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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2017

Ein echtes Buch über das echte Leben

Den Mund voll ungesagter Dinge
1 0

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Heyne fliegt (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453271036
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 14,99€
auch als E-Book erhältlich



Ein echtes Buch über das ...

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Heyne fliegt (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453271036
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 14,99€
auch als E-Book erhältlich




Ein echtes Buch über das echte Leben

Inhalt:

Die siebzehnjährige Sophie lebt mit ihrem Vater in Hamburg. Ihre Mutter hat sie gleich nach der Geburt verlassen. Doch nun hat der Vater Lena kennen- und liebengelernt und beschlossen, mit Sophie zu Lena nach München zu ziehen. Obwohl vieles perfekt scheint, sträubt Sophie sich gegen die heile Patchworkfamilie, sehnt sich danach, ungeteilt und bedingungslos geliebt zu werden. Zwar gab es schon den ein oder anderen Jungen in Sophies Leben, aber keiner hat ihr wirklich etwas bedeutet. Erst durch die Freundschaft zu dem Nachbarsmädchen in München, Alex, gelingt es Sophie, sich neu zu entdecken und ihren Weg zu finden.

Meine Meinung:
Anne Freytag hat es drauf! Sie versteht es, Menschen genau zu beobachten. Worüber sie schreibt, das ist so echt, das könnte jeder von uns selbst erfahren haben. Sehr präzise legt sie das Seelenleben von Sophie, aber auch von Alex und anderen Jugendlichen offen. Nicht zu wissen, wo man hingehört, erleben wohl die meisten Pubertierenden irgendwann einmal. Dieses Gefühl, von aller Welt verlassen zu sein, Liebeskummer im höchsten Grad … wer hat das nicht selbst schon erlebt? Und dann noch die Irritationen, weil man irgendwie anders ist als die anderen, anders, als alle es von einem erwarten, sogar man selbst.

Ich habe mit Sophie mit gelitten, mich mit ihr gefreut, ich hatte Schmetterlinge im Bauch und Herzschmerz pur. Die Emotionen, die Anne Freytag erzeugt, gehen unter die Haut und mitten ins Herz. Dieses Buch beherbergt eine Achterbahn der Gefühle. Ich konnte mich nicht davon losreißen, zumal mir die Protagonistin Sophie sehr sympathisch war, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie zuweilen etwas zickig ist, aber das war für mich sehr gut nachvollziehbar. Sie wirkte auf mich einfach hundertprozentig authentisch. Die inneren Unsicherheiten der Protagonisten, das nicht Aussprechen gewisser Dinge kann man sehr gut verstehen. Manchmal möchte man die jungen Leute trotzdem schütteln, weil sie sich dadurch nur selbst im Weg stehen.

Zum Glück erfährt Sophie aber sehr viel Rückhalt und Verständnis von ihrer Umwelt. Sehr süß ist dabei auch ihr kleiner Nicht-Bruder Leon, der für einen Sechsjährigen erstaunlich viel Durchblick hat. Am liebsten hätte ich den Kleinen die ganze Zeit geknuddelt. :)

Dieses Buch hat mich total geflasht. Ich habe mich beim Lesen zwischen den Seiten verloren. Ich habe alles um mich herum ausgeblendet, weil mir diese Geschichte fast wirklicher vorkam als die Wirklichkeit. Am Ende habe ich es zufrieden zugeklappt und noch lange nachwirken lassen.

Fazit:
„Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist ein wunderbar warmherziges und emotionales Jugendbuch mit Charakteren, die wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Ein Stück von ihnen steckt wohl in jedem Leser.

★★★★★

Ich möchte mich für das Rezensionsexemplar bei Literaturschock und dem Verlag Heyne fliegt ganz herzlich bedanken.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Cry Baby - Scharfe Schnitte
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Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (21.05.2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032020
Originaltitel: Sharp Objects

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Inhalt:
Camille ...

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (21.05.2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032020
Originaltitel: Sharp Objects

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Inhalt:

Camille Preaker ist Reporterin bei einer Chicagoer Zeitung. Als in ihrer Heimatstadt Wind Gap in Missouri ein Kind ermordet aufgefunden und ein weiteres vermisst wird, bekommt sie den Auftrag, darüber zu schreiben. Für Camille bedeutet das eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, zu der sie nie ein gutes Verhältnis hatte.

