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Veröffentlicht am 06.09.2025

flotter Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen

Death at Morning House
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Marlowe wandert auf Miss Marples Spuren, eher zufällig, aber das macht sie ganz gut, da sie (wie sie selbst sagt) gerne auf Kleinigkeiten achtet. Maureen Johnson erzählt diesen Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen. ...

Marlowe wandert auf Miss Marples Spuren, eher zufällig, aber das macht sie ganz gut, da sie (wie sie selbst sagt) gerne auf Kleinigkeiten achtet. Maureen Johnson erzählt diesen Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen. Einmal in Rückblenden zur Familie Ralston (1932), einer Familie mit sieben Kindern bei denen der Jüngste ertrunken ist und auf der anderen Seite aus Sicht Marlowes, die mit einer Gruppe Jugendlichen Führungen in genau diesem Haus der Familie Ralston anbietet. Irgendwann beim Lesen kam mir der Gedanke, dass die Gruppen nicht ganz willkürlich gewählt wurden, denn irgendwie ähneln sich die Jugendlichen teilweise etwas und dann wieder doch nicht;) Gerade Marlowes Art sich selbst zu sehen und frei raus den Leser daran teilzuhaben zu lassen hat mir sehr gut gefallen. Ihre Art lockert die Handlung auf und bringt Selbstironie und Witz in das Buch, ich fand sie vom Fleck weg sympathisch. Ich konnte zudem perfekt miträtseln, da sich der Fall langsam nach und nach aufbaut, was mich sehr an einen klassischen Krimi erinnert hat. Die Figuren sind bunt, jede in seinen Charaktereigenschaften gut ausgearbeitet und mit Ecken und Kanten versehen. Durch die abgelegene und einsame Lage von Morning House gibt es auch noch einen ordentlichen Gruselfaktor on top zu dem ganzen Geschehen, mir hat die Atmosphäre unheimlich gut gefallen. Bei dem Erzählstrang in der Vergangenheit wusste ich recht schnell in welche Richtung er gehen wird, wobei mich die gänzliche Auflösung dann doch überrascht hat. Mich hat das Buch sehr gefesselt und gerade durch die flotte Erzählweise und Marlowes Art sehr gut unterhalten - bitte mehr davon :)

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Veröffentlicht am 05.09.2025

achtsames und herzerwärmendes Kinderbuch

Leo und Ralph
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Ich bin hin und weg - von Leo, Ralph und ihrer Geschichte. Leo ist einsam und da kommt ihm der Außerirdische Ralph gerade recht, nur warum sieht ihn keiner außer Leo? In einer sehr einfühlsamen, ruhigen ...

Ich bin hin und weg - von Leo, Ralph und ihrer Geschichte. Leo ist einsam und da kommt ihm der Außerirdische Ralph gerade recht, nur warum sieht ihn keiner außer Leo? In einer sehr einfühlsamen, ruhigen Weise erzählt der Autor die Reise von Leo zu sich selbst. Dabei ist der Schreibstil kindgerecht mit kurzen Sätzen und für die Zielgruppe sehr passend - das Buch eignet sich auch wunderbar zum Vorlesen. Besonders gefallen haben mir die gefühlvollen Figuren, die aus dem Rahmen fallen. Hier haben wir Leos Mama, die Hauptverdienerin, und seinen Papa, den Künstler, die beide Leo so annehmen wie er ist und ihm Zeit geben. Eine herrlich schräge Lehrerin, die sich einfühlt und ebenfalls sehr achtsam mit ihren Schülern umgeht. Insgesamt sind alle Figuren in diesem Buch sehr rücksichtsvoll und akzeptierend - einfach herzerwärmend so etwas zu lesen. Zudem ist die Geschichte auch noch humorvoll und besonders zum Ende hin spannend, bleibt dabei immer positiv und einfach herzerwärmend. Klar ist hier auch, Freunde finden braucht etwas Zeit, gute Freunde findet man nicht einfach so und man muss auch selbst mal über seinen Schatten springen. All dies wirkt weder belehrend und auch Leos Anderssein ist einfach Leo, es gehört einfach zu ihm. Diese Sprache und diese achtsame Selbstverständlichkeit macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem und ich bin so froh es durch einen zufall entdeckt zu haben.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Kampf gegen das Schicksal

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Kianas Seelengefährte, ihre vom Schicksal vorbestimmte Liebe, stirbt kurz nachdem sie ihn gefunden hat, war es das nun? Saskia Louis erzählt auf humorvolle Weise Kianas Kampf um Selbstbestimmung und während ...

