Cover-Bild Verlorene Schäfchen
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 20.05.2026
  • ISBN: 9783328604518
Madeline Cash

Verlorene Schäfchen

Roman
Sophie Zeitz (Übersetzer)

»Was für ein Feuerwerk aus Witz, Intelligenz und Energie! Ich hätte ewig weiterlesen und die Familie Flynn auf ihren herrlich abgründigen Wegen begleiten können.« Elena Fischer

Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.

Mit hinreißender Lakonie erzählt Madeline Cash von einer Familie kurz vor dem Kollaps in den Turbulenzen unserer durchmodernisierten Welt. »Verlorene Schäfchen« ist der Familienroman der Stunde.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Ein Portrait über eine dysfunktionale Familie

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Ein Familienportrait über eine dysfunktionale Familie und dem Wunsch in einem solchen Konstrukt als Individuum wahrgenommen und anerkannt zu werden.

Bei den Flynns wird es nie langweilig. Catherine hat ...

Ein Familienportrait über eine dysfunktionale Familie und dem Wunsch in einem solchen Konstrukt als Individuum wahrgenommen und anerkannt zu werden.

Bei den Flynns wird es nie langweilig. Catherine hat beschlossen ihr Ehe nun offen zu führen und beginnt mit den Nachbarn zu flirten. Bud, ihr Ehemann, der mit diesem Arrangement nicht sehr zufrieden ist, verbringt die Nächte im gemeinsamen Familienvan und findet auf der Arbeit Ungereimtheiten bei gewissen Transaktionen. Er ermittelt auf eigene Faust und entdeckt dabei Missstände, die eine Nummer zu groß für ihn sind…

Währenddessen schleicht sich die älteste Tochter Abigail auf die Party eines zwielichtigen Millionärs und lernt dort einen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes lernen und lieben. Louise, die Zweitgeborene, fühlt sich von allen übersehen und sucht in christlichen Internetforen nach Anerkennung. Das dort auch Menschen lauern, die nichts Gutes im Schilde führen ist erstmal zweitrangig. Und dann wäre da noch Harper. Die Jüngste der Flynn-Töchter scheint die häusliche Situation damit zu kompensieren, dass sie ihr überdurchschnittlich intelligentes Gehirn dafür nutzt, semi-illegalen Tätigkeiten nachzugehen. 

"Verlorene Schäfchen" war ein Fiebertraum von einem Buch, welches mich sehr unterhalten und zum Lachen gebracht hat. Madeline Cash hat eine besondere humorvolle Art, wenn es darum geht, triviale aber auch komplexe Beziehungen darzustellen. Die Übersetzung von Sophie Zeitz greift diesen Ton haargenau auf und macht ihn nun auch für die deutschsprachigen Leser*innen zugänglich.

Die Flynns wirken auf den ersten Blick wie eine ganz außergewöhnliche Familie, aber auf den zweiten stehen sie für so viele Familien(-konstrukte), wenn auch etwas überzeichnet. Es hat so viel Spaß gemacht, jedes einzelne Familienmitglied kennen zu lernen. Mein Favorit ist Harper. Ein hochintelligentes Kind, welches sich durch seine differenzierte Art zu denken und die Welt wahrzunehmen oft selbst im Weg steht und für so einigen Ärger sorgt.

Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Skurril, kurios, trocken und schwarz – I love it!

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Dass mir Verlorene Schäfchen von Madeline Cash gefallen würde, konnte ich schon auf den ersten wenigen Seiten erkennen. Der Schreibstil ist speziell, sodass ich mir vorstellen kann, dass er nicht jedem ...

Dass mir Verlorene Schäfchen von Madeline Cash gefallen würde, konnte ich schon auf den ersten wenigen Seiten erkennen. Der Schreibstil ist speziell, sodass ich mir vorstellen kann, dass er nicht jedem zusagen wird, aber ich persönlich finde spezielle Schreibstile immer wahnsinnig toll und kam super rein. In dem Buch begleitet man die Familie Flynn, die so ganz und gar nicht normal ist – Bei der kleinen Harper wäre die ganze Familie so gar nicht überrascht, wenn sie ihr Erwachsenenleben größtenteils im Knast verbringen würde, die Mittlere Louise hat das traurige Los des Mittleren Kindes gezogen: Unsichtbar, unscheinbar und oft vergessen, und die Älteste, Abigail, hat mit den üblichen Teenie-Problemen zu tun. Die Eltern Bud und Catherine könnten charakterlich fast gegensätzlicher nicht sein und stecken mitten in einer großen Ehekrise. Die titelgebende Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“ ist definitiv nicht der Hauptplot, und doch spielt sie eine wichtige Rolle.
2 Seiten hat es gebraucht, um mich das erste Mal zum Schmunzeln zu bringen, und auf Seite 5 habe ich zum ersten Mal lauthals gelacht. Das passiert mir bei gar nicht soo vielen Büchern und spricht definitiv für den trockenen, schwarzen Humor, den Madeline Cash wie selbstverständlich in ihren Schreibstil miteinwebt. Das Buch bleibt aber nicht die kompletten knapp über 300 Seiten so lustig, sondern es entwickelt sich auch noch eine Art Kriminalfall mit doch etwas ernsterem Thema. Weiter möchte ich nicht spoilern. Die Lesefreude nahm aber deswegen überhaupt nicht ab, den Übergang fand ich sehr fließend und das Ende äußerst schön.
Es macht großen Spaß, die ganze Familie auf ihrem Weg zu begleiten und ich kann dieses Buch nahezu uneingeschränkt empfehlen – Abstand sollten nur die Leute nehmen, die eher einen gehobeneren Schreibstil bevorzugen und welche, die absolut keine Sexszenen oder das Thema Sex in Büchern haben wollen, denn auch wenn sie nicht sehr detailliert vonstatten gehen, gibt es doch hin und wieder welchen. 😉

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Ohne Kompromisse

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Schnell erzählt, absurd und dabei so unterhaltsam. Hier entfaltet sich eine verworrene Familiengeschichte, in der jedes Mitglied eine absolute Type ist, in der sich die Geschichte wie ein Filmskript aus ...

Schnell erzählt, absurd und dabei so unterhaltsam. Hier entfaltet sich eine verworrene Familiengeschichte, in der jedes Mitglied eine absolute Type ist, in der sich die Geschichte wie ein Filmskript aus den ganz dunklen Winkeln des Internets liest und das so viele zeitgemäße Themen anspricht ohne dabei cringe oder prätentiös zu sein.

Wenn verlorene Schäfchen eins nicht ist dann ist es das: Verloren. Denn beim Lesen hatte ich absolut das Gefühl, dass Madeleine Cash nichts dem Zufall überlassen hat, jedes Wort war genau so gewählt. Und das muss sie ihren Leser:innen dann auch nicht erklären. Sie nimmt uns nicht an die Hand, sie übererklärt nichts, sie nimmt kein Blatt vor den Mund und das finde ich extrem faszinierend. Alles steht dort mit einer Selbstverständlichkeit und ist so auf die Spitze getrieben, dass man einfach Spaß haben muss beim Lesen. Anfangs fand ich es etwas schwierig, die Ereignisse zeitlich einzuordnen und ich hätte mir eine Anmerkung der Übersetzerin Sophie Zeitz gewünscht, die den Punkt auf dem Wort Mücken und Kirche erklärt weil ich dort ein englisches Wortspiel vermute aber das würde ja den Punkt der Selbstverständlichkeit oben aufheben. Deshalb war es absolut fantastisch so.

Die Geschichte ist witzig, schlagfertig und extrem unterhaltsam - ich habe das Gefühl so könnten die Familienromane der Zukunft aussehen und ich freue mich auf alles, was Madeleine Cash noch schreibt.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Familie...

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Familie...

... irgendwie kann da jeder eine Geschichte erzählen. Ob sie gut oder eher nicht so gut ist, obliegt oft nicht uns, sondern eben der Umstände.

So auch hier. Denn die Familie Flynn wirkt nach ...

Familie...

... irgendwie kann da jeder eine Geschichte erzählen. Ob sie gut oder eher nicht so gut ist, obliegt oft nicht uns, sondern eben der Umstände.

So auch hier. Denn die Familie Flynn wirkt nach außen wie eine typische Vorstadtfamilie, steckt aber in einer tiefen Krise. Mutter Catherine öffnet die Ehe, woraufhin Vater Bud isoliert in der Garage lebt und Halt in einer fragwürdigen Selbsthilfegruppe sucht. Auch die drei Töchter kämpfen jeweils auf ihre Weise. Harper glaubt an eine große Verschwörung, Louise gerät in eine problematische Online-Beziehung, und Abigail trifft sich mit einem mysteriösen Mann. Am Ende laufen alle Entwicklungen bei einem undurchsichtigen Milliardär zusammen.

Ich wusste zu Beginn nicht so richtig auf was ich mich einlasse und das war auch gut so. Denn es wurde wild, komisch, chaotisch und irgendwie skurril. Aber auf eine gute Weise.

Die Protagonisten fand ich gut und auf ihre hier zugeteilten Rollen auch passend beschrieben. Man muss daran denken, dass es kein Roman rund um eine "normale" Familie ist. Alles ist etwas überspitzt und soll dennoch zeigen, wie es zugehen kann. Was für Probleme herrschen können und wie wir damit umgehen.

Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Sinnkrise

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Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und schon den Einstieg fand ich richtig gut. Eine Familie die in einer Sinnkrise steckt. Jeder für sich. Sowohl die Eltern als auch die drei Töchter. In dieser ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und schon den Einstieg fand ich richtig gut. Eine Familie die in einer Sinnkrise steckt. Jeder für sich. Sowohl die Eltern als auch die drei Töchter. In dieser Familie spielt sich so einiges ab. Das ist nicht mehr die einstige Vorzeigefamilie, die sonntags in die Kirche geht.
Die Mutter Catherine beschließt die Ehe zu öffnen, der Vater Bud schläft im Auto und die Kinder machen ihr eigenes Ding. Die Familie gerät immer mehr in einen Strudel von Geheimnissen und Verschwörungen.
Auf humorvolle Art und Weise taucht man ein in das Leben der Flynns. In ihre Gedanken und Gefühle. Man erfährt was sie bewegt und lernt ihre Eigenheiten kennen.
Das Cover ist eher schlicht gehalten, besticht aber durch die gelbe Farbe. Allein vom Cover kann man nicht darauf schließen, worum es in dem Buch geht.
Man lernt in dem Buch viele verschiedene Persönlichkeiten kennen. Das ermöglicht einem einen besseren Blick auf das große Ganze. Immer mehr fügen sich die Puzzleteile zusammen. Nach und nach zeigt sich das gesamte Ausmaß. Wie alles zusammenhängt. Das ist sehr spannend mitzuverfolgen. Dann ist da auch noch das Kleinstadtleben, das von Klatsch und Tratsch lebt. Wo jeder alles zu wissen scheint. Jeder kennt jeden. Das ist meist mehr Fluch als Segen.
Immer wieder hat mich das Buch zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Es stimmt aber auch sehr nachdenklich und ist an manchen Stellen schon sehr skurril.

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