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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein Hauch Magie, eine Portion Freundschaft und ganz viel Liebe

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Die Advents- und Weihnachtszeit steht bevor. Was dabei nicht fehlen darf: der neueste Weihnachtsroman von Petra Schier! In ihrem inzwischen zehnten Band der Reihe spielt auch in „Schneeflöckchen Weißpfötchen“ ...

Die Advents- und Weihnachtszeit steht bevor. Was dabei nicht fehlen darf: der neueste Weihnachtsroman von Petra Schier! In ihrem inzwischen zehnten Band der Reihe spielt auch in „Schneeflöckchen Weißpfötchen“ ein Hund eine tragende Rolle.
Ein Weihnachtshund, kombiniert mit einem Hauch Magie, garniert mit einer guten Prise Winterzauber und ganz viel Liebe, Happy End inbegriffen – Zutaten für eine Erfolgsgeschichte, wie sie nur Petra Schier schreiben kann.

Für mich ist „Schneeflöckchen Weißpfötchen“ der erste Weihnachtsroman der Autorin. Aber ganz sicher nicht der Letzte. Durch die bildhaften Beschreibungen taucht man ein in eine Weihnachtswelt, die einen nicht mehr loslässt. So ist der Roman rasend schnell gelesen, was auch dem absolut flüssig zu lesenden Schreibstil geschuldet ist. Die Spannung bleibt hoch, schließlich haben nicht nur der Weihnachtshund Amara sondern auch die Hauptfiguren Ellie und Xander eine Reihe Irrungen und Wirrungen zu überstehen. Ob sie am Ende zum ersehnten Happy End führen? Denn wer will schon eine lange andauernde, ganz besondere Freundschaft aufs Spiel setzen.
Santa Claus und seine Elfen mischen kräftig mit, was nicht nur sehr lustig zu lesen ist, sondern auch für eine ganz besondere Magie sorgt.

Besonders ist sicherlich, dass auch die Hündin Amara „zu Wort“ kommt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt wird einfühlsam beschrieben, so dass man sich auch in den Vierbeiner wunderbar hineinversetzen kann. Die Einfühlsamkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die tierische Figur, sondern auch auf die im Buch vorkommenden Menschen. So kommt man nicht nur an einer Stelle zum Träumen und wischt sich das eine oder andere Tränchen aus den Augenwinkeln.

Auch wenn ich an ein paar wenigen Stellen etwas mehr Realitätsnähe zu schätzen gewusst hätte, hat mich dieses Buch verzaubert. Es ist der perfekte Begleiter für die Adventszeit. Denn nach dieser Lektüre ist Weihnachtsstimmung vorprogrammiert. Deshalb eine klare Kaufempfehlung für diese zauberhafte Geschichte mit Hund, Herz, Gefühl und ganz viel Weihnachten.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Alltagswahnsinn mit Humor und Tiefgang – ein Roman für vergnügliche Lesestunden

Ungezügelt
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Die Romane von Autorin Susanne Fröhlich rund um Andrea Schnidt sind eine wahre Erfolgsstory. Mit „Ungezügelt“ liegt der inzwischen 13. Band der Reihe vor. Bereits das Cover zeigt in seiner Gestaltung einen ...

Die Romane von Autorin Susanne Fröhlich rund um Andrea Schnidt sind eine wahre Erfolgsstory. Mit „Ungezügelt“ liegt der inzwischen 13. Band der Reihe vor. Bereits das Cover zeigt in seiner Gestaltung einen Wiedererkennungswert.

Als Neuling in der Welt der Andrea Schnidt fand ich mich schnell zurecht. Sowohl in den Figuren, die nach und nach vorgestellt wurden, als auch in der Vergangenheit, die immer wieder eingestreut wurde. Kleine Hinweise auf Geschehnisse in vorherigen Büchern wecken die Lust darauf, auch diese zu lesen.

