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Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein bisschen zu konfus

Das Ungeheuer von Florenz
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Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (30. Oktober 1998)
ISBN-13: 978-3257230970
Originaltitel: The Monster of Florence
Übersetzung: Silvia Morawetz
Preis: 11.90 €
auch als E-Book erhältlich

Ein ...

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (30. Oktober 1998)
ISBN-13: 978-3257230970
Originaltitel: The Monster of Florence
Übersetzung: Silvia Morawetz
Preis: 11.90 €
auch als E-Book erhältlich

Ein bisschen zu konfus

Inhalt:
Maresciallo Guarnaccia wird einer Sonderkommission zugeteilt, die sich mit alten Fällen befassen soll. Es geht um eine Serie von acht Doppelmorden zwischen 1968 und 1985, für die ein Verdächtiger gefunden wurde. Ausgerechnet Simonetti, mit dem Guarnaccia so gar nicht kann, leitet die Untersuchung. Und dann ist auch noch Teresa mit den Kindern über Weihnachten nach Sizilien gefahren. Der Maresciallo kommt sich ziemlich verloren vor …

Meine Meinung:
Auch den 10. Band der Reihe kann man gut ohne Vorkenntnisse lesen, auch wenn auf manch einen vorhergehenden Fall hingewiesen wird. Von Bedeutung ist dies aber nicht.

Acht Doppelmorde und dann noch die ganze Nebenhandlung - mir war es etwas zu viel des Guten. So viele Namen, Verdächtige, Zeugen, Opfer, Angehörige - irgendwann habe ich wohl alles durcheinander geworfen. Die Handlungssprünge erleichtern das Dranbleiben auch nicht gerade.

Für mich hat auch die Spannung gelitten, da Guarnaccia seitenweise, ja bergeweise Untersuchungsergebnisse von früher lesen muss, was oftmals eine eher trockene Angelegenheit ist. Dazu kommen viele Wiederholungen, immer wieder werden mit den Zeugen oder Kollegen dieselben Sachverhalte durchgekaut.

Trotzdem war es ganz interessant, wie Magdalen Nabb diese acht Doppelmorde an jungen Liebespaaren, die auf wahren Begebenheiten beruhen, literarisch aufbereitet hat. Wie üblich kann Guarnaccia mit seiner behäbigen Geduld und Menschenkenntnis punkten.

Die Guarnaccia-Reihe:
1. Tod eines Engländers
2. Tod eines Holländers
3. Tod im Frühling
4. Tod im Herbst
5. Tod in Florenz
6. Tod einer Verrückten
7. Tod einer Queen
8. Tod im Palazzo
9. Geburtstag in Florenz
10. Das Ungeheuer von Florenz
11. Alta moda
12. Nachtblüten
13. Eine Japanerin in Florenz
14. Vita nuova

★★☆☆☆

Veröffentlicht am 17.11.2019

Weder spannend noch lustig

Der Tod macht keine Schneeballschlacht
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Format: Hörbuch-Download
Spieldauer: 5 Stunden und 14 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Lübbe Audio (13. November 2018)
ASIN: B07JQC9SP9

Weder spannend noch lustig

Inhalt:
Sofia führt den Campingplatz ...

Format: Hörbuch-Download
Spieldauer: 5 Stunden und 14 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Lübbe Audio (13. November 2018)
ASIN: B07JQC9SP9

Weder spannend noch lustig

Inhalt:
Sofia führt den Campingplatz in Hirschlingen zusammen mit Evelyn. Eigentlich möchte Sofia im Winter nur ihre Ruhe haben, aber Evelyn hat die Dauercamper eingeladen, obwohl der Campingplatz gar nicht für das Wintercampen bereit ist. So bevölkert eine bunt gemischte Gruppe den Platz und echauffiert sich über einen Mann, der auf der anderen Seite des Sees wild campt. Als Sofia schließlich über eine Leiche stolpert, ist die Aufregung auf dem Campingplatz groß …

Meine Meinung:
Das war eindeutig nicht mein Fall! Es fängt noch ganz interessant an, entpuppt sich aber mit jedem Kapitel als immer belangloser. Als Krimi kann man das nicht mit gutem Gewissen bezeichnen, denn die versprochenen „jede Menge Leichen, Mörder und Ganoven“ tauchen bis zum Ende nicht auf. Dafür bekommt man jede Menge Beschreibung einer Winterlandschaft, Gejammer der Leute über alles Mögliche und eine Protagonistin, die recht naiv wirkt. Bei der gefühlt 35. Erwähnung der kaputten Schrankenanlage habe ich nur noch das Ende herbeigesehnt.

