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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Mir war das Hörbuch zu dunkel

Das letzte Königreich (MP3-CD)
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Mein Hörbuch hatte auch ein anderes Cover. Ich denke das es sich hierbei um den Filmhelden aus The Last Kingdom handelt.
Der Sprecher hat gute Arbeit geleistet. Ich konnte seiner angenehmen Stimme gut ...

Mein Hörbuch hatte auch ein anderes Cover. Ich denke das es sich hierbei um den Filmhelden aus The Last Kingdom handelt.
Der Sprecher hat gute Arbeit geleistet. Ich konnte seiner angenehmen Stimme gut folgen.
Leider war mir das Wikingerepos im allgemeinen viel zu Dunkel. Immer wurde gekämpft. Erst war Osbert noch ein kleiner Junge und sein Bruder Uhtred wurde von den Wikingern getötet. Dann musste er an dessen Stelle treten und auch noch dessen Namen annehmen. Was für ein Graus für einen kleinen Jungen plötzlich den Bruder zu verlieren und dann sein Leben und seinen Namen zu übernehmen.
Nun ja, andere Länder, andere Sitten und dann natürlich auch noch vor 1100 Jahren.
Es ging rauh zu und Uhtred wuchs unter den Wikingern auf, die ihn seiner Familie entrissen hatten. Im Erwachsenenalter wechselt dieser dann nochmal die Seiten. Was bleibt, dass er kämpft und kämpft und kämpft. Immer ist er im Schlachtgetümmel und das fand ich auf Dauer echt ermüdend.
Es gab auch Frauen in seinem Leben, aber irgendwie waren sie immer nur ein Nebenstrang. Für mich hätte eine Liebesgeschichte noch ein wenig ausgebaut sein können, aber in Uthreds Leben und auf meinem Hörbuch blieb alles kalt, brutal und dunkel.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Hannas Leben während der NS Zeit

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Dieses historische Buch ist aus der Sicht des Mädchens Hanna geschrieben. Ihre Eltern kamen einst aus dem Münsterland und bauten sich in Westpommern eine neue Existenz auf. Hannas Kindheit ist überschattet ...

Dieses historische Buch ist aus der Sicht des Mädchens Hanna geschrieben. Ihre Eltern kamen einst aus dem Münsterland und bauten sich in Westpommern eine neue Existenz auf. Hannas Kindheit ist überschattet von den Anstrengungen des NS Regimes, die Menschen zu unterdrücken und zu beherrschen. Auch in ihrem Dorf bekommt das Hanna mit ihrer Familie deutlich zu spüren. Nicht nur, dass der Vater ihres besten Freundes Martin der heimliche Herrscher über das Dorf ist, nein, auch in der Schule gibt es vor allen Dingen viele Nazilehrer.

Hanna, die auch ausgerechnet noch gläubige Katholikin ist, hat in dieser Gesellschaft einen schweren Stand. Rückhalt findet sie in ihrer Familie, besonders durch ihren Großtvater, mit dem sie gerne auf der Bank bei den Gänsen sitzt und den Tag Revue passieren lässt.

Hanna hat drei Brüder, die nicht unterschiedlicher sein könnten und eine kleine Schwester, für die sie zur Beschützerin wird. Rosa wurde mit einer Gaumenspalte geboren und beständig besteht die Angst, das man sie als nicht lebenswert aussortiert. So fieberte ich genauso wie Hanna und ihre Mutter jedem angeordneten Arztbesuch entgegen. Immer dachte ich, jetzt werden sie gleich sagen, dass sie in ein Sanatorium muss und sie „ entsorgen“. Das am Ende alles ganz anders kommt, war nicht vorhersehbar.

Ich fand die Bilder des Autors sehr anschaulich geschildert, so das vor meinem inneren Auge der ganze Film ablief. Das schaffen nur die Bücher, die mich wirklich fesseln.

Die Repressalien mit denen Hannas Familie zu kämpfen hatten erschütterten mich. Ich fühlte mich in jene Zeit zurückversetzt und bin froh und dankbar das ich sie nie leben musste. Meine Eltern und Großeltern lebten als Erwachsene und Kinder in der Zeit und mein Schwiegervater kam auch aus Pommern als dreijähriger auf der Flucht hier ins Rheinland.

Ein Wahnsinn was diese Menschen aushalten mussten.

Auch die Verblendung mancher Jugendlicher wurde erwähnt, die sich stolz schon als sechzehnjährige für den Kampf ums Vaterland meldeten und dann erkennen mussten welch grausames Gesicht der wahre Krieg hat.

Vertreibung, Flucht, Trauer und Liebe werden in diesem Roman auf großartige Weise erzählt. Und am Schluss zeigt der Autor das auch trotz solch dramatischer Vorfälle noch Wunder möglich sind.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch. Authentisch erzählt und doch die Brutalität der Herrschenden so abgemildert, das man keine Alpträume davon bekommt.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Auf der Suche nach der Schwester

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Im zweiten Band der Bücherfrauen von Listland hilft die Journalistin Anna März der Listländerin Fenja bei der Suche nach ihrer großen Halbschwester Martje, die Ende der 50 er Jahre in einer wilden Sturmnacht ...

