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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2026

Verpasst den emotionalen Punch trotz guter Ideen

Kingdom of the Black Crescent 2: Lure of Death
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Nach dem wilden Ende von Band 1 habe ich mich sehr auf „Lure of Death“ gefreut. Die Geschichte rund um Kaythara, die geheimnisvollen Brüder und die düstere Welt hatte für mich so viel Potenzial. Umso trauriger ...

Nach dem wilden Ende von Band 1 habe ich mich sehr auf „Lure of Death“ gefreut. Die Geschichte rund um Kaythara, die geheimnisvollen Brüder und die düstere Welt hatte für mich so viel Potenzial. Umso trauriger war ich, dass mich Band 2 letztendlich enttäuscht zurückgelassen hat.

Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass viele wichtige Szenen einfach viel zu schnell abgearbeitet werden. Ereignisse, die eigentlich emotional oder schockierend hätten wirken können, passieren plötzlich innerhalb weniger Zeilen und verlieren dadurch ihre Wirkung.

Dabei fand ich die Grundidee spannend: tödliche Wettkämpfe, Vampire und eine düstere Fantasywelt. Auch die Atmosphäre und der leichte Schreibstil sorgten dafür, dass ich schnell durch die Seiten kam. Allerdings konnte mich die Geschichte emotional kaum noch erreichen. Viele Konflikte fühlten sich oberflächlich an und die Beziehungen zwischen den Charakteren hatten für mich kaum Intensität.

Besonders schade fand ich, dass die Todesspiele stark an „Panem“ erinnert haben, dabei aber deutlich weniger spannend waren. Viele Szenen wirkten hektisch und unlogisch. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Story eigentlich noch einen weiteren Band gebraucht hätte, um alle Handlungsstränge sinnvoll zu Ende zu führen.

Auch die Dreiecksbeziehung konnte mich diesmal leider nicht überzeugen. Die Emotionen zwischen den Figuren kamen bei mir kaum an und gerade die romantischen Momente wirkten deutlich schwächer als noch im ersten Band.

Trotz der Kritik hatte ich eine unterhaltsame Zeit. Die Reihe besitzt gute Ideen,. aber nach dem starken Auftakt hatte ich einfach deutlich höhere Erwartungen an das Finale.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Eine spannende Grundidee mit viel Potenzial, die mich im zweiten Band leider emotional kaum noch erreichen konnte. Für Fans der Reihe trotzdem lesenswert — aber mit etwas niedrigeren Erwartungen.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Ein fantastisches Buch

Skipshock
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Viele Fantasybücher fühlen sich ähnlich an. Aber nicht so „Skipshock“. Caroline O'Donoghue kombiniert hier Science-Fiction-Elemente, Parallelwelten und Zeitkonzepte zu einer Atmosphäre, die gleichzeitig ...

Viele Fantasybücher fühlen sich ähnlich an. Aber nicht so „Skipshock“. Caroline O'Donoghue kombiniert hier Science-Fiction-Elemente, Parallelwelten und Zeitkonzepte zu einer Atmosphäre, die gleichzeitig verwirrend, faszinierend und unglaublich spannend ist.

Besonders mochte ich, wie mühelos man mit Margo in diese unbekannte Welt gezogen wird. Man entdeckt mit ihr diese mysteriösen Welten und das macht den Reiz der Story aus. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und man versteht, wie komplex dieses Universum ist. Trotz der vielen Ideen wirkte die Handlung dabei nie zu kompliziert oder überladen. Ein richtiger Genuss für Fantasyfans

Die Welt gehört dabei zu den größten Stärken des Buches. Unterschiedliche Zeitzonen beeinflussen nicht nur den Alltag, sondern auch die Lebensdauer und gesellschaftliche Stellung. Dieses dystopische Konzept wurde spannend umgesetzt und hat der Geschichte eine ganz eigene Dynamik verliehen.

Auch die Figuren haben mich überzeugt insbesondere da beide überraschend reif sind. Margo wirkt nahbar, emotional und gleichzeitig mutig, während Moon zunächst geheimnisvoll ist und mir mit seiner charmanten Art ans Herz gewachsen ist. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt. Die Gefühle stehen nie permanent im Mittelpunkt und genau dadurch wirken die gemeinsamen Momente ehrlich, oftmals unterhaltsam und intensiv.