Meine Meinung:
Das Buch wird vom Verlag als Thriller bezeichnet. Das trifft es meines Erachtens nicht ganz. Es gibt hier keine atemberaubende Spannung, keine akute Bedrohung, nichts, was einen schaudern lässt. Und doch vermag die Autorin mit ihrer Geschichte zu fesseln. Sie lässt uns in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele blicken. Das erscheint zuweilen etwas abstrus, doch sicher gibt es irgendwo auch Menschen, die genau so reagieren, wie es hier beschrieben wird.

Camille erzählt in der Ich-Form, trotzdem kam ich diesem Charakter nicht wirklich nahe. Vieles was sie tut, konnte ich nicht akzeptieren. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter ist hochgradig gestört. Ihre dreizehnjährige Halbschwester und ihren Stiefvater kennt sie so gut wie gar nicht, denn Camille ist früh von zu Hause weggezogen. Der Roman beleuchtet mehr die Verhältnisse innerhalb dieser Familie und innerhalb der Kleinstadt Wind Gap als die Mordfälle an den beiden Mädchen. In gewisser Weise ist das auch logisch, denn Camille tritt hier als relativ normale Reporterin auf, nicht als Quasi-Ermittlerin. Trotzdem war mir das Private dann ein bisschen zu viel für einen sogenannten Thriller.

Leider gibt es recht wenig Verdächtige, sodass man schon bald auf die richtige Spur kommt. Der Roman ist dennoch einigermaßen spannend und leicht zu lesen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Atmosphärischer und hochspannender Zukunftsroman

Pandora - Wovon träumst du?
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Inhalt:
Berlin im Jahr 2032. Die NeuroLink Solutions Inc. hat einen Chip entwickelt, der den Menschen implantiert werden kann, damit sie jederzeit bequem online gehen können. Doch über diesen Chip können ...

Inhalt:
Berlin im Jahr 2032. Die NeuroLink Solutions Inc. hat einen Chip entwickelt, der den Menschen implantiert werden kann, damit sie jederzeit bequem online gehen können. Doch über diesen Chip können auch die Träume manipuliert werden. Und es gibt jemanden, der das gewissenlos ausnutzt, der Sandmann.

Als Sophie 17 Jahre alt ist, erfährt sie, dass sie adoptiert wurde und eine Zwillingsschwester hat, Liz. Gemeinsam gehen die beiden Mädchen ihrer Vergangenheit auf den Grund. Sie kommen einer riesigen Verschwörung auf die Spur und bringen sich damit in Todesgefahr.

Das Cover:
Das Cover mag ja wunderschön aussehen – mit der Handlung hat es nicht wirklich viel zu tun. Ich würde bei diesem Bild auf jeden Fall einen sehr romantischen, evtl. auch fantastischen Roman erwarten. Doch damit liegt man ziemlich daneben. Ein Mädchen im wallenden Ballkleid kommt in der Geschichte einfach nicht vor, und auch sonst nichts, was annähernd in diese Richtung geht.

Meine Meinung:
Eva Siegmund konnte mich mit ihrem zweiten Roman rundum begeistern. Mit knapp 500 Seiten hält man einen ordentlichen Schmöker in der Hand, prall gefüllt mit einer atemberaubenden Geschichte. Hier ist keine Seite zu viel, und das Lesen macht unheimlich viel Spaß.

Die Erzählung wechselt zwischen Sophies Perspektive und der von Liz. Dabei berichten beide in der Ich-Form, was aber kein Problem darstellt, da jedes Kapitel mit „Sophie“ oder „Liz“ überschrieben ist, sodass man sofort weiß, wer gerade erzählt. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Zwischensequenzen, zu denen ich gar nicht viel sagen will, um nicht zu spoilern. Was es damit auf sich hat, sollte jeder Leser selbst herausfinden. Besonders in der ersten Buchhälfte sorgen sie für vermehrte Spannung.

Sophie und Liz sind voneinander getrennt und in ganz verschiedenen Milieus aufgewachsen. Dementsprechend unterschiedlich haben sie sich entwickelt. Während Liz reiche Adoptiveltern hat, die selten zu Hause sind, und eine teure Privatschule besucht, kommt Sophie aus ärmeren Verhältnissen und wirkt bodenständiger. Anfangs hielt ich Liz noch für arrogant, aber zum Glück legte sich das schnell wieder. Mit ihren so unterschiedlichen bisherigen Erfahrungen ergänzen sich die beiden Mädchen auf jeden Fall sehr gut und bilden ein schlagkräftiges Team.

