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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2018

Zu schnell, zu viel Sex, zu wenig Story – nur das Setting rettet noch alles

Rocky Mountain Kiss
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Vi Stone hätte nie gedacht, dass sie je wieder nach Independence zurückkehren würde – dazu ungeplant schwanger, mit einem Start-Up-Unternehmen und einem konservativen Nachbarn, der Angst hat, dass ihr ...

Vi Stone hätte nie gedacht, dass sie je wieder nach Independence zurückkehren würde – dazu ungeplant schwanger, mit einem Start-Up-Unternehmen und einem konservativen Nachbarn, der Angst hat, dass ihr Tattoo-Studio ihm sein 5-Sterne-Restaurant ruinieren wird. Doch unter den Streitereien schwelt eine starke Anziehung, der sie nicht lange widerstehen können.

Vorweg: Ich liebe die Rocky Mountain-Reihe! Nichtsdestotrotz wird sie leider von band zu Band schlechter. Hier ist die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren kaum noch nachzuvollziehen. Der Leser hat kaum ihre Namen erfahren und den Riesenstreit miterlebt, da wird völlig abrupt auf die erste Bettszene geschwenkt. Dabei bleibt es dann auch.

Die vier Sterne erreicht das Buch nur noch durch die bekannten Charaktere und das gemütliche Städtchen Drumherum. Charakter- oder Storyentwicklung gibt es hier kaum. Es wird Zeit, dass sich die Reihe wieder auf schöne, romantische Liebesromane konzentriert und die halbherzige Entwicklung zur Erotikgeschichte abbricht. Es gibt so viel Potential für Gilmore Girls-Flair und humorvoller Romantik, dass es schade ist, alles, was die Serie ausmacht zugunsten von hergestolperten Bettgeschichten aufzugeben. Es wird Zeit, dass die Reihe zu ihren Wurzeln zurückkehrt, denn mit den ersten neun Bänden hat die Autorin bewiesen, dass sie es besser kann.

Für Fans der Serie lohnt sich auch dieser Band, in dem auch die dritte der Stone-Schwestern ihr Glück findet. An der Umsetzung hapert es allerdings gewaltig. Vier Sterne gibt es nur noch für die Geschichte Drumherum. Hoffentlich kehrt die Autorin bald wieder zu ihrem eigentlichen Niveau zurück.

Veröffentlicht am 29.09.2018

Zeit der Wunder

Hundeweihnacht
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Ein Weihnachtshund auf Probe

Emma und Tommi sind begeistert als ihre Eltern ihnen endlich einen Hund aus dem Tierheim holen. Über Weihnachten soll Otter auf Probe bei ihnen leiben. Doch in dem auf Ordnung ...

Ein Weihnachtshund auf Probe

Emma und Tommi sind begeistert als ihre Eltern ihnen endlich einen Hund aus dem Tierheim holen. Über Weihnachten soll Otter auf Probe bei ihnen leiben. Doch in dem auf Ordnung und Sauberkeit spezialisierten Haushalt ist der lebhafte, wasserverrückte Hund ein Ärgernis.

Ein Weihnachtsengel auf vier Pfoten

Ihren Neuanfang hatte sich die Architektin Hannah anders vorgestellt. Das gemütliche, alte Häuschen entpuppt sich als Bruchbude und ihr Vermieter lässt sich bei keinem Problem blicken. Mit Männern wollte sie sich eigentlich nicht mehr einlassen, doch dann lernt sie den alleinerziehenden Vater Leon kennen. Die zugelaufene Hündin Billa sorgt mit ihren Ausreißaktionen zusätzlich für Chaos. Außerdem behauptet Hannahs Tochter Paula steif und fest, dass Billa ein Weihnachtsengel ist.

Zwei wunderbare Weihnachtsgeschichten zum Träumen.
Gerade die erste Geschichte, die hauptsächlich aus der Sicht der sechzehnjährigen Emma erzählt wird, eignet sich auch für Jugendliche. Bettszenen werden in beiden Bänden zum Glück ausgespart.

In „Ein Weihnachtshund auf Probe“ sind die Eltern allerdings nicht überzeugend. Die Rolle von Karl, dem Vater, besteht ausschließlich darin sich über schmutzige Pfotenspuren aufzuregen, die im Übrigen nie von ihm beseitigt werden müssen. Otter ist allerdings ein entzückender Hundecharakter, der auch immer wieder selbst zu Wort kommt und die ganze Geschichte verzaubert.

Der zweite Roman ist wieder aus Erwachsenensicht geschrieben, doch genauso humorvoll und liebenswert. Vor allem die Schlussszene verursacht Gänsehaut!

Beide Bände gehören zur Santa-Claus-Reihe von Petra Schier, doch hat Santa hier noch keinen persönlichen Auftritt. Es klingeln ein paar Schlittenglöckchen, die man sich jederzeit anders erklären kann, aber die eigentlichen Szenen mit Santa und seinen Elfen sind hier noch nicht präsent. Trotzdem sollte man sich diese bezaubernden Weihnachtsromane nicht entgehen lassen!

Hunde, Weihnachtsmagie und Romantik verweben sich zu einem märchenhaften Leseereignis. Herzerwärmende Lektüre nicht nur zur Weihnachtszeit!

Veröffentlicht am 13.09.2018

Jagd durch Arles

Dunkles Arles
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Eigentlich sollte es ein romantisches Wochenende werden: Capitaine Roger Blanc hat sich mit seiner Geliebten – der Richterin Aveline – in Arles verabredet, doch dann wird sie Zeugin eines brutalen Mordes. ...

