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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Leise Impulse mit angenehmer Gestaltung, aber recht wenig geistlicher Tiefe

Wunder erwarten
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„Wunder erwarten“ ist auf den ersten Blick ein sehr ansprechend gestaltetes Buch.
Die zurückhaltende Farbgebung in Ocker und Kaffeebraun wirkt warm und harmonisch.
Das Titelbild, eine offene Tür mit hellem ...

„Wunder erwarten“ ist auf den ersten Blick ein sehr ansprechend gestaltetes Buch.
Die zurückhaltende Farbgebung in Ocker und Kaffeebraun wirkt warm und harmonisch.
Das Titelbild, eine offene Tür mit hellem Vorhang und einer Kaffeetasse im sanften Sonnenlicht, vermittelt Ruhe, Hoffnung und eine Atmosphäre des Innehaltens.
Optisch lädt dieses Coffee-Table-Book zum Blättern und Verweilen ein.
Der Klappentext verspricht Texte, Bilder und Gebete, die das Schöne suchen und dazu ermutigen, im Alltag und auch im Schweren, leise Wunder zu entdecken.
Die zwölf Kapitel orientieren sich lose am Jahreslauf und verbinden Gedanken, Gedichte und Gebete mit Fotografien. Im Vorwort wird deutlich, dass die Autorinnen ihre Liebe zum christlichen Glauben und zur Kreativität miteinander verbindet.
Beim Lesen hatte ich jedoch eine etwas andere Erwartungshaltung.
Der Titel „Wunder erwarten“ weckt in mir persönlich die Frage, von wem diese Wunder kommen und damit auch die Hoffnung auf eine stärkere, tiefere Verankerung im biblischen Zeugnis und im Wort Gottes. Zwar wird Gott in den Gebeten hier und da angesprochen, doch insgesamt bleiben die Texte für mein Empfinden eher allgemein und nachdenklich. Mir fehlten oftmals die geistliche Tiefe und Klarheit, die konkrete Verheißungen und biblische Bezüge stärker in den Mittelpunkt stellt. Es wird immer wieder über Glauben und Hoffnung gesprochen, doch ich hätte mir gewünscht,
Gott selbst noch deutlicher „zu Wort kommen“ zu lassen.
Auch die Fotografien sind unterschiedlich in ihrer Wirkung. Einige Bilder, besonders die helleren und farbenfroheren, haben mich angesprochen. Andere, vor allem die recht dunkel gehaltenen Aufnahmen in Braun- und Schwarz/Weiß-Tönen, konnten mich weniger erreichen. Insgesamt ist die Bildsprache künstlerisch, aber nicht durchgehend berührend für meinen persönlichen Geschmack.
Es ist spürbar, dass hier mit viel Herzblut und Kreativität gearbeitet wurde.
„Wunder erwarten“ ist ein besonderes, ästhetisch gestaltetes Buch, das sicherlich Leserinnen und Leser anspricht, die einen eher poetischen, suchenden Zugang zum Glauben schätzen. Für mich persönlich blieb es jedoch überwiegend an der Oberfläche und hat meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Praxisnahes und motivierendes Gartenbuch

Gemüsepower
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Schon das Cover von „Gemüse-Power – Ernte so viel du kannst“ macht neugierig und vermittelt genau das, was man sich von einem modernen Gartenbuch wünscht:
Sinnlichkeit, Leichtigkeit und Frische. Eine junge ...

