Zärtliche, aber enorm starke Geschichte
Eine Maus namens MerlinHelen lebte 60 Jahre in Australien. Jetzt ist sie alleine und kehrt zurück nach England. Sie schottet sich von allen Menschen ab. Als ein Nachbar Sperrmüll vor das Haus stellt, holt sie die große Kiste ...
Helen lebte 60 Jahre in Australien. Jetzt ist sie alleine und kehrt zurück nach England. Sie schottet sich von allen Menschen ab. Als ein Nachbar Sperrmüll vor das Haus stellt, holt sie die große Kiste ins Haus und will nachsehen, was sich alles darin befindet. Mit einer Maus hatte sie nicht gerechnet und zunächst sucht sie Wege, sie wieder loszuwerden. Doch dann stellt sie fest, dass ihr das kleine Wesen in der freien Natur leid tut, weil es da so gefährlich lebt. Es beginnt eine nicht nur für sie überraschende Zeit.
Anfangs fragt man sich, was mit Helen nicht stimmt. So nach und nach ahnt man es, dann kommen immer mehr Hinweise und man möchte so gern eingreifen und einfach nur für Helen da sein, obwohl sie sich absichtlich von den Menschen fernhält. Die Einkäufe sind nicht nur deshalb für sie ein Kraftakt, weil sie nicht gut zu Fuß ist und nicht mehr schwer tragen kann, sondern hauptsächlich eben aufgrund des Kontakts zu Menschen. Natürlich frage ich mich immer wieder, warum Helen nicht wenigstens einen Trolley nutzt. Aber solche Kleinigkeiten muss man auch mal übersehen können.
Der Einzug der kleinen Maus in ihr Haus und damit ihr Leben bringt Veränderungen ins Rollen, die wunderschön zu lesen sind. Wer nah am Wasser gebaut hat, muss hier mit genug Taschentüchern vorsorgen! Die Story geht ans Herz! Sie ist wunderschön, mit einer einfachen, aber liebevollen und klaren Sprache. Die Wendungen und kleinen Knalleffekte sind gekonnt platziert. Man kann nicht anders, man muss Helen lieben und man beginnt, nachzudenken. Auch Tage später hallt die Geschichte in mir extrem nach. Ich liebe sie einfach und gebe aus voller Überzeugung fünf Sterne und würde so gerne so viel mehr geben!