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Veröffentlicht am 28.01.2021

Krimi vor schöner Kulisse

Lost in Fuseta - Spur der Schatten
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Leander Lost, Hamburger Kommissar, befindet sich im Rahmen eines Austauschprogramms in Fuseta, Portugal. „Spur der Schatten“ ist der zweite Fall, in dem er gemeinsam mit den örtlichen Mitarbeitern, den ...

Leander Lost, Hamburger Kommissar, befindet sich im Rahmen eines Austauschprogramms in Fuseta, Portugal. „Spur der Schatten“ ist der zweite Fall, in dem er gemeinsam mit den örtlichen Mitarbeitern, den Sub-Inspektoren Graciana Rosado und Carlos Esteves, die Ermittlungen um eine verschwundene Kollegin vorantreibt.

Zunächst wollen die Ermittlungen nicht richtig in Gang kommen, obwohl der Tatort schnell gefunden ist. Lost ist Asperger-Autist; eine Eigenschaft, die hier und da zu - auch ungewollt komischen - Missverständnissen führen, aber auch einen anderen Blick auf Spuren und Beweise aufzeigen kann. Diese, sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit vermag den Täter und seine Motivation ans Licht zu heben sowie weiteres Unglück zu verhindern.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Mutmaßlich weil Gil Ribeiro in seiner Sprache dem Leser die Besonderheit des Ermittlers Lost in Denken, Fühlen und Handeln nahebringen möchte. Die weiteren 2/3 des Portugal-Krimis habe ich jedoch begeistert verfolgt und das spannende Finale in vollen Zügen genossen. Auch der Nebenschauplatz im Privatleben von Leander hat mich gut unterhalten.

Das eher schlichte Buchcover weckt im Betrachter eine gewisse Sehnsucht nach Sonne und Süden und steht im Einklang mit dem eingebundenen, soliden Kriminalroman, welcher auch Lust auf Urlaub herauskitzelt.



Gil Ribeiro, Lost in Fuseta – Spur der Schatten, Kriminalroman, Broschiert, Kiepenheuer & Witsch, 14,99 €, 400 Seiten, Erscheinungstermin 12.04.2018

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Veröffentlicht am 18.01.2021

Der Dachs hat's gewusst

Grimmbart
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„Grimmbart“ ist der achte Fall von Kommissar Kluftinger. Eigentlich bleibt nicht viel zu dem Buch zu sagen. „Kluftinger“ ist Kult. Entweder man mag den eigenwilligen Kommissar oder eben nicht. Ich mag ...

„Grimmbart“ ist der achte Fall von Kommissar Kluftinger. Eigentlich bleibt nicht viel zu dem Buch zu sagen. „Kluftinger“ ist Kult. Entweder man mag den eigenwilligen Kommissar oder eben nicht. Ich mag ihn…


In „Grimmbart“ befindet sich Klufti mehrfach in einer Ausnahmesituation.
Auf der einen Seite heiratet sein einziger Sohn, weswegen nicht nur sein Zuhause ihm zunehmend fremd wird, sondern selbstverständlich auch die Brauteltern aus Japan anreisen werden, was etliche Fettnäpfchen bereithalten dürfte.
Auf der anderen Seite wirft der neue Fall viele Fragen auf und bedarf im Umkreis durchlauchter Personen Umgangsformen, die der Kommissar sich einerseits nicht merken kann, andererseits auch nicht wirklich als notwendig erachtet.
Und als wenn das nicht alles schon mehr wäre, als ein Allgäuer Urgestein ertragen kann, erscheint der Umgang mit der neuen Vorgesetzten sowie deren Vorstellungen von moderner Polizeiarbeit ein Seiltanz zu werden.

Die Schloss-Herrin ist verschwunden und mit ihr ein wertvolles Gemälde. Die Baronin ist alsbald gefunden, ermordet und drapiert wie die Frau auf dem abgängigen Gemälde, welches verschollen bleibt. Schnell wird klar, dass der Baron bankrott ist, das Schloss und seine Vermarktung in den Händen des zwielichtigen Verwalters liegen. Verdächtige bieten sich viele an, aber sowohl Motiv und Täter bleiben lange im Verborgenen.

