Wenn Ali Hazelwood Romantasy schreibt
Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von LiebeNach „Bride“ war meine Neugier auf „Mate“ riesig und Ali Hazelwood hat mich wieder sofort abgeholt. Ihr Humor trifft einfach genau meinen Nerv: auf dem Punkt, charmant und immer mit einem Augenzwinkern. ...
Nach „Bride“ war meine Neugier auf „Mate“ riesig und Ali Hazelwood hat mich wieder sofort abgeholt. Ihr Humor trifft einfach genau meinen Nerv: auf dem Punkt, charmant und immer mit einem Augenzwinkern. Die Dialoge sind lebendig und machen einen großen Teil des Lesespaßes aus.
Serena ist eine tolle Protagonistin. Sie ist verletzlich, aber gleichzeitig stark und herrlich selbstironisch. Besonders mochte ich, dass sie trotz ihrer Situation nie in Selbstmitleid versinkt. Koen bringt als grumpy Alpha die perfekte Gegenspannung rein. Er ist distanziert, kontrolliert, aber mit einem weichen Kern, der nach und nach durchscheint. Zusammen liefern die beiden genau die Mischung aus Wortgefechten, Spannung und knisternder Chemie, die ich mir erhofft habe.
Der Einstieg war für mich allerdings etwas holprig. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben es mir anfangs schwer gemacht, richtig reinzufinden. Sobald sich das aber eingependelt hat, entwickelt die Geschichte einen richtigen Sog.
Im Fokus steht klar die Beziehung zwischen den Figuren und weniger das Worldbuilding oder die Spannung. Das funktioniert gut, vor allem, wenn man genau das sucht: eine unterhaltsame, spicy und emotionale Romance. Besonders gelungen fand ich, wie bekannte Elemente wie die Soul Mates neu kombiniert werden.
Trotzdem merkt man, dass sich gewisse Muster bei der Autorin wiederholen. Einige Konflikte wirkten auf mich etwas konstruiert und die Nebenhandlung bleibt eher im Hintergrund. Dafür punkten aber die starken Charaktere, die Chemie zwischen ihnen und die emotionalen Momente.
Eine charmante, spicy Paranormal Romance mit viel Humor und Gefühl. Kleine Startschwierigkeiten, aber insgesamt ein echtes Wohlfühlbuch mit Suchtfaktor.