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Veröffentlicht am 18.05.2026

packende Cowboy-Romance - zwischen Loyalität und Liebe

Fever Dream
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Spiegel-Bestseller-Autorin Elvie Silver präsentiert mit „Fever Dream“ den Auftakt-Roman zu ihrer neuen Reihe rund den Ort Emerald Lake.

Emmett Bush, professioneller Bullenreiter und Playboy, benötigt ...

Spiegel-Bestseller-Autorin Elvie Silver präsentiert mit „Fever Dream“ den Auftakt-Roman zu ihrer neuen Reihe rund den Ort Emerald Lake.

Emmett Bush, professioneller Bullenreiter und Playboy, benötigt dringend Geld, um „Stal Brandt“, die Ranch der Familie, vor dem Untergang zu bewahren. Deshalb geht er schweren Herzens auf das Angebot ein, bei „Romance Ranch“ den Bachelor zu geben. In dieser Realityshow soll er die Frau seines Lebens finden. Der Plan klingt einfach, doch er hat die Rechnung ohne Julia Silva gemacht. Sie ist nicht nur die Location-Managerin der Show, sondern auch die jüngere Schwester seines größten Rivalen Theo Silva. Die Anziehung zwischen den beiden ist enorm, auch wenn eigentlich weder Emmett noch Julia dem nachgeben wollen. Doch plötzlich stehen sie nicht nur diesem Problem gegenüber. Denn Emmett bekommt das Geld nur, wenn er sich in eine der Show-Kandidatinnen verliebt. Wird er die Ranch retten können?

Das Cover ist sehr gut getroffen und lässt auf den ersten Blick erkennen, dass es um einen Cowboy geht. Die Farbwahl ist klasse und ich mag es sehr, dass die Wolken, die zu sehen sind, sich in der Gestaltung der Kapitelanfänge wiederfinden.

Der Schreibstil von Elsie Silver ist absolut packend und mitreißend. Ab der ersten Seite war ich im Buch gefangen. Dazu trugen auch der Humor und die damit verbundenen witzigen Szenen bei. Besonders zu Beginn mochte ich die differenzierte Betrachtungsweise der Charaktere, die einerseits oberflächlich wirken, im nächsten Moment aber eine unglaubliche Tiefe zeigen.

Dass abwechselnd aus der Sicht von Emmett und Julia erzählt wird, gibt der Handlung zusätzliche Spannung und ermöglicht dem Leser ein tiefes Eintauchen in die Geschichte, sowie die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden. Außerdem erlebt man so die Entwicklung der beiden hautnah mit.

Schade fand ich, dass vor allem im letzten Drittel der Spice zwischen Julia und Emmett deutlich überwog und für mich an manchen Stellen auch überhandnahm. Dazu kam die teils vulgäre Sprache und die Tatsache, dass die charakterlichen Entwicklungen stark dahinter zurücksteckten. Dies betraf auch die Nebencharaktere, die trotz toller Anlage zu wenig Raum erhielten. Das war vor allem nach dem sehr starken Start des Buches enttäuschend. So würde ich für die ersten beiden Drittel fünf Sterne vergeben, für das letzte Drittel jedoch höchstens drei.

Absolutes Highlight war für mich Emmetts Familie, hier insbesondere seine zauberhaften Großeltern. Die tiefe Liebe, aufrichtige Herzlichkeit, absolute Loyalität und der Zusammenhalt sind einzigartig und schaffen eine absolute Wohlfühlatmosphäre.

Die Darstellung des Showbusiness bzw. der TV-Produktion und die Einbettung der Geschichte in diesen Hintergrund empfand ich als sehr gelungen. Auch der teilweise Menschenverachtende Umgang mit den Kandidatinnen und Emmett sowie die Inszenierungen in jeglicher Hinsicht regen zum Nachdenken an.

Für diese fesselnde Cowboy-Romance mit einer tollen Mischung aus Humor, Romance und Spannung, die zudem zum Nachdenken anregt, vergebe ich gerne 4 Sterne.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.05.2026

leichter Young-Adult-Liebesroman mit fehlender Tiefe

Picking Daisies on Sundays
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„Picking Daisies on Sundays“ von Autorin Liana Cincotti bezauberte mich auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Farbschnitt.

Vor vier Jahren trennten sich die Wege von Daisy und ihrem besten Freund ...

„Picking Daisies on Sundays“ von Autorin Liana Cincotti bezauberte mich auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Farbschnitt.

