelungen, ebenso die Bilder von den Eltern zwischen den einzelnen Seiten.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Spannend, wild, düster und heiß

DARK nasty CASTLE
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Meine Meinung und Inhalt

Achtung - Teil 5

Die Vorgänger sollten gelesen werden um die Geschichte zu verstehen.

In diesem Teil geht es aufregend weiter. Nach und nach erfährt Madison bruchstückhaft mehr ...

Meine Meinung und Inhalt

Achtung - Teil 5

Die Vorgänger sollten gelesen werden um die Geschichte zu verstehen.

In diesem Teil geht es aufregend weiter. Nach und nach erfährt Madison bruchstückhaft mehr über die dunkle Vergangenheit ihrer Familie. Alles fügt sich scheinbar zusammen.
Während die Kopfgeldjäger den Lords weiterhin auf den Fersen sind, scheint Diabo von Neptuno gefasst worden zu sein.
Oder doch nicht? Zudem verlangt Madison das Treffen mit Neptunos gefährlicher Familie mehr ab, als sie erwartet hätte.
Die Fake-Verlobte auszugeben, könnte ihren Tod bedeuten, wenn ihre Lüge auffliegt. Wird ihr die Inszenierung gelingen?


Der Schreibstil von der Autorin D.C. Odesza’s ist wie gewohnt fesselnd und einnehmend. Sie überrascht mit ganz neuen Höhen und Tiefen und lässt den Leser mal wieder mit einem offenen Ende zurück.

Die direkte intensive Sprache gefällt mir auch in diesem Buch wirlich gut.

Band 1: DARK gleam CASTLE.
Band 2: DARK dream CASTLE
Band 3: DARK shadow CASTLE
Band 4: DARK mirror CASTLE.
Band 5: DARK nasty CASTLE.
Band 6: DARK risky CASTLE
Band 7: DARK divine CASTLE
Band 8: DARK crystal CASTLE. Ersterscheinung: 29.07.2024.


D.C. ODESZA ist das Pseudonym einer jungen, deutschen Autorin mit französischen Wurzeln. In ihren erotischen Romanen gibt es keine Tabus. Die Szenen werden ausführlich und abwechslungsreich umgesetzt mit einem Hauch an BDSM Einflüssen.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Bringer der Vergeltung

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Meine Meinung und Inhalt

"»Hallo?«, versuchte er es erneut. »Ist da jemand?«
Stille. »Scheiße, was ist denn hier los? Ist das ein Traum? Warum kann ich mich nicht bewegen?« Er kniff die Augen ...

Meine Meinung und Inhalt

"»Hallo?«, versuchte er es erneut. »Ist da jemand?«
Stille. »Scheiße, was ist denn hier los? Ist das ein Traum? Warum kann ich mich nicht bewegen?« Er kniff die Augen zusammen, so fest er konnte, ehe er sie blinzelnd öffnete. Er hatte nicht das Gefühl zu träumen. Alles war noch genauso wie zuvor – die Dunkelheit, der
pochende Kopfschmerz, das Brennen in seiner Kehle, die schale Luft ... und von der Stelle rühren konnte er sich im-
mer noch nicht. Verzweiflung überkam ihn. »Gut. Sie sind wach.«" (ZITAT)


Nun konnte mich auch der 13. Band rund um das UV-Team Garcia und Hunter erneut in den Bann ziehen. Chris Carter's unverkennbarer Schreibstil und das einzigartige Ermitterduo sind mir so ans Herz gewachsen. Spannungsgeladen schildert der Autor auch diesen Fall.


Die mir mittlerweile schon bekannte Gerichtsmedizinerin Dr. Hove entdeckte bei der Autopsie eines Verkehrsopfers etwas Seltsames. Tödliche Wunden unter der Haut, die nicht vom Unfall stammen können. Sie ist auf das Werk eines Serienkillers gestoßen. Unbemerkt und mit enormer Expertise lässt er jeden seiner brutalen Morde wie ein zufälliges Unglück aussehen.

Dr. Hove meldet ihren Verdacht Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit.

Die Detectives stehen vor einem Problem. Wie ermittelt man in einer Mordserie, wenn die Opfer nicht bekannt sind?


Um "Totenarzt" lesen zu "können" muss man nicht zwingend die vorherigen Bücher der Reihe gelesen haben um diesen Pageturner verschlingen zu können; es wäre jedoch eine Schande, die anderen Teile auszulassen. Der unverkennbare Zusammenhalt und Humor zwischen Hunter und Garcia ist einfach wundervoll.

