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Veröffentlicht am 19.08.2022

Wer Angst hat, ist raus

Panic – Wer Angst hat, ist raus
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Panic ist ein Spiel für High School Abgänger in einem kleinen Dorf in den USA, bei dem man teils lebensgefährliche Challenges meistern muss, um am Ende das Preisgeld zu gewinnen. Heather hätte nie wirklich ...

Panic ist ein Spiel für High School Abgänger in einem kleinen Dorf in den USA, bei dem man teils lebensgefährliche Challenges meistern muss, um am Ende das Preisgeld zu gewinnen. Heather hätte nie wirklich vor, an Panic teilzunehmen, aber sie braucht das Preisgeld, um ihrer ständig betrunkenen Mutter zu entkommen. Dodge wusste schon immer, dass er bei Panic teilnehmen und gewinnen wird. Doch ihn interessiert das Preisgeld nicht, das einzige was er will, ist Rache.

Die Geschichte wird aus der Er/Sie-Perspektive von Heather und Dodge erzählt, wobei Heather immer ein bisschen mehr im Vordergrund steht. Der Schreibstil von Lauren Oliver ist okay. Bei den spannenden Stellen könnte ich leider nicht immer alles verstehen. Die ganzen Zeitsprünge sind für mich sehr unverständlich gewesen. Ich habe oft nicht wirklich verstanden was in der Zwischenzeit passiert ist, auch wenn das in der Zeit Passierte oft noch wiederholt wird.
Die Idee finde ich wirklich spannend, aber auch sehr gnadenlos. Leider sollte es einige überraschende Enthüllungen geben, die mich aber selber nicht sonderlich geschockt haben. Die Handlung ist außerdem sehr oberflächlich. Die einzigen spannenden Stellen sind die Challenges, der Rest ist einfach absolut langweilig und handelt von den persönlichen Problemen der beiden Protagonisten.
Noch eine Sache, die mir nicht gefällt, sind die beiden Hauptcharaktere. Ein bisschen Sympathie konnte ich noch für Heather aufbringen, aber Dodge war mir echt unsympathisch. Außerdem sind die Charaktere generell sehr blass und oberflächlich gestaltet. Ich konnte weder zu Heather, noch zu Dodge eine Bindung aufbauen.

Insgesamt ist Panic von Lauren Oliver ein mittelmäßiger Jugendroman über eine gefährliche Challenge, aber auch über Freundschaft und Familie, den man nicht unbedingt gelesen haben muss.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Einige der letzten Menschen auf der ISS

Der letzte Außenposten
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Kurz vor Weihnachten schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und zerstört sie. Einige Menschen schaffen es, sich in Bunkern in Sicherheit zu bringen. Auf der ISS ist kurz vorher ein Team aus Astronauten ...

Kurz vor Weihnachten schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und zerstört sie. Einige Menschen schaffen es, sich in Bunkern in Sicherheit zu bringen. Auf der ISS ist kurz vorher ein Team aus Astronauten und Forschern angekommen. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, wann die Erde wieder bewohnbar ist. Reicht der Sauerstoff und die Nahrung überhaupt so lange? Schon bald gibt es auf der ISS Streitigkeiten...

Die Idee hinter dem Buch klingt nach einer spannenden Science-Fiction Story und das ist sie auch. Sonst gibt es ja oft Geschichten, die auf der apokalyptischen Erde spielen, diesmal geht es hier aber um Astronauten, die das den Meteoriteneinschlag aus dem Weltall aus beobachten und eigentlich die letzten Menschen sind.
Es gibt mehrere verschiedene Perspektiven von den Menschen auf der ISS, aus denen erzählt wird, aber nicht alle kommen zu Wort. Durch die Er/Sie-Perspektive wusste ich auch meistens, wer gerade das Kapitel erzählt. Die Charaktere sind gut gestaltet, sie haben alle verschiedene Meinungen und Dinge, für die sie sich einsetzten. Das hat mir auch gut gefallen.
Spannung fehlt hier auch nicht: Am Schluss habe ich einfach nur noch mitgefiebert. Es gibt zwar häufig technische Details, aber das stört nicht und führt auch dazu, dass ich mehr über die ISS erfahren habe. Leider war es bei den spannenden und etwas hektischeren Stellen so, dass ich nicht alles wirklich verstanden habe, was gerade passiert.
Es gibt noch eine Sache, die mir nicht gefallen hat: Eigentlich steht die ganze Geschichte im Präteritum. Allerdings gibt es manchmal einige Verben, die plötzlich im Präsens stehen. Da bin ich häufig drüber gestolpert.