Aber auch die übrigen Figuren fand ich sehr gut dargestellt, ob das nun die Haushälterin Fe oder Liz’ schwuler Freund Carl ist, man kann sich ein gutes Bild von ihnen machen.

Da es sich hier um ein Jugendbuch handelt, darf natürlich auch eine romantische Komponente nicht fehlen. Für meinen Geschmack hatte sie genau das richtige Ausmaß. Das Hauptthema bilden aber auf jeden Fall die Thrillerelemente.

Dabei steigert sich die Spannung von Kapitel zu Kapitel immer mehr. Bald wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich zum einen um die Protagonisten bangte, zum anderen aber auch endlich wissen wollte, wer nun hinter diesen üblen Machenschaften steckt. Denn das Buch bietet unheimlich viel Raum für Spekulationen. Es ist ein Netz von (falschen) Spuren und verleitete mich sogar noch dazu, Dinge zu vermuten, die in keiner Weise auch nur angedeutet waren. Einfach weil in gewisser Weise alles möglich scheint. Das ist einfach genial gemacht.

Am Ende kann man das Buch sehr zufrieden zuklappen. Es wird alles aufgelöst, alle Fragen werden beantwortet. Und dann kann man in Ruhe darüber nachdenken, was man selbst von dieser vielleicht gar nicht so fiktiven Zukunft hält.

Ein kleines Bonbon hat sich Eva Siegmund noch zusätzlich ausgedacht. Im Buch spielt der Blog „Pandoras Wächter“ eine gewisse Rolle. Dieser Blog wurde wirklich eingerichtet unter der Adresse http://pandoras-waechter.blogspot.de/. Hier finden sich einige interessante Artikel. Aber Achtung: die mit „Spoiler“ gekennzeichneten bitte erst ganz am Ende der Lektüre lesen!

Fazit:
Ein spannendes, gefühlvolles und technologiekritisches Jugendbuch, das in seiner Komplexität auch Erwachsene wunderbar unterhalten kann. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 21.09.2017

Ein Roman zum Lachen und Weinen, so prall wie das Leben

Was man von hier aus sehen kann
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: DuMont (18. Juli 2017)
ISBN-13: 978-3832198398
Preis: 20,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Ein Roman zum Lachen und Weinen, so prall wie das Leben

Inhalt:
Luises ...

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: DuMont (18. Juli 2017)
ISBN-13: 978-3832198398
Preis: 20,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Ein Roman zum Lachen und Weinen, so prall wie das Leben

Inhalt:
Luises Großmutter Selma kann den Tod vorhersehen. Immer wenn ihr ein Okapi im Traum erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Wen wird es dieses Mal treffen? Die abergläubische Elsbeth? Den Optiker, der alles erklären kann? Die immer schlecht gelaunte Marlies? Oder den alten Bauer Häubel, der sowieso findet, dass seine Zeit gekommen ist? Wie auch immer, das ganze Dorf ist in Aufruhr. Es werden letzte Vorbereitungen getroffen, Geständnisse gemacht, Liebe erklärt. Mit dem, was dann passiert, hat aber keiner gerechnet …

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch aufgrund der vielen positiven Meinungen besorgt. Von Anfang an gefielen mir die Geschichte und vor allem auch Mariana Lekys Schreibstil sehr gut, aber ganz so euphorisch wie manch andere Rezensierende war ich auf den ersten hundert Seiten noch nicht. Doch dann schlug ein Ereignis wie eine Bombe bei mir ein und es war um mich geschehen. Mir wurde immer klarer, warum andere Lesende so begeistert von dem Roman sind.

Da ist zum einen der herrlich leichte und etwas poetische Schreibstil, der einen durch die Seiten fliegen lässt. Erzählt wird aus der Sicht von Luise. Anfangs ist sie erst zehn Jahre alt, am Ende etwa dreißig. Hier hat mir auch der zu Beginn kindliche Blick auf die Geschehnisse gut gefallen.

Dazu kommen die ganz wunderbar vielschichtigen Charaktere dieser kleinen Dorfgemeinschaft im Westerwald. Jeder kennt jeden. Jeder weiß, wie er mit den Marotten der anderen umgehen muss. Man sorgt füreinander und kümmert sich.