Vor allem gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Tempo auf. Der Cliffhanger ist wirklich gemein.

Skipshock ist eine kreative und atmosphärische Fantasygeschichte, die mit ungewöhnlichen Ideen, starken Charakteren und einer besonderen Mischung aus Abenteuer, Mystery und Emotionen überzeugen konnteund sich abhebt.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein kluger Essay über Frauenbilder, Selbstinszenierung und den Druck der digitalen Öffentlichkeit

Wie kann sie nur?
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Kaum etwas wird so intensiv kommentiert wie Frauen in der Öffentlichkeit. Egal ob Aussehen, Auftreten oder Verhalten. Ständig scheint irgendjemand eine Meinung dazu zu haben. Genau mit dieser Dynamik beschäftigt ...

Kaum etwas wird so intensiv kommentiert wie Frauen in der Öffentlichkeit. Egal ob Aussehen, Auftreten oder Verhalten. Ständig scheint irgendjemand eine Meinung dazu zu haben. Genau mit dieser Dynamik beschäftigt sich Sophie Passmann und nimmt dabei besonders die digitale Welt unter die Lupe.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Selbstinszenierung, Vergleichskultur und der Druck, im Internet jederzeit die „richtige“ Version seiner selbst zu präsentieren. Dabei greift Passmann aktuelle Phänomene wie die Clean Girl Aesthetic, Tradwives oder den Kult um prominente Frauen wie Taylor Swift oder Hailey Bieber auf und verbindet diese mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen.

Besonders interessant fand ich, wie reflektiert sie ihre eigenen Beobachtungen einordnet. Das Buch lebt weniger von fertigen Antworten als von Gedankenanstößen und der Frage, warum wir Frauen oft gleichzeitig bewundern und verurteilen. Viele Passagen haben mich deshalb wirklich zum Nachdenken gebracht.

Trotzdem hatte ich anfangs Schwierigkeiten, komplett in das Buch hineinzufinden. Einige Themen wirkten auf mich nicht gerade neu und ich konnte das Buch nur kapitelweise lesen, da ich die Zeit zum darüber Nachdenken brauchte.

Je weiter ich gelesen habe, desto spannender wurde das Buch für mich allerdings. Vor allem die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenbildern und weiblicher Selbstwahrnehmung fand ich stark beobachtet. Passmann zeigt sehr deutlich, wie sehr soziale Medien unser Denken beeinflussen und wie schnell aus Beobachtung Selbstkontrolle wird.

Ein kluger, zeitgemäßer Essay über Frauenbilder, digitale Öffentlichkeit und den ständigen Druck der Bewertung. Nicht jede Passage konnte mich komplett abholen, insgesamt aber definitiv lesenswert und sehr reflektiert.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Düster, intensiv und absolut fesselnd

Meet her
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„Meet her“ von Izzie White ist wirklich ein wilder Ritt. Die Geschichte startet vertraut, entwickelt aber schnell eine ganz eigene, düstere Intensität. Besonders die Mischung aus Neuanfang, inneren Konflikten ...

„Meet her“ von Izzie White ist wirklich ein wilder Ritt. Die Geschichte startet vertraut, entwickelt aber schnell eine ganz eigene, düstere Intensität. Besonders die Mischung aus Neuanfang, inneren Konflikten und dieser unterschwelligen, gefährlichen Anziehung hat für mich den Reiz ausgemacht.

Der Schreibstil ist direkt, emotional und teilweise schonungslos, was perfekt zur Stimmung der Geschichte passt. Durch das schnelle Tempo entsteht ein starker Sog. Man will einfach wissen, wie weit die Protagonisten gehen werden. Gleichzeitig liegt der Fokus deutlich auf Leidenschaft und Spice, wodurch die emotionale Entwicklung etwas in den Hintergrund rückt.

Gerade das war für mich ein kleiner Kritikpunkt, da ich persönlich Slow Burn bevorzuge und mir etwas mehr Aufbau gewünscht hätte. Trotzdem funktioniert die Dynamik zwischen den Figuren gut. Der männliche Protagonist Max bringt – trotz dominanter Züge – überraschend viele Green-Flag-Momente mit, was ich im Genre sehr erfrischend fand.

Ein Highlight war für mich außerdem die authentische Freundschaft zwischen Ella und Sophia, die der Geschichte eine schöne Balance zur düsteren Handlung gibt.

