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Veröffentlicht am 12.06.2026

Ein Leuchten in der Ödnis

Alles auf Anfang
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Mit "Alles auf Anfang" erwartet uns hier eine packende Comic-Erzählung, die uns in eine atmosphärische, postapokalyptische Welt entführt. Im Mittelpunkt steht die mutige Protagonistin Elaia, die in einer ...

Mit "Alles auf Anfang" erwartet uns hier eine packende Comic-Erzählung, die uns in eine atmosphärische, postapokalyptische Welt entführt. Im Mittelpunkt steht die mutige Protagonistin Elaia, die in einer zerstörten Ödnis nach Hoffnung und neuen Wegen für die Menschheit sucht. Das Buch besticht dabei nicht nur durch seine tiefgründige Botschaft über Zusammenhalt und Neuanfänge, sondern vor allem durch seine bildgewaltige visuelle Umsetzung.

Der Autor und die Illustratorin:

Volker Schmitt ist ein in Hamburg lebender Drehbuchautor, Regisseur und Dozent, der sowohl eigene Kinoprojekte als auch TV-Auftragsproduktionen entwickelt. Nach einem Filmstudium und Theaterarbeit wurden seine Kurzfilme wie Nowherenow und Schattenlinie international ausgezeichnet. Neben seiner Lehrtätigkeit in Dramaturgie und Schauspiel veröffentlicht er zudem das von Màriam Ben-Arab gezeichnete Piraten-Kindercomic Zack! beim Kibitz Verlag.

Die in Barcelona lebende Illustratorin und Comiczeichnerin Màriam Ben-Arab studierte bildende Kunst und arbeitet erfolgreich für zahlreiche spanische sowie internationale Kinderbuchverlage. Im deutschsprachigen Raum illustrierte sie unter anderem erfolgreiche Buchreihen für Verlage wie Ravensburger und Ueberreuter. Zudem feiert sie Erfolge im Comic-Bereich, was sich in Auszeichnungen wie dem Cavall Fort Comic Prize und ihren aktuellen Veröffentlichungen Zack! und Kiste beim Kibitz Verlag zeigt.

Inhalt:

Nach einem schleichenden, jahrzehntelang ignorierten globalen Zusammenbruch lebt Elaia mit ihrer Familie in einer zerstörten Ödnis. Jede Nacht durchstreift sie auf ihrer mutierten Ratte Momo die Ruinen, um nach brauchbarem Schrott und alten Pflanzensamen für das Gewächshaus ihrer Gemeinschaft zu suchen. Mit der Aufzucht dieses neuen Lebens schöpft die kleine Gruppe Hoffnung auf eine grünere Zukunft für die wüste Welt. Als Elaia jedoch bei einer Expedition den Zugang zu einem riesigen unterirdischen Gebäudekomplex entdeckt, bringt sie ihre Familie in große Gefahr und erschüttert ihr eigenes Weltbild im Kern.

Gedanken zur Science-Fiction-Graphic-Novel:

Schon auf den ersten Blick zieht dieses Buch alle Aufmerksamkeit auf sich. Das Cover besticht durch seine kräftigen Lilatöne, die ein Zusammenspiel aus tiefen Schatten und hoffnungsvollem Licht erzeugen. Im Zentrum steht die Protagonistin Elaia zusammen mit ihrer mutierten Ratte auf einem Berg aus Schutt und Müll. Sie hält einen Leuchtstab in der Hand – und genau dieses Bild fängt ihr Wesen perfekt ein: Ihr ungebrochener Entdeckersinn sowie ihr Mut sind sofort spürbar.

Die Geschichte selbst ist ungemein packend und mitreißend geschildert. Zu Beginn werden wir behutsam an die Hintergründe herangeführt: Warum sieht die Erde so verheerend aus? Wie lebt es sich in dieser neuen Realität? Das Postapokalypse-Setting wird schnell greifbar. Die Dynamik ändert sich dramatisch, als Elaia ihr Heim in der Ödnis verliert. Sie flüchtet zu Freunden, die gemeinsam eine große Familie bilden – ein wunderschönes Element der Story, das zeigt, dass Familie nicht unbedingt auf Blutsverwandtschaft beruht, sondern auf Zusammenhalt und Vertrauen.

