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Veröffentlicht am 27.07.2026

emotionales aber ausbaufähiges Debüt mit tollem Setting

Counting Days
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„Counting Days“ heißt der Debütroman von Steffi Kuhlmann.

Dalia lebt in Hamburg, als eine erschreckende Nachricht sie erreicht: ihr Zwillingsbruder schwebt in Lebensgefahr. Er hatte in ihrer Heimatstadt ...

„Counting Days“ heißt der Debütroman von Steffi Kuhlmann.

Dalia lebt in Hamburg, als eine erschreckende Nachricht sie erreicht: ihr Zwillingsbruder schwebt in Lebensgefahr. Er hatte in ihrer Heimatstadt Heidelberg einen Unfall. Notgedrungen kehrt Dalia zurück in die Stadt, der sie vor drei Jahren mit gebrochenem Herzen der Rücken gekehrt hat. Schuld daran war Alex, den sie prompt nach kurzer Zeit wieder trifft. Der hat eigentlich genug mit seinem eigenen Leben zu tun. Denn zwischen Jurastudium, der Sorge um seine Mutter und verschiedenen Jobs, jongliert er nicht nur mit seiner Zeit. Hält die Liebe trotz aller Probleme eine zweite Chance für Dalia und Alex bereit?

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut: sowohl die Widmung zu Beginn, als auch die Playlist mit der hübschen Zeichnung im Hintergrund. Toll, dass diese auch zu Beginn des Prologs und jedes Kapitels wieder aufgenommen wird.
Was mir ebenfalls gut gefällt ist, dass der Prolog und die Kapitel mit Datumsangaben sowie dem Namen der Person versehen sind, aus deren Sicht geschrieben wird, so dass man sich gut in der Geschichte zurechtfindet. Einen weiteres Highlight sind die feinfühligen Zitate, mit denen jedes Kapitel überschrieben ist.
Das Setting in der schönen Stadt Heidelberg ist wirklich gelungen und durch die Bilder auf den Umschlag-Innenseiten toll nachvollziehbar.

Die ersten Seiten des Romans haben mich sofort gepackt. Sie präsentierten sich mir gefühlvoll aber auch romantisch mit viel Potenzial – ein guter Spannungsaufbau. Leider ergaben sich im Verlauf des Buches einige Längen, so dass ich zwischendurch die Lust am Lesen etwas verloren habe. Auch einzelne Aspekte waren mir zu wenig beleuchtet, so dass das Geschehen teilweise etwas flach und konstruiert erschien. Nicht immer konnte ich deshalb das Verhalten und die Entscheidungen von Dalia und Alexander nachvollziehen, so dass mir teilweise der Zugang zu den Hauptfiguren fehlte.

Nichtsdestotrotz sind einige schwerere Themen und der Bereich um die psychische Gesundheit – „Mental Health“ – gut, weil lebensecht und wirklichkeitsnah, dargestellt.

Alles in allem ein Debütroman mit Potential und schönem Setting, für den ich 3,5 Sterne vergebe.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2026

humorvolle Romanze über zweite Chancen und persönliche Entwicklungen

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Einfach traumhaft ist nicht nur das Cover des Buches „Worst Date Ever“ der erfolgreichen Autorin Kasie West, sondern auch der wunderschöne Farbschnitt. Die Goldprägung des Titels mit seiner haptischen ...

Einfach traumhaft ist nicht nur das Cover des Buches „Worst Date Ever“ der erfolgreichen Autorin Kasie West, sondern auch der wunderschöne Farbschnitt. Die Goldprägung des Titels mit seiner haptischen Besonderheit ist ein weiterer Blickfang.

Margot erlebt das schlechteste Date ihres Lebens mit Oliver. Zustande kam es aufgrund eines Dating-App-Matchs. Als angehende Literaturagentin für Margot eigentlich sowieso ein Unding, denn sie möchte die perfekte Liebesgeschichte erleben. Und da kann eine App doch wirklich nicht das Richtige sein. Trotzdem ist die körperliche Anziehungskraft zwischen den Beiden unbestreitbar. Als Margot nicht nur ihren Job verliert, treffen sie sich wieder und müssen so manches hinterfragen.