Auch die Sprecherin konnte es für mich nicht rausreißen. Ihre Stimme war mir durchgehend zu weinerlich und damit zu nervig, obwohl sie sich bemüht, den Figuren etwas Eigenes zu verleihen.

★★☆☆☆

Veröffentlicht am 14.11.2019

Habe mich durchgequält

Feennacht
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E-Book
Verlag: Sieben-Verlag (20. April 2012)
ISBN: 9783864430596

Habe mich durchgequält

Inhalt:
Leila ist eine Hüterin. Ihre Aufgabe ist es, magische Wesen aus einer anderen Welt in dieser Welt zu vernichten. ...

E-Book
Verlag: Sieben-Verlag (20. April 2012)
ISBN: 9783864430596

Habe mich durchgequält

Inhalt:
Leila ist eine Hüterin. Ihre Aufgabe ist es, magische Wesen aus einer anderen Welt in dieser Welt zu vernichten. Doch es droht Gefahr: Die Fee Vanora ist dabei, aus dem Kristallsplitter zu entkommen, in den sie vor Jahren verbannt wurde. Und sie wird Leila töten, wenn sie Gelegenheit dazu bekommt. Allein kann Leila nichts gegen Vanora ausrichten. So tut sie sich mit Luthias zusammen, der aber sein eigenes Päckchen zu tragen hat …

Meine Meinung:
Ganz ehrlich: Ich habe mich von Seite zu Seite gequält, immer in der Hoffnung, dass es doch noch besser wird. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt - aber sie stirbt.

Es fängt schon an mit dem Schreibstil. Dieser wirkt manchmal hölzern, manchmal gekünstelt, aber selten einfach echt und gut. Es gibt etliche kitschige Szenen, was so gar nicht mein Fall ist. Ein Spannungsbogen fehlt fast komplett. Die Geschichte plätschert mit vielen Wiederholungen vor sich hin. Die Handlung kommt nur mühsam voran. Ab der Mitte etwa war es mir schließlich total egal, wie die Geschichte ausgeht (vorhersehbar), denn die Protagonisten waren mir alles andere als sympathisch. Sie wirken trotzig, unreif und hinterlistig.

Der Fantasy-Anteil ist recht gering, über die Magie erfährt man kaum etwas. Leila macht irgendwann Fortschritte in der Kontrolle ihrer magischen Fähigkeiten, wobei nicht so wirklich klar wird, warum.

Der Romantik-Anteil ist da schon um einiges größer, für mich aber nicht nachvollziehbar. In einen Typen, der mich so übel behandelt, könnte ich mich nicht verlieben. Aber jedem das Seine.

★★☆☆☆

Veröffentlicht am 13.11.2019

Äußerst spannender Thriller

Der Kastanienmann
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Broschiert: 606 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (26. August 2019)
ISBN-13: 978-3442315222
Originaltitel: Kastanjemanden
Übersetzung: Susanne Dahmann
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Äußerst ...

Broschiert: 606 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (26. August 2019)
ISBN-13: 978-3442315222
Originaltitel: Kastanjemanden
Übersetzung: Susanne Dahmann
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Äußerst spannender Thriller

Inhalt:
Mark Hess ist nach fünf Jahren bei Europol ausgebrannt und wird gegen seinen Willen in seine Heimat Kopenhagen zur Mordkommission versetzt. Hier erwartet ihn an der Seite von Naia Thulin eine bizarre Serie von Morden, die anscheinend mit einem älteren Fall zusammenhängen. Die Ermittlungen werden dadurch erschwert, dass die beiden Polizisten sich erst mal zusammenraufen müssen und auch der Chef nicht wirklich mitzieht, während der Täter ihnen stets mindestens einen Schritt voraus ist.