Eigentlich sollte es ein romantisches Wochenende werden: Capitaine Roger Blanc hat sich mit seiner Geliebten – der Richterin Aveline – in Arles verabredet, doch dann wird sie Zeugin eines brutalen Mordes. Da niemand wissen darf, dass sich Aveline und Roger kennen beginnt ein gefährliches Versteckspiel mit der voreingenommenen örtlichen Polizei und den Mördern, die jetzt auch hinter Aveline her sind.

Ein spannender Provence-Krimi, der den Leser auf eine wilde Jagd mitnimmt. Der Handlung ist gut durchdacht und toll umgesetzt. Viel Lokalkolorit und das richtige Flair von Urlaub geben dem Buch das gewisse Etwas. Leider konnte ich mit den Charakteren nicht warm werden. Aveline war mir sehr unsympathisch und äußerst suspekt. Mit Roger Blanc konnte ich mehr anfangen, aber es genügte nicht, um wirklich in das Buch einzutauchen. Die örtliche Polizei war grundsätzlich indiskutabel und auch nicht immer nachvollziehbar.

Mit „Dunkles Arles“ liegt ein mitreißender Krimi vor, mit dem ich leider trotz all seiner Qualitäten nicht warm werden konnte. Schade, aber ausschließlich Geschmackssache.

Veröffentlicht am 13.09.2018

Eine brillante und mitreißende Biographie

Margaret Stonborough-Wittgenstein
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Margaret wurde in eine Zeit geboren, die voller Umbrüche war. Aufgewachsen im Wohlstand bekam sie eine exzellente Ausbildung und ging ihren Weg durchs Leben äußerst erfolgreich. Sie wirkte als Bauherrin, ...

Margaret wurde in eine Zeit geboren, die voller Umbrüche war. Aufgewachsen im Wohlstand bekam sie eine exzellente Ausbildung und ging ihren Weg durchs Leben äußerst erfolgreich. Sie wirkte als Bauherrin, Intellektuelle und Salonière. Ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit hilft ihr, zwei Weltkriege, Flucht und Inflationen zu überstehen.

Die Biografie von Margaret Stonborough-Wittgenstein erzählt so viel mehr als nur das Leben einer beeindruckenden Frau der Wiener Moderne. Es ist ein Zeitgemälde das von 1882 bis 1958 reicht. Ihre Eltern und ihre Geschwister, einschließlich Ludwig Wittgenstein, werden genauso gezeichnet wie ihr späterer Ehemann und ihr Sohn. Das umfangreiche Fotomaterial führt dem Leser jede Persönlichkeit und die Zeit immer wieder vor Augen. Die Biografie ist so mitreißend wie ein Roman. Immer weiter taucht man in das Leben Margarets ein, durchlebt die Höhen und Tiefen und stößt immer wieder auf bekannte Gesichter – so zum Beispiel Gustav Klimt oder auch Siegmund Freud, bei dessen Flucht vor den Nationalsozialisten Margaret eine maßgeblich Rolle spielte.
Ein großartiges Leseerlebnis!

Veröffentlicht am 13.09.2018

Schöne Ansätze

Das IEMAS Prinzip
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Stefan Krebs legt mit dem IEMAS-Prinzip einen eigenen Ansatz zur Verwirklichung persönlichen Erfolgs und Zufriedenheit vor.
Es wird viel Wert darauf gelegt, dass es kein universelles Rezept gibt, sondern ...

Stefan Krebs legt mit dem IEMAS-Prinzip einen eigenen Ansatz zur Verwirklichung persönlichen Erfolgs und Zufriedenheit vor.
Es wird viel Wert darauf gelegt, dass es kein universelles Rezept gibt, sondern jeder Mensch seinen eigenen individuellen Weg zur Gesundheit, Entfaltung und Zufriedenheit finden muss. Das ist einerseits ein sehr guter Ansatz auf der anderen Seite fühlt man sich als Leser auch immer wieder auf sich selbst zurückgewiesen, alleine gelassen und genau, wenn man einen Tipp erwartet auf ein externes Coaching verwiesen.
Inhaltlich umfasst das Buch vielseitige Abschnitte zur Liebe, zu Lernmethoden, Glücksfaktoren, Ernährung, Entgiftung und Sport sowie eine Einführung wie ein Coaching nach dem IEMAS Prinzip ablaufen könnte.
Mir fehlte allerdings für das Buch ein etwas allgemeinerer Ausgangspunkt, mit dem man erst einmal alleine arbeiten kann. Dass ein ganzheitliches, individuelles Coaching nach dem von Krebs entwickelten IEMAS Prinzip, noch sehr viel mehr beinhaltet und weiterhilft, hätte in meinen Augen nicht Hauptthema sein dürfen, sondern nur ein weiterführender Hinweis. Einige Abschnitte empfand ich als etwas zu lang, so zu den Supplementen als eigenes Kapitel, die aber im Kapitel „Ernährung“ bereits erwähnt wurden. So kommt es auch zu unnötigen Wiederholungen.

Mein Fazit: Das IEMAS Prinzip ist ein sehr interessanter Ansatz zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben, das auf jeden Menschen individuell zugeschnitten wird. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und gibt einen interessanten Einblick, was hinter diesem Prinzip steckt und wie es entwickelt wurde. Der Autor lässt den Leser an seinem persönlichen Lebensweg und dem daraus resultierenden Konzept Anteil haben. Gefehlt haben mir allerdings ein paar allgemeine Werkzeuge, die den Leser an das Prinzip heranführen und ihn so vielleicht auch reizen sich intensiver mit den Coaching-Möglichkeiten zu beschäftigen. Der permanente Verweis auf die Individualität lässt den Leser doch mit den theoretischen Abhandlung allein.