Autorin Kasie West schreibt locker, leicht und humorvoll, so dass man ihren Schreibstil zudem als flüssig und sehr gut lesbar bezeichnen kann. Gefallen hat mir außerdem, dass die Chats, die im Buch eine nicht unerhebliche Rolle spielen, deutlich erkennbar waren, jedoch trotzdem so in den Text eingebettet waren, dass der Lesefluss nicht gestört wurde. Herrlich die Dialoge, die oftmals vor Witz sprühten. Auch dadurch wurde für den Leser die Chemie zwischen Margot und Oliver spürbar.

Beide Hauptcharaktere haben mir gut gefallen. Oliver blieb zwar an manchen Stellen etwas blass und Margots Entscheidungen wirken manchmal etwas naiv. Aber mit ihrer chaotischen und dabei authentischen Art mochte ich sie und mir gefiel die Entwicklung, die sie im Verlauf des Buches durchlebte. Auch die Einblicke in die Buch- und Verlagsbranche, die man durch ihre Figur erhielt, fand ich interessant.

Die beiden negativen Charaktere die im Buch ebenfalls vorkommen sind so gezeichnet, dass sie dem Geschehen die nötigen Wendungen und Entwicklungsmöglichkeiten geben. Eine gewisse Vorhersehbarkeit ist in Bezug auf die Gesamthandlung nicht abzustreiten, jedoch hat mich die Umsetzung der Autorin überzeugt. Denn es geht nicht nur um die Suche nach Liebe, sondern auch um Themen wie persönliche Träume, Selbstverwirklichung, die kritische Betrachtung des digitalen sozialen Lebens, sowie berufliche und familiäre Ungerechtigkeiten.

Gerne vergebe ich für diese leicht lesbare, humorvolle und knisternde RomCom mit Herz und einer gewissen Tiefe 4,5 Punkte.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2026

gelungener Auftakt – zwei starke Zeitebenen mit Atmosphäre, Tiefe und Emotionen

Die Meerglas-Schwestern
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Autorin Eleanor Buchanan ist mit „Die Meerglas-Schwestern“ ein wundervoller Auftaktroman zu einer spannenden Familiensaga gelungen.

Im Mittelpunkt der Familiensaga steht ein tragisches Geheimnis um vier ...

Autorin Eleanor Buchanan ist mit „Die Meerglas-Schwestern“ ein wundervoller Auftaktroman zu einer spannenden Familiensaga gelungen.

Im Mittelpunkt der Familiensaga steht ein tragisches Geheimnis um vier Schwestern. Der vorliegende erste Band befasst sich in der Gegenwart mit Roz. Sie verlässt Australien nach dem Tod ihrer Mutter und reist nach England. Mit dabei ein Opalring. Dass dieses Erbstück, das sie erst kürzlich entdeckt hat, sie mit dem schottischen Skara verbindet ahnt sie zunächst nicht.
In der Vergangenheit steht Iris, die älteste von vier Schwestern, im Mittelpunkt. Sie reist nach Ceylon, um den Bruder ihrer verstorbenen Mutter um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Fest im Blick hat sie dabei die schnellstmögliche Rückkehr in ihre schottische Heimat und zu ihren Schwestern. Doch nicht nur die Reise an sich hält einige Überraschungen bereit.

Stimmungsvoll und farbenprächtig präsentiert sich das Cover des Buches. Besonders ansprechend sind zudem der sich haptisch abhebende Titel, sowie die auffallend gestalteten Blumenranken am oberen Rand.