Vor vier Jahren trennten sich die Wege von Daisy und ihrem besten Freund Levi abrupt, nachdem Daisy sich in ihren besten Freund verliebt hatte, dieser von ihren Gefühlen aber keine Ahnung hatte. Nun trifft sie ihn plötzlich wieder und er bittet sie, für die Hochzeit seiner Schwester seine Freundin zu spielen. Wider besseres Wissen lässt sich die junge Modestudentin darauf ein. Doch wird sie es schaffen, sich nicht wieder in Levi zu verlieben und ein neuerlich gebrochenes Herz zu riskieren? Und hat er wirklich nur freundschaftliche Gefühle für sie?

Der Schreibstil der Autorin Liana Cincotti ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch wenn sich in der Handlung immer wieder Längen ergeben. Diese kommen unter anderem durch Wiederholungen und viele Missverständnisse zustande. Gepaart mit erheblicher Vorhersehbarkeit zieht sich der Roman vor allem im Mittelteil.

Leider wurde ich mit der Hauptprotagonistin Daisy nicht richtig warm. Sie wirkte an unterschiedlichen Stellen sehr unsicher und teilweise anstrengend. Zudem konnte ich im Verlauf des Liebesromans keine wirkliche charakterliche Entwicklung erkennen. Der männliche Gegenpart Levi war mir, trotz Berücksichtigung seiner Vergangenheit, oftmals zu kontrollierend und bestimmend. Vielfach meinte er es gut, doch ohne erklärende Worte wirkte sein Verhalten vielfach übergriffig. Dabei ist die häufige Misskommunikation bzw. völlig fehlende Kommunikation für mich der Hauptkritikpunkt an der Geschichte, da diese wirklich bis zum Ende voll ausgereizt wurde.

Sehr sympathisch und liebenswert empfand ich die Nebencharaktere des Buches. Sie lockerten an vielen Stellen das Geschehen auf und sorgten für eine Wohlfühlatmosphäre.

Ein schöner Titel, ein ansprechender Klappentext und ein zauberhaftes Cover mit noch schönerem Farbschnitt ließen mich zu diesem Buch greifen. Leider fehlt es diesem Young-Adult-Liebesroman erheblich an Tiefe. Als leichter und ruhiger Liebesroman für zwischendurch geeignet – süß aber nichts Besonderes.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

chaotisch, witzig, bissig, ungewöhnlich und teils überzogen mit ernsten Themen

Verlorene Schäfchen
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Mit „Verlorene Schäfchen“ legt Autorin Madeline Cash einen Roman vor, der Chaos und Witz mit ernsten Themen kombiniert.

Familie Flynn könnte die typische Vorstadtfamilie sein: Haus, Eltern, drei Töchter. ...

Mit „Verlorene Schäfchen“ legt Autorin Madeline Cash einen Roman vor, der Chaos und Witz mit ernsten Themen kombiniert.

Familie Flynn könnte die typische Vorstadtfamilie sein: Haus, Eltern, drei Töchter. Doch da ist die Tatsache, dass die Ehe der Eltern am Zerbrechen ist und die völlig verschiedenen Kinder auf ganz unterschiedliche Weise Probleme haben, in die sie sich immer weiter verstricken. Wenig hilfreich ist dabei, dass über allem ein dubioser Milliardär schwebt, der nicht nur ein wenig zwielichtig wirkt. So findet sich die Familie am Ende in einer kriminellen Verschwörung wieder. Werden sie zusammen halten? Und können sie dem Milliardär das Handwerk legen?

Durch die schöne gelbe Farbe wirkt das Buchcover auf den ersten Blick freundlich, hell und unschuldig. Unterstrichen wird dieser Eindruck durch die weiße Wolke, die über dem Haus schwebt und auf es strahlt wie ein extra Spotlight. So, als würde die Wolke das Haus und seine Bewohner bewachen.

Bereits beim Lesen der ersten Seite musste ich lachen. Sätze wie "Kinder hinterließen immer Spuren. Wie kleine Schnecken." sind einfach herrlich. Der trockene Humor, die teils skurrilen Gedanken – manchmal bleibt einem jedoch auch das Lachen im Halse stecken. Den Schreibstil empfand ich zum größten Teil flüssig und leicht zu lesen.

