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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tarantino in Buchform, herrlich

Schneller als der Tod
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Zum Inhalt:

Der Ex-Mafioso Peter Brown arbeitet dank des Zeugenschutzprogramms mittlerweile unbehelligt und vermeintlich sicher als Arzt in einem Krankenhaus, als er auf einen alten Bekannten trifft und ...

Zum Inhalt:

Der Ex-Mafioso Peter Brown arbeitet dank des Zeugenschutzprogramms mittlerweile unbehelligt und vermeintlich sicher als Arzt in einem Krankenhaus, als er auf einen alten Bekannten trifft und somit seine Tarnung auffliegt, was ihn in größte Bedrängnis bringt.



Mein Fazit:

Josh Bazell´s Debütroman kommt daher wie ein Film von Quentin Tarantino.

Durch die Ich-Erzählperspektive ist man als Leser immer nah am Geschehen und das ist auch nötig, denn Bazell erzählt geradezu rasant, dass man sich teilweise vorkommt wie auf einer Achterbahn.

Bazell erzählt böse, zynisch, aber immer unterhaltsam und auch witzig stellenweise.

Ein ungewöhnliches Buch, das sich deutlich von anderen Thrillern/Krimis abgrenzt und neugierig auf weitere Werke des Autors macht !

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wieder sehr mit Christine gelacht

Kein Wort zu Papa
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Christine´s Freundin Marleen, die eine Pension auf Norderney betreibt, bittet sie, sich um diese zu kümmern und einen Anwalt zu kontaktieren, da sie in Dubai mit ihrem Freund Björn festsitzt, wohl aufgrund ...

Christine´s Freundin Marleen, die eine Pension auf Norderney betreibt, bittet sie, sich um diese zu kümmern und einen Anwalt zu kontaktieren, da sie in Dubai mit ihrem Freund Björn festsitzt, wohl aufgrund dubioser Verdächtigungen. Viel verrät Marleen Christine allerdings nicht, schon gar nicht über die Hintergründe, warum sie in Dubai festsitzt, denn das Telefonat bricht ab. Christine macht sich dann mit ihrer kleinen Schwester Iris auf den Weg nach Norderney.

Christine hatte ihr schon bei der Eröffnung im vorigen Sommer tatkräftig zur Seite gestanden. Damals war ihr Vater Heinz mit von der Partie, ein leicht schrulliger, oft nerviger, aber liebenswerter Mann, der sie in manch unangenehme Situation und oft zur Weißglut brachte und auch hier wieder bringt, weil er sich einfach in alles einmischen muss, obwohl seine Tochter mit über 40 längst erwachsen ist.

Die Schwestern beschließen, ihrem Vater nichts von ihrer Reise nach Norderney zu sagen, denn sein bester Freund Kalli wohnt ebenfalls auf der Insel und Heinz könnte auf die Idee kommen, ihn als Vorwand zu nutzen, um mitzureisen.

Da niemand von den Angestellten in der Pension erfahren darf, warum Marleen nicht wie geplant zurückgekehrt ist, müssen Christine und Ines einen wahren „Eiertanz“ aufführen, was für den Leser durchaus amüsant ist. Zudem müssen sie sich etwas einfallen lassen, denn Marleen vermietet mit Halbpension und keine von ihnen kann wirklich kochen...

Sie ziehen dann aber doch Gesa ins Vertrauen und überlegen gemeinsam, was zu tun ist, wobei Gesa sehr skeptisch ist, dass das alles klappt, denn Theda, der die Pension vorher 20 Jahre lang gehörte und die alles aus dem Effeff beherrschte, war vorher da und ist nun leider nicht mehr vor Ort.

Christine trifft auch Gisbert von Meyer wieder, der denkt, sie wäre einer Reportage wegen auf der Insel. Er ist ein hartnäckiger, wenn auch völlig glückloser Verehrer von ihr.

Auch neue Figuren tauchen auf und unerwartet anstatt Heinz, dem Vater, erscheint ihre Mutter mit einem Mal in der Pension...



Ich habe schon „Urlaub mit Papa“ und „Tante Inge haut ab“ von Dora Heldt gelesen und war auch von diesem Buch wieder absolut begeistert, weil es so witzig und kurzweilig geschrieben ist, wie die genannten Vorgänger. Dora Heldt bleibt mit diesem Buch ihrem Stil treu und das sollte sie auch, denn Humor liegt ihr.

Auch wenn das Buch wohl keinen Literaturpreis gewinnen wird, für die Freunde leichter, humorvoller Unterhaltung ist es absolut richtig !

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine spannende Liebesgeschichte vor großer Kulisse

Das Lied der roten Erde
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Moira ist ein junges Mädchen, dass sich den Konventionen seiner Eltern hartnäckig widersetzt, ein Wildfang, der sich partout nicht zähmen lassen will und einfach nicht das Leben führen möchte, dass ihre ...



Moira ist ein junges Mädchen, dass sich den Konventionen seiner Eltern hartnäckig widersetzt, ein Wildfang, der sich partout nicht zähmen lassen will und einfach nicht das Leben führen möchte, dass ihre Eltern für sie vorgesehen haben.

Sie wird gegen ihren Willen mit dem älteren Arzt McIntyre verheiratet, der sich von ihr alsbald einen Stammhalter erhofft und sie mit sich nach Australien nimmt; hinein in eine Welt, die ihr vollkommen fremd ist und in der sie sich nicht wohl fühlt.