Kommissar Kluftinger geht sein eigenes Tempo, lässt sich nicht beeinflussen und aufgrund seiner legendären Geistesblitze wird im furiosen Finale eine wunderschöne Hochzeit jenseits kultureller und sprachlicher Barrieren gefeiert und – irgendwie unvermeidbar – parallel der Mörder dingfest gemacht.


Klüpfel / Kobr, Grimmbart, Kriminalroman, Taschenbuch, Droemer Knaur Verlag, 9,99 €, 480 Seiten, Erscheinungstermin 24.09.2015

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Veröffentlicht am 31.12.2020

Cold Case mit Maulwurf

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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Kommissar Ewert Grens hat vor 20 Jahren ein kleines Mädchen, Zana, aus einer Albtraumszenerie heraus in ein neues Leben getragen. Wirklich losgelassen hat er dieses Kind jedoch nie, auch weil er Fall nicht ...

Kommissar Ewert Grens hat vor 20 Jahren ein kleines Mädchen, Zana, aus einer Albtraumszenerie heraus in ein neues Leben getragen. Wirklich losgelassen hat er dieses Kind jedoch nie, auch weil er Fall nicht aufklären konnte. Heute steht er wieder in jenem Appartement, dem damaligen Tatort. Es wurde eingebrochen. Aber augenscheinlich nichts gestohlen. Befindet sich Zana in akuter Lebensgefahr?

Piet Hoffmann erhält anonym den Auftrag, einen Mord zu begehen. Der Auftraggeber hat Insiderwissen, hält geheimes Material mit höchster Sprengkraft in den Händen. Während Hoffmann Zeit schindet, indem er unerwartete Schwierigkeiten vorschiebt, trifft er im Verborgenen alle notwendigen Vorkehrungen, um seine Familie in Sicherheit zu bringen sowie selbst unterzutauchen, um den Auftraggeber zu identifizieren und die Bedrohung abzustellen.

Ich erkenne zunächst keinerlei Zusammenhang zwischen den Handlungssträngen, ungeachtet der offenbar unabdingbaren, geheimen Zusammenarbeit von Grens und Hoffmann. Die Verstrickung beider Ermittlungen eröffnet sich in kleinen Schritten, die volle Bandbreite erfasse ich jedoch erst im spannenden Finale.

„Geburtstagskind“ beginnt wie ein solider Kriminalroman. Mit dem Erscheinen von Piet Hoffmann verändert sich jedoch die Stimmung; ich habe eine Weile den Eindruck, plötzlich ein völlig anderes Buch zu lesen, welches mich nicht sonderlich interessiert. Ich muss jedoch einräumen, dass ich zwischen diesen Schauplätzen eine größere Lesepause einschieben musste, was allein schon diesen Eindruck bedingen kann.
Nach etwa der Hälfte des Buches gewährt Anders Roslund mir einen Blick auf den möglichen Zusammenhang, so dass ich den Fortgang der Geschichte genießen kann.

Wenn man bereit ist, eine gewisse „Durststrecke“ in Kauf zu nehmen und dranzubleiben, bietet dieser Krimi ein „rundes“ Lesevergnügen.


Anders Roslund, Geburtstagskind, Kriminalroman, broschierte Ausgabe, Ullstein Paperback, 14,99 €, 526 Seiten, Erscheinungstermin 03.08.2020

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Anrührende, aber auch knallharte Realität

Immer montags beste Freunde
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New York in den achtziger Jahren. Eine Frau und ein Junge schließen Freundschaft. So einfach. So unmöglich.
Sie ist weiß, er ist schwarz. Sie ist erwachsen, er ist ein Kind.

Laura Schroff nimmt mich ...

New York in den achtziger Jahren. Eine Frau und ein Junge schließen Freundschaft. So einfach. So unmöglich.
Sie ist weiß, er ist schwarz. Sie ist erwachsen, er ist ein Kind.