Ich beschloss, Martin später zu heiraten, weil ich fand, der Richtige sei der, der einem das Hinsehen erspart, wenn die Welt ihren Lauf nimmt. (S. 52)

Und schließlich ist es die Handlung an sich, die mich berührt hat. Sie ist einerseits alltäglich, andererseits aber auch etwas Besonderes. Es gibt so viele schöne Momente, aber auch sehr traurige. Mariana Leky hat mich mit ihrem Roman auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Ich habe mit den Protagonisten gebangt, habe über sie gelacht und mit ihnen Rotz und Wasser geheult.

Selten habe ich ein so berührendes und tiefsinniges Buch mit einer solchen Leichtigkeit gelesen. Ich habe jede einzelne Figur in mein Herz geschlossen und werde sie in den nächsten Tagen ganz sicher vermissen. Denn sie wirken so lebendig, so authentisch, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, sie schon ewig zu kennen.

Fazit:
„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein wunderbar berührender Roman, der einen lachen und weinen lässt, mit einer klugen und tiefgründigen Geschichte und herrlich verschrobenen Figuren, die man einfach gern haben muss.

★★★★★

Veröffentlicht am 19.09.2017

Fesselnd, wenn auch nicht so spannend wie die Vorgänger

Verfolgung
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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (7. September 2017)
ISBN-13: 978-3453270992
Originaltitel: Mannen som sökte sin skugga
Preis: 22,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Fesselnd, ...

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (7. September 2017)
ISBN-13: 978-3453270992
Originaltitel: Mannen som sökte sin skugga
Preis: 22,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Fesselnd, wenn auch nicht so spannend wie die Vorgänger

Inhalt:
Lisbeth Salander muss eine kurze Gefängnisstrafe absitzen. Von den anderen Gefangenen hält sie sich nach Möglichkeit fern. Doch als die junge Faria Kazi von Mitgefangenen übelst drangsaliert wird, ohne dass die Wärter eingreifen, kann Lisbeth nicht länger wegsehen. Damit begibt sie sich selbst in die Schusslinie der bösartigen Benito Andersson, die auch außerhalb des Gefängnisses ein gutes Netzwerk hat.

Holger Palmgren hat neue Unterlagen über Lisbeths Kindheit und die üblen Machenschaften der Behörden bekommen. Da er selbst aber zu gebrechlich ist, tritt Mikael Blomkvist in die weiteren Recherchen ein und kommt einer eiskalten Person auf die Spur.

Meine Meinung:
Eigentlich war die Millennium-Trilogie mit den Teilen, die aus der Feder von Stieg Larsson stammen, abgeschlossen. David Lagercrantz knüpfte daran an und entwickelte die bekannten Figuren weiter, schuf dabei aber in „Verschwörung“ einen neuen Fall. In „Verfolgung“ beschäftigt er sich nun größtenteils mit Lisbeth Salanders Vergangenheit, genauer mit den Ereignissen bzw. Personen, denen Lisbeth in ihrer Kindheit ausgesetzt war und schlimm zu leiden hatte. Man erfährt so noch einiges Interessante über diese faszinierende Protagonistin. Zum Beispiel wird auch der Hintergrund von Lisbeths Drachen-Tattoo geklärt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Der Spannungsbogen ist aber nicht so hoch wie in Stieg Larssons Romanen und auch nicht wie in „Verschwörung“. Auch ist David Lagercrantz’ Erzählweise etwas gemächlicher, die Szenen sind nicht so brutal wie bei Larsson. Der größte Teil der Spannung entstand für mich durch die Nebenhandlungen. Teilweise wirken aber die verschiedenen Handlungsstränge wie nebeneinander hin geworfen. Die Verknüpfung scheint willkürlich, um eben noch ein paar spannende Szenen unterbringen zu können. Die Geschichte würde genauso gut auch ohne diese Szenen funktionieren.

Wie schon „Verschwörung“ lässt sich auch „Verfolgung“ notfalls als eigenständiger Roman lesen. Aber natürlich ist die Lektüre intensiver, wenn man mit den vergangenen Ereignissen und den wichtigsten Personen bereits vertraut ist.

Trotz meiner Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne geben, da Lagercrantz mich mit der Weiterentwicklung von Lisbeths Geschichte durchweg fesseln konnte und ich das Buch zwischendrin nur ungern aus der Hand legte.

Die Millennium-Reihe:
1. Verblendung – Stieg Larsson
2. Verdammnis – Stieg Larsson
3. Vergebung – Stieg Larsson
4. Verschwörung – David Lagercrantz
5. Verfolgung – David Lagercrantz

★★★★☆

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Heyne Verlag für das mir zugeschickte Rezensionsexemplar.