Ein riesiges Lob gebührt dabei der visuellen Umsetzung: Die Story lebt von ihren Zeichnungen. Oft bedarf es überhaupt keiner Worte, um der Geschichte zu folgen oder Elaias komplexe Gedanken und Gefühle zu verstehen. Ein bildgewaltiges, emotionales Comic-Erlebnis, das trotz aller Düsternis das Herz erwärmt!

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt für mich jedoch beim Worldbuilding: Wie genau Elaias treuer Begleiter, die Ratte Momo, mutiert ist, wird im Laufe der Handlung nur angedeutet, aber leider nicht weiter erklärt. Generell steckt so viel Potenzial in dieser Welt, dass ich mir durchaus hätte vorstellen können, eine ganze Reihe daraus zu machen. Ich hätte unglaublich gerne noch viel mehr über die Verwandlung der Ratte erfahren und tiefere Einblicke in das alltägliche Leben auf dieser zerstörten Erde gewonnen. So war es am Ende fast schon schade, wie schnell sich alles aufgelöst hat.

Dennoch entlässt das Buch die Leserschaft mit einem durchaus positiven Ausblick. Die Kernbotschaft hallt nach: Selbst in der ausweglosesten Situation kann man mit Herz und Verstand neues Leben erschaffen. Die nahezu tote Erde bekommt eine echte, neue Chance, sich im Einklang mit den verbliebenen Menschen weiterzuentwickeln.

Fazit:

"Alles auf Anfang" ist für mich zwar kein absolutes Highlight, aber verdammt nahe dran. Trotz des etwas zu rasanten Finales und offener Fragen zur Mutation der Ratte überzeugt das Science-Fiction-Abenteuer durch seine emotionale Tiefe und die starke visuelle Kraft. Eine berührende Geschichte über Zusammenhalt und die Chance auf einen Neuanfang, die vor allem durch ihre ausdrucksstarken Bilder noch lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Menschenrechte: Alles, was wir wissen sollten und wie es wirklich um sie steht

64 Karten über Menschenrechte
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Der Katapult Verlag ist bekannt für seine pointierten, visuell starken Bücher, die komplexe Weltthemen auf den Punkt bringen. Mit "64 Karten über Menschenrechte" widmet sich die Redaktion einem Thema, ...

Der Katapult Verlag ist bekannt für seine pointierten, visuell starken Bücher, die komplexe Weltthemen auf den Punkt bringen. Mit "64 Karten über Menschenrechte" widmet sich die Redaktion einem Thema, das uns alle angeht, und bleibt dabei erfreulich kritisch, tiefgründig und leicht verständlich.

Der Verlag:

Die Grundidee von KATAPULT ist ebenso einfach wie genial: Wissenschaft soll für alle zugänglich und verständlich werden – und das mit Hilfe origineller Karten und Grafiken. Nach diesem Prinzip entstehen auch die Bücher des KATAPULT Verlags: Das gesamte Team arbeitet gemeinsam an Recherche, Kartenerstellung, Text, Lektorat und Korrektur. Im Mittelpunkt steht dabei stets die fundierte Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Das Verlagsprogramm umfasst Sachbücher und Atlanten zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen, ergänzt durch ausgewählte Romane, kreative Kalender und liebevoll gestaltete Kinderbücher.

Inhalt:

Menschenrechte gelten theoretisch immer und überall, doch die Praxis sieht oft anders aus. Dieses Buch visualisiert 64 zentrale Aspekte der Menschenrechte als anschauliche Grafiken und hinterfragt kritisch, wer ihre Einhaltung eigentlich kontrolliert. Ein toll gestalteter Wegweiser, der komplexe Fragen verständlich auf den Punkt bringt.

Gedanken zum Sachbuch:

Typisch für den Verlag ziert das Cover bereits eine der Grafiken aus dem Innenteil, die sofort eine klare Botschaft sendet: Auf einem leuchtend blauen Hintergrund mit einer schwarzen Landkartenzeichnung markieren knallpinke Kettensägen jene Länder, in denen sich die Menschenrechtslage drastisch verschlechtert hat. Ein Hingucker, der sofort im Gedächtnis bleibt.

Beim Format orientiert sich das Buch an dem etwas kleineren Band über Russland und fällt damit kompakter aus als die klassischen "100 Karten"-Bücher des Verlags. Sammler und Katapult-Fans werden hier vielleicht den typischen schwarzen Buchrücken vermissen – doch das strahlende Blau sorgt dafür, dass das Buch im heimischen Regal sofort ins Auge sticht.