Meine Meinung:
Søren Sveistrup hat sich als Drehbuchautor einen Namen gemacht. Auch sein Thriller-Debüt kann sich durchaus sehen lassen. Trotz seines Umfangs von über 600 Seiten war mir keine Seite zu viel. Es hätten auch gerne noch mehr sein können.

Sprachlich ist der Roman sehr gut zu lesen, und die Handlung ist reichlich komplex, aber nicht zu kompliziert. Der Autor lockt den Leser trotz einer überschaubaren Zahl von Verdächtigen immer wieder auf falsche Fährten, sodass die Auflösung schließlich einigermaßen überraschend kommt. Doch bis dahin erwarten einen viele Stunden Spannung.

Für zartbesaitete Leser ist das Buch eher nicht geeignet, da es auch sehr brutale Folterszenen und andere Grausamkeiten enthält. Diese stehen jedoch nicht unbedingt im Vordergrund. Sveistrup versteht es, die Spannung subtiler zu erzeugen.

Einen Punktabzug gibt es von mir, da mir einige Kleinigkeiten nicht logisch erscheinen. Die Ermittler werden dabei etwas zu dumm dargestellt, obwohl sie sonst eher überdurchschnittlich intelligent wirken. Ich kann hier leider nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern.

Trotzdem gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

★★★★☆

Veröffentlicht am 10.11.2019

Äußerst fesselnd erzählt

Die letzten Tage der Nacht
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Eichborn (16. Februar 2017)
ISBN-13: 978-3847906247
empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: The Last Days of Night
Preis: 21,10 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Eichborn (16. Februar 2017)
ISBN-13: 978-3847906247
empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: The Last Days of Night
Preis: 21,10 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Äußerst fesselnd erzählt

Inhalt:
New York, 1888. Paul Cravath hat gerade erst das Jura-Studium abgeschlossen und ist in eine kleine Kanzlei eingetreten, als er George Westinghouse als Mandanten übernimmt. Dieser liegt in einem Gerichtsstreit mit Thomas Edison um die Erfindung der Glühbirne. Es ist ein Streit, den Westinghouse kaum gewinnen kann, denn Edison hat die Mächtigen hinter sich.

Meine Meinung:
Um Historisches mache ich normalerweise einen großen Bogen. Aber ich interessiere mich für Naturwissenschaften. Daher wollte ich diesem Roman eine Chance geben, und ich habe es nicht bereut! Graham Moore erzählt dermaßen fesselnd und überhaupt nicht angestaubt, sodass ich dieses Buch in kürzester Zeit verschlang.

Die Handlung besteht aus vielen verbürgten Tatsachen, die der Autor zum Teil aber verändert, ausschmückt oder in anderer Reihenfolge erzählt. Man darf also nicht alles für bare Münze nehmen, die Richtung scheint aber zu stimmen. Die meisten vorkommenden Figuren sind historisch belegt.

Wer von Naturwissenschaften keine Ahnung hat, braucht sich vor diesem Roman aber auch nicht zu fürchten. Hauptfigur ist der Anwalt Paul, der ebenso wenig Ahnung hat und dem daher alles mit einfachen Worten von Grund auf erklärt werden muss. So kommt auch der Leser wie nebenbei in den Genuss neuen Wissens.

Ich fand es sehr spannend, die verschiedenen Fronten im sogenannten Stromkrieg zu beobachten und die Interaktionen zu begleiten, daneben Neues über Thomas Edison, George Westinghouse und Nikola Tesla zu erfahren und gleichzeitig auch noch eine kleine Romanze mitzuerleben.

„Die letzten Tage der Nacht“ ist ein vielseitiger Roman, eine gelungene Mischung von Fakten und Fiktion, und das alles sehr kurzweilig und eindrücklich erzählt.

★★★★★