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Celine16

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Eine Liebesgeschichte mit interessanten Nebenhandlungen

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Das Cover hat mich direkt angelacht. Die knalligen Orangetöne passen sehr zum herbstlichen Setting des Buches. Auch der Schriftzug und die Figuren auf dem Cover sind sehr schön gestaltet.

Das Kleinstadt-Setting ...

Das Cover hat mich direkt angelacht. Die knalligen Orangetöne passen sehr zum herbstlichen Setting des Buches. Auch der Schriftzug und die Figuren auf dem Cover sind sehr schön gestaltet.

Das Kleinstadt-Setting wurde inhaltlich ebenso mühevoll gestaltet und man konnte den Vibe gut spüren durch die Beschreibungen.

Von den beiden Hauptfiguren konnte ich Jude besser lesen. Sie wurde sehr klar skizziert und man kann nachvollziehen, warum sie handelt wie sie handelt. Ihre Familiensituation wurde interessant geschildert und mir gefiel die Nebenhandlung ihrer Schwester.
James, der grumpy Barkeeper ist hingegen schwieriger zu durchschauen, obwohl er eine aufregende Familiengeschichte hätte und man die Handlung auch aus seiner Perspektive erlebt. Teilweise habe ich den Perspektivenwechsel erst nach einer Seite bemerkt.

Im Gegensatz zu Jude erlebt man James kaum mit anderen Menschen als Jude und so konnte ich ihn kaum losgelöst von Interaktionen mit ihr wahrnehmen. Seine Gedankenwelt scheint dabei hauptsächlich aus oberflächlichen, körperbezogenen Gedanken über Jude zu bestehen. Mir fehlte bis zum Schluss das Verständnis dafür, wie fixiert er auf ihre Körperteile war im Vergleich dazu, was er von ihre Persönlichkeit hätte aufnehmen können.

Die frechen, flirty Wortgefechte zwischen den Hauptfiguren, sowie auch Nebenfiguren teilweise sorgten am Anfang wie am Ende für Schmunzler. Kyra Groh spielt sehr gekonnt mit der Sprache, was mir gut gefällt.
In den mittleren dreihundert Seiten empfand ich die Interaktionen zunehmend als zu konstruiert, zu repetitiv und auch zu oberflächlich. Die Geschichte hatte meiner Meinung nach zu viele Längen drin, wo es um wenig Handfestes ging. Ich musste das Buch daher zwischendurch weglegen und einige Zeit später wieder eine neue Chance geben.

Den Anfang fand ich wiederum mit einem unerwarteten Plottwist sehr gelungen. Die Spannung liess jedoch wie erwähnt nach und sie kam meiner Meinung nach erst wieder im letzten Teil der Geschichte auf, wo ich nur so durch die Seiten flog und die Entwicklung der Liebesgeschichte gespannt verfolgte.

Eine interessante Nebenfigur aus Lower Whilby soll im Folgeband zur Hauptfigur werden, was die Neugierde steigen lässt und die Hoffnung, dass diese Geschichte etwas kompakter und tiefgründiger beschrieben wird.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein mitreissender schwedischer Liebesroman

Verliebt in Stockholm
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In dem Liebesroman gibt es zwei Handlungsstränge, welche in verschiedenen Zeiten spielen. Es geht dabei um Mira, die wir als erwachsene, in Stockholm wohnende Violonistin sowie 14 Jahre früher als Gymnasiastin ...

In dem Liebesroman gibt es zwei Handlungsstränge, welche in verschiedenen Zeiten spielen. Es geht dabei um Mira, die wir als erwachsene, in Stockholm wohnende Violonistin sowie 14 Jahre früher als Gymnasiastin begleiten. Die beiden Geschichten werden kapitelweise, abwechselnd weitererzählt. Teilweise empfand ich die Kapitel etwas kurz, um ganz darin abtauchen zu können. Ich glaube, dass diese schnelle Abwechslung anderen wiederum völlig zusagt.

Anfangs weckte das Leben der erwachsenen Mira etwas mehr Interesse bei mir. Besonders das Setting ihres aktuellen Arbeitsplatzes – der Berwaldhalle in Stockholm – fand ich faszinierend.

Im Verlauf der beiden Geschichten konnte mich jedoch immer mehr die emotionale Entwicklung zwischen Mira und ihrem Mitschüler William vor 14 Jahren packen. Die schwierigen familiären Hintergründe der beiden, welche ihr Verhalten spürbar prägen, waren sehr berührend beim Lesen.

Insgesamt war es schön mitzuerleben, wie Mira einen gesunden Weg zu ihrer Leidenschaft sucht und unterschiedliche Erfahrungen in der Liebeswelt macht. Das Ende des Buches löst ein Feuerwerk der Gefühle aus.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Tolle Gegebenheiten mit etwas wenig ausgeschöpftem Potenzial

Die kleine Gärtnerei in den Highlands
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Der Roman hat mich vor allem aufgrund des Covers und des Settings in den Highlands angesprochen.

Beth, die Hauptfigur, wirkt wie eine Frau, die sich in ihrem Leben von nichts unterkriegen lässt. Obwohl ...

Der Roman hat mich vor allem aufgrund des Covers und des Settings in den Highlands angesprochen.