Inhaltlich liefert das Buch einen breit gefächerten Überblick. Es beginnt mit einer Einführung darüber, wie es überhaupt zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte kam und wer sich in der Vergangenheit dafür starkgemacht hat. Ein Highlight: Alle 30 Artikel der Erklärung sind auf drei Doppenseiten abgedruckt – und zwar in der zeitgemäßen, diskriminierungssensibel überarbeiteten Version von Amnesty International.

Das Herzstück des Buches sind jedoch die namensgebenden Karten und Grafiken. Sie beleuchten die weltweite Lage zu einer Vielzahl moderner und drängender Themen: Gleichgeschlechtliche Ehe und LGBTQI+-Rechte, Politische Gefangene und der Umgang mit Journalist:innen, Moderne Sklaverei und Staatenlosigkeit sowie Klimaschutz oder das weltweite Wahlrecht.

Ergänzt wird diese Vielfalt durch einen übersichtlichen Zeitstrahl, der die verschiedenen Abkommen der UN chronologisch darstellt, sowie durch die Vorstellung konkreter Hilfsprojekte wie dem WASH-Netzwerk (Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung).

Fazit:

"64 Karten über Menschenrechte" bietet durch die Kombination aus klugen Infografiken und kurzen, prägnanten Textpassagen einen wunderbar leichten Einstieg in ein ansonsten schweres Thema. Es gelingt dem Buch, trotz seines schlanken Formats prall gefüllt mit wertvollen Informationen zu sein. Wer einen schnellen, aber ehrlichen Überblick über den Zustand unserer Welt sucht, wird hier absolut fündig.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Wenn Liebe auf Vergessen trifft

To Love a God
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Nach dem grandiosen Auftakt konnte ich es kaum erwarten, nach Silver City zurückzukehren – und doch habe ich den Moment, das Buch endlich aufzuschlagen, eine ganze Weile hinausgezögert. Die Geschichten ...

Nach dem grandiosen Auftakt konnte ich es kaum erwarten, nach Silver City zurückzukehren – und doch habe ich den Moment, das Buch endlich aufzuschlagen, eine ganze Weile hinausgezögert. Die Geschichten von Anna Benning sind für mich immer so unheimlich ergreifend, dass ich jedes Mal mit einer gewissen Angst beginne; man weiß einfach, dass sie das eigene Herz nicht ungeschoren davonkommen lässt. Hat man aber erst einmal begonnen, kann man ihre Bücher einfach nicht mehr aus der Hand legen. So auch bei "To Love a God", dem zweiten Teil ihrer Götterlicht-Trilogie.

Die Autorin:

Anna Benning (geboren 1988) studierte Literaturwissenschaft. Nach ihrer Tätigkeit als Buchrezensentin und Aushilfsbuchhändlerin, begann sie 2013 für einen Verlag zu arbeiten. Inzwischen hat sie ihre eigenen Buchreihen zu Papier gebracht. "Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss" war ihr Debüt und der Auftakt einer Future-Fantasy-Trilogie. Teil 2 "Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach" erschien ebenfalls 2020. Teil 3 "Vortex – Die Liebe, die den Anfang brachte" wurde 2021 veröffentlicht. Im August 2022 erschien der Auftakt einer weiteren Fantasy-Trilogie: "Dark Sigils – Was die Magie verlangt". 2023 folgte "Dark Sigils – Wie die Dunkelheit befiehlt" und zu guter Letzt "Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt" (2024). 2025 erschien der erste Band ihrer neusten Romantasy-Reihe "To Tempt a God" sowie Band zwei der Reihe: "To Love a God".

Inhalt:

Nach ihrer Flucht aus dem Divine District kehrt Aurora nach Silver City zurück, die weiterhin unter Galadons grausamer Schreckensherrschaft leidet. Sie folgt Colden, der entschlossen ist, den Tyrannen in einem riskanten Kampf auf Leben und Tod herauszufordern. Inmitten von Intrigen und Feinden muss Aurora jedoch erkennen, dass die größte Gefahr von Colden selbst ausgeht. Seine fehlenden Erinnerungen und sein daraus resultierendes, rücksichtsloses Streben nach Rache bedrohen am Ende ihre beider Leben.