Im zweiten Band der Bücherfrauen von Listland hilft die Journalistin Anna März der Listländerin Fenja bei der Suche nach ihrer großen Halbschwester Martje, die Ende der 50 er Jahre in einer wilden Sturmnacht verschollen ist.

Anna hat es nicht leicht. Ihr Freund Eric, der gleichzeitig der Sohn ihrer Auftraggeberin und Freundin Fenja ist, ist zu der Mutter seines Sohnes zurück gekehrt, statt sich mit Anna ein neues Leben aufzubauen. Das alles kommt in Anna erneut hoch, als sie nach Listland zurück kommt.

Die Autorin beschreibt in diesem zweiten Teil die Suche Annas nach Hinweisen, was in dieser Sturmnacht im Jahr 1958 passiert sein könnte und warum Martje nie wieder nach Listland kam. Die Leser sind Anna immer um einiges voraus, da sie immer in einem Vergangenheitsstrang von Martjes Leben erfahren.

Geschickt sind die beiden Stränge aus Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben und auch die wichtigen Informationen des ersten Bandes werden wiedergegeben, so dass es auch möglich ist das Buch, ohne Vorkenntnisse zu lesen. Schöner ist es natürlich, wenn man auch den ersten Band kennt.

Mich hat das Buch wieder gut unterhalten. Die Geschichte, die Personen und die Landschaften zogen wie ein Film vor meinem inneren Auge dahin. Das ist immer ein Zeichen für ein tolles Buch, das fünf Sterne verdient hat.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Harmonisch gestaltet

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Die Bilderbücher vom Hasen und seinem Freund dem Igel werden in unserer Kita immer wieder gerne aus der Lesekiste geholt.
Die Tiere im Buch sind aber auch wirklich allerliebst gestaltet. Jedes Bild drückt ...

Die Bilderbücher vom Hasen und seinem Freund dem Igel werden in unserer Kita immer wieder gerne aus der Lesekiste geholt.
Die Tiere im Buch sind aber auch wirklich allerliebst gestaltet. Jedes Bild drückt Harmonie und Wohlempfinden aus, selbst wenn manche Harmonie plötzlich hinterfragt wird.

In diesem Buch fragt sich der Hase plötzlich was Freundschaft überhaupt bedeutet, was den Igel doch sehr verwirrt, da er doch sein bester Freund ist.
Gemeinsam machen sich die Beiden auf den Weg eine Antwort zu finden. Die anderen Tiere helfen dabei, indem sie dem Hasen schildern was Freundschaft für sie bedeutet.

Es ist schön mit anzusehen und zu hören, wie der Hase so nach und nach erkennt, dass viele der Schilderungen auf ihn und den Igel zutreffen.

Warum ich trotz allem einen Punkt abziehe, weil ich finde, dass es für Vierjährige noch recht schwer zu verstehen ist. Es ist viel Text und es hat viele lange Sätze. Denen können die Kinder mit vier noch nicht so gut folgen.
Zu Hause mag das gehen, aber in der Kita habe ich deshalb für die Kleinen den Text noch ein wenig runter gebrochen, damit sie auch bis zum Schluss dabei bleiben.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Ideal für Weltrauminteressierte ab 6 Jahren

Kleine und große Wunder des Weltalls
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Wunder des Weltalls erklärt mit gemalten Bildern neugierigen Kindern das All.
Seine Planeten, besonders unsere Erde mit ihrem Mond, aber auch die sieben anderen Planeten unserer Milchstraße.
Außerdem die ...

Wunder des Weltalls erklärt mit gemalten Bildern neugierigen Kindern das All.
Seine Planeten, besonders unsere Erde mit ihrem Mond, aber auch die sieben anderen Planeten unserer Milchstraße.
Außerdem die Milchstraße selbst, die Sonne, Asteroiden, Meteoriden und Kometen.
So habe ich auch viel Neues erfahren, nämlich das Sterne geboren werden und nachdem sie rote Riesen waren wieder zu Sternenstaub zerfallen, um neu geboren zu werden.
Die gemalten Bilder sind manchmal wild und die Mischung aus Reimen und Prosa hat mich zunächst verwirrt, doch bald kam ich dahinter, dass alles in Schrägschrift gereimt erzählt wird. Das ist immer, wenn einer der Planeten oder Gesteinsbrocken über sich selbst berichtet.
Nach jeder der neun Geschichten kommt eine Doppelseite mit Fakten zu den Protagonisten der Geschichte.

Ich fand das Buch interessant und gut gemacht. Ich selbst habe viel Neues über das Weltall erfahren. Ideal für Weltrauminteressierte ab 6 Jahren, würde ich sagen.

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