Profilbild von ChiyoReads

ChiyoReads

Lesejury Star
offline

ChiyoReads ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ChiyoReads über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2024

Berührend, emotional und tiefgründig

Words unspoken
0

"Words Unspoken" hat mich von der ersten Seite an gedanklich beschäftigt. Die authentischen und nahbaren Charaktere Bash und Camille haben mich mit ihren tiefgründigen Geschichten in den Bann gezogen und ...

"Words Unspoken" hat mich von der ersten Seite an gedanklich beschäftigt. Die authentischen und nahbaren Charaktere Bash und Camille haben mich mit ihren tiefgründigen Geschichten in den Bann gezogen und auch Tage danach nicht losgelassen. Besonders berührend fand ich Bashs inneren Konflikt als Iraner und die Angst nicht britisch genug zu sein sowie die Schatten, die Camille aufgrund ihrer Vergangenheit mit ihrer Zwillingsschwester trägt, – diese Themen werden so realistisch und einfühlsam behandelt.

Kathinka Engels Schreibstil ist einfach unbeschreiblich: leicht und charmant, sodass ich nie genug davon bekommen kann. Die Balance zwischen humorvollen und tränenreichen Momenten ist perfekt gelungen und die Gedichte des Poeten bringen seine Stimmen und Kritik an der Gesellschaft einfach kraftvoll auf den Punkt – eine brillante Hommage an die Kunst! Zwar wusste ich recht schnell, wer Jethro ist, aber das tat der Faszination keinen Abbruch.

Ein Highlight wurde es leider für mich dennoch nicht. Warum? Die authentischen Hintergründe der Figuren haben mich zu Beginn so runtergezogen, dass ich mir schwer tat weiterzulesen. Hätte ich das Buch zu einem anderen Zeitpunkt gelesen, wäre es sicher anders gewesen. Dennoch freue ich mich nun auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie es im Verlag Badger Books weitergeht.

Jeder, der Kathinka Engels Werke mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es ist eine berührende und unterhaltsame Leseerfahrung, die zum Nachdenken anregt. Wer noch keines gelesen hat, sollte dies schnell nachholen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2024

Konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
0

Zoé, eine Sünderin und Diebin, wacht nach ihrer Hinrichtung in Xanthia, der letzten Station vor der Hölle, auf. Ein Deal mit einem Xathyr-Grafen könnte ihre Rettung sein, doch der dunkle Prinz Kaspar wirft ...

Zoé, eine Sünderin und Diebin, wacht nach ihrer Hinrichtung in Xanthia, der letzten Station vor der Hölle, auf. Ein Deal mit einem Xathyr-Grafen könnte ihre Rettung sein, doch der dunkle Prinz Kaspar wirft alles durcheinander.

𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠: Schon als ich „Empire of Sins and Souls“ das erste Mal sah hoffte ich, dass mich das Buch fesseln wird. Eine düstere Geschichte mit einer faszinierenden Grundidee und einem packenden Setting? Das kann doch nur gut werden, oder? Immerhin gefiel mir ebenso der Klappentext und auch die ersten Seiten konnte ich nur so verschlingen. Doch leider konnte das Buch meine vielleicht zu hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Die vulgäre Sprache und Brutalität passten zum düsteren Vorhölle-Setting und machten die Welt für mich lebendig und authentisch. Beril Kehribars Schreibstil ist sehr detailreich, wobei ich das Pacing etwas unausgeglichen fand – der Anfang zog mich schnell hinein, aber der Mittelteil war mir zu langatmig. Dafür wurde es zum Ende hin wieder richtig spannend und endete in einem fiese Cliffhänger.

Mit ihrem harten Schicksal gekennzeichnet war Zoé für mich ein spannender Charakter. Ich hätte mir nur etwas mehr Charaktertiefe & -breite gewünscht. Ihre Gedanken kreisen zu oft um dieselben Themen und auch ihre Beziehung zu Alexei hat mich leider nicht überzeugt. Die Anziehungskraft übertrug sich leider nicht auf mich und so blieben sie leider blass.

Ein weiterer Grund, warum ich mit der Geschichte meine Schwierigkeiten hatte - der Klappentext. Er hat mich in die Irre geführt und über Kapitel hinweg auf Kaspian warten lassen, der erst gegen Ende eine richtige Rolle einnimmt. Natürlich ist das total subjektiv aber es hat mir einfach den Lesespaß genommen.

Insgesamt hat das Buch mein Interesse geweckt, aber die Leidenschaft und Spannung sowie der böse Klappentext ließen mich enttäuscht zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2024

Für alle, die eine unterhaltsame Romantasy-Geschichte für zwischendurch suchen

Crown of Light and Darkness
0

„Crown of Light and Darkness“ von Jana Schikorra bietet ein stimmiges Gesamtpaket, das sich wunderbar leicht lesen lässt. Besonders die Dynamik zwischen Astoria, Ronas und dem charmanten Ràg hat mir dabei ...

„Crown of Light and Darkness“ von Jana Schikorra bietet ein stimmiges Gesamtpaket, das sich wunderbar leicht lesen lässt. Besonders die Dynamik zwischen Astoria, Ronas und dem charmanten Ràg hat mir dabei gefallen. Ihre Schlagabtausche und Freundschaftsbande waren für mich das Herzstück der Geschichte und ließen mich nur so durch die Seiten fliegen.