Insgesamt ist „Meet her“ ein intensiver, schnelllebiger Dark-Romance-Roman, der besonders Einsteiger im Genre abholen dürfte.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Düster, intensiv und absolut fesselnd – perfekt für alle, die es schnell und leidenschaftlich mögen. 3,5☆

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Der bisher schwächste Band

Onyx Storm – Flammengeküsst
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Jetzt steht Xaden also als Veneni da – und ehrlich gesagt bleibt erst mal nur Fassungslosigkeit zurück. Wie die Autorin daraus noch ein rundes Ende bauen will, ist mir ein Rätsel. Zwar hat er seine neue ...

Jetzt steht Xaden also als Veneni da – und ehrlich gesagt bleibt erst mal nur Fassungslosigkeit zurück. Wie die Autorin daraus noch ein rundes Ende bauen will, ist mir ein Rätsel. Zwar hat er seine neue Natur in diesem Band größtenteils noch unter Kontrolle, doch das Finale zieht noch einmal ordentlich die Schraube an und endet in einem echten Paukenschlag. Band 4 wirkt damit fast schon überfällig, denn aktuell bleibt vor allem ein Gefühl von Unsicherheit und Frust zurück.

Ein großer Teil der Handlung ist diesmal als Reisegeschichte angelegt: Violet zieht mit ihren Verbündeten los, um Andarnas Familie aufzuspüren. Die Spur der verschwundenen Drachenart scheint der Schlüssel zu vielen offenen Fragen zu sein, weshalb die Gruppe quer durch verschiedene Stationen reist. Diese wirken allerdings stellenweise eher wie lose Episoden aneinandergereiht als wie ein durchgehender Handlungsbogen. Trotzdem bieten sie Violet Raum, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen – besonders ihre wachsende Klarheit, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre zunehmende Verantwortung haben mir gut gefallen. Dass sie für ihre Entscheidungen auch die Konsequenzen tragen muss, verleiht dem Ganzen eine angenehme Portion Glaubwürdigkeit, auch wenn es nicht immer leicht zu lesen ist.

Auch auf Gegenseite wird es nicht ruhiger: Neue Antagonisten tauchen auf, einige nur kurz, andere bleiben bis zum Schluss relevant, und wieder andere verschwinden scheinbar spurlos – mit dem Gefühl, dass sie später noch einmal dramatisch zurückkehren könnten. Insgesamt steigert sich die Spannung Richtung Ende deutlich, fast schon überbordend.

Xadens Situation als Veneni bleibt dabei natürlich das große Fragezeichen. Was genau das langfristig bedeutet, wird weiterhin nur angedeutet – vielleicht gibt es in Band 4 endlich mehr Klarheit. Zusätzlich wird er in diesem Band auch noch zu Violets Lehrer, was ihre Beziehung zusätzlich verkompliziert. Trotzdem bleibt ihre Verbindung bestehen, wenn auch unter enormem Druck. Xaden selbst durchläuft dabei eine erstaunliche Entwicklung, fast schon eine Karriere auf mehreren Ebenen – ohne zu viel zu verraten: da passiert einiges.

Der Roman punktet erneut mit überraschenden Wendungen und starken Momenten, auch wenn nicht jede Entwicklung logisch oder sauber ausgearbeitet wirkt. Gerade im Zusammenspiel mit den Drachen gibt es immer wieder humorvolle Szenen, und Figuren wie Ridoc sorgen zuverlässig für Auflockerung.

Mit der Zeit wird es allerdings zunehmend schwierig, den Überblick zu behalten: Namen, Nachnamen, Siegelkräfte und Drachenzuordnungen verschwimmen schnell, zumal nicht alle Figuren konsequent geführt werden. Wenn plötzlich nur noch der Nachname fällt oder ein Drache auftaucht, ohne dass sofort klar ist, wer darauf sitzt, wird es unübersichtlich – hier wäre eine klarere Struktur hilfreich gewesen.

Gegen Ende gibt es dann noch einen Perspektivwechsel: Einige Kapitel zeigen die Ereignisse aus Sicht von Violets Freunden. Das liefert zwar interessante Einblicke in parallele Handlungsstränge und die Bindungen zu ihren Drachen, wirkt in der Umsetzung jedoch etwas holprig und nicht ganz ausgereift.

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