Schon das Cover von „Gemüse-Power – Ernte so viel du kannst“ macht neugierig und vermittelt genau das, was man sich von einem modernen Gartenbuch wünscht:
Sinnlichkeit, Leichtigkeit und Frische. Eine junge Frau im grünen Latzhosenkleid steht inmitten üppigen Grüns, in den Händen frisch geerntetes Gemüse. Das satte Grün, die kleine Straße im Hintergrund, die natürliche Ausstrahlung – all das wirkt modern, lebensnah und inspirierend. Man bekommt sofort Lust, es ihr gleichzutun und selbst loszulegen und vorher ihre Tipps zu lesen.
Beim Aufklappen überzeugt das Buch direkt mit durchdachten Extras: Im vorderen Klappenteil befindet sich ein übersichtlicher Erntekalender, der auf einem Blick zeigt, wann welches Gemüse geerntet werden kann. Im hinteren Klappenteil findet sich eine praktische Mischkultur-Übersicht – welches Gemüse harmoniert miteinander, welche Beetpartner passen zusammen? Diese Schnellübersichten sind äußerst hilfreich und machen das Buch besonders alltagstauglich.
Inhaltlich basiert das Buch auf dem nachhaltigen und effizienten Prinzip des Market Gardenings. Die Botschaft ist klar: Auch mit wenig Platz lässt sich das ganze Jahr über erfolgreich Gemüse anbauen. Enge Pflanzabstände, gesunder Boden und die richtigen Beetpartner sind das Erfolgsgeheimnis – und all das wird verständlich und praxisnah erklärt. Besonders schön: Die Autorin zeigt, dass dieses System sogar im Hochbeet funktioniert.
Das Buch ist übersichtlich nach Jahreszeiten gegliedert:
-Februar bis Mai
-Juni bis August
-September bis Oktober
-November bis Januar
Zu jeder Phase erhält man konkrete To-dos für eine gute Ernte. Besonders hilfreich ist die Doppelseite mit den Aussaatinformationen: Aussaatmonat, Voranzucht oder Direktsaat, Keimtemperatur und Saattiefe – man wird wirklich an die Hand genommen. Gerade für Einsteiger ist das Gold wert, aber auch erfahrene Hobbygärtner profitieren von den strukturierten Übersichten.
Darüber hinaus werden einzelne Gemüsearten detaillierter vorgestellt, inklusive Anbautipps, Hinweise zur Düngung und Bewässerung sowie Beschreibungen typischer Krankheiten (z.B. bei Tomaten und Gurken). Auch Beikräuter werden thematisiert, praxisnah und verständlich erklärt.
Ergänzt wird das Ganze durch vereinzelte, passende Rezepte.
Die zahlreichen Fotos sind zentriert, informativ, freundlich gestaltet und funktional. Sie vermitteln anschaulich, was gemeint ist, und unterstützen den Text optimal. Das gesamte Layout wirkt modern, klar und motivierend.
Man spürt auf jeder Seite die Erfahrung und die Begeisterung der Autorin. Hier schreibt jemand, der selbst gärtnert, ausprobiert und sein Wissen gerne teilt. Das Buch eignet sich wunderbar zum Schmökern, als Nachschlagewerk und als praktische Begleitung durchs Gartenjahr.
Fazit: Ein inspirierendes, durchdachtes und praxisnahes Gartenbuch, das Lust auf Gemüseanbau macht. Selbst auf kleinster Fläche. Für Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Nachhaltig, praktisch und kreativ

Die ganze Welt der Häkelapplikationen
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Mit „Die ganze Welt der Häkel-Applikationen“ ist Inga Borges,
vielen auch bekannt als @byfrauline und Gründerin des Labels „Frau Line“,
ein rundum gelungenes Kreativbuch gelungen, das seinem Titel mehr ...

Mit „Die ganze Welt der Häkel-Applikationen“ ist Inga Borges,
vielen auch bekannt als @byfrauline und Gründerin des Labels „Frau Line“,
ein rundum gelungenes Kreativbuch gelungen, das seinem Titel mehr als gerecht wird.
Auf etwa 140 Seiten eröffnet sich Häkelfans eine bunte, inspirierende und unglaublich vielseitige Welt aus etwa 100 liebevoll gestalteten Mini-Motiven.
Das Konzept ist ebenso einfach wie genial: Kleine Häkel-Applikationen mit großer Wirkung. Ob Tiere wie Wolf, Fuchs, Eule oder Delfin, frische Früchte und Gartenmotive, weihnachtliche Designs oder auch leicht gruselige Figuren, die 13 Themenwelten bieten eine beeindruckende Vielfalt. Jedes Motiv wird von einem Foto des fertigen Stücks begleitet, sodass man sofort Lust bekommt, selbst zur Nadel zu greifen.
Die Applikationen eignen sich perfekt, um schlichte Kleidung, Taschen oder Wohnaccessoires individuell aufzuwerten. Ein einfaches Shirt wird zum persönlichen Geschenk, ein kleines Loch im Lieblingsstück verschwindet charmant unter einem liebevoll gehäkelten Motiv. Besonders schön: Alle Projekte lassen sich ideal aus Wollresten umsetzen. Nachhaltig, praktisch und kreativ zugleich.
Nach einem Vorwort teilt die Autorin wertvolle Tipps und Tricks aus ihrer langjährigen Erfahrung. Sie häkelt schließlich schon fast so lange, wie sie denken kann. Die Anleitungen sind klar strukturiert, Schritt für Schritt erklärt und sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet.
Zu jeder Applikation finden sich: Materialangaben, Größenangabe des fertigen Motivs,
eine Einschätzung des Schwierigkeitsgrades
Im hinteren Teil des Buches werden zudem Grundlagen erläutert: Abkürzungen, Zeichenerklärungen, maschenarten und Techniken, ergänzt durch Skizzen und Schritt-für-Schritt-Darstellungen. Damit ist das Buch nicht nur Ideensammlung, sondern auch ein Nachschlagewerk.
Was dieses Buch besonders auszeichnet, ist die gelungene Mischung aus modernem Design, praktischer Umsetzbarkeit und kreativer Vielfalt. Die Motive wirken zeitgemäß, liebevoll gestaltet und dennoch alltagstauglich. Man merkt jeder Seite an, mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wurde.
Für Häklerinnen und Häkler geht mit diesem Buch tatsächlich eine kleine Welt auf. Es inspiriert, motiviert und macht einfach Freude. Die kleinen Kunstwerke sind schnell gefertigt und sorgen für Erfolgserlebnisse und laden dazu ein, immer neue Ideen auszuprobieren.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Gefühlvolle und temperamentvolle Reise nach Griechenland

Liebeschaos mit Tsatsiki
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Mit „Liebeschaos mit Tsatsiki“ entführt uns Isabel Maris nach Griechenland. Schon beim Lesen spürt man das mediterrane Flair: das Meer, die Atmosphäre, das Stimmengewirr und das geschäftige Treiben in ...