Kianas Seelengefährte, ihre vom Schicksal vorbestimmte Liebe, stirbt kurz nachdem sie ihn gefunden hat, war es das nun? Saskia Louis erzählt auf humorvolle Weise Kianas Kampf um Selbstbestimmung und während des Lesens habe ich immer wieder überlegt, was mir den eigentlich lieber wäre. Sicher zu sein und sich der Vorbestimmung hinzugeben oder selbst sein Leben in die Hand nehmen zu können? In Kianas Welt stellt sich die Frage meist gar nicht, hier ist es ganz normal, dass man seine große Liebe vorgesetzt bekommt oder in den Krieg zieht. Zum Glück für mich als Leser gibt sich Kiana nicht damit zufrieden und hadert mit ihrer Vorbestimmung. Dieses Hadern hat die Autorin großartig umgesetzt und ich konnte mich so gut in Kiana hineinversetzten und auch das World Building ist sehr gut. Auf ihrem Weg findet sie unerwartet nicht nur die eine Form der Liebe, sondern auch gute Freunde. Gerade die Szenen mit dem nunmehr Trio habe ich gefeiert, sie sprühen vor Wortwitz und ließen in mir ein warmes Gefühl von wahrer Freundschaft aufkommen. Besonders Nevin hat es mir angetan, durch ihn kommt Pep und Schwung in die Geschichte, auch wenn er etwas mysteriös bleibt. Für mich war es nicht das erste Romantasy Buch der Autorin, sprich meine Erwartungen waren recht hoch und wurden nicht enttäuscht. Okay, der Cliffhanger am Ende ist etwas fies, aber es ist eine Dilogie und der Erscheinungstermin für Band 2 ist jetzt nicht in allzu weiter Ferne (Januar 2026). Mir hat dieses Plädoyer für die wahre Liebe - egal ob freundschaftlich oder romantisch - und Selbstbestimmung sehr gut gefallen und ich warte nun ungeduldig auf das Finale.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

witziges Werwolfmysterium

Bite Risk – Kein Entkommen
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Was für eine witzig skurrile Story - und dann auch noch so spannend und mit zahlreichen Wendungen am Ende. Ich bin begeistert. Zugegeben dauert das Buch anfangs kurz bis es in Fahrt kommt und die direkte ...

Was für eine witzig skurrile Story - und dann auch noch so spannend und mit zahlreichen Wendungen am Ende. Ich bin begeistert. Zugegeben dauert das Buch anfangs kurz bis es in Fahrt kommt und die direkte Ansprache des Lesers erinnerte mich etwas an diese "Hier entscheidest du" Bücher, aber danach konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. In Tremorglade sind bei Vollmond die Rollen vertauscht und die Teenager für ihre Eltern verantwortlich. Natürlich funktioniert das nicht immer wie es soll und Sel als kleiner Tollpatsch ist da desöfteren ursächlich daran beteiligt. Er kommentier die seine Lage mit so viel Selbstironie und Witz, dass ich öfters schmunzeln musste. Er findet unerwartete Verbündete und natürlich auch Gegner. Ehrlich gesagt habe ich mir von dieser Story nicht so viel Spannung und vor allem nicht so viele Plottwists erwartet. Einige sind zwar vorhersehbar und haben mich etwas an aktuelle Fime/Serien erinnert, dennoch wurde ich unheimlich gut unterhalten. Das Ende war sehr rasant und spannend, das Geheimnis wird aufgeklärt und man könnte es auch bei diesem einem Band belassen - tut man zum Glück nicht und Band 2 werde ich nach Erscheinungstermin mit Sicherheit lesen. Mich hat diese außergewöhnliche Handlung total begeistert gerade weil die sie so schräg ist und Erwachsene hier nicht die Hauptfiguren spielen, sondern die Teenager mehr oder weniger ihre Rollen übernehmen (zumindest zeitweise).

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Zwischen Leben und Tod

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Willkommen an der Blackwood Academy, in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der Jugendliche um eine Chance kämpfen in die Elite aufzusteigen. Früher hat diese Chance eine Person bekommen und was würde ...

Willkommen an der Blackwood Academy, in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der Jugendliche um eine Chance kämpfen in die Elite aufzusteigen. Früher hat diese Chance eine Person bekommen und was würde man nicht alles für diese Chance tun? Doch dieses Jahr ist alles anders. Die größte Angst der Jugendlichen ist nämlich das Vergessen, dass ihnen droht sollten sie nicht aufsteigen - wer bin ich denn dann eigentlich noch? wie man sieht ist ewiges Leben nicht immer alles. Dieses Debüt ließ sich unheimlich schnell weglesen, der Schreibstil ist gut verständlich und die Welt an sich hat mir sehr gut gefallen - mal was Anderes. Die Autorin ist das World Building gut angegangen und ich konnte mir alles gut vorstellen. Allerdings habe ich etwas gebraucht um anzukommen. Das lag vor allem an den vielen Figuren - neben den 6 Protas tauchen noch jede Menge Nebenfiguren zumindest kurz auf und ich war anfangs etwas verwirrt. Zwar steht an jedem Kapitelanfang aus welcher Sicht gerade erzählt wird, ich hatte aber Probleme mir die Charaktereigenschaften und Eigenheiten der jeweiligen Person wieder abzurufen und richtig zuzuordnen. Folgedessen habe ich mich auch keiner der Figuren so richtig nah gefühlt. Anfangs kamen auch die Enemy Vibes zwischen Wren und August nicht ganz bei mir an, ich empfand das Ganze eher als keckes, flottes Geflirte. Das allerdings und die Wortgefechte habe ich sehr genossen, auch Irene steht da z.B. in nichts nach und so musste ich mehrmals in mich reingrinsen. Das Prickeln konnte ich regelrecht fühlen, das Tauziehen zwischen den Beiden war enorm. Eine andere Beziehung war ebenfalls sehr schön zu lesen und die Zwei fand ich fast ein bisschen interessanter - insgesamt ist die Dynamik der Charaktere untereinander schön zu lesen. Auch die Wettkämpfe waren spannend und haben meinen schwierigen Einstieg wieder wett gemacht. Ein gut gelungenes Debüt, dass mich auch dank des Cliffhangers auf den Folgeband warten lässt, den werde ich mit Sicherheit lesen.

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