Bis sie Duncan begegnet, der sie von Anfang an fasziniert und scheinbar soviel besser zu ihr passt als ihr älterer Ehemann. Doch Duncan ist kein "unbeschriebenes" Blatt...

Mehr mag ich nicht verraten an dieser Stelle, einfach um euch nicht den Lesespass zu verderben.

Mich als eingefleischte Krimileserin hat dieser Roman absolut überzeugt. Die Autorin führt die Charaktere so ein, dass man sich immer am Geschehen direkt beteiligt fühlt und man erfährt auch viel über die Geschichte und die Hintergründe des Landes, der einzelnen Personen und div. Ereignisse. Inez Corbi bedient sich einer sehr schönen Sprache, schreibt eingängig und leicht, so dass ich auch im größten Vor-/Weihnachtstrubel einige schöne und entspannte Stunden mit dem Buch verbracht habe und sicherlich weitere Romane von Inez Corbi lesen werde, besonders wenn sie Moira´s Geschichte fortsetzt.

Auch für Fans anderer Genre lohnt sich dieses Buch durchaus !

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wieder ein gelungener Strobel-Thriller

Das Wesen
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Ich hatte mir sehr viel von Strobel´s neuem Thriller versprochen nach "Der Trakt" und er hat mich nicht enttäuscht !

Die Geschichte um den "getriebenen" Kommissar Menkhoff, der den Psychiater Lichner ...

Ich hatte mir sehr viel von Strobel´s neuem Thriller versprochen nach "Der Trakt" und er hat mich nicht enttäuscht !

Die Geschichte um den "getriebenen" Kommissar Menkhoff, der den Psychiater Lichner vor 15 Jahren hinter Gitter brachte wegen der Ermordung eines kleinen Mädchens, wird abwechselnd in 1994 und 2009 erzählt, was der Geschichte Tiefe und zusätzliche Spannung verleiht, weil man den Kommissar so früh kennenlernt und auch seine Entwicklung und wie es dazu kam, dass er sich so auf den Psychiater eingeschossen hat. Menkhoff ist einem vielleicht nicht immer unbedingt sympathisch, wirkt oft grummelig und unnötig hart, aber man kann auch gut nachvollziehen, was ihn dazu trieb. Sein Kollege Seifert ist ein guter "Gegenpol", aber doch recht hilflos, als Menkhoff bei einem erneut verschwundenen Mädchen (der vermeintlichen Tochter Lichners) sich wieder auf Lichner "einschießt", obwohl schon damals die Indizien nicht wirklich stimmig waren.

Eine ehemalige Geliebte des Kommissars, die eine Rolle spielt, seine Tochter, die dann noch entführt wird - Strobel treibt den Leser geradezu dazu, weiterlesen zu müssen. Man wird geradezu in dieses Psycho-Duell gezogen und kann sich dem nicht mehr entziehen. Strobel erzählt nach ca. der Hälfte des Buches nur noch aus der Sicht von 2009, was die Spannung aber noch mehr vorantreibt, weil man nun das Gefühl hat, direkt dabei zu sein und alles sehr schnell geschieht. Der perfide Psychiater, den mancher Leser wohl doch unterschätzt, der geradezu besessene Kommissar, die gute Story, das alles macht Strobel nun endgültig zu einem meiner Lieblingsautoren.

Ich möchte natürlich nicht zuviel verraten, aber auch das Ende / die Auflösung fand ich sehr gelungen.

Ich fand das Buch einfach spitze und werde mir weitere Bücher von ihm auf jeden Fall auch kaufen ! Ich hoffe, es folgen noch viele !

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schwarzer Lavendel

Schwarzer Lavendel
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Nach einem Schicksalsschlag verspricht sich der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ein ruhigeres Leben in der Provence, wo er einen neuen Job annimmt, und das scheint auch durchaus möglich zu sein, denn in ...

Nach einem Schicksalsschlag verspricht sich der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ein ruhigeres Leben in der Provence, wo er einen neuen Job annimmt, und das scheint auch durchaus möglich zu sein, denn in Frankreich trifft seine korrekt-deutsche Art auf das provenzalisches „Laisser-faire“. Die Uhren ticken dort wahrlich anders...
Doch dann beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Seine Tante hat ihn offenbar großzügig bedacht.
Aber die Freude über den neuen Besitz währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen.
Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen?
Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen.
Ich kannte den ersten Band „Tödlicher Lavendel“ beim Lesen dieses nun zweiten Bandes um den Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nicht, aber das war wohl auch nicht nötig, denn Remy Eyssen bringt dem Leser den Protagonisten so gut näher, dass man Vorkenntnisse eigentlich nicht benötigt. Es wird zwar nicht alles aus seiner Vergangenheit erklärt, aber genug, damit man die Situation beurteilen kann.
Ich fand besonders den Protagonisten sehr sympathisch. Er ist freundlich, gründlich, engagiert und scheint einfach ein netter Kerl zu sein, dem man nichts Böses wünscht.
Lilou, die Tochter seiner Vorgesetzten, um die er sich auch mit kümmert, fand ich reizend.
„Schwarzer Lavendel“ ist ein sehr guter Kriminalroman, der gut durchdacht und spannend präsentiert wird. Die Spannung hält sich auch konstant bis zum Ende, das mir ebenfalls gut gefallen hat.