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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2018

Ein Camp voller Freaks

Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
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Kylie kann es nicht fassen. Ihr Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen. Ihre Großmutter ist gestorben, ihre Eltern führen einen schmutzigen Scheidungskrieg, ihr Freund Trey hat sich von ihr getrennt, ihre ...

Kylie kann es nicht fassen. Ihr Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen. Ihre Großmutter ist gestorben, ihre Eltern führen einen schmutzigen Scheidungskrieg, ihr Freund Trey hat sich von ihr getrennt, ihre beste Freundin Sara entfernt sich immer weiter von ihr, ein Stalker verfolgt sie und eine Party, auf der sie sich von all ihren Problemen ablenken wollte eskaliert und endet auf dem Polizeirevier. Jetzt sitzt sie in einem Bus, der sie in ein Camp für schwererziehbare Jugendliche bringen soll. Oder nicht?

Der Auftakt zur Shadow Falls-Pentalogie fesselt einen von der ersten Seite an. Kylie ist eine sympathische Figur, mit der man sofort mitfiebert. Manchmal ist ihre verbissene Ungläubigkeit allerdings nervig. Wenn schon längst feststeht, dass es sich um Übernatürliche handelt, leugnet sie immer noch, wehrt sich gegen die Ereignisse, wenn sie schon längst mitten drin ist. Das wird schließlich unglaubwürdig. Außerdem geht es mir hier viel zu viel um Hormone. Anfangs ist es noch motiviert, wenn Derek Kylie an ihren Exfreund erinnert und damit ähnliche Gefühle auslöst, doch sehr schnell geht es nur noch um stahlharte Oberkörper, süße Augen, knackige Hintern etc. Kann ja gerne Teil der Geschichte sein, aber nicht so ausufernd und so schlecht integriert.

Trotzdem bekommt das Buch von mir 5 Sterne, da es sich trotz seiner Schwächen nicht weglegen lässt und immer wieder gelesen werden möchte.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Die Armee der Furien

John Sinclair - Folge 4
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Damona hat ihre Seele verkauft, um als Dienerin Satans eine Sekte aufzubauen, die mächtigen Dämonen den Weg bereiten sollen. Tod und Verderben folgen ihnen. Die Privatdetektiv Jane Collins, John Sinclairs ...

Damona hat ihre Seele verkauft, um als Dienerin Satans eine Sekte aufzubauen, die mächtigen Dämonen den Weg bereiten sollen. Tod und Verderben folgen ihnen. Die Privatdetektiv Jane Collins, John Sinclairs Freundin, schleicht sich in die Sekte ein.

Eine Folge, in der sehr viele Nebendarsteller sterben. Sie ist durchaus spannend, wirkt aber im Rückblick einer Rezension eher wie ein Bindestück zum großen Auftritt des Schwarzen Tods, der wohl demnächst ansteht. Damit fällt diese Geschichte etwas zu flach und unmotiviert aus. Als Doppelfolge zum großen ersten Finale wäre sie eher geeignet.

Aufgefallen ist mir außerdem, dass auf eine Weissagung angespielt wird, die zumindest in den ersten vier Folgen der Edition 2000 bisher nicht vorkam. Das lässt das ungute Gefühl aufkommen, dass Szenen oder ganze Episoden einfach ausgelassen werden. Ich hätte einen konsistenteren Aufbau der Hörspielserie bevorzugt. Es mögen Vorgeschichten nachgereicht werden, aber bitte nicht Abschnitte, die für den Spannungsbogen wesentlich sind.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Der verfluchte Friedhof

John Sinclair - Folge 3
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Ein alter Friedhof, der zur Bebauung freigegeben wird, entpuppt sich als Tor zur Hölle. Ein untoter Friedhofswärter hat ihn schon seit Jahrhunderten vorbereitet, um eine uralte Prophezeiung zu erfüllen.

In ...

Ein alter Friedhof, der zur Bebauung freigegeben wird, entpuppt sich als Tor zur Hölle. Ein untoter Friedhofswärter hat ihn schon seit Jahrhunderten vorbereitet, um eine uralte Prophezeiung zu erfüllen.

In der dritten Folge erfährt John Sinclair endlich, welcher Überdämon zurückgeholt werden soll. Diese Neuigkeit ist in eine spannende Geschichte verpackt, die bis zum Schluss das Geheimnis verbirgt – John Sinclair-Kenner wissen allerdings sowieso Bescheid. Aber auch wenn man mit Vorwissen an dieses Hörspiel herangeht, fesselt einen das Abenteuer.

Lange habe ich drauf gewartet und hier ist es endlich soweit: Sinclair erhält zum ersten Mal Schützenhilfe von seinem Freund Suko und auch der Reporter Conelly wird kurz vorgestellt. Es werden sogar ein paar Informationen zu ihren Hintergrundgeschichten gegeben, doch ist die Partnerschaft des Trios bereits gegeben. Schade, dass die Freunde bisher noch nicht richtig in Erscheinung getreten sind, denn erst in ihrer Dynamik und ihren Wortgefechten entwickelt sich der ganze Charme der Geisterjäger-Serie.