Mitreißend, dabei flüssig und leicht zu lesen, ist der Schreibstil Eleanor Buchanans. Man fliegt durch die Seiten und ist gefesselt von den Geschehnissen und Familiengeheimnissen auf beiden Zeitebenen. Der Autorin ist es auf eindrückliche Weise gelungen, dass diese hervorragend ineinandergreifen, dabei jedoch jede für sich eine eigene starke Geschichte mit ebensolchen Figuren beschreiben. Die wechselnden Perspektiven erfordern zu Beginn aufgrund der vielzähligen Schauplätze und Charaktere größere Aufmerksamkeit. Jedoch wachsen einem diese durch die bildhaften, atmosphärischen und einfühlsamen Beschreibungen so schnell ans Herz, dass eine korrekte Einordnung leicht fällt.

Am Ende fügt sich das Ganze zu einem wahnsinnig bunten und aufregenden, aber sehr stimmigen Bild. Eine tolle Mischung aus Abschluss und offenen Fragen.

Was mir leider nicht so gut gefallen hat sind die teils sehr inhaltbestimmenden mystischen, übersinnlichen Elemente. Ein gewisser Anteil Mystik ist sicherlich vertretbar. Jedoch hätte es mir an mancher Stelle besser gefallen, wenn Geschehnisse auf realer Ebene abgelaufen wären.

Für diesen mitreißenden Auftaktroman zu einer großen Familiengeheimnis-Saga vergebe ich gerne 4,5 Sterne. Einen halben Stern muss ich leider für die oben ausgeführten mystischen Elemente abziehen. Den zweiten Band werde ich sehr gerne lesen und wird von mir mit großer Spannung erwartet.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

packende Cowboy-Romance - zwischen Loyalität und Liebe

Fever Dream
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Spiegel-Bestseller-Autorin Elvie Silver präsentiert mit „Fever Dream“ den Auftakt-Roman zu ihrer neuen Reihe rund den Ort Emerald Lake.

Emmett Bush, professioneller Bullenreiter und Playboy, benötigt ...

Spiegel-Bestseller-Autorin Elvie Silver präsentiert mit „Fever Dream“ den Auftakt-Roman zu ihrer neuen Reihe rund den Ort Emerald Lake.

Emmett Bush, professioneller Bullenreiter und Playboy, benötigt dringend Geld, um „Stal Brandt“, die Ranch der Familie, vor dem Untergang zu bewahren. Deshalb geht er schweren Herzens auf das Angebot ein, bei „Romance Ranch“ den Bachelor zu geben. In dieser Realityshow soll er die Frau seines Lebens finden. Der Plan klingt einfach, doch er hat die Rechnung ohne Julia Silva gemacht. Sie ist nicht nur die Location-Managerin der Show, sondern auch die jüngere Schwester seines größten Rivalen Theo Silva. Die Anziehung zwischen den beiden ist enorm, auch wenn eigentlich weder Emmett noch Julia dem nachgeben wollen. Doch plötzlich stehen sie nicht nur diesem Problem gegenüber. Denn Emmett bekommt das Geld nur, wenn er sich in eine der Show-Kandidatinnen verliebt. Wird er die Ranch retten können?

Das Cover ist sehr gut getroffen und lässt auf den ersten Blick erkennen, dass es um einen Cowboy geht. Die Farbwahl ist klasse und ich mag es sehr, dass die Wolken, die zu sehen sind, sich in der Gestaltung der Kapitelanfänge wiederfinden.

Der Schreibstil von Elsie Silver ist absolut packend und mitreißend. Ab der ersten Seite war ich im Buch gefangen. Dazu trugen auch der Humor und die damit verbundenen witzigen Szenen bei. Besonders zu Beginn mochte ich die differenzierte Betrachtungsweise der Charaktere, die einerseits oberflächlich wirken, im nächsten Moment aber eine unglaubliche Tiefe zeigen.

Dass abwechselnd aus der Sicht von Emmett und Julia erzählt wird, gibt der Handlung zusätzliche Spannung und ermöglicht dem Leser ein tiefes Eintauchen in die Geschichte, sowie die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden. Außerdem erlebt man so die Entwicklung der beiden hautnah mit.

