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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2020

Super süß illustriertes Vorlesebuch

Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus
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„Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus“ ist ein ganz zauberhaft gestaltetes Buch des Schweizer Autors Lorenz Pauli für Kinder im Alter zwichen vier bis sechs Jahren.

Nachdem die Amsel beim Futter suchen auf ...

„Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus“ ist ein ganz zauberhaft gestaltetes Buch des Schweizer Autors Lorenz Pauli für Kinder im Alter zwichen vier bis sechs Jahren.

Nachdem die Amsel beim Futter suchen auf die Maus getroffen ist und dieser erklärt wie schwierig dies ist, da sie keine Zeit hat, weil sie ihre Eier ausbrüten muss, hilft die Maus ihr gerne weiter und übernimmt das Eier wärmen für sie. Weitere Tiere bringen ihren Nachwuchs zum Bebrüten und Aufpassen zu der Maus, bis diese einen ganzen Kindergarten um sich versammelt hat. Nach einem ereignisreichen Tag werden alle wieder abgeholt, aber ein Ei bleibt liegen….

Die Geschichte wird in einfachen Sätzen, passend für die Zielgruppe erzählt und zwischendurch wird es ganz schön turbulent und spannend. Zu den Texten und Ereignissen sind die Seiten komplett bebildert. Die Zeichnungen der Illustratorin Kathrin Schärer sind einfach zauberhaft. Auf den großen Bildern, die liebevoll und detailliert gestaltet sind, gibt es jede Menge zu entdecken.

Meinen Kindern hat das Buch gefallen, die kurzen Texte und die Zeichnungen sind einfach stimmig und auch ich hatte Spaß am Vorlesen der Ereignisse um die liebenswerte, hilfsbereite kleine Maus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Beeindruckendes Debüt

Fehlstart
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„Fehlstart“ ist ein wirklich beeindruckendes Debüt der Journalistin und Autorin Marion Messina.

Nachdem Aurélies Beziehung zu Alejandro gescheitert ist, möchte sie ihrem Heimatort Grenoble entkommen, ...

„Fehlstart“ ist ein wirklich beeindruckendes Debüt der Journalistin und Autorin Marion Messina.

Nachdem Aurélies Beziehung zu Alejandro gescheitert ist, möchte sie ihrem Heimatort Grenoble entkommen, da sie an der Universität dort keinen Bezug zu ihren Kommilitonen hat und sich als Außenseiterin fühlt. Sie hofft auf einen Neustart in Paris. Mit ihren neunzehn Jahren zieht sie von Grenoble nach Paris, um dort das Leben zu genießen und die Provinz hinter sich zu lassen. Schnell wird klar, dass es nicht so einfach ist, sich aus der Schicht der Arbeiter zu befreien.

Mit erschreckend klaren Worten zeichnet Marion Messina das Portrait einer Gesellschafft, für die es keine Zukunft gibt. An dem Beispiel der Protagonistin rechnet sie mit dem französischen Gesellschafts- und Bildungssystem ab. Aurélie ist total desillusioniert, die Umstände scheinen sich permanent zu verschlechtern und die Grundstimmung ist düster und beklemmend. Keiner der Charaktere hat ein ausgeglichenes und zufriedenstellendes Leben. Alle scheinen nur zu existieren, arbeiten um zu leben und lenken sich mit Alkohol, Sex und Partys ab.

Einiges erscheint mir extrem überzogen, es ist ein Rundumschlag der Autorin an die Gesellschaft. Der Schreibstil ist sachlich, teilweise fast emotionslos. Eigentlich mag ich das gar nicht, aber hier finde ich es stimmig und passend. Der gesellschaftskritische Aspekt wird ausgesprochen gut und überaus deutlich dargestellt.

Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, die katastrophalen Verhältnisse der Gesellschaft darzustellen. Mit ihrem ungewöhnlichen Schreibstil und einer Menge Zynismus hat sie ihre Gesellschaftskritik ausgesprochen gut verpackt.

Mich hat dieser Roman wirklich beeindruckt, auf nur knapp 170 Seiten beschreibt Marion Messina eindringlich und sarkastisch die erschreckendsten Seiten der Gesellschaft. Ein Buch, das keineswegs schön zu lesen ist, das aber einen unglaublichen Sog entwickelt und das ich noch lange im Gedächtnis behalten werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Abwechslungsreich

Beinahe Liebe
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Das Buch „Beinahe Liebe: Erzählungen“ enthält neun kurze Geschichten des Autors Darius Hamidzadeh Hamudi in dem es schwerpunktmäßig um die Liebe geht, aber auch um viele ganz alltägliche Dinge aus dem ...

