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Veröffentlicht am 07.07.2022

Ein Täter auf der Jagd nach einer Familie...

Der Hypnotiseur
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Bei einem Sportplatz nahe Stockholm wird eine brutal zugerichtete Männerleiche gefunden. Kurz darauf findet man den Rest der Familie ebenfalls, die ebenfalls so grausam zugerichtet sind. Nur der Sohn überlebt ...

Bei einem Sportplatz nahe Stockholm wird eine brutal zugerichtete Männerleiche gefunden. Kurz darauf findet man den Rest der Familie ebenfalls, die ebenfalls so grausam zugerichtet sind. Nur der Sohn überlebt schwer verletzt.
Kommisar Joona Linna übernimmt den Fall. Als er erfährt, dass es noch eine ältere Schwester gibt, ist Schnelligkeit gefragt, denn anscheinend hat es jemand auf die gesamte Familie abgesehen. Er bittet den Psychologen und Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe. Was der Junge unter Hypnose sagt, ist erschreckend...


Die Art und Weise, wie das Buch geschrieben wurde, ist wirklich gut gemacht. Die eigentliche Handlung ist im Präsens geschrieben, Rückblenden, die oftmals „versteckt“ sind, sind im Präteritum geschrieben. So kann man immer auseinander halten, was aktuell in der Handlung passiert und was schon passiert ist.

Die Handlung ist spannend, weil man wissen will, wie es weitergeht. Auch gut finde ich, wie alles miteinander verstrickt ist. Die Hauptfigur, Joona Linna, finde ich sehr sympathisch, allerdings erfährt man ziemlich wenig über ihn, was meiner Meinung nach nicht so gut ist.

Die lange Rückblende von Erik Maria Bark finde ich ziemlich überflüssig. Sie ist überhaupt nicht spannend und hatte definitiv gekürzt werden können, auch wenn der Inhalt wichtig für das Ende ist.

Außerdem wird in dem Thriller viel mehr über eine ganz andere Geschichte, die auf dem Cover steht, geschrieben und diese nimmt viel zu viel Platz ein. Die eigentliche Handlung vom Cover geht fast unter.

Trotz diesen Punkten ist „Der Hypnotiseur“ ein spannender Thriller mit sehr vielschichtiger Handlung, obwohl einige Punkte definitiv hätten gekürzt werden sollen.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Die Hungerspiele

Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
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Panem hat zwölf Distrikte: Die sechszehnjährige Katniss lebt im Distrikt 12, wo Hunger an der Tagesordnung ist und fast niemand genug zu essen hat. Jedes Jahr finden die Hungerspiele statt, bei denen zwei ...

Panem hat zwölf Distrikte: Die sechszehnjährige Katniss lebt im Distrikt 12, wo Hunger an der Tagesordnung ist und fast niemand genug zu essen hat. Jedes Jahr finden die Hungerspiele statt, bei denen zwei Tribute aus jedem Distrikt ausgewählt werden, um gegeneinander zu kämpfen und die anderen zu töten, um selber zu gewinnen. Doch bei der Auslosung wird Katniss' jüngere Schwester Prim gezogen. Sofort meldet sich Katniss anstelle ihrer Schwester. Aber wie kann sie es schaffen, die Hungerspiele zu überleben?