Gedanken zur Romantasy:

Auch dieser zweite Band ist wieder eine unheimlich liebevoll und detailreich gestaltete Ausgabe. Nach gold folgt nun Silberblau mit blutroten Elementen. Das Cover bleibt dem Stil treu und fängt das Setting zwischen Licht und Dunkelheit perfekt ein. Während beim ersten Band die Farbe Blau im Farbschnitt dominierte, besticht diese Ausgabe durch ein rotes Design, das das Sonnensymbol vervollständigt. Unter dem Schutzumschlag überzeugt erneut die Marmor-Optik, und das Page-Overlay lässt die Verbindung zwischen Aurora, Colden und einem mysteriösen Ebenbild von ihm lebendig werden.

Inhaltlich schlägt die Autorin leisere, aber dafür umso intensivere Töne an. Gefühlt passiert weniger äußere Action als im Vorgänger, doch das geht keineswegs auf Kosten der Spannung. Stattdessen rücken die inneren Konflikte lange Zeit in den Fokus. Im Zentrum steht die existenzielle Frage: Wer ist man eigentlich noch, wenn einem Jahre der Erinnerungen fehlen?

Coldens Kampf mit seiner eigenen Identität und die Lücken in seiner Vergangenheit machen ihn zu einem noch tragischeren Helden. Vor allem da wir die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt bekommen, lässt das uns Leser:innen tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten blicken. Diese psychologische Tiefe verleiht der Geschichte eine ganz neue Ebene der Melancholie. Aurora muss sich währenddessen fragen, wie viel sie bereit ist zu opfern, um jemanden zu retten, der sich selbst nicht mehr kennt und nur noch auf Rache sinnt.

Wer beim Lesen denkt, die Handlung ließe sich leicht durchschauen, wird immer wieder eines Besseren belehrt. Anna Benning beweist, dass sie vor nichts zurückschreckt, um ihre Leser zu überraschen – und emotional komplett fertig zu machen. So fühlt man sich in keiner Szene sicher, sondern ists stets auf der Hut vor dem nächsten dramatischen Einschnitt. Es gibt unvorhersehbare Wendungen und Twists und die Autorin spielt geschickt mit den Erwartungen ihrer Leser:innen.

Fazit:

"To Love a God" ist eine würdige Fortsetzung, die zwar weniger auf physische Auseinandersetzungen, dafür aber auf eine enorme emotionale Zerstörungskraft setzt. Meine anfängliche Angst vor dem Leseschmerz war absolut berechtigt. Die ACOTAR-Vibes sind inzwischen weniger spürbar, da die Reihe eine ganz eigene, düstere Dynamik entwickelt. Ein Roman über Identität, Verrat und die schmerzhafte Wahrheit, dass Liebe allein manchmal nicht ausreicht. Wer bereit ist, sein Herz von Anna Benning in tausend Stücke reißen zu lassen, sollte dieses Buch unbedingt lesen! Ab 7. Oktober 2026 erfahren wir dann wie die Geschichte um Aurora und Colden ihren Ausweg findet.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Popel, Pups und Wissenschaft – Ein Sachbuch, das Kinder zum Lachen bringt

Warum Fische pupsen ...
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Warum stinken Füße eigentlich so extrem und was bitteschön kann man aus den Pupsen von Heringen herauslesen? Wer glaubt, dass Wissenschaft trocken und langweilig sein muss, wird in diesem genialen Kindersachbuch ...

Warum stinken Füße eigentlich so extrem und was bitteschön kann man aus den Pupsen von Heringen herauslesen? Wer glaubt, dass Wissenschaft trocken und langweilig sein muss, wird in diesem genialen Kindersachbuch eines Besseren belehrt. Das Autorinnen- und Illustratorinnen-Duo Alice Harman und Sam Wedelich nimmt uns in ihrem Kindersachbuch "Warum Fische pupsen…" mit auf eine Reise zu den schrägsten Forschungen der Welt. Entstanden ist ein absolut witziges Leseabenteuer, das schon auf den ersten Blick begeistert.