Das Buch „Beinahe Liebe: Erzählungen“ enthält neun kurze Geschichten des Autors Darius Hamidzadeh Hamudi in dem es schwerpunktmäßig um die Liebe geht, aber auch um viele ganz alltägliche Dinge aus dem Leben.

Schön fand ich, dass die neun Kurzgeschichten alle ausgesprochen unterschiedlich sind.
Es geht immer um ganz normale Leute und ihre Probleme mit dem Fokus auf dem Thema Liebe. Die Charaktere sind ganz verschieden, mal ist der Protagonist ein Rentner, mal ein Cowboy oder ein Notar. Dadurch liest sich das Buch sehr abwechslungsreich, aber mir fehlten leider die positiven Seiten. Alles wirkt leicht melancholisch. Auch fand ich es ein wenig schade, dass die Geschichten alle nur einen Auszug aus dem Leben der Protagonisten darstellen und offen enden. Dadurch hatte ich ein wenig den Eindruck neun verschiedene Bücher einmal anzulesen.

Das Buch ist abwechslungsreich und bietet Stoff zum Nachdenken, war aber leider nicht das, was ich erwartet hatte und von daher kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Amüsant & unterhaltsam

Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?
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„Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist nach „Herzkur“ der zweite Roman der Autorin Julia Greve, der mich ebenfalls bestens unterhalten hat.

Nach 18 Jahren Ehe und zwei Töchtern im Alter von ...

„Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist nach „Herzkur“ der zweite Roman der Autorin Julia Greve, der mich ebenfalls bestens unterhalten hat.

Nach 18 Jahren Ehe und zwei Töchtern im Alter von acht und elf Jahren hat sich bei Nina und Steffen der Alltagstrott eingeschlichen. In ihrer Beziehung fehlen der Pfiff und die Leidenschaft. Um dem entgegenzuwirken, schlägt Steffen einen Partnertausch vor. Obwohl Nina der Vorschlag nicht ganz geheuer ist, lässt sie sich darauf ein und befindet sich schon bald in einem unerwarteten Gefühlschaos.

Der Schreibstil von Julia Greve lässt sich angenehm lesen, ist sehr lebendig und humorvoll. Die Dialoge sind aus dem Leben gegriffen, authentisch und unterhaltsam.

Es wird aus der Ich-Perspektive von Nina berichtet. Dadurch sind Ninas Gedanken und Emotionen gut nachzuvollziehen. Sie ist eine sehr sympathische Protagonisten und keineswegs perfekt. Sie zaudert und zögert, hängt fest und verhält sich keineswegs immer vernünftig, sondern sehr emotional. Auch die übrigen Charaktere werden detailliert beschrieben, zum Teil sympathisch, zum Teil unsympathisch.

Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten und ich habe sowohl über Nina gelacht als auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Insgesamt ist es humorvoller, tubulenter und abwechslungsreicher Lesestoff, an dem ich ausgesprochen großen Spaß hatte und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Tiefgründig

Eine Geschichte von Sturm und Stille
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„Eine Geschichte von Sturm und Stille“ ist ein tiefgründiges und berührendes Buch der Autorin Alexandra Friedmann.

Mano will über das Meer flüchten und wird durch einen Sturm über Bord geworfen. Er kann ...

„Eine Geschichte von Sturm und Stille“ ist ein tiefgründiges und berührendes Buch der Autorin Alexandra Friedmann.

Mano will über das Meer flüchten und wird durch einen Sturm über Bord geworfen. Er kann nicht schwimmen und droht zu ertrinken. Im Meer trifft er einen Fisch, der sprechen kann und Mano sogar mit seinem Namen anspricht. Tief unten im Meer, in der Stille beginnt ein ungewöhnlicher Dialog über das Leben, während oberhalb ein rasender Sturm tobt.

Die Geschichte ist sehr vielschichtig. Sie reißt ein aktuelles politisches Thema - die Flucht - an und wendet sich verschiedenen emotionalen Themen zu, mit denen sich jeder im Laufe seines Lebens beschäftigt. Es geht um Vertrauen, Sehnsucht, Hoffnung und vieles mehr.

Der Schreibstil der Autorin ist klar und ruhig, aber hinter den einzelnen Sätzen steckt oft so viel mehr, dass ich das Buch in jedem Fall mehrfach zur Hand nehmen werde, um die einzelnen Zeilen nochmals zu überdenken.

Für mich ist das Büchlein ein richtiges philosophisches Kleinod, sowohl inhaltlich als auch optisch und es wird mich gedanklich noch einige Zeit beschäftigen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere