Zwischen Ängsten und Leichtigkeit – mit ländlichem Charme und herzigen Tieren
Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.
Tess ist ...
„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.
Tess ist eine Großstadtpflanze durch und durch. Als erfolgreiche Investmentbankerin ist sie gerade die Karriereleiter weiter hinaufgeklettert, als eine medizinische Untersuchung sie aus der Bahn wirft. Plötzlich braucht sie einen neuen Plan für ihr Leben und ihr erscheint es, als könne sie diesen während einer Wanderung finden. Doch das Ganze entwickelt sich anders als sie denkt und als sie für eine verletzte Wanderin Hilfe ruft, trifft sie auf den sympathischen Bergretter Gregg, der sie auf die Farm seiner Nachbarin Fran mitnimmt. Damit werden Entwicklungen in Gang gesetzt, die nicht nur Tess betreffen. Und dann ist da immer noch diese Gesundheitssache.
Andrea Zöbeli schreibt leicht und flüssig, so dass man sich direkt in der Geschichte wohlfühlt. Die Charaktere sind sympathisch und vor allem Tess fühlt man sich in ihren Sorgen und Ängsten sehr nah. Der medizinische Teil ihrer Geschichte und die damit zusammenhängenden Erinnerungen an ihre Mutter haben mich sehr berührt. Emotional ging es auch durch die Figur Fran zu. Ich mochte es, dass die Frauen dieses Buches ihren Weg gefunden und ihre Stärke bewiesen haben.
Schön beschrieben sind die Herausforderungen und Schwankungen zwischen ernsthaften Ängsten und Leichtigkeit. Familiäre Beziehungen und Freundschaften sind weitere Themen des Romans, die wertvolle Bereicherung des Lebens sowie des Buches sind. Die Tiere sind einfach herzerwärmend. Wobei die Autorin nicht verpasst, auch deren Besonderheiten und teilweise Gefährlichkeit zur Sprache zu bringen.
Etwas unrealistisch war, wie schnell Tess sich ohne jegliche Vorerfahrungen im ländlichen Leben zurechtfindet und ohne größere Probleme Tiere bzw. eine ganze Farm alleine versorgt. Dies tat dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch.
Sehr stark fand ich, dass die Autorin in ihrem Schlusswort davon berichtet, dass persönliche medizinische Herausforderungen sie zur Entstehung dieses Bandes geführt haben. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen.
Ein warmherziges Buch, das den Spagat zwischen Ängsten und Leichtigkeit schafft. Getragen wird die Geschichte dabei nicht nur von ländlichem Charme und herzigen Tieren, sondern auch von sympathischen Protagonisten und deren ehrlichen Entwicklungen.