"»Reden Sie von Wischnewski-Flecken?«, fragte Hunter. »Ganz genau.« Garcia lachte leise. »Ich wundere mich gar nicht darüber,
dass du den Fachausdruck für schwarze Flecken in der Magenschleimhaut kennst. Was mich verblüfft, ist, dass du
auch noch weißt, wie man dieses Wort ausspricht.« Hunter zuckte die Achseln. »Ich lese viel.«
»Der Klassiker.« Garcia hob die Hände, als gäbe es dazu mehr nicht zu sagen.» " (ZITAT)

Die Hintergründe, Beschreibungen und Schilderungen sind auch in diesem Fall erschreckend und grausam. Ein echter Pageturner a la Chris Carter, der meine absolute Leseempfehlung erhält.



Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Mittlerweile lebt Chris Carter als Vollzeit-Autor in London. Seine Thriller um Profiler Robert Hunter sind allesamt Bestseller.

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Gehirn in Balance, statt Chaos in der Seele

Das ausgeglichene Gehirn – Was uns die Neurowissenschaft über mentale Gesundheit verrät
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Meine Meinung und Inhalt

"Glücksgefühle sind flüchtig und nicht quantifizierbar. Glück ist von Natur aus selten und unerwartet - außergewöhnlich und um Längen besser als alles, womit wir im Alltag ...

Meine Meinung und Inhalt

"Glücksgefühle sind flüchtig und nicht quantifizierbar. Glück ist von Natur aus selten und unerwartet - außergewöhnlich und um Längen besser als alles, womit wir im Alltag so rechnen. Viele Tage enthalten keinen einzigen derartigen Augenblick überschäumender Freude. Die meisten Tage haben gute und schlechte Momente, vorhersehbare und unvorhergesehene: einen Überraschungserfolg oder einen unerwarteten Verlust. In diesem Buch geht es darum, wie unser Gehirn ein individuelles Gefühl für psychische Gesundheit konstruiert, indem es lernt, die komplexen, veränderlichen Informationen unserer Umwelt zu vorhersehbaren Konzepten zu ordnen." (ZITAT)


Das Buch liefert sehr viel Input und die Autorin bringt auf Basis neuester Forschung Licht ins Dunkel. Sie erklärt, wie Wohlbefinden im Gehirn entsteht, wie wir es selbst regulieren können und bringt dabei einige so erfrischende wie unerwartete Erkenntnisse zutage:

Denn nicht ein Allheilmittel muss für uns das Richtige sein – vielmehr können Glücksrezepte, die wirklich funktionieren, so vielschichtig sein wie wir selbst.

Der Weg zu mehr Ausgeglichenheit und psychischer Gesundheit scheint heute simpel: Guter Schlaf, ein paar Yoga- und Achtsamkeitsübungen und im Zweifelsfall helfen passende Medikamente. Doch was, wenn die gängigen Rezepte keine dauerhafte Besserung bringen?


Ich habe mir Zeit gelassen, das Buch zu lesen, weil es sehr viele Informationen liefert.

Aufgeteilt ist das Buch in die Zusammensetzung der psychischen Gesundheit und im zweiten Teil wie man das Gehirn aktiv unterstützen kann. Sehr interessant waren die Kapitel "Unsere Erwartungshaltung" und "Welchen Einfluss hat der Lebensstil".

Für mich ein wirklich gutes und aufschlussreiches Werk.


"Wir sehen uns an, wie das Gehirn Angenehmes und Unangenehmes normalerweise verarbeitet und was das mit unseren Vorlieben und Abneigungen zu tun hat. Dass wir bestimmte Dinge subjektiv als angenehm, abstoßend oder schmerzhaft erleben, hat großen Einfluss auf Stimmungslage, Gedanken und Verhalten und damit auf die psychische Verfassung. Ob uns etwas angenehm oder unangenehm erscheint, beeinflusst auch, was das Gehirn darüber lernt und was wir in unserer Umgebung gern beschaffen oder aber meiden. Umgekehrt kann eine Verschlechterung der psychischen Verfassung beeinflussen, wie wir die Welt erleben, kann Freude dämpfen und Schmerz verstärken." ZITAT)



Dr. Camilla Nord leitet das Mental Health Neuroscience Lab an der University of Cambridge, wo sie die Rolle des menschlichen Gehirns für unsere seelische Gesundheit untersucht. Sie studierte in Cambridge und Oxford und ist Mitglied des Vorstands der British Neuropsychiatric Association und der Redaktionsleitung der Scientific Reports des Nature Magazins sowie mehrfach ausgezeichnete und sehr gefragte Referentin.


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