Insgesamt ist "Der letzte Außenposten" ein schöner, spannender Auftakt zu einer Science-Fiction Reihe. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Eine Story, die Leben kostet

Paradise City
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Deutschland in der Zukunft: Die meisten Menschen leben in großen Städten, wenige auf dem Land. Berlin ist nicht mehr der Regierungssitz, sondern Frankfurt, das mit dem Rhein-Main-Gebiet zu einer riesigen ...

Deutschland in der Zukunft: Die meisten Menschen leben in großen Städten, wenige auf dem Land. Berlin ist nicht mehr der Regierungssitz, sondern Frankfurt, das mit dem Rhein-Main-Gebiet zu einer riesigen Megacity verschmolzen ist. Liina ist eine Rechercheurin bei einer der letzten nicht-staatlichen Nachrichtenportalen. Als sie eine alltägliche Meldung auf dem Land überprüfen soll, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall und eine andere Rechercheurin wird ermordet aufgefunden. Beide haben an der selben Geschichte gearbeitet. Liina muss unbedingt herausfinden, warum ihre Kollegen gestorben sind.

Die Idee von dem Staat, der in der Geschichte beschrieben wird, finde ich gut und kreativ. Auch die Auflösung, die große Geschichte, die Liinas Kollegen das Leben gekostet hat, ist spannend und passt genau in das Bild des Staates, der beschrieben wird.
Das ist aber eigentlich das Einzige, was sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig. In kurzen knappen Sätzen wird das Geschehen erzählt. Die Geschichte ist aus Liinas Sicht in der Er/Sie-Perspektive geschrieben worden. Zusätzlich zum Geschehen erhält man aber auch einen Einblick in Liinas Gedanken. Das passt irgendwie nicht mit der Erzählperspektive zusammen und hat mich häufig irritiert. Im Verlauf des Buches habe ich mich aber an den Schreibstil gewöhnt und habe ihn ganz akzeptabel gefunden.
Durch diesen Schreibstil habe ich viele Dinge auch nicht verstanden. Die Auflösung am Ende habe ich nur verstanden, weil ich nochmal genau darüber nachgedacht habe und gegenfalls nochmal nachgeschlagen habe, was da passiert ist.
Im Verlauf der Handlung erfährt man immer mehr über Liina. Leider ist sie immer noch eine sehr blasse Hauptperson und ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr ausgearbeitet wäre.

Insgesdamt ist "Paradise City" von Zoë Beck nur ein mittelmäßiger dystopischer Thriller. Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen, trotzdem stekct hinter dem Buch eine interessante Idee.

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Für mich eine Enttäuschung

Schwarze Stunde
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Der Englisch-Leistungskurs eines Berliner Gymnasium ist auf Stufenfahrt in einem kleinen Dorf in England. Doch an einem Morgen fehlt eine Schülerin: Valerie, über die erzählt wird, dass sie und der Englischreferendar ...

Der Englisch-Leistungskurs eines Berliner Gymnasium ist auf Stufenfahrt in einem kleinen Dorf in England. Doch an einem Morgen fehlt eine Schülerin: Valerie, über die erzählt wird, dass sie und der Englischreferendar Corvin Schwarze ein Paar seien. Kurz darauf erscheint die Polizei. Ein Mädchen wurde schwer verletzt bei den naheliegenden Klippen gefunden worden. Wer war es, der Valerie von den Klippen gestoßen hat?