Ràg, Ronans bester Freund, mochte ich dabei am liebsten. Für mich brachte er mit seinem Charme und Humor frischen Wind in die Geschichte. Zudem mochte ich die vertrauensvolle Freundschaft zwischen den beiden ebenso sehr.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Welt gut beschrieben, wobei das Worldbuilding und die Charakterzeichnung auf das Nötigste reduziert sind – was verständlich ist bei einem Einzelband mit 400 Seiten. Und dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Details und Tiefe gewünscht. Trotz der schnellen Gefühle zwischen Astoria und Ronas, die für mich etwas zu plötzlich kamen, war das Buch eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Es hat mich gut unterhalten, auch wenn das Prickeln trotz Spice (16+) mir persönlich etwas zu kurz kam.

Das Tempo der Geschichte war meist passend, mit einem schnellen und fesselnden Einstieg sowie einem spannenden Ende. Lediglich in der Mitte gab es für mich ein paar Längen, die jedoch nicht meinen Lesefluss störten.

Für erfahrene Fantasy-Leser mag das Ende nicht überraschend sein, aber es war meiner Meinung nach dennoch gelungen und konsequent umgesetzt. Eine klare Empfehlung für alle, die eine unterhaltsame Romantasy-Geschichte für zwischendurch suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2024

Ein Muss für alle, die Band 1 geliebt haben

Sunbringer
0

"Sunbringer" ist der düstere Nachfolger von Hannah Kaners erster Fantasy-Serie. Brutal, göttlich und düster – so würde ich die Atmosphäre dieses untypischen Buches beschreiben. Hannah Kaners flüssiger ...

"Sunbringer" ist der düstere Nachfolger von Hannah Kaners erster Fantasy-Serie. Brutal, göttlich und düster – so würde ich die Atmosphäre dieses untypischen Buches beschreiben. Hannah Kaners flüssiger Schreibstil sorgte dabei erneut dafür, dass ich sehr gut durch die Kapitel kam.

Und auch wenn die Figuren durchaus unterhaltsam sein können, ist zweifelslos das Worldbuilding die große Stärke des Buches. Während Band 1 für mich noch oft überfordernd wirkte, entdeckte ich in der Fortsetzung faszinierende Details über Wesen, Städte und die Zusammenhänge der Welt von Ilya. Positiv empfand ich zudem den Mut in dieser Welt ein besonders hohes Maß an diversen Figuren zu inkludieren. (Körperlich eingeschränkte Figuren, queere Charaktere, usw.) Hut ab dafür.

Was mir leider nicht so gefallen hat, ist die Entwicklung der Figuren. Die anfängliche Dynamik der 4 POVs aus Band 1 hat sich in "Sunbringer" aufgelöst, da die Figuren ihre eigenen Wege gehen. Das führte für mich zwar zu spannenden Cliffhängern, doch ich hatte immer wider das Gefühl, eine neue Geschichte zu lesen und schwer den Anschluss zu finden.

Trotzdem ist "Sunbringer" ein interessantes Buch, insbesondere im Hinblick auf das detaillierte Worldbuilding. Die Charakterentwicklung und die Beziehungen könnten jedoch etwas mehr Fokus vertragen – ein Aspekt, der mir im ersten Teil besser gefallen hat.

Ein Muss für alle, die Band 1 geliebt haben, sowie für Leser, die detaillierte Welten schätzen und sich an einem ruhigen Pacing erfreuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2024

Spannende Ideen, jedoch Schwächen in der Umsetzung

Long Live Evil
0

„Long Live Evil“ hat mich besonders durch das fantastische Spiel mit Klischees begeistert. Die Autorin übertreibt absichtlich, um Klischees ad absurdum zu führen, und das Resultat ist herrlich skurril ...

„Long Live Evil“ hat mich besonders durch das fantastische Spiel mit Klischees begeistert. Die Autorin übertreibt absichtlich, um Klischees ad absurdum zu führen, und das Resultat ist herrlich skurril und unterhaltsam. Jede Figur scheint auf den ersten Blick ein typisches Abziehbild zu sein, entwickelt jedoch überraschend humorvolle Nuancen.

Ember möchte ich besonders hervorheben – ihre bissigen Kommentare und ihr unerschütterliches Selbstvertrauen haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Allerdings blieb sie aufgrund der Vielzahl an interessanten Figuren leider etwas blass.

Die Idee, eine reale Person in eine Buchwelt zu transferieren, mag nicht neu sein, wird hier aber überraschend brutal, unvorhersehbar und sogar spicy präsentiert. Allerdings ist der Schreibstil nicht gerade einfach zugänglich. Die wechselnden Perspektiven und die Passagen aus dem Buch-in-Buch-Konzept erschweren das Verständnis, und die ausufernden Beschreibungen lassen den Leser manchmal den Faden verlieren.

Viele Wendungen waren für mich unvorhersehbar und auch Rae, die glaubte, die Geschichte zu kennen, wurde selbst oft überrascht. Das Ende war ein wahrer Höhepunkt und macht definitiv Lust auf eine Fortsetzung.

Leider gibt es auch Schwächen: Trotz der guten Ideen und der emotionalen Tiefe, die teilweise von der persönlichen Erfahrung der Autorin mit einer Krebsdiagnose herrührt, leidet das Buch unter Logiklücken und Längen.

Für alle, die gerne einmal die Perspektive des Bösewichts erleben möchten und dabei auch skurrile und originelle Geschichten zu schätzen wissen: Greift zu „Long Live Evil“. Aber seid gewarnt – diese chaotische Geschichte ist nicht für jeden geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere