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Veröffentlicht am 04.12.2020

Herz und Verstand helfen Pferd und Reiter

Positiv denken - besser reiten
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Reiten ist ein ganz besonderer Sport, da er zwei völlig unterschiedliche Lebewesen zu einem Team vereint. Die Kommunikation muss stimmen! Da Pferde äußerst sensible Wesen sind, spüren sie jede Unsicherheit ...

Reiten ist ein ganz besonderer Sport, da er zwei völlig unterschiedliche Lebewesen zu einem Team vereint. Die Kommunikation muss stimmen! Da Pferde äußerst sensible Wesen sind, spüren sie jede Unsicherheit und jedes Problem des Reiters ganz besonders deutlich. Mit diesem Buch soll und kann der Reiter lernen, positiv eingestellt zu sein und damit das Team Pferd/Mensch zu stärken und erfolgreich zu machen – ganz gleich, ob es um Freizeitsport oder Turniere geht.

Viele Fotos und Zeichnungen visualisieren die einzelnen „Lektionen“. Das bleibt einfach besser hängen und unterstützt so den „Lerneffekt“ äußerst positiv. Selbst Zweifler werden aus diesem Buch noch ganz viele Anregungen, Ideen und „Tricks“ mitnehmen können. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier wird hier intensiv betrachtet und auf eine Ebene gebracht, die für beide Seiten voller Gewinne steckt.

Die Autorin hat sich all den psychologischen Problemen angenommen, die auftreten können. Selbst erfahrene Reiter werden hier den einen oder anderen Aha-Effekt haben und sich selbst wiedererkennen. Die Chance, dass mit den Hilfen von Jane Savoie auch „Problempferde“ ruhig und ausgeglichen werden, ist enorm hoch. Statt erhobenem Zeigefinger bietet sie sinnvolle Lösungsvorschläge aufgrund der Ursache der Probleme.

Es ist definitiv kein Fehler, dieses Buch in Griffnähe zu haben und immer wieder darin zu schmökern, wenn man reitet und/oder ein Pferd besitzt. Lebensklug und mit viel Liebe steht die Autorin helfend an der Seite. Ein gelungener Ratgeber, der das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde auch für die Pferde strahlen lässt. Fünf Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 02.12.2020

Wenn der Schein trügt

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 02
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Jeder im Ort mag den netten Landstreicher Gaetano und seinen Hund César. Er lebt in einem alten Wohnwagen und Kommissar Matteo soll im Auftrag des Bürgermeisters dafür sorgen, dass er da verschwindet, ...

Jeder im Ort mag den netten Landstreicher Gaetano und seinen Hund César. Er lebt in einem alten Wohnwagen und Kommissar Matteo soll im Auftrag des Bürgermeisters dafür sorgen, dass er da verschwindet, denn ihm ist eine „geniale“ Idee gekommen, wie er den Touristen noch mehr Geld aus den Taschen ziehen kann. Doch Gaetano ist tot, erschlagen liegt er im Wagen – und der Hund ist weg. Schwester Isabella lässt sich nicht lange bitten und ermittelt auf ihre Weise ebenfalls …

Mir gefällt auch dieser zweite Band der Reihe sehr gut. Sie hat nicht an Schwung verloren, sogar eher noch dazugewonnen. Schwester Isabella zeigt weitere interessante Seiten und Fähigkeiten. Ihre Tierliebe ist natürlich bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen und César hat sofort mein Herz erobert.

Die Zufälle, Wendungen und Verwicklungen sind gekonnt angelegt. Sie passen zu den Charakteren. Neue Figuren als auch alte ergeben ein wunderbares Bild eines kleinen Ortes, den man zu gern besuchen möchte. Vespa-schraubende, computerbegeisterte Nonnen sind schon witzig und unterhaltsam! Matteo wandelt auf Freiersfüßen und ist deshalb ein wenig unkonzentriert, aber dennoch bringt ihn genau das am Ende dann auf die richtige Spur. Und ich? Ich bin noch immer sicher, dass früher oder später zwei ganz andere ein Paar werden! Vorerst aber hat Nina eine recht große Rolle bekommen und den Fall damit angenehm bereichert. Der kleine Showdown am Ende war sehr gelungen und gekonnt gemacht. Gefällt!