Der Schluss des Hörspiels wurde mir durch das unmotivierte Auftauchen einer nervtötende Frauenfigur verdorben. Das ist wirklich das einzige, was mir an den John Sinclair-Hörspielen missfällt: Jedes Mal kommt eine nerviger, unglaubwürdiger und abstoßender weiblicher Charakter dazu, den man nur zu gerne den Dämonen zum Fraß vorwerfen möchte.

Wieder einmal 4 Sterne für ein John Sinclair-Abenteuer. Witzig, spannend, mit Top-Besetzung und tollen Soundeffekten.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Nostalgie pur

John Sinclair Tonstudio Braun - Folge 01
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Im Spessart geschehen merkwürdige Dinge. Immer wieder werden geistig verwirrte Männer aufgegriffen, die von „Horror-Mädchen“ phantasieren. Kommissar Will Mallmann ahnt, dass er hier die Hilfe seines Freundes ...

Im Spessart geschehen merkwürdige Dinge. Immer wieder werden geistig verwirrte Männer aufgegriffen, die von „Horror-Mädchen“ phantasieren. Kommissar Will Mallmann ahnt, dass er hier die Hilfe seines Freundes John Sinclair brauchen wird, denn im geheimnisvollen Sexschloss tief im Wald gehen übernatürliche Dinge vor.

Nostalgie pur! Mit den Produktionen des Tonstudios Braun habe ich John Sinclair kennengelernt und mit der düsteren Orgelmusik kamen gleich alle Erinnerungen zurück. Man muss sich immer bewusst sein, dass es sich hier um eine Produktion aus den 1980ern handelt. Der Sound ist dementsprechend umgesetzt und kann mit heutigen Produktionen natürlich nicht konkurrieren. Mit perfektem Timing, großartigem dramaturgischen Aufbau, tollen Gruseleffekten und exzellenten Sprechern punktet diese Hörspielserie aber wieder. Die John-Sinclair-Reihe überzeugt auch hier damit, dass sie ihre Schwächen in Stärken umwandelt: Wenn es nicht glaubhaft umzusetzen ist, nimmt man sich selbst einfach nicht so ernst. So macht die Geschichte einfach Spaß.

Fazit: Ein tolles Hörspiel mit Nostalgiefaktor. Tonstudio Braun stellt unter Beweis, dass es nicht viel bedarf, um ein unterhaltsames Hörspiel umzusetzen. Mögen einige Effekte auch veraltet erscheinen, so punktet es doch auf anderer Ebene nicht zuletzt mit tollen Sprechern. Vergleicht man den überdramatisierenden Joachim Kerzel aus der John Sinclair Edition 2000 mit dem perfekten Timing von Marianne Mosa aus der Tonstudio Braun-Produktion, dann sehe ich gerne über einige Schwächen hinweg.

Ein Kult-Hörspiel, das auch heute noch beste Unterhaltung bietet.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Das Geisterschiff

John Sinclair - Folge 2
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Ein verlockendes Angebot treibt eine Gruppe von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, dem skrupellosen Millionär Proctor in die Arme. Als sie merken, wohin er sie verschleppt, ist es für eine Rückkehr ...

Ein verlockendes Angebot treibt eine Gruppe von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, dem skrupellosen Millionär Proctor in die Arme. Als sie merken, wohin er sie verschleppt, ist es für eine Rückkehr zu spät. Doch John Sinclair ist den Machenschaften Proctors schon auf der Spur.

Spannend und mit dem Geisterschiff mal eine erfrischend andere John Sinclair-Geschichte. Mit 46 Minuten ist das Hörspiel kompakt und geradlinig, sodass sich nicht in seltsamen Nebenhandlungen oder abstrusen Szenen verloren wird. Es macht richtig Spaß der Geschichte zuzuhören. Die nervige Frauenfigur, die mich gleich zu Beginn abgeschreckt hat, tritt zum Glück schnell in den Hintergrund, sodass ich mich im Hörspiel verlieren konnte. Auf den übergeordneten roten Faden, der bereits Grundlage der ersten Folge war – die Ankunft eines mysteriösen Überdämons – wird hier lose angespielt, ohne ihn auszuspinnen, aber er wirkt auch nicht hineingezwängt. Es macht einfach nur neugierig auf weitere Folgen.

Fazit: Geniale Sprecher, ein großartiger Soundtrack, der ziemlich laut ist und eine runde Geschichte – so macht John Sinclair Spaß. Für 5 Sterne reicht es nicht, aber es bleibt witzige Gruselunterhaltung.