Durch die Kapitel, die jeweils ein anderes Mitglied der Familie in den Mittelpunkt stellen, konnte man alle Familienmitglieder und ihre Denkweise kennen lernen. Bis zum Schluss konnte ich mich nicht entscheiden, wer die abgedrehteste Figur abgibt. Wobei jede Einzelne für sich einfach auch liebenswert ist.
Eine wirklich verrückte Familie diese Flynns. Die sich mit schweren Themen herumschlägt. Dabei aber trotz aller Verrücktheit ehrlich normal wirkt. Und das macht dieses eigentlich so absurde Buch so lesenswert: diese teilweise brutal ehrliche Auseinandersetzungen und Betrachtungen eines ganz normalen Familienlebens. Die Herausforderungen, denen sich jedes einzelne Familienmitglied stellen muss, aber auch die, die die ganze Familie betreffen bzw. Auswirkungen auf alle haben. So fragt man sich nicht nur einmal, ob es nicht im Grunde doch gewisse Parallelen zum eigenen Leben gibt.

Das Eintauchen in die Welt der Familie Flynn mit all ihren Problemen, Beziehungen und Entwicklungen hat mir auf jeden Fall Freude bereitet. Vor allem am Ende ist die Handlung nicht immer ganz realistisch. Insgesamt jedoch eine Familiengeschichte mit außergewöhnlichen Charakteren, die auch vor Kritik an der Gesellschaft nicht zurückschreckt. Von mir erhält der Roman 3,5 Sterne, mathematisch korrekt aufgerundet 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

tierischer Sommerroman mit Tiefgang – die Suche nach dem persönlichen Glück

Sommer ist mein Lieblingsort
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Mit dem Titel „Sommer ist mein Lieblingsort“ stimmt der Roman von Franziska Blum wunderbar auf das Buch ein. Bekannt ist Autorin Franziska Blum auch unter dem Pseudonym Lotte Römer, unter dem sie bereits ...

Mit dem Titel „Sommer ist mein Lieblingsort“ stimmt der Roman von Franziska Blum wunderbar auf das Buch ein. Bekannt ist Autorin Franziska Blum auch unter dem Pseudonym Lotte Römer, unter dem sie bereits einige Küstenromane veröffentlich hat.

Die Pfoteninsel ist das Tierheim auf Sylt. Geführt wird es von der tierlieben Cäcilia, die viel Herzblut, Leidenschaft und Geld in den Zufluchtsort für Hunde, Katzen und weitere Tierarten, steckt. Sie arbeitet bis zur totalen Erschöpfung, damit es den heimatlosen Geschöpfen gut geht. Doch dann muss sie einsehen, dass sie Abstand von alledem benötigt, um nicht völlig zusammenzubrechen. So macht sie sich in einem alten Wohnmobil auf die Reise und trifft gleich zu Beginn überraschend auf einen Camper namens Roman. Noch überraschender ist allerdings die Anziehung, die Cäcilia spürt. Dabei bemerkt sie, dass Roman in manchen Bereichen sehr rätselhaft ist. Was verbirgt sich hinter dem großen, attraktiven Mann?

Das farbenfrohe Cover strahlt eine wunderbar sommerliche Küstenatmosphäre aus. Die hübsche Pfoteninsel ist dabei ebenso ein Blickfang, wie die beiden fröhlichen Hunde, die auf den Betrachter zugelaufen kommen.

Einfach wunderbar sind die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels. Nicht nur durch sie spürt man von der ersten Zeile an die Liebe der Autorin zu Tieren, die sie mit ihrer Hauptprotagonistin Julia teilt. Deren Gefühle sind gut nachvollziehbar dargestellt, so dass man sich gut in ihre Figur einfühlen kann. Einige Entscheidungen haben mich trotzdem überrascht. Nicht wirklich warm geworden bin ich mit dem männlichen Hauptpart Roman, der an einigen Stellen zu lebensfremd bzw. wenig gefestigt und, auf fast schon nervige Weise, kommunikationsunfähig wirkt.

Die weiteren Charaktere sind in ihrer Zahl überschaubar und prägnant vorgestellt. Verbindend ist die Tierliebe, die man direkt spürt.

Franziska Blum gelingt eine gleichzeitig tiefsinnige wie lockere Auseinandersetzung mit den Themen wie Trauer, Tierheim, Tierrettung und Tierwohl. Differenziert und ausgewogen präsentiert sie die Kernpunkte und schreckt dabei weder davor zurück die Schwierigkeiten und Herausforderungen zu benennen, als auch die wunderbaren, glücklichen Momente zu beschreiben. Diese feinfühligen, tiefgreifenden und berührenden Darstellungen haben mich absolut gepackt. Sie sind für mich das Highlight dieses Romans.