Schade fand ich, dass vor allem im letzten Drittel der Spice zwischen Julia und Emmett deutlich überwog und für mich an manchen Stellen auch überhandnahm. Dazu kam die teils vulgäre Sprache und die Tatsache, dass die charakterlichen Entwicklungen stark dahinter zurücksteckten. Dies betraf auch die Nebencharaktere, die trotz toller Anlage zu wenig Raum erhielten. Das war vor allem nach dem sehr starken Start des Buches enttäuschend. So würde ich für die ersten beiden Drittel fünf Sterne vergeben, für das letzte Drittel jedoch höchstens drei.

Absolutes Highlight war für mich Emmetts Familie, hier insbesondere seine zauberhaften Großeltern. Die tiefe Liebe, aufrichtige Herzlichkeit, absolute Loyalität und der Zusammenhalt sind einzigartig und schaffen eine absolute Wohlfühlatmosphäre.

Die Darstellung des Showbusiness bzw. der TV-Produktion und die Einbettung der Geschichte in diesen Hintergrund empfand ich als sehr gelungen. Auch der teilweise Menschenverachtende Umgang mit den Kandidatinnen und Emmett sowie die Inszenierungen in jeglicher Hinsicht regen zum Nachdenken an.

Für diese fesselnde Cowboy-Romance mit einer tollen Mischung aus Humor, Romance und Spannung, die zudem zum Nachdenken anregt, vergebe ich gerne 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

leichter Young-Adult-Liebesroman mit fehlender Tiefe

Picking Daisies on Sundays
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„Picking Daisies on Sundays“ von Autorin Liana Cincotti bezauberte mich auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Farbschnitt.

Vor vier Jahren trennten sich die Wege von Daisy und ihrem besten Freund ...

„Picking Daisies on Sundays“ von Autorin Liana Cincotti bezauberte mich auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Farbschnitt.

Vor vier Jahren trennten sich die Wege von Daisy und ihrem besten Freund Levi abrupt, nachdem Daisy sich in ihren besten Freund verliebt hatte, dieser von ihren Gefühlen aber keine Ahnung hatte. Nun trifft sie ihn plötzlich wieder und er bittet sie, für die Hochzeit seiner Schwester seine Freundin zu spielen. Wider besseres Wissen lässt sich die junge Modestudentin darauf ein. Doch wird sie es schaffen, sich nicht wieder in Levi zu verlieben und ein neuerlich gebrochenes Herz zu riskieren? Und hat er wirklich nur freundschaftliche Gefühle für sie?

Der Schreibstil der Autorin Liana Cincotti ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch wenn sich in der Handlung immer wieder Längen ergeben. Diese kommen unter anderem durch Wiederholungen und viele Missverständnisse zustande. Gepaart mit erheblicher Vorhersehbarkeit zieht sich der Roman vor allem im Mittelteil.

Leider wurde ich mit der Hauptprotagonistin Daisy nicht richtig warm. Sie wirkte an unterschiedlichen Stellen sehr unsicher und teilweise anstrengend. Zudem konnte ich im Verlauf des Liebesromans keine wirkliche charakterliche Entwicklung erkennen. Der männliche Gegenpart Levi war mir, trotz Berücksichtigung seiner Vergangenheit, oftmals zu kontrollierend und bestimmend. Vielfach meinte er es gut, doch ohne erklärende Worte wirkte sein Verhalten vielfach übergriffig. Dabei ist die häufige Misskommunikation bzw. völlig fehlende Kommunikation für mich der Hauptkritikpunkt an der Geschichte, da diese wirklich bis zum Ende voll ausgereizt wurde.

Sehr sympathisch und liebenswert empfand ich die Nebencharaktere des Buches. Sie lockerten an vielen Stellen das Geschehen auf und sorgten für eine Wohlfühlatmosphäre.

Ein schöner Titel, ein ansprechender Klappentext und ein zauberhaftes Cover mit noch schönerem Farbschnitt ließen mich zu diesem Buch greifen. Leider fehlt es diesem Young-Adult-Liebesroman erheblich an Tiefe. Als leichter und ruhiger Liebesroman für zwischendurch geeignet – süß aber nichts Besonderes.

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