Laura Schroff nimmt mich mit auf die Reise durch die Freundschaft zwischen ihr und Maurice sowie ihrer beider Leben. Die Betrachtung der Geschehnisse in New York, beginnend im Jahr 1986, erfolgt aus dem inneren Kreis heraus, die Wahrnehmung aus dem Äußeren bleibt weitgehend unerwähnt. Und doch trägt Laura keine Scheuklappen, wird die Realität in ihrer ganzen Bandbreite offengelegt.

Dieses Buch hat mich berührt, mein Interesse geweckt, mich fröhlich, nachdenklich und auch traurig gestimmt, mich der nächsten Seite, dem nächsten Kapitel entgegenstreben lassen. Es begleitet mich durch meinen Alltag, wirft Fragen auf, fordert Selbstreflexion.

Diese Geschichte hat das Potential zu einem modernen Märchen, verliert jedoch nicht die Bodenhaftung, befruchtet den Glauben an das Gute. Sie unterstreicht meine Erfahrung im Kleinen, einen anderen Menschen zu erfreuen, um im Rückblick festzustellen, dass ich selbst beschenkt worden bin…

Das Cover ist schlicht, aber Interesse weckend gehalten, das Buch angereichert durch ein informatives Vorwort sowie eine Fotostrecke.

Ich durfte „Immer montags beste Freunde“ in der eBook-Version als „Testleser“ der Penguin-Random-House-Verlagsgruppe lesen.


Laura Schroff / Alex Tresniowski, Immer montags beste Freunde, Biografischer Roman, eBook, Diana Verlag, 9,99 €, 304 Seiten in der Print-Ausgabe, Erscheinungstermin 12.10.2020

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Wer will ich sein?

Bewusstheit
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„Bewusstheit“ habe ich als eBook gelesen. Dies erscheint mir eine sehr „praktische“ Ausführung, da dieses Buch nicht für sich allein „anwendbar“ ist, sondern durch „Bonusmaterial“ ergänzt wird. Diese Zusatzbeiträge ...

„Bewusstheit“ habe ich als eBook gelesen. Dies erscheint mir eine sehr „praktische“ Ausführung, da dieses Buch nicht für sich allein „anwendbar“ ist, sondern durch „Bonusmaterial“ ergänzt wird. Diese Zusatzbeiträge sind unmittelbar über Verlinkungen im Text zu erreichen und bilden eine gewisse Voraussetzung für das Verständnis bzw. die Grundlage für den erfolgversprechenden Gebrauch dieses Buches.

Der geneigte Leser wird durch das Buch in Verbindung mit dem Online-Material auf eine Reise geschickt. Eine Reise zu sich selbst im IST und SOLL. Dabei kann ich in meinem eigenen Rhythmus voranschreiten und mich nach und nach auf dieses Erlebnis einlassen. Es ist kein Buch, was ich „mal eben so“ durchlese, es ist ein Buch, welches ich sicher immer wieder zur Hand nehmen werde, um den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten.

Bischoff begegnet mir auf Augenhöhe, offenbart mir seine eigene Biografie, welche mir ganz authentisch zeigt, dass „Bewusstheit“ funktioniert. Und alles, was ich benötige, habe ich dabei. Ich brauche bloß den ersten Schritt zu gehen.

Christian Bischoff war mir ein Begriff als Persönlichkeits- und Mentaltrainer. Allerdings habe ich noch nie eines seiner Seminare besucht. Insofern war ich neugierig auf dieses Buch, welches mich positiv überrascht hat.

Wenn Du Dir mit mehr Achtsamkeit begegnen möchtest und eine Veränderung für Dein Leben wünschst, würde ich Dir dieses Buch empfehlen.


Christian Bischoff, Bewusstheit, Ratgeber, eBook, Ariston Verlag, 13,99 €, 224 Seiten in der Print-Ausgabe, Erscheinungstermin 31.08.2020

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