Mit „Liebeschaos mit Tsatsiki“ entführt uns Isabel Maris nach Griechenland. Schon beim Lesen spürt man das mediterrane Flair: das Meer, die Atmosphäre, das Stimmengewirr und das geschäftige Treiben in einer griechischen Taverne.
Im Mittelpunkt steht Yolanda, die fest im familiären Gefüge eingebunden ist. Ihre Familie betreibt eine Taverne und Zusammenhalt wird großgeschrieben. Jeder hilft jedem, besonders, wenn Krankheitsfälle auftreten oder in der Hochsaison jede Hand gebraucht wird. Gleichzeitig erlebt man sehr authentisch, wie fordernd dieser enge Familienzusammenhalt sein kann. Man hört sie förmlich durcheinanderreden. Laut, temperamentvoll, voller Liebe und doch auch manchmal nervig und einengend.
Yolanda ist verlobt, als sie am Flughafen den hilflos wirkenden Elias trifft, der gestrandet ist. Kurzerhand nimmt sie ihn mit und damit beginnt eine zarte Lovestory, die eigentlich nicht sein darf und scheinbar keine Zukunft hat.
Besonders gelungen ist die Darstellung des inneren Konflikts, das eigene Leben leben wollen, eigene Vorstellungen entwickeln und gleichzeitig Teil einer Familie zu sein, die es nur gut meint, sich aber doch ständig einmischt. Diese Spannung zwischen Tradition, Verpflichtung und persönlicher Freiheit kommt sehr gut zur Geltung.
Das Buch ist stellenweise herrlich chaotisch, aber genau das macht seinen Charme aus. Die Protagonisten sind sympathisch und glaubwürdig, ihre Gefühle nachvollziehbar. Mir persönlich war es teilweise etwas viel Familie und Trubel, doch das gehört vermutlich genau zu dieser Geschichte.
Insgesamt eine angenehme, warme und romantische Geschichte mit südlichem Flair, mediterraner Leichtigkeit und einer Liebe, bei der man bis zum Schluss nicht sicher ist, ob sie wirklich eine Chance hat.
Eine liebenswerte, gefühlvolle und temperamentvolle Reise nach Griechenland.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Eine mutige und starke Frau verwirklicht ihren Traum

Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt
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„Hedley Mill – Wohin der Weg dich führt“, ist der gelungene Auftakt der Weberei-Saga von Sophie Oliver und entführt die Leser ins England der 1950er Jahre an die raue Nordseeküste Northumberlands.
Im Mittelpunkt ...

„Hedley Mill – Wohin der Weg dich führt“, ist der gelungene Auftakt der Weberei-Saga von Sophie Oliver und entführt die Leser ins England der 1950er Jahre an die raue Nordseeküste Northumberlands.
Im Mittelpunkt steht Laura Hedley, die nach dem Abschluss der Modeschule in das Heimatdorf ihres Vaters zieht, um dort ihren Traum von einer eigenen Weberei zu verwirklichen. Mit viel Mut und Entschlossenheit baut sie sich in Craster etwas Eigenes auf – trotz anfänglichen Misstrauens der Dorfbewohner, die vom Heringsfang leben. Besonders die traditionelle Herstellung von Tweedstoffen und das Handwerk der
(Fisch-)Räucherei werden atmosphärisch und zum Teil detailreich beschrieben. Man spürt deutlich die Leidenschaft der Autorin für die Region und die alten Handwerke.
Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, der Einstieg gelingt mühelos, und man kann sich schnell in die Figuren hineinversetzen. Die Familiengeschichten sind nachvollziehbar und mit Tiefe erzählt. Neben gefühlvollen Momenten gibt es auch spannende Passagen, die stellenweise fast an einen Krimi erinnern. Die sich entwickelnde Beziehung zwischen Laura und Fred Barrington sorgt zusätzlich für emotionale Dynamik.
Am Ende wird klar: Dieses Buch schließt zwar einen Abschnitt ab, doch die übergeordnete Geschichte ist noch längst nicht zu Ende. Genau das macht neugierig auf die Fortsetzung.
Ein sehr lesenswerter Roman für alle, die historische Liebesgeschichten mit Atmosphäre, starken Frauenfiguren und einer Prise Spannung mögen.

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