Die Idee von Panem und den alljährlichen Hungerspielen ist wirklich sehr gut. Ich hatte während des Buches eine Mischung aus Mittelalter und Hightechfeeling. Das genaus macht die Geschichte auch aus: Einerseits gibt es die armen Distrikte wie Distrikt 11 und 12, in denen es sehr veraltete Technik gibt, andererseits ist das Kapitol sehr modern und gleicht vielen dystopischen Büchern, die ich schon gelesen habe.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass während der Hungerspiele immer wieder von Kameras die Rede ist, die die Tribute filem sollen. Mir ist aber nich klar, wo diese sich befinden. In den Bäumen? In der Kleidung der Tribute? In der Luft als Drohnen? Ich hätte mir da eine plausible Erklärung der Autorin gewünscht.
Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Katniss erzählt. Die Art und Weise des Erzählens ist auch gut, ich habe immer verstanden, was gerade passiert. Was mich aber stört, ist, dass man Katniss selten Gefühle anmerkt, was doch eigentlich bei der ich-Perpektive so sein sollte. Als sich Katniss anstelle von ihrer Schwester für die Hungerspiele, äußert sie kaum Gedanken darüber, dass sie sehr wahrscheinlich sterben wird. Es gibt auch noch andere Stellen, an denen mir das aufgefallen ist.
Trotz der kleinen Fehler ist der erste Teil der "Tribute von Panem" Reihe sehr gut gelungen! Ich bin gespannt, was wohl im nächsten Teil der Reihe passiert, die Hungerspiele sind ja jetzt vorbei.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Der 5. Fall für das Sonderdezernat Q

Erwartung DER MARCO-EFFEKT
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Marco ist 15 Jahre alt und lebt bei einem Clan, angeführt von dem brutalen Zola. Er geht nicht zur Schule und muss mit anderen Jugendlichen tagsüber in Kopenhagen betteln oder Taschendiebstahl begehen, ...

Marco ist 15 Jahre alt und lebt bei einem Clan, angeführt von dem brutalen Zola. Er geht nicht zur Schule und muss mit anderen Jugendlichen tagsüber in Kopenhagen betteln oder Taschendiebstahl begehen, um Geld zu verdienen. Wer nicht genug verdient, bekommt abends Schläge vom Clan. Eines Tages beschließt Marco, wegzulaufen und stößt dabei auf einen Toten, der von Clan ermordet wurde. Daraufhin wird er gnadenlos vom Clan verfolgt, die ihn deswegen tot sehen wollen.
Das Sonderdezernat Q bekommt ein neues Mitglied: Gordon Taylor, mit dem Carl Mørk überhaupt nicht klar kommt. Gleichzeitig stolpert Rose durch Zufall über einen Vermisstenfall von vor ein paar Jahren: Der Mann verschwand kurz nach einem Afrikaaufenthalt. Das Sonderdezernat Q beginnt zu ermitteln...

Ich habe das Gefühl, dass Jussi Adler Olsen die Ideen ausgehen. Dieser Fall war sehr langweilig, weil man eigentlich schon von Anfang an wusste, wer wofür verantwortlich ist und nur darauf wartet, dass Carl Mørk & Co das herausfinden. Außerdem braucht die Story sehr lange, um wirklich in Fahr zu kommen: Zuerst beschäftigt sich das Sonderdezernat Q mit einem ganz anderen Fall.
Mir erscheint es auch unrealistisch, dass sowohl Marco, ein Fünfzehnjähriger und René Eriksen mehrmals Profikillern entkommen können.
Es gibt aber auch positive Punkte: Mir gefällt es, dass Rose in diesem Fall als Ermittlerin wirklich mitermittelt statt nur Sachen vom Büro aus zu recherchieren.
Ich hoffe, dass der 6. Teil interessanter und spannender wird.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Einer deiner Freunde ist verschwunden - und alle anderen haben etwas zu verbergen

Wave of Lies
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Nachdem sich Chloes Eltern geschieden haben und sie mit ihrer Mutter nach Sydney gezogen ist, fährt sie immer in den Ferien zu ihrem Vater in ihr Heimatdorf. Dort trifft sie ihre Freunde wieder. Doch diesmal ...

Nachdem sich Chloes Eltern geschieden haben und sie mit ihrer Mutter nach Sydney gezogen ist, fährt sie immer in den Ferien zu ihrem Vater in ihr Heimatdorf. Dort trifft sie ihre Freunde wieder. Doch diesmal ist alles anders: Vor drei Monaten bei ihrem letzten Besuch verschwand der 13-jährige Henry, einer aus Chloes Freundeskreis, und ist seit dem nicht mehr aufgetaucht. Chloe ist fest entschlossen, Henry widerzufinden und macht sich auf die Suche nach Hinweisen.