Auch in dieser Folge konnte ich viel schmunzeln und mich wohlfühlen. Kurze Momente des Schreckens resultierten weniger aus beschriebener Gewalt oder blutiger Szenen, sondern aus Angst um Tiere! Sollte das eine „Alterserscheinung“ sein?! Wer weiß! Auf alle Fälle fand ich „Der Tote am Fluss“ unterhaltsam, amüsant, spannend, witzig und gelungen. Noch lässt mich der Gedanke an Begine Almut nicht ganz los, doch rückt der fünfte Stern deutlich in greifbare Nähe. Vorerst bleibt es aber bei vieren.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 02.12.2020

Wenn die weltlichen Ordnungshüter mit himmlischem Beistand ermitteln

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 01
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Schwester Isabella ist neu im Kloster und lebt sich erst noch ein. Als das Mittagsläuten ausbleibt, wundern sich alle. Isabella geht nachsehen und findet eine tote Mitschwester. Sie zweifelt an einem Unfall ...

Schwester Isabella ist neu im Kloster und lebt sich erst noch ein. Als das Mittagsläuten ausbleibt, wundern sich alle. Isabella geht nachsehen und findet eine tote Mitschwester. Sie zweifelt an einem Unfall oder Selbstmord und ist überzeugt, dass Rafaela ermordet wurde. Es ist nicht einfach, Kommissar Matteo davon zu überzeugen, zumal es sein erster Fall ist und er keine Fehler machen möchte. Resolut, wie Isabella ist, fängt sie auf eigene Faust an, Nachforschungen anzustellen.

Bei diesem Cosy-Crime fließt nicht literweise Blut und die Gewalt wird auch nicht ausführlich und genüsslich überdeutlich beschrieben. Das ist schon mal ein dickes Plus. Dass auch noch ordentlich Humor drin steckt, macht die Story ideal für „zwischendurch und nebenher“. Wohlfühl-Krimi eben!

Ja, hier hat man eine schöne Mischung aus Humor und Krimi, mit einer Prise Knistern. Das ist schon schön, gar keine Frage, aber mich hat das eine Spur zu sehr an Andrea Schachts Reihe um Begine Almut erinnert. Die spielt zwar im Mittelalter, dennoch sind da gewisse Parallelen und ich ahne, wohin die Reise in den weiteren Bänden geht.

Davon abgesehen wurde ich super gut unterhalten. Schwester Isabella ist gottesfürchtig und eine gute Schwester, aber sie ist auch nicht völlig weltfremd. Dieser Spagat zwischen Kirche und der Welt außerhalb der Klostermauern gelingt ihr recht gut, auch wenn sie hin und wieder dabei Wege beschreiten muss, die nicht so ganz den Regeln entsprechen. Aber gerade das ist unterhaltsam und hält bei Laune! Kommissar Matteo bleibt hier noch ein wenig blass und im Hintergrund, wird aber sicher in den weiteren Folgen ebenfalls „aufdrehen“. Die anderen Schwestern bringen ebenfalls ein wenig Abwechslung mit ihren unterschiedlichen Charakteren. So macht es dann auch Lust auf einen Marktbummel, wenn man die Szenen – und den speziellen Handel, den Schwester Rafaela laufen hatte – vor dem geistigen Auge erlebt. Das und dazu die Toskana – das kann ja nur unterhaltsam sein!

Insgesamt also wurde ich sehr gut unterhalten. Dennoch kann ich aufgrund der Parallelen nicht die vollen fünf, aber sehr gute vier Sterne geben!

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Watson auf den Spuren der Vergangenheit

Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Skandal im Bohemia (Fall 7)
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Vielleicht habe ich mich mit Folge 6 ein bisschen eingegrooved und komme deshalb besser mit Folge 7 klar, aber ich habe einfach das Gefühl, hier wurde viel besser der feine englische Humor eingestreut ...

Vielleicht habe ich mich mit Folge 6 ein bisschen eingegrooved und komme deshalb besser mit Folge 7 klar, aber ich habe einfach das Gefühl, hier wurde viel besser der feine englische Humor eingestreut und platziert. Dennoch hat sich bei mir sehr schnell der Gag mit Blog/Podcast abgenutzt und ich finde es teils ein bisschen nervig. Sicher findet das seine Fans, es soll wohl auch ein Running Gag sein, aber bei mir kommt es eben nicht so positiv an.

Ein Follower von Watson bringt diesen dazu, weiter in der Vergangenheit bzw. erledigten Fällen zu kramen, um Sherlock Holmes zu rehabilitieren. Dabei steht Watson das eine oder andere Mal doch arg auf dem Schlauch. Mir kam nämlich recht schnell in diesem Band ein Verdacht, der sich zwar nicht bestätigt, aber auch nicht zerschlagen hat. Vermutlich wird am Ende dieser Staffel das geschehen, was ich erahne. Das wäre auch nur logisch, da dies auch beim Original der Fall ist. Hinweise gibt es zuhauf und das eine oder andere mehr oder weniger überraschende Ereignis deuten meiner Meinung nach auch stark darauf hin.

Der Erpressungsfall ist so herrlich altbacken angelegt, so moralisch und für mich urkomisch, dass ich durchgehend breit grinsen musste. Klar, die Ermittlungsarbeit ist typisch Sherlock Holmes und Dr. Watson. Mit einem gewieften Holmes und einem ergebenen Watson. Aber dazwischen – einfach soooo skurril!

Wer die TV-Serie kennt, wird ein bisschen stark daran erinnert. Mich stört am meisten, dass ich gedacht hatte, es ist wirklich einfach eine neue Version im 21. Jahrhundert, doch es werden schlicht die Fälle ein Jahrhundert weitergetragen, sprich – die Zeit wird verändert. Das ist ein wenig schade, aber recht passabel gelungen.

Mich animieren diese beiden neuen Folgen nur leider nicht dazu, die komplette Serie zu genießen. Ich kann verstehen, dass sie ihre Fans hat, ich zähle mich nur leider nicht dazu. Allerdings gebe ich unumwunden zu, dass Teil 7 doch gelungener ist als Teil sechs. Deshalb gebe ich hier auch einen Stern mehr, nämlich vier.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Ein bisschen wild und durcheinander

Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Crumply-Morde oder Das Zeichen der Vier (Fall 6)
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Fünf Jahre ist es nun her, dass Watson seinen Freund Holmes verloren hat. All die Zeit konnte seine Wunden nicht heilen und die zerbrochene Beziehung belastet ihn zusätzlich. So trägt er sich mit Selbstmordgedanken ...

Fünf Jahre ist es nun her, dass Watson seinen Freund Holmes verloren hat. All die Zeit konnte seine Wunden nicht heilen und die zerbrochene Beziehung belastet ihn zusätzlich. So trägt er sich mit Selbstmordgedanken und verabschiedet sich per Podcast von allen. Doch dann kommt er in einem der alten Fälle auf die Spur eines Beweises, der Sherlocks Ruf wiederherstellen könnte, den Irene Adler mit ihrem Enthüllungsbuch zerstört hatte. Sie stellt ihn nicht nur als korrupt hin, sondern behauptet auch noch, dass Holmes selbst die Morde begangen haben soll.

So taucht der Hörer in „Die Crumply-Morde oder Das Zeichen der Vier“ ein, erlebt, wie Watson seine spätere Frau Mary kennen- und lieben lernte und Holmes „so nebenbei“ einen Fall von Lestrade löst.

Das Hörspiel ist sehr schön gemacht – die Blog-/Podcast-Beiträge sind schon ein cooler Gag. Auch ist das „Umsetzen“ des Falles in die Jetztzeit nicht übel. Ich musste mich nur erst daran gewöhnen, dass ich es hier nicht mit einer neuen Story zu tun habe, sondern „nur“ mit einem „doppelt alten“ Fall, also einem von Sir Arthur Conan Doyle erzählten Fall. Damit hatte ich nicht so gerechnet und das hat meine Freude ein klein wenig getrübt.

Auch fiel es mir sehr schwer, der Story zu folgen, da mir die Sprünge arg zu schaffen machten. Woran das genau liegt, kann ich nicht greifen. Möglich, dass man die erste Staffel gehört haben muss, um in die „neuen“ Fälle zu kommen. So ist es für mich leider nur ein drei-Sterne-Genuss geworden.

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