Insgesamt liest sich das Buch trotz der teils schweren Themen leicht und zügig. Dabei sind die Beschreibungen so bildhaft, dass man die verschiedenen Schauplätze wunderbar vor Augen hat und die Verbundenheit der Autorin zu diesen spürt.

Nicht nur am Ende läuft für mich einiges zu glatt und leicht ab. Aufgefangen wird dies aber deutlich von der bereits genannten Kombination aus Leichtigkeit und Tiefe, die in diesem Roman gekonnt verwoben sind.

Ein tierischer Sommerroman mit Tiefgang über die Suche nach dem persönlichen Glück für gemütliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

skurrile und unterhaltsame Krimikomödie mit ganz viel Lokalkolorit

Blind Date im Heu
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Autor Herbert Hirschler lässt in der Krimikomödie „Blind Date im Heu“ die Revierinspektorin Marie Unterholzer in ihrem zweiten Fall ermitteln.

Sendezeit im beschaulichen österreichischen Marienschlag: ...

Autor Herbert Hirschler lässt in der Krimikomödie „Blind Date im Heu“ die Revierinspektorin Marie Unterholzer in ihrem zweiten Fall ermitteln.

Sendezeit im beschaulichen österreichischen Marienschlag: „Blind Date im Heu“, eine Kuppelshow, soll hier gedreht werden – und zwar live. Dabei sollen die „Prinzen“ die große Liebe finden. Doch bereits bei der Eröffnungssendung kommt es zum Super-Gau: einer der Prinzen ist tot. War es Mord? Marie Unterholzer glaubt nicht an einen natürlichen Tod und beginnt, unterstützt von der eigenwilligen Janine und dem technikverrückten Tobi, mit den Ermittlungen. Plötzlich gibt es ein weiteres Todesopfer und die Fragen werden dadurch nicht weniger. Dass das ganze Land zusieht, macht die Sache auch nicht einfacher.

Das Cover gefällt mir sehr gut und die Farben sind toll gewählt. Die Herzchengirlande wirkt zwar etwas verspielt, passt aber ausgezeichnet zum Inhalt des Buches.

Als Krimikomödie aus Österreich wird das Buch bezeichnet und es wird dieser Kategorisierung absolut gerecht. Mit viel Humor gewürzt, erzählt Herbert Hirschler einen Krimi mit überraschenden Wendungen. Dabei bietet die skurrile Mischung aus Dorfidylle, Reality-TV und Mordfall eine faszinierende Kombination.

Marie als ermittelnde Hauptfigur mag ich mit ihrer geerdeten Lebensweise sehr. Eine taffe und dennoch sehr nahbare Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und absolut „ihr“ Marienschlag repräsentiert. Ein Ort, den man ebenso wie seine eigenwilligen Bewohner einfach gern haben muss. Unerschütterlich bleiben sich die Marienschlager treu und lassen sich nicht ins Bockshorn jagen.

Gekonnt finde ich die unterschwellig eingewobene Kritik an Reality-TV sowie übergriffigen Männern. Zudem haben mich die im Dialekt eingeflochtenen Worte und Sätze herrlich unterhalten. Wer sich mit den im Dialekt gehaltenen Äußerungen schwer tut, findet im hinteren Teil des Buches ein erklärendes Glossar.

Schade fand ich, dass man sich das Motiv hinter den Morden als Leser nicht erschließen konnte. Am Ende ist es völlig klar, doch ein echtes Miträtseln, mit der Möglichkeit auf die korrekte Lösung zu kommen, ist dadurch leider nicht gegeben. Außerdem müsste man an einigen Stellen den ersten Band kennen, damit das Geschehen vollends Sinn macht und man entsprechendes Verständnis aufbringen könnte. So schmälern kleinere Ungereimtheiten etwas den Lesegenuss.
Ein Personenregister wäre toll gewesen, damit man die verschiedenen, in ihrer Gesamtzahl nicht wenigen, Charaktere besser auseinanderhalten und einordnen hätte können.

Eine insgesamt originelle, wenn auch eigenwillige, Idee und unterhaltsame Krimikomödie mit ganz viel Lokalkolorit.

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