Das erste Kapitel spielt kurz nachdem Valerie verletzt aufgefunden wurde. Dadurch wird Spannung aufgebaut, denn danach folgen Kapitel aus der Zeit drei Monate vor der Klassenfahrt. Diese werden von Valerie aus der Ich-Perspektive erzählt. Man bekommt einen guten Eindruck in Valeries Gefühlsleben, das in dem Buch eine wichtige Rolle spielt.
Das ist ein Punkt, der mir wirklich nicht gut gut gefallen hat. Das Buch wird als Thriller bezeichnet, aber eigentlich ist es eher eine Liebesgeschichte. Außer dem ersten und dem letzten Kapitel enthält das Buch keinerlei Thrillerelemente. Deswegen habe ich mich beim Lesen sehr gelangweilt. Die gesamte Handlung plätschert nur vor sich hin, es geht eigentlich nur um die Liebesgeschichte von Valerie und Corvin Schwarze.
Außerdem kann ich einige Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. Warum machen Valeries Mitschülerinnen und Mitschüler ihr Morddrohungen? Warum übertreiben sie es so?
Valerie als Hauptperson kann ich nicht immer verstehen. Warum verliebt sie sich in ihren Lehrer und macht sich dann dazu noch Hoffnungen, etwas bei ihm zu erreichen? Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum sie nicht einfach ihren Lehrerinnen und Lehrern davon erzählt, dass sie anonym bedroht wird.

Insgesamt hat mich "Schwarze Stunde" von Christine Fehér nicht gefallen. Das lag zum größten Teil daran, dass das Buch eher eine Liebesgeschichte statt einem Thriller ist und die Handlung dadurch sehr langweilig ist.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Wer hat die Kontrolle im Hintergrund?

Invisible
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Hamburg wird von einer Reihe brutaler Morde erschüttert. Einem Mann wird während einer Operation ins offene Herz gestochen, ein anderer wird tot geprügelt und noch einer niedergestochen. DIe Täter sind ...

Hamburg wird von einer Reihe brutaler Morde erschüttert. Einem Mann wird während einer Operation ins offene Herz gestochen, ein anderer wird tot geprügelt und noch einer niedergestochen. DIe Täter sind schnell gefasst, aber niemand von ihnen hat ihr Opfer wirklich gekannt. Das einzige, was sie verbindet, ist eine extreme Wut auf ihr Opfer. Die Kriminalkommissare Daniel Buchholz und Nina Salomon glauben an eine Person im Hintergrund, die die Opfer manipuliert. Aber wer ist das und wie stellt diese Person das an?


Den Schreibstil von Ursula Poznanski und Arno Strobel finde ich gut. Alles Dinge waren mir klar und auch die hektischen Szenen wurden genau beschrieben, sodass ich alles verstanden habe und auch nachvollziehen konnte.

Der Thriller wird aus der Ich-Perspektive von den Kommissaren Daniel Buchholz und Nina Salomon erzählt. Leider steht über den Kapiteln nicht, aus welcher Sicht nun erzählt wird und das hat mich irritiert. Manchmal wusste ich nicht, wer denn jetzt nun das Kapitel erzählt, dabei sollten sich die Perspektiven eigentlich abwechseln.

Daniel und Nina finde ich beide sympathisch. Sie haben für mich sowohl sympathische als auch unsympathische Charakterzüge und das macht beide zu gut konstuierten Charakteren.

Die Handlung ist zu keiner Zeit langweilig. Es tauchen noch mehr Tote auf, als die auf dem Klappentext, neue Verdächtige werden festgenommen oder eine private Geschichte aus Daniels Umfeld steht kurz im Vordergrund. Das sorgt für Abwechslung zwischendurch.

Die Auflösung am Ende ist sehr unerwartet, aber auch traurig. Diese Richtung war überhaupt nicht in einer meiner Theorien enthalten.

Eine andere Sache hat mir auch nicht so gut gefallen: Es kommen so viele Namen vor. Täter, Opfer und Zeugen, die alle Namen haben. Das hat mich zwischendurch ein bisschen gestört, weil ich manchmal überlegen müsste, wer denn diese Person nochmal ist.


Insgesamt ist "Invisible" ein schöner zweiter Teil, in dem zwei sympathische Kommissare in einem scheinbar unlösbaren Fall ermitteln, der ein unerwartetes Ende hat.

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