Andrea Schnidt muss sich nach Verlust ihres Jobs nach einer neuen Herausforderung umsehen. Ihre Wahl fällt auf das Autorinnendasein, das allerlei unvorhergesehene Schwierigkeiten und Verwirrungen bereithält. Und das nicht nur für sie selbst! Herrlich komisch, an vielen Stellen aber auch sehr tiefgründig, durfte ich Andrea begleiten. Dabei wirkte sie immer wie eine beste Freundin, der man an mancher Stelle gewünscht hätte, etwas mehr auf sich selbst zu achten. Doch so stellt sie immer wieder Freunde, aber vor allem Familie an erste Stelle. Eine durch und durch empathische und sympathische Frau, deren Freund Rudi ebenfalls für einige Lacher sorgt. An diesem 90jährigen kann man sich so manches Abschauen. Seien es Leidenschaft für Neues oder die Ehrlichkeit, mit der er immer wieder auch etwas vor den Kopf stößt. Doch das verzeiht man einem Herrn seines Alters doch gerne.

Autorin Susanne Fröhlich reißt einen mit ihrem witzigen Schreibstil einfach mit. Dabei gelingt ihr die Balance, ernsten Themen mit humorvollen Blickwinkeln zu begegnen. Gekonnt ist auch der Schluss des Buches, der weitere Bände möglich macht. So können nicht nur eingefleischte Andrea Schnidt-Fans auf eine Fortsetzung der Kultreihe hoffen.

„Ungezügelt“ ist ein kurzweiliger Roman, der viele aktuelle Themen wie Alzheimer und Kindererziehung anspricht, aber dabei niemals bevormundend wirkt. Mitten aus dem Leben, gewürzt mit einer herrlichen Prise Humor, bietet dieser Roman entspanntes Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Von der Kraft und Magie der Natur – eine literarische Liebeserklärung

Wilder Honig
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„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist kein gewöhnlicher Roman. Er erfordert vom Leser, dass er sich ganz auf die bildhafte Sprache und die Natur einlässt. Angelegt ist der Aufbau des Romans im Gleichklang ...

„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist kein gewöhnlicher Roman. Er erfordert vom Leser, dass er sich ganz auf die bildhafte Sprache und die Natur einlässt. Angelegt ist der Aufbau des Romans im Gleichklang mit den Jahreszeiten. Nach dem stürmischen Herbst folgt der stille Winter, der abgelöst wird vom aufkeimenden Frühling und im strahlenden Sommer endet. Parallel hierzu entwickeln sich die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Gefeilte Dialoge erwartet man vergebens. Es sind die leisen Zwischentöne, die Ruhe, das In-sich-gehen, die Magie der Natur und deren Besonderheiten, die den Roman prägen. Einzigartig ist darüber hinaus sicher, dass der Leser viel über Bienen und Obstbäume lernt. Dienen die einen zur Rückschau und dem Blick auf das Vergangene, das versucht wird zu erklären, so werden die anderen ein Symbol für die Befreiung und die Zukunft. Insgesamt lebt der Roman von Metaphern, die vielmals erst bei genauerer Betrachtung zum Vorschein kommen und ihre Wirkung im Verlauf des Romans entfalten.

Das Cover des Buches ist schlicht gehalten und passt genau zum Titel wie auch dem Inhalt des Romans. Unaufgeregt aber eindrücklich, lässt es dem Leser Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Das Meiste bleibt in der Andeutung und wird nicht auserzählt, was sich nicht nur im Ende des Romans widerspiegelt. Einige Erzählstränge werden zu einem Abschluss geführt, der jedoch genügend Raum für weitere Entwicklungen bietet.

Eine stille und eindrückliche Liebeserklärung an die Natur. An ihre Kraft und Magie, den Zauber der ihr innewohnt. Und die allumfassende Verbindung, die sie in sich trägt, auf die sich nicht nur die Figuren, sondern auch der Leser einlassen und begründen darf.

Würdigend hervorheben möchte ich die Arbeit der Übersetzerin Monika Köpfer. Ein solches Werk in eine andere Sprache zu übertragen erfordert viel Feingefühl.

Am Anfang des Buches steht ein altes walisisches Sprichwort, das besagt, dass in einem Apfelkern ein unsichtbarer Obstgarten steckt. Übertragen möchte ich sagen, dass in diesem Roman ein literarischer Schatz steckt. Sich auf diesen einzulassen und ihn zu entdecken lohnt sich!