Das Cover erinnert mich ein bisschen an One of us is lying von Karen M. McManus, der Klappentext klingt auch so, als wäre es ein Buch von ihr. Leider kommt die Qualität von Wave of Lies nicht an McManus' Bücher heran.
Zuerst einmal zur Idee hinter dem Roman: Diese ist eigentlich eine gute Idee, auch wenn sie nicht zu den spannensten zählt.
Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt: Von Chloe in der heutigen Zeitebene in der Ich-Perpktive, von Mason, Henrys Bruder, aus der Zeit vor dem Verschwinden von Henry in der Er/Sie-Perspektive und von Henry auch aus der Zeit vor seinem Verschwinden aus der Er/Sie-Perspektive. Leider ist es so, dass die Charaktere viel zu blass gestaltet waren. Außerdem waren mir sowohl Chloe als auch Mason unsympathisch. Chloe mischt sich andauernd in die Angelegenheiten von anderen Leuten ein, obwohl diese nein dazu sagen und Mason ist oft betrunken und gewalttätig, obwohl er selber sagt, dass das genau das ist, was er an seiner Mutter hasst.
Der Einstieg war sehr holprig. Ich habe durch die schon am Anfang auftretenden Rückblenden nicht wirklich verstanden, was passiert. Es hat ein paar Kapitel gedauert, bis ich wieder alles verstanden habe. Der erste Teil war langweilig und mich haben die Hauptcharaktere die ganze Zeit angenervt. Der zweite Teil war aber spannender. Teilweise war die Handlung vorhersehbar, das Ende allerdings habe ich in diesem Ausmaß nicht erwartet.

Insgesamt ist Wave of Lies von Sarah Epstein nur ein mittelmäßiger Jugendthriller. Trotz der Ähnlichkeit der Covergestaltung und dem Klappentext mit One of us is lying hat mich dieser Thriller nicht sonderlich in seinen Bann gezogen, was an den unsympathischen Charakteren und der Langeweile im erste Teil lag.

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Veröffentlicht am 04.07.2022

Ein besonderes Science-Fiction Abenteuer

Gemina. Die Illuminae Akten_02
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Hanna ist die Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, die, wie sie sagt, die langweilige Raumstation des ganzen Universums ist. Nik ist der Sohn eines Mafiabosses an Board der Heimdall. Beide ...

Hanna ist die Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, die, wie sie sagt, die langweilige Raumstation des ganzen Universums ist. Nik ist der Sohn eines Mafiabosses an Board der Heimdall. Beide finden das Leben dort nicht sonderlich spannend, doch eines Tages wird die Station von einer Kampfeinheit überfallen. Hanna und Nik versuchen mit Hilfe von Niks Cousine Ella herauszufinden, was dort los ist. Und dann droht auch noch das Wurmloch in der Mitte der Raumstation Raum und Zeit zu zerfetzen...



Nachdem ich von dem ersten Band schon so sehr überrascht war, musste ich natürlich den zweiten Teil der Illuminae Akten lesen. Und der war genauso gut wie der erste. Ich liebe einfach diese Reihe!

Das Buch ist in Chatprotokollen, Transkriptionen von Videoaufnahmen, E-Mails und Berichten geschrieben. Deshalb gibt es eigentlich keine „klassische“ Handlung. Trotzdem versteht man, worum es geht und was tatsächlich passiert.

Die Dialoge zwischen den Personen sind auch einfach nur gut geschrieben: Sie haben immer etwas Humor, auch in gefährlichen Situationen.

Es sind auch kleine Ausschnitte aus Hannas Tagebuch vorhanden, aus dem mir besonders die Skizzen gefallen haben.

Am Ende war ich sehr überrascht und erstmal erschrocken (was dann aber zum Glück aufgelöst wurde). Ich freue mich sehr auf den dritten Teil, denn ich habe eine Menge Fragen, die geklärt werden müssen.

Gemina kann ich ganz klar empfehlen. Es ist ein wunderbarer Science-Fiction Roman in besonderer Form für Jugendliche, in dem es auch eine kleine Lovestory gibt.

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