Beth, die Hauptfigur, wirkt wie eine Frau, die sich in ihrem Leben von nichts unterkriegen lässt. Obwohl ihr Ex-Partner sie vor unglaubliche Situationen stellt, geht sie gefasst und lösungsorientiert damit um. Ich an ihrer Stelle hätte dem Typen ja gerne die Meinung gegeigt. Von ihrem Alltag mit den Zwillingen bekommt man als Leserin sehr wenig mit. Dafür steht ihre Gärtnerei sehr im Zentrum, wie der Titel schon verrät.

Aus dem Dorf Applemore werden der Leserin eine Menge von Bewohnern vorgestellt. Die meisten unter ihnen haben auch einen direkten Bezug zur Beth. Denn sie hat drei Geschwister, deren Leben sich auch in diesem Dorf abspielt. Teilweise hat es mich aufgrund der vielen Namen ganz schön herausgefordert, den Überblick zu behalten, wer nun welche Figur ist.

Was sehr besonders an diesem Roman ist, scheint mir, dass die Unterhaltungen zwischen den Figuren sehr dominant sind. Dafür lässt die Handlung rundherum etwas zu wünschen übrig, weil potenziell interessante Teile einfach übersprungen werden – wenn es beispielsweise um die Jugendlichen geht. Das wäre einer der Gründe gewesen, weshalb mich das Buch interessiert hat aufgrund von eigenen Erfahrungen mit verhaltensauffälligen Jugendlichen. Auch die Szenen mit der Filmcrew sind nicht allzu ausgeprägt.

Gegen das Ende gibt es noch unerwartete Hintergrundinfos über die männliche Hauptfigur, welche nochmal für etwas Spannung sorgen.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Ein zum Träumen schöner Liebesroman

Mittsommerstürme
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Während wir im ersten Band Alva und ihre Geschichte kennenlernen durften und sich im zweiten alles rund um Stina drehte, begleiten wir in diesem Buch Malin auf ihrem Weg. Die Freundschaft und das starke ...

Während wir im ersten Band Alva und ihre Geschichte kennenlernen durften und sich im zweiten alles rund um Stina drehte, begleiten wir in diesem Buch Malin auf ihrem Weg. Die Freundschaft und das starke Band zwischen diesen drei Frauen zieht sich wie ein roter Faden durch die Reihe.

Malin, die als Buchhändlerin arbeitet, fand ich von Anfang an eine sehr liebenswürdige, empathische und tiefgründige Figur. Einar, der weit herumgekommene Segler, macht zunächst einen eher oberflächlichen, leicht reizbaren Eindruck. Doch seid gespannt, welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt und was hinter den Schlagzeilen über ihn steckt.

Die sanfte und dennoch intensiv verlaufende Entwicklung zwischen den beiden Hauptcharakteren hat mich emotional sehr eingenommen. Es ist ebenso mitreissend zu erleben, wie sich die beiden gegenseitig zum Wachsen herausfordern.

Die Geschichte greift behutsam Themen auf wie das persönliche Zuhause, tiefsitzende Ängste und Gegensätzlichkeit und regt zu eigenen Überlegungen an.

Beim Lesen fiel mir immer wieder auf, wie ausdrucksvoll und stark die Wortwahl von Madita Tietgen ist. Viele auf das Meer und das Segeln bezogene Metaphern zieren die Sätze und lösten lebhafte Bilder vor dem inneren Auge aus. Ihr Schreibstil ist wirklich etwas ganz Besonderes!

Die eindrücklichen Beschreibungen des sommerlichen Segeltörns und der Zwischenhalte im Schärengarten Stockholms und weiter hinab an der Ostküste Schwedens haben mich zum Träumen gebracht.

Ich hoffe, dass auch andere in den Genuss dieser einzigartigen Geschichte kommen und sich an die schwedische Ostküste träumen können.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Ein Wohlfühlroman, der einen an die Küste Dänemarks bringt

Wellentanz und Liebesglück
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Die Handlung macht von Beginn an neugierig, da die beiden Hauptfiguren Lerke und Simon bereits in den ersten Seiten aufeinandertreffen. Die Kabbeleien zwischen den beiden sind sehr unterhaltsam.

Schön ...

Die Handlung macht von Beginn an neugierig, da die beiden Hauptfiguren Lerke und Simon bereits in den ersten Seiten aufeinandertreffen. Die Kabbeleien zwischen den beiden sind sehr unterhaltsam.

Schön finde ich, dass sehr subtil beschrieben wird, wie die beiden sich nach und nach beginnen mit anderen Augen wahrzunehmen. Die Spannung in der Luft lässt sich gut dabei spüren.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist an Simon, ist dass er von einer sehr emotionalen Seite gezeigt wird und diese auch vor Lerke zulässt. Bei Lerke finde ich es spannend mitzuerleben, wie die Mauer um ihr Herz langsam bröckelt. Die Ängste von ihnen werden sehr nachvollziehbar geschildert. Es ist schön, wie sie sich gegenseitig in der Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit unterstützen.

Auch die Nebenfiguren tragen Schönes zur Geschichte bei. Simons Oma Fria verbreitet mit ihrer Art eine wunderbare Wärme. An Lerkes Arbeitsort trifft man zudem auf altbekannte Figuren aus dem 1. Band. Dadurch dass sie auch eine kleine Rolle in der Geschichte spielen, erfährt man, wie es bei ihnen weitergeht – das war schön mitzuerleben.

Besonders Szenen wie Lenkes morgendlichen Strandspaziergänge und ihre abendlichen Stunden am Meer, tragen viel zum Wohlfühlerlebnis beim Lesen bei.

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