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Zusammenhalt und Menschlichkeit auf dem Friesenhof

Der Friesenhof
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„Der Friesenhof – Schicksalstage“ ist nach „Der Friesenhof – Auf neuen Wegen“ der zweite Teil der ergreifenden Familiengeschichte rund um den Friesenhof von Fenja Lüders. Dort leben nicht nur die drei ...

„Der Friesenhof – Schicksalstage“ ist nach „Der Friesenhof – Auf neuen Wegen“ der zweite Teil der ergreifenden Familiengeschichte rund um den Friesenhof von Fenja Lüders. Dort leben nicht nur die drei Schwestern Hanna, Gesa und Helga, sondern auch ihre Mutter Henrike und Tanti. Gemeinsam und trotzdem jede auf ihre Weise, versuchen sie ihren Weg in den Nachkriegsjahren zu gehen. Dass dies für Frauen ungleich schwerer war, als für Männer, ist unbenommen.

Gesa entwickelt neben ihrer Arbeit bei Teehändler Kruse ihr eigenes Teekontor weiter. Hanna führt zusammen mit ihrem Mann Tomek den Friesenhof und Helga hilft vor allem auf dem Nachbarhof aus. Was sich recht unaufgeregt liest, birgt viele Hintergründe und Verwicklungen rund um die Themen Liebe und Hass, Leben und Tod, Glück und Unglück, Hoffnung und Verzweiflung. Einfühlsam führt die Autorin durch die Geschichte und lässt den Leser die Geschichten und Entwicklungen der drei Schwestern miterleben. Das damalige Leben und die Umstände, auch gesellschaftlich, sind dabei sehr eindrücklich im Roman verarbeitet.

Der Schreibstil von Fenja Lüders liest sich angenehm leicht und flüssig. Die Charaktere sind fein gezeichnet und lassen einen mit den Figuren leiden, lachen, lieben, weinen und zweifeln.

Auch wenn ich den ersten Teil der Teehändler-Saga nicht kannte, bin ich sehr gut ins Buch gekommen. Zu Beginn wird eine Zusammenfassung der wichtigsten vergangenen Ereignisse in die Handlung eingewoben, so dass man sich problemlos im Geschehen und den Figuren zurecht findet.

Für diese ergreifende Familiengeschichte spreche ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung aus. Freuen würde ich mich über einen dritten Band der Reihe, der einen weiter am Leben der Friesenhof-Schwestern teilhaben lässt.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Wohlfühlroman in wunderschöner Umgebung, der die Kraft der Freundschaft feiert

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Eine neue Reihe von Katharina Herzog beginnt. Den Auftakt bildet "A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe". Ein Wohlfühlroman, der berührt. In gewohnt eindrücklicher Weise zeichnet die Autorin die Charaktere, ...

Eine neue Reihe von Katharina Herzog beginnt. Den Auftakt bildet "A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe". Ein Wohlfühlroman, der berührt. In gewohnt eindrücklicher Weise zeichnet die Autorin die Charaktere, so dass man sich in jeden einzelnen hineinversetzen kann und seine Sorgen, Ängste, aber auch Freude und Entwicklungen hautnah spürt. Geliebt habe ich zudem die Beschreibungen der Szenerie, die nicht nur den Pub bildgewaltig vor meinem inneren Auge entstehen ließen. Doch auch die leisen Töne kamen nicht zu kurz, so dass das Herz mehr als einmal berührt wird. Schön fand ich, dass nicht nur das Thema Liebe sondern auch Freundschaft in den Mittelpunkt gestellt wurde. Beides muss sich erstmal entwickeln und ist so mancher Prüfung ausgesetzt. Und dass Liebe sowie Freundschaft zwischen ganz unterschiedlichen Menschen entstehen kann, wird greifbar und eindrücklich beschrieben.

Eine klare Leseempfehlung für diesen einfühlsamen Roman in wunderschöner Umgebung. Für Fans von Katarina Herzog ein absolutes Lese-Muss. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band der Reihe und bin gespannt, ob sich meine Vermutung bezüglich der Hauptfiguren bestätigt. Ein schöner Cliffhanger war am Ende des Buches zu finden.

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