Die Autorin und die Illustratorin:

Alice Harman ist Autorin und Lektorin. Sie hat rund 50 Kindersachbücher geschrieben, die von Klimaschutz und Weltraum bis hin zu Kunst reichen. Ihre Bücher entstehen oft in Zusammenarbeit mit weltbekannten Museen wie dem Metropolitan Museum of Art (New York) oder dem Centre Pompidou (Paris) und laden Kinder dazu ein, die Wunder unserer Welt mit offenen Augen zu entdecken.

Sam Wedelich wuchs in Texas auf und zeichnet, seit sie denken kann, um ihre Gefühle und Erlebnisse festzuhalten. Dass sie ihr visuelles Tagebuch zum Beruf machen durfte, erstaunt sie bis heute ein wenig. Die Illustratorin lebt mit ihrer Familie in den USA.

Inhalt:

Schwimmen wir in Sirup schneller als in Wasser und was verraten uns Heringfurze? Dieses witzige Kindersachbuch stellt 50 der verrücktesten und genialsten Forschungen vor, die mit dem legendären Ig-Nobelpreis gekürt wurden. Die skurrilen Entdeckungen aus dem „Staun-Labor“ sind so packend aufbereitet, dass sie Grundschulkinder ab 7 Jahren erst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen. Ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen, das auf humorvolle Weise die pure Lust auf MINT, Wissenschaft und Technik weckt!

Gedanken zum Kindersachbuch:

Schon das Cover dieses außergewöhnlichen Kindersachbuchs ist ein absoluter Hingucker: Vor einem kräftigen blauen Hintergrund schwimmt im Zentrum ein Fisch, der sich anscheinend ganz herrlich schämt. Hinter ihm steigen dicke Luftblasen auf, die bereits neugierig auf den Inhalt machen. Darin verstecken sich nämlich skurrile Motive wie ein Mensch, der auf einer Banane ausrutscht, eine Person, die sich einen dicken Popel aus der Nase rollt, und ein Keks, der in eine Flüssigkeit getunkt wird. Der Titel springt einem in grellgrüner Farbe und runden, dynamischen Buchstaben direkt ins Auge, während der dreifarbige Untertitel das bunte Design perfekt abrundet. Ein Cover, das sofort gute Laune macht!

Im Buch selbst warten 50 bahnbrechende Entdeckungen darauf, erforscht zu werden. Jedes Thema erstreckt sich mal über eine, mal über zwei Seiten. Die Texte sind wunderbar leicht verständlich, kurz und auf den Punkt formuliert. Begleitet werden sie von bunten, kleineren Illustrationen, die die Forschungsthemen humorvoll in Szene setzen.

Ein genialer Gag am Rande: Jedes Thema wird in den Kategorien „albern“, „nützlich“, „eklig“ und „erstaunlich“ auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten bewertet. Das ist hilfreich, denn die beschriebenen Forschungsergebnisse sind oft so kurios, dass man sich im ersten Moment unwillkürlich fragt, warum das für unsere Welt überhaupt wichtig sein soll.

Das Buch ist übersichtlich in vier große Themenbereiche gegliedert, die jeweils 13 oder 14 Entdeckungen bereithalten: Komische Tiere, Unser seltsamer Körper, Eine Frage des Geschmacks und Gedanken-Spielchen

Fazit:

In "Warum Fische pupsen…" sind die Inhalte durch den übersichtlichen Aufbau und die kurzen Texte blitzschnell und leicht zu begreifen. Die einladende und farbenfrohe Gestaltung sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte und sofort Lust bekommt, noch tiefer in die Geheimnisse der Wissenschaft einzutauchen. Ein Volltreffer für kleine Entdecker ab 7 Jahren!

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Das große Wunder der Liebe in Wort und Bild

Geliebt
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Liebe ist ein großes Wort – und doch ist es oft gerade die Einfachheit, die ihre wahre Kraft offenbart. In ihrem gemeinsamen Werk "Geliebt" gelingt es der Autorin Kerstin Hau und der Illustratorin Sonja ...

Liebe ist ein großes Wort – und doch ist es oft gerade die Einfachheit, die ihre wahre Kraft offenbart. In ihrem gemeinsamen Werk "Geliebt" gelingt es der Autorin Kerstin Hau und der Illustratorin Sonja Wimmer, dieses abstrakte Gefühl in greifbare, lebensnahe und zutiefst berührende Bilder zu übersetzen. Die Verbindung aus fantasievollen Illustrationen und poetischen Textpassagen verwandelt das Buch in einen wahren Schatz. Während die Texte mit wenigen, aber treffsicheren Worten den Kern der jeweiligen Zuneigung treffen, entfalten die Bilder eine eigene Erzählebene, die zum Träumen einlädt und die unsichtbaren Fäden der Liebe sichtbar macht.

Bereits die beiden vorangegangenen Bücher der Reihe "Behütet" und "Getröstet" konnten mit ihrer Einzigartigkeit, der Fantasievollen Bilder und der wunderschönen Worte überzeugen.

Die Autorin und die Illustratorin:

Kerstin Hau (geboren 1974) studierte Media-System-Design an der Hochschule Darmstadt und Fachjournalismus an der Deutschen Fachjournalisten-Schule, Berlin. Sie ist Alumna der Akademie für Kindermedien, Erfurt, und Absolventin des STUBE-Fernkurs Kinder- und Jugendliteratur, Wien. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für Zeitschriften sowie Buchverlage. 2023 begann sie mit ihrer Arbeit als Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche.

Sonja Wimmer (geb. 1974) studierte Grafikdesign und Illustration. Seit über 10 Jahren arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin für verschiedene Verlage auf der ganzen Welt. In den USA wurden bereits zahlreiche ihrer Bücher mit den verschiedensten Preisen ausgezeichnet.

Inhalt:

Das Bilderbuch zeigt verschiedene Formen der zwischenmenschlichen Zuneigung, von der ersten Bindung als Kind zu Eltern und Freunden bis hin zu partnerschaftlichen Beziehungen im Laufe eines Lebens. Es zeigt die Stärke und Kraft dieser Gefühle anhand farbenprächtiger Illustrationen und poetischer Texte. Lieben und Geliebtwerden sind die Grundfeiler unserer Zufriedenheit.

Gedanken zum Bilderbuch:

Schon beim ersten Blick auf das Buch spürt man die Wärme, die das Werk ausstrahlt. Das Cover in sanften, leuchtenden Rottönen zeigt eine Szene vollkommener Ruhe: Eine Person sitzt mit geschlossenen Augen in zwei zur Schale geformten Händen. Es ist ein Sinnbild für das Gefühl, aufgehoben, sicher und – wie der Titel verrät – geliebt zu sein. Wer das Buch aufschlägt, wird zudem von einer liebevollen Illustration auf dem Vorsatzpapier begrüßt: Zwei Paradiesvögel, die den Leser auf eine Reise durch die Vielfalt menschlicher Zuneigung einstimmen.

Besonders hervorzuheben ist die visuelle Gestaltung durch Sonja Wimmer. Die Illustrationen sind nicht einfach nur Begleitbilder; sie sprühen vor bunten Farben und Lebensfreude. Jede Seite ist erfüllt von einer positiven, hoffnungsvollen Atmosphäre, die das Wunder der Liebe beinahe physisch spürbar macht. Sonja Wimmer versteht es, Emotionen durch ihre Bilder und die Farbwahl zu transportieren, sodass der Leser sich beim Betrachten in einer wohligen Atmosphäre wiederfindet.

Die Textpassagen in diesem Buch begleiten die Leser:innen durch die verschiedenen Lebensphasen des Menschen. Dabei variieren die Texte in ihrer Länge, sind jedoch durchweg verständlich und mit einer tiefen, herzlichen Wärme formuliert. Die Erzählweise wirkt besonders lebensnah, da sie das natürliche Auf und Ab der Liebe zeigt – von der ersten, zarten Verbundenheit bis hin zu den gereiften Beziehungen im Alter. Der Autorin gelingt es, die Komplexität der Liebe in einer poetischen, dabei aber immer zugänglichen Sprache sichtbar zu machen. Jede Episode lädt dazu ein, kurz innezuhalten und sich in den liebevollen Worten wiederzufinden.

Fazit:

"Geliebt" ist ein Buch für Menschen jeden Alters. Es ist ein Plädoyer für die Verbundenheit und ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen. Durch die Kombination aus feinfühliger Sprache und einer lebendigen, farbenfrohen Bildsprache ist hier ein kleines Kunstwerk entstanden, das an trüben Tagen tröstet und an hellen Tagen das Herz noch ein Stück weiter öffnet. Eine berührende Hymne an die